Susanne Haun

Mamas Azaleen in Papas Garten – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 7. Mai 2018

 

Susanne Haun beim Azalee zeichnen (c) Foto von Julian HaunSusanne Haun beim Azalee zeichnen (c) Foto von Julian Haun

Susanne Haun beim Azalee zeichnen (c) Foto von Julian Haun

 

Als ich Ende der 80ziger Jahre begann, die chinesische Tuschemalerei zu erlernen, beschäftigte ich mich auch mit asiatischen Gärten und verliebte mich in die Japanische Azalee. Meine Mutter und ich durchstöberten die Gartencenter und Mama pflanzte eingige dieser Pflanzen in ihrem Garten. Die Blüten verursachen bei mir das Gefühl der mütterlichen Wärme, die mich, solange meine Mutter lebte, umsorgte.

Mein Vater, mein Sohn und ich hatten einen schönen behüteten Vormittag im Garten zwischen den Azaleen.

 

 

Ein einsamer Flamingo – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 21. April 2018

 

Die Flamingo Zeichnung ist „übrig geblieben“. Sie passt nicht so recht zu einem anderen Blogbeitrag und ich werde so schnell keine Flamingos mehr zeichnen. So verschönert sie heute den Samstag.

 

Flamingo 17 x 22 cm - Tusche auf Burgund Hahnemuehle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Flamingo 17 x 22 cm – Tusche auf Burgund Hahnemuehle (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Blumen Fragmente – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 10. Februar 2017

 
Endlich!
Ein anständiger Blumenladen im Wedding. Blumen Goldbeck war nicht einfach zu finden, der Zufall brachte mich an die Tür des Blumenladens, der mehr zu bieten hat als Rosen, Margeriten und Schleierkraut. 6 Blüten suchte ich aus, Diesteln, Ranunkel, gefüllte Tulpen und und und …. ich habe mir die Namen dummerweise nicht aufgeschrieben.

Nicht immer habe ich einen „guten Lauf“ beim Zeichnen und so zerriss ich die ersten Ergebnisse rigoros und ein wenig wütend, hatte dann aber viel Spaß, die zerrissenen Teile immer wieder neu aneinander zu legen. So habe ich dieses Mal an der Galerie hier im Beitrag den Zufallsgenerator aktiviert. Bei jedem neuen Aufruf oder Refresh der Seite werden die Fragmente neu sortiert.
 

 

 

Eine rosa Azalee und Prometheus – Zeichnungen von Susanne Haun.

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Illustration, Prometheus, Zeichnung by Susanne Haun on 22. September 2012

Im Moment bin ich oft in der Oranienburger Straße in Mitte. Von den Stühlen berichtete ich ja schon (siehe hier), aber es gibt nicht nur Cafés mit vielen Stühlenrund  um die Oraninburger Straße,  sondern auch viele interessante Geschäfte.

Ich erstand in einem Buchladen Wilhelm von Humboldts „Schriften zur Sprache“. Eine sehr schwere Lektüre sowohl vom Gewicht (1055 Seiten der Größe A5) als auch vom Inhalt, aber ich fand darin auch einen Brief an den Archäologen und Philologen Gottlieb Welcker  „Über den Prometheus. Über Sprache und Schrift“ mit dem Datum Tegel, 12. März 1822. Ich wohne keine 5 Kilometer von dem Humboldt Schloss, wie es heute heißt, entfernt.

Azalee 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Azalee 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Humboldt beginnt seinen Brief mit den Worten:
„Ich bin auf einige Tage allein aufs Land gegangen, liebster Freund, und schreibe Ihnen von hier.“

Heute liegt das Schloss im Norden Berlins und mitnichten auf dem Land. Ich will nicht sagen, dass es im Herzen Berlins liegt, es ist ca. 5 km von der Stadtgrenze entfernt.

Humboldt erörtert seine Meinung zu Welkers „Promethee“ . Prometheus ist lt. der grieschichen Mythologie ein Titan, er ist der Schöpfer der Menschheit.

Azalee 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Azalee 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

2005 war in der alten Nationalgalerie Berlin die Ausstellung „Die Götter Griechenlands“, Zeichnungen (Fresken) von Peter Cornelius. Ich erinnerte mich heute daran, als ich Humboldts Brief las. Ich mag von Cornelius die Arbeit „Prometheus der Menschenbilder“ (1867), Athene, die den Menschen den Verstand gibt, hält auf dem Bild einen Schmetterling über den Kopf eines Menschen. Mir gefällt die Vorstellung, dass der Verstand ein Schmetterling ist.

2012 hat Ridley Scott seinen Film „Prometheus – dunkle Zeichen“ geschaffen. Egal wie alt die Menschheit wird, sie wird sich immer mit ihren Prometheus beschäftigen. Ridley Scotts Menschenbildner  (hier der Trailer des Films)  ist aus dem All, hat aber den Körperbau einer grieschichen Statue. Es ist beeindruckend, wie monomental Prometheus in einem 3D Film wirkt.

Wie mein Prometheus aussieht, das weis ich noch nicht, natürlich will ich auch den großen Menschbildner zeichnen. Aber bevor ich mich an diese Arbeit mache, muss ich meine Gedanken gleiten lassen und Ideen entwicklen, verwerfen und wieder aufnehmen. Beim Nachdenken über Prometheus habe ich eine Azalee gezeichnet. Ich denke, das ist eine klassische Übersprungshandlung.

Aber ich finde, das gewohnte Zeichnen und über das ungewohnte Nachdenken, das ist eine gute Art ein neues, völlig unerwartetes Projekt anzugehen. Es ist schwer zu bestimmen, wie wir Menschen nachdenken. Wann kommen uns die Ideen in den Kopf? Natürlich ist es auch wichtig, was wir alles an Inspirationsquellen und Wissen zur Verfügung haben. Wir können heute durch das Internet schnell unsere Gedanken und Ideen austauschen und Wissen ansammeln.

Ich habe mich entschieden, die Quellen (das Wissen), die ich für einen Artikel benutze und die Angaben zu den Zitaten am Ende eines Artikels zu schreiben statt wie bisher mit Artikeldatum im Literaturverzeichnis. Es ist für mich persönlich schon schwer, zwischen den Seiten Artikel/Verzeichnis zu springen und ich möchte es meinen Lesern nicht weiter zumuten.

For my english reader:

I bought the book „Rules for the languages“ from Wilhelm von Humboldt. Humboldts castle is 5 kilometres from my home district away and it is in Berlin town. But Humboldt writes to his friend Welcker, he is going a few days on the country side. At Humboldt lifetime it was realy countryside. The two talk about prometheus, the creator of human being.

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Wilhelm von Humboldt, Schriften zur Sprache, Zweitausendeins Verlag, Seite 1018

Peter Cornelius / Durs Grünbein, Die Götter Griechenlands, 2004 SMB-DuMont, Berlin und Köln, Seite 40

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