Susanne Haun

Herbstlaub – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Philosophie, Zeichnung by Susanne Haun on 20. Oktober 2014

Der Herbst kommt. Ich habe die Zeit zwischen zwei Seminaren an der Uni genutzt, das Laub zu zeichnen.

Herbstlaub - Zeichnung von Susanne Haun

Herbstlaub – Zeichnung von Susanne Haun

Dabei habe ich über Platons Höhlengleichnis nachgedacht. Als Auftakt der Vorlesung zur theoretischen Philosophie diskutierten wir darüber, wann Vorstellungen zu Wissen werden.
Der Dozent bemerkte, dass wir wohl alle das Höhlengleichnis kennen und wohl auch schon jeder darüber nachdachte.

Obwohl ich Abitur habe, wurde nicht ein einziges mal bei uns auf dem Gymnasium über Platon, Ethik oder generell die Philosophie gesprochen. Ich machte mein Abitur im Jahr 1983. Seither hat sich viel an den Schulen geändert, ganz sicher auch der Lehrinhalt.

Das Herbstlaub vor der Uni - Zeichnung von Susanne Haun

Das Herbstlaub vor der Uni – Zeichnung von Susanne Haun

Um Platon besser verstehen zu können, haben wir aus der Reihe „Klassiker Auslegen“ einen Auszug aus der Politeia zum Höhlengleichnis von Thomas Alexander Szlezák erhalten.
Lesen ist nicht gleich lesen und zum lesen dieser Auslegung brauchte ich schon einige Zeit und nun sind viele gelbe Markierungen und Wörter im Text. Oft habe ich auch „Blog“ hinter den Zeilen geschrieben, damit ich mir hier nochmals klar über die Worte werden kann.

Aber erst nach der zweiten Vorlesung konnte ich mir ein wenig vorstellen, was Platons Ansatz ist.

Es gibt vier Stufen auf dem Erkenntnisweg:

Eikasia = mittelbare Betrachtung
Pistis = sinnlich wahrnehmbare Dinge
Dianoia = Betrachtung nach den realisierten Ideen
Noesis = die Idee des geistig Guten

Ich denke also nach.

4 Antworten

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  1. Melanie Waldhardt said, on 20. Oktober 2014 at 16:24

    Neben der Betrachtung als Eikasia“nerin“, nehme ich immer ganz viel Pistis aus Ihren Zeichnungen mit. Sehr schöner Dianoia-Blickwinkel, den ich hier wahrnehmen darf. ich bin mir sicher, dahinter steckt Noesis.

    • Susanne Haun said, on 21. Oktober 2014 at 17:55

      Danke, liebe Melanie, das hast du sehr schön geschrieben und es gefällt mir sehr gut.
      Ich wünschte, ich wäre tatsächlich mit meinem Denken (sichtbar in den Zeichnungen) schon bei der Noesis angekommen, aber ich befürchte dafür muß ich noch ganz viel Arbeiten.
      Einen schönen Abend wünscht dir Susanne

  2. saetzebirgit said, on 20. Oktober 2014 at 17:02

    Ich hab das Abi nur zwei Jahre nach Dir gemacht – auch da philosophiefreie Zone. Schön, dass Du uns jetzt mit einigen Begriffen vertraut machst.

    • Susanne Haun said, on 21. Oktober 2014 at 17:57

      Das freut mich, Birgit. Mein Kind hat einen schönen Überblick über die theoretische Philosophie erhalten, er ist 20 Jahre alt und hat das Abitur 2013 bestanden.
      Jetzt „brüte“ ich über die Texte Aristoteles und bin gespannt, was die nächste Vorlesung am Montag für Erhellungen bringt.
      Einen schönen Aben dwünscht dir Susanne


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