Susanne Haun

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 194 – Platon

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 11. Juni 2017

 

Das Denken ist das Selbstgepräch der Seele.

Platon

 

Ich und meine Seele (c) Fotoüberlagerund und Zeichnung von Susanne Haun

Ich und meine Seele (c) Fotoüberlagerung und Zeichnung auf Angiografieaufnahem  des Selbst von Susanne Haun

 

 

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Zitiert nach Zitatkalender aus der Helmut Lingen Verlag Gmbh, 2016 Köln, Kalenderblatt 5. Juni 2017

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 173 – Platon

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 8. Januar 2017

 

Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg,
nur einen zum sicheren Misserfolg:
Es jedem recht machen zu wollen.²
Platon

 

 

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Zitiert nach Zitatkalender aus der Helmut Lingen Verlag Gmbh, 2016 Köln, Kalenderblatt 2. Januar 2017

Portrait – Alt und Jung – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Philosophie, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 2. Juni 2015

Ich bin ein großer Fan der Arbeiten von Marlene Dumas.

In der aktuellen art ist ein großer Bericht über sie. Ich wusste nicht, dass Dumas als Vorlage für ihre Arbeiten Fotos aus Zeitungen, Magazinen oder Familienalben benutzt. „Ich male keine Menschen ich male Abbildungen.“ wird sie in der art/ Juni 2015 zitiert.²

Meint sie die Abbildungen aus Platons Höhle, die durch das Feuer an die Wand geworfen werden? Oder ist das zu weit gegriffen?

Portrait Jugend (c) Zeichnung von Susanne Haun

Portrait Jugend (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ich habe mir die Programmzeitschrift der Telekom gegriffen und einige Portraits sind entstanden. Ich mag es lieber, einen Menschen zu portraitieren, von dem ich die Bewegungen kenne. Ich zeichne lieber von der realen Naturrose als von der fotografierten, abgebildeten Rose. Natürlich ist es nicht immer möglich, jemanden ins Atelier zu zerren und zu zeichnen. Aber bei schönem Wetter ist draußen die Welt voller Menschen, die ich skizzieren kann.

 

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² Schweighöfer, Kerstin. Die Rastlose. In: art Das Kunstmagazin. Hamburg 2008. Seite 21 – 31.

Platon und sein ontologisches Weltbild – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Philosophie, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 11. November 2014

Die Vorlesungsreihe zur theoretischen Philosophie beginnt mit Platon und seinem Höhlengleichnis. Ich schrieb schon davon.

In jeder folgenden Vorlesung und auch in dem dazugehörigen Seminar wird immer wieder Bezug auf Platon genommen. Zur Zeit bewundere ich sehr die Sprache der Dozenten und der Studenten, die schon in höheren Semestern sind. Diese Sprache der Philosophie ist strukturiert und bringt bei Textbesprechungen die Fragestellung immer elegant auf den Punkt.

Meine Vorstellung von Platon (c) Zeichnung von Susanne Haun

Meine Vorstellung von Platon (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wir sprechen über die unterschiedlichen ontologischen Modellen der Philosophen. Dabei wird jede Vorlesung ein Philosoph „abgehakt“. Ich frage mich, ob es sinnvoll ist, so schnell durch die Lehren der großen Denker der Welt zu rasen?

In Platons Modell im Höhlengleichnis gibt es zwei Ebenen, also keine einheitliche Ontologie. Die Ontologie ist die Lehre vom Sein, das Wort setzt sich aud dem griechischen Wörtern to’on und logos zusammen. Logos hat die Bedeutung Wort, Begriff, Lehre und Ordnung. Bei Platon gibt es eine Unter- und eine Oberwelt. Die Oberwelt ist die primäre, originäre Welt. Sie ist die Ideenwelt, alles dort ist beständig. Die Unterwelt ist sekundär und ist nur sinnlich wahrnehmbar. Ihr fehlt die Vernunft der Oberwelt. Sobald ich meine Worte lese, sehe ich die Gefahren, die das platonische Modell bergen. Ich mag jedoch die abstrakte Vorstellung vom Ideenhimmel.

Im Internet habe ich ein Foto von einer Platonbüste gefunden, es ist eine römische Kopie eines griechischen Platonporträts, das wohl von Silanion stammt und nach dem Tod Platons in der Akademie aufgestellt wurde. Es befindet sich jetzt in der Glyptothek München. Ich werde bei Gelegenheit schauen, ob eine Kopie der Büste in der Abgusssammlung Berlin ausgestellt wird.

In meiner Vorstellung von Platon ist er nicht vom Ideenhimmel zu trennen. Diese Vorstellung hat auch mein Portrait von ihm beeinflusst.

Dieser Slam zum Höhlengleichnis von Eva Wunderbar gefällt mir gut.

Platon bei Saatchi Art.

Herbstlaub – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Philosophie, Zeichnung by Susanne Haun on 20. Oktober 2014

Der Herbst kommt. Ich habe die Zeit zwischen zwei Seminaren an der Uni genutzt, das Laub zu zeichnen.

Herbstlaub - Zeichnung von Susanne Haun

Herbstlaub – Zeichnung von Susanne Haun

Dabei habe ich über Platons Höhlengleichnis nachgedacht. Als Auftakt der Vorlesung zur theoretischen Philosophie diskutierten wir darüber, wann Vorstellungen zu Wissen werden.
Der Dozent bemerkte, dass wir wohl alle das Höhlengleichnis kennen und wohl auch schon jeder darüber nachdachte.

Obwohl ich Abitur habe, wurde nicht ein einziges mal bei uns auf dem Gymnasium über Platon, Ethik oder generell die Philosophie gesprochen. Ich machte mein Abitur im Jahr 1983. Seither hat sich viel an den Schulen geändert, ganz sicher auch der Lehrinhalt.

Das Herbstlaub vor der Uni - Zeichnung von Susanne Haun

Das Herbstlaub vor der Uni – Zeichnung von Susanne Haun

Um Platon besser verstehen zu können, haben wir aus der Reihe „Klassiker Auslegen“ einen Auszug aus der Politeia zum Höhlengleichnis von Thomas Alexander Szlezák erhalten.
Lesen ist nicht gleich lesen und zum lesen dieser Auslegung brauchte ich schon einige Zeit und nun sind viele gelbe Markierungen und Wörter im Text. Oft habe ich auch „Blog“ hinter den Zeilen geschrieben, damit ich mir hier nochmals klar über die Worte werden kann.

Aber erst nach der zweiten Vorlesung konnte ich mir ein wenig vorstellen, was Platons Ansatz ist.

Es gibt vier Stufen auf dem Erkenntnisweg:

Eikasia = mittelbare Betrachtung
Pistis = sinnlich wahrnehmbare Dinge
Dianoia = Betrachtung nach den realisierten Ideen
Noesis = die Idee des geistig Guten

Ich denke also nach.

FeuerZeichen oder Platons Definition vom Maler – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Sternzeichen, Zeichnung by Susanne Haun on 3. Januar 2012

Ein Maler gibt sinnliche Dinge wieder und ist so laut Platon ein „Nachahmer des Scheins“.

Beim heutigen Malen des Elementes Feuer ist mir aufgefallen, wie ich die Kühle des Wassers im Wasserzeichen zeichnete, die Distanz, die ich zu dem Element Wasser habe. Beim Feuer zeichnete ich viel bewegter. Da ich selber zu den Feuerzeichen gehöre, geht in diese Zeichnung meine Nähe ein, die Sternzeichen Widder, Schütze und Löwe sind auch Liniengewaltiger durch die Haare der Tiere und des Schützen.

Feuerzeichen - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Leonardo Bütten - 80 x 60 cm

Feuerzeichen - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Leonardo Bütten - 80 x 60 cm

Aber das sind meine Gedanken also mein „Schein“. Platon fragt in seinem zehnten Buch, „Ist der Maler also ein Nachahmer des Scheins oder der Wahrheit?“ Als Lösung gegen den Schein schlägt er Messen, Zählen und Wägen vor und empfindet dieses als die edelste Kraft unserer Seele. Aber das ist seine Wahrheit. Auch er unterliegt hier seinem „Schein“.

Was ist die edelste Kraft unserer Seele? Die Mathematik, die Kunst, die Philosophie, die Physik oder…?

In einem hat Platon natürlich recht, eins und eins ist zwei und das ist unwiderlegbar.

Neue Hängung in meinem Atelier - Foto von Susanne Haun

Neue Hängung in meinem Atelier - Foto von Susanne Haun

Mit diesen Gedanken im Kopf habe ich meine Bilder im Atelier neu gehängt und am FeuerZeichen weiter gearbeitet.

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