Betrachtungen zur Kunst · Foto · Konzeptkunst · Zeichnung

Schnelligkeit und über die Zeichnung und Bruce Nauman – Fotos von Susanne Haun

In der Zeichnung sind Schnelligkeit und Spontanität für eine lebendige Wiedergabe wichtig.

Diese Schnelligkeit und Spontanität erfordert Können. Das Nachdenken über das „Wie?“ wird ausgeschaltet. Genauso übertrage ich diese Überlegungen auf die Fotografie. Beim reetgedeckten Dach auf Usedom ist mir das Haus selber völlig unwichtig. Ich möchte alleine die Linien und die Tiefe der Dimension darstellen, das Hell / Dunkel und Hoch / Tief.

Dafür habe ich ca. 100 Fotos innerhalb von 5 Minuten produziert; es kommt mir wieder auf die Schnelligkeit der Wahrnehmung an. 12 Fotos habe ich aus dem Pool der produzierten herausgesucht. Mit diesen 12 Will ich weiterarbeiten. Davon zeige ich euch heute erst einmal 2 unbearbeitete und 2 bearbeitet Fotos. Das Foto ich in Wolgast, Version II ist für mich erst einmal eine sehr gute Zwischenlösung. Alle Momente in Wolgast fliessen in dieses Foto ein.

Ich in Wolgast - Version II (c) Foto von Susanne Haun
Ich in Wolgast – Version II (c) Foto von Susanne Haun

Heute habe ich mich weiter mit Bruce Nauman beschäftigt. Nauman ist schon seit den 60ziger Jahren in der Kunstwelt präsent. Er studierte Mathematik, Musik und Philosophie und später Kunst. Eine interessante Kombination, aus der sich für mich einige seiner Werke zum Teil erklären. Mit seinen Performances erklärte er seinen Körper selber zur Skulptur, mit der er die Möglichkeit hat „zu spielen“.

Ein interessanter Ansatz, ich werde ihn im Kopf behalten und habe ihn in den beiden Fotos „Ich in Wolgast“ gut angewendet.

Schnelligkeit und über die Zeichnung und Bruce Nauman – Fotos von Susanne Haun

Skizzen · Skizzenbuch · Tiere · Workshop · Zeichnung

Skizzieren im Zoo – Fotos vom Workshop und Skizzen von Susanne Haun

Gestern war ich mit fünf Malschülerinnen im Zoo und haben meinen Workshop „Skizzieren im Zoo“ gehalten.

Wir fingen bei den Elefanten an, sie bewegen sich wenig und es gibt so viele, dass die Schülerinnen immer wieder welche mit gleichen Postionen finden.

Fünf Malschülerinnen begleiteten mich in den Zoo (c) Foto von Susanne Haun
Fünf Malschülerinnen begleiteten mich in den Zoo (c) Foto von Susanne Haun

Sieben Stunden haben wir hart gearbeitet und uns dann den Feierabend verdient.

Die Orang Utah sind da schon viel schwieriger aber so kann ich meinen Schülerinnen den Kontrast von langsamen zu schnellen Bewegungen zeigen.

Es geht beim Skizzieren um die Schnelligkeit, das vergessen des Handwerks, das sehen der Linien und das automatische Berechnen der Proportionen und Zwischenräume.

Es ist Schwer die Bewegung der Tiere einzufangen (c) Foto von Susanne Haun
Es ist Schwer die Bewegung der Tiere einzufangen (c) Foto von Susanne Haun

Der nächste Kurs unter meiner Leitung findet in Hohenbusch statt. Das ist in der Nähe von Erkelenz, Düsseldorf. Da schon genug Anmeldungen in Hohenbusch eingetroffen sind, findet der Kurs auf jeden Fall statt.
Zu dieser Zeit wird es sicher schön warm sein:  30.07.2012 – 03.08.2012 an der Sommer Kunstakademie Hohenbusch .
 Ihr erfahrt hier mehr darüber hier.

In Belin steht als nächstes Kurs D, „Skizzieren und zeichnen auf dem Pferdehof Heiligensee“ an.
Der Kurs ist am 25. August 2012 zwischen 10 – 17 Uhr. Der Pferdehof liegt schräg gegenüber meines Ateliers, so dass bei jedem Wetter die Möglichkeit des Skizzierens besteht. Auf dem Pferdehof gibt es auch Ziegen, die wir beobachten können. Zur Ausarbeitung und zum zeichnen mit Tusche gehen wir nach dem Skizzieren in mein Atelier.

Mein gesamtes Kursprogramm findet ihr hier.

Betrachtungen zur Kunst · Skizzen · Skizzenbuch · Zeichnung

Linien müssen den Betrachter einhüllen – Zeichnungen von Susanne Haun

„Linien müssen den Betrachter einhüllen und mit sich reißen, so daß er gezwungen wird, ebenfalls mit den Gestalten des Bildes zu kämpfen.“ Umberto Boccioni

Dieses Zitat ist dem Vorwort zum Katalog der 1.Ausstellung futuristischer Malerei, Paris, 1912 entnommen. Ich bin erstaunt, dass ich mich zum Lesen der Thesen des Futurismus zwingen mußte, je länger ich lese, um so eingängiger wird mir der Futurismus und um so mehr verstehe und mag ich ihn.

Einhüllende Linien am Neptunbrunnen (c) Zeichnungen von Susanne Haun
Einhüllende Linien am Neptunbrunnen (c) Zeichnungen von Susanne Haun

Ich habe heute am Neptunbrunnen gesessen und das Treiben dort beobachtet. Alle Passanten sind so sehr mit sich selber beschäftigt, dass sie keine Zeit finden, sich von mir beobachtet zu fühlen. Noch dazu stellen sich immer wieder Besucher des Brunnens für ein Foto auf. Diese Sekunden nutze ich, um zu skizzieren.

Heute habe ich es nicht als Dogma genommen, die Linie in einem Fluß zu zeichnen, aber ich habe es nicht vergessen und den Stift nur dort abgesetzt, wo es wirklich notwendig war.

Einhüllende Linien am Neptunbrunnen (c) Zeichnungen von Susanne Haun
Einhüllende Linien am Neptunbrunnen (c) Zeichnungen von Susanne Haun

Besonders gefallen hat mir die Schulklasse, die sich in den Brunnen hängte. Wie ungewöhnlich zu zeichnen. Ich habe mit dem Brunnen angefangen zu skizzieren und habe mich dann immer mehr auf das zeichnerische, schnelle Sehen eingespielt. Der Brunnen wurde mit jeder Skizze uninteressanter und bewegungsloser.