Susanne Haun

Projekt ohne Namen – Er spuckt durch den Kreis – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Marker, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 19. Mai 2020

 

#47

„Wenn, ja wenn ich dich anspucken würde, …

„…wäre ich sehr verdutzt!“

 

Spucke, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Spucke, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Ich möchte kurz auf den Satz #46 eingehen. Ich fragte Jürgen nach einem besonderen Symbol, Jürgen beantwortete es sehr gelungen mit dem Kreis.

#46 (siehe hier)
S: „Ein besonderes Symbol …“
J: … ist der Kreis: it goes around and around and around!“

Vorher machte sich Jürgen Gedanken um die Bedeutung des Symbols:

  • Ein besonderes Symbol steht für alles.
  • Ein besonderes Symbol geht immer.
  • Symbol gleich Bedeutungsträger
  • Besondere Symbole sind Alpha und Omega, weil es nur das ist, was wir wirklich wissen.
  • Symbol gleich Zeichen
  • Die Seele ist etwas Besonderes, weil es danach weitergehen könnte.
  • Gaunerzinken

Ich dachte beim Symbol eher an die kunsthistorisch / ästhetische Bedeutung.

Trotz der zahlreichen Möglichkeiten im Internet zu recherchieren bin ich ein Fan vom guten alten Lexikon. Zu Weihnachten habe ich mir die 6 Bändige Studienausgabe des Lexikons der Ästhetischen Grundbegriffe geschenkt und lese darin je nach Interessenslage. Der Artikel zum Symbol ist 19 Seiten lang, alleine die Einleitung geht über 3 Seiten.
Nur kurz dazu geschrieben, im Alltag wird das Wort Symbol heute als bildhaftes Zeichen mit einer Zusatzbedeutung bezogen. Der Artikel ist von Heinz Hamm geschrieben und besonders schön fand ich den Satz, das ein Symbol im realen Leben wie in der Kunst alles werden kann, was auf der Welt sinnlich wahrnehmbar ist. Im folgenden Artikel geht Hamm auf die verschiedenen Bedeutungen durch die Epochen und Philosophen ein.

Ich persönlich sehe in einem Symbol tatsächlich ein bildhaftes Zeichen. Das spannende ist, das jeder diese Zeichen anders liest. Deshalb freue ich mich auch immer, wenn die Betrachterinnen und Betrachter mir erzählen, was sie auf meinen Bildern sehen. Ich mochte jedoch die Aufzählung Jürgens zum Symbol sehr.

Ihr erkennt daran, wie unterschiedlich Jürgen und ich an die Welt herangehen 🙂

Nichtsdestotrotz gefiel mir der Kreis sehr und ich habe ihn zeichnerisch mit in die #47 herübergenommen.

Als neuen Satzanfang gebe ich Jürgen einen weniger „verkopften“ Satzanfang mit auf den Weg.

Wollen wir sehen, was daraus wird!

#48 „Ich hülle mich in einen Vorhang…“

 

Den Verlauf des Projekts ohne Name, das am 24. November 2016 begann, habe ich auf einer Seite meines Blogs zusammengefasst (-> klick). Ich werde die Seite regelmäßig aktualisieren.

 

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Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Johann Ludwig Tieck

Posted in Landschaft, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 18. November 2018

 

Bei Tage und in der Nacht

denkt meine Seele nur an die

schönen, hellen Gegenden,

die mir in allen Träumen

erscheinen und mich rufen.

Johann Ludwig Tieck

 

Küste - Zeichnung von Susanne Haun, 45 x 78 cm Tusche auf Büttenpapier (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

Küste – Zeichnung von Susanne Haun, 45 x 78 cm Tusche auf Büttenpapier (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

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Bei meinen Recherchen für meine Masterarbeit bin ich auf dieses Zitat gestossen und habe es noch in der noch in der Bibliothek in meinen Blog geschrieben. Leider habe ich vergessen, aus welchen der vielen Bücher, die ich gesichtet habe, das Zitat stammt.

Es könnte aus diesem Buch:
ANDERSSON, ULRIKE, FRESE, ANNETTE. Carl Philipp Fohr und seine Künstlerfreunde in Rom: zum 200. Geburtstag des Heidelberger Künstlers, Heidelberg 1995.
oder diesem Buch:
LIEDTKE, GUSTAV (Hrsg.). Unsere Hundert schönsten Romantikerzeichnungen, Lübeck 1960.
stammen. Ich habe eine bestimmte Abbildung gesucht und brauchte deshalb alte Katalogbücher.

 

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Eva Strittmatter

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 15. Juli 2018

 

Meine Seele ist wie trocken.

Durch die Wüste irre ich.

Nähr mich von Erinnerungsbrocken.

Und die Welt verweigert sich.

Eva Strittmatter , deutsche Dichterin und Schriftstellerin

 

Die Seelen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Seelen (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

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Strittmatter, Eva, Wildbirnenbaum, Berlin 2009, S. 44.

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Joachim Ringelnatz

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 22. Oktober 2017

 

Zwischen atmenden Stein und Mimose
Wandert und wundert, ohne Schrei,
Ohne Klage, das nicht seelenlose
Nur seelenblinde Vorbei.

Ringelnatz aus IM AQUARIUM IN BERLIN

 

Blatt 83 Weine fliessen Fische zucken (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 83 Weine fliessen Fische zucken (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

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Ringelnatz, Joachim, Gedichte und Prosa, Zürich 1994, S. 129

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 194 – Platon

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 11. Juni 2017

 

Das Denken ist das Selbstgepräch der Seele.

Platon

 

Ich und meine Seele (c) Fotoüberlagerund und Zeichnung von Susanne Haun

Ich und meine Seele (c) Fotoüberlagerung und Zeichnung auf Angiografieaufnahem  des Selbst von Susanne Haun

 

 

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Zitiert nach Zitatkalender aus der Helmut Lingen Verlag Gmbh, 2016 Köln, Kalenderblatt 5. Juni 2017

Die Küchenuhr von Borchert – Illustrationen von Susanne Haun

Posted in Borchert - Die Küchenuhr, Zeichnung by Susanne Haun on 20. März 2017

 

Im Januar bewarb ich mich für den Otto-Dietscher-Preis 2017 für Illustration.

 

1 Die Kuechenuhr - innerlich ist sie kaputt (c) Zeichnung von Susanne Haun

1 Die Kuechenuhr – innerlich ist sie kaputt (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Es waren drei Texte vorgegeben, aus denen einer ausgewählt und zwischen 3 bis 5 Illustrationen angefertigt werden sollten. Die Zeichnungen durften nicht signiert, nur mit einer Nummer gekennzeichnet sein, damit „der Künstlername“ keine Rolle spielte.

Leider ist meine Illustration nicht ausgewählt worden. Hier findet ihr die Preisträger.

Die Generation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 2. Weltkriegs stirbt, nur noch wenige Augenzeugen leben. Ich gehöre zur Generation der Kriegsenkelkinder. Meine Oma berichtete mir, wie es war, ausgebombt zu werden, sie erzählte anschaulich, wie ganze Straßenzüge brannten und das Feuer mit seinem Licht die Nacht zum Tag und mit seiner Wärme den Winter zum Sommer machte. In Berlin, meiner Heimatstadt, waren in den 70iger Jahren, in denen ich aufwuchs, noch die Kriegsschäden zu sehen. Inzwischen sind sie fast ganz verschwunden.

In der Schule gehörte die Küchenuhr von Borchert zur Pflichtlektüre. Schon als ich sie mit 15 Jahren zum ersten Mal las, knüpfte ich Verbindungen von der Uhr zu den Erlebnissen meiner Oma.

 

2 Die Kuechenuhr - er kam nach Hause ins Paradies (c) Zeichnung von Susanne Haun

2 Die Kuechenuhr – er kam nach Hause ins Paradies (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Borchert verwendet sehr einfache, stilistische Mittel. In knappen Sätzen verwendet er die Sprache der armen, einfachen Menschen, von denen die Geschichte handelt. Aufgrund dessen entschloss ich mich, Marker und Layoutpapier für die Illustration der Geschichte zu verwenden. Die Linien der Marker können nicht durch Druck modelliert werden, ein Mischen der Farben ist nicht möglich. So einfach wie Borchert seine Geschichte erzählt, so einfach habe ich die Illustration gestaltet. Die Linien sollen die Intention des Autors aufnehmen und vermitteln. Wichtig war für mich beim Illustrieren die Semantik der um halb drei stehen gebliebenen Küchenuhr, weswegen sie in allen drei Blättern aufgenommen wird. Die Farbe Blau symbolisiert die Zeit des Paradieses vor dem Krieg, die Zeit nach dem Krieg wird in zwei Grautönen dargestellt.

In den drei Blättern sind die Kernaussagen Borcherts „Trümmerliteratur“ festgehalten:

Blatt 1: Susanne Haun, Die Kuechenuhr – innerlich ist sie kaputt, 30 x 40 cm, 2017, Zeichnung, Marker auf Layoutpapier
Blatt 2: Susanne Haun, Die Kuechenuhr – er kam nach Hause ins Paradies, 30 x 40 cm, 2017, Zeichnung, Marker auf Layoutpapier
Blatt 3: Susanne Haun, Die Kuechenuhr – sie sahen ihn nicht an, 30 x 40 cm, 2017, Zeichnung, Marker auf Layoutpapier

Borchert möchte den Leser zum Nachdenken über den Krieg anregen, die Küchenuhr ist in der Vorderansicht das Symbol für das verlorene Paradies vor dem Krieg und in der Hinteransicht zeigt sie die Zerstörung der Seele des Mannes. Der Mann ist seelisch überfordert mit der Situation. Die Zuhörer sind gleichgültig, der Mann hat keine Familie mehr, der er seine Not anvertrauen kann, er vertraut sich Fremden an. Borschert löst mit seiner Erzählung starke Gefühle aus, die auf den Illustrationen bildlich dargestellt sind.

 

3 Die Kuechenuhr - sie sahen ihn nicht an (c) Zeichnung von Susanne Haun

3 Die Kuechenuhr – sie sahen ihn nicht an (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

Etwas Erholung mit Blumen – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 20. April 2016

 

Es ist gut, sich zwischendurch auszuruhen und die Seele mit ein paar Blumen baumeln zu lassen.

 

Die Engel haben die Seelen gemacht! – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 12. August 2013

“Die Hernianer: Die Engel haben die Seelen gemacht!
Die Priscillianer: Der Teufel hat die Welt gemacht!”

Gustave Flaubert in den Antoniusversuchungen

Oft lohnt es sich, ein Thema mehrmals zu bearbeiten. Sehr unzufrieden war ich mit meiner ersten Umsetzung des obigen Zitats und ich nahm mir schon sehr bald nach der Fertigstellung vor, es nochmals zu interpretieren.
Hier seht ihr meine letzte Umsetzung vom 10.7.2013.

Der Teufel (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Teufel (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich möchte zu Flauberts Worten Martin Häusler aus dem Blog Rumgekritzel zitieren. Er hat in den Kommentaren zu meiner letzten Zeichnung zum Thema das Zitat erläutert:

„Kleine Erläuterung zu der sehr schwierigen Flaubert-Stelle: Die Priscillianer waren die Anhänger des Priscillian von Avila (um 350), die der Meinung waren, die Welt wäre als solche von vorneherein schlecht, eben vom Teufel gemacht. Diese Lehre hatte damals einige Anhänger, ist vom christlichen “Mainstream” als falsch verurteilt worden, findet sich aber bis heute in gewissen esoterischen Kreisen. Die Hernianer sind die Anhänger von Hermas, dessen lange und schwierige prophetische Schrift “Der Hirt des Hermas” (um 150) in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten viel gelesen worden ist. Hier haben wir die Ergänzung: Wenn alles Irdisch-Materielle des Teufels ist, dann ist der menschliche Körper auch des Teufels. Das Gute im Menschen kann folglich nur von den Engeln geschaffen sein und es darf nichts Materielles sein – da bleibt nur die Seele übrig. Auch das ist nicht christlicher “Mainstream”, sondern gnostischer Dualismus, wiederum in einigen esoterischen Zirkeln sehr beliebt.“

Die Engel haben die Seelen gemacht - 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Engel haben die Seelen gemacht – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich habe das Zitat gewählt, weil ich es auf dem ersten Eindruck so schön klar fand. Da gibt es eindeutige Abgrenzungen, ein Gut und ein Böse. Aber ich musste bei Martins Erklärung dann schmunzeln: nichts anderes als die Seele bleibt für die Engel übrig. Ich bin KEINE Esoterikerin und ich bin auch NICHT übermäßig gläubig. Vielleicht kann ich deshalb die Ironie im Zitat sehen.

For my english speaking reader:
I draw the quote: “The soul is made from the angels.” ones more. I’am not satisfaction with my first draw but I like the second one.

Zitat am Sonntag – Folge 2 – Marguerite Duras

Posted in Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 28. Juli 2013

„Ich weiß nicht, was ein Buch ist. Niemand weiß es. Aber man weiß, wenn eines da ist. Und wenn nichts da ist, weiß man es, wie man weiß, dass man noch nicht tot ist.“
Marguerite Duras in ihrem Buch „Schreiben“.

Ich und meine Seele (c) Fotoüberlagerund und Zeichnung von Susanne Haun

Ich und meine Seele (c) Fotoüberlagerund und Zeichnung von Susanne Haun

Am Mittwoch war ich beim Treffpunkt Kulturmanagement zu besucht. Hier könnt ihr eine Aufzeichung der Veranstaltung sehen und hier die Ankündigung der Veranstaltung auf Christian Henner-Fehrs Kulturmanagement Blog.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Christian für die Einladung bedanken. Es war auch für mich sehr anregend und inspirierend und ich habe viele Leute kennengelernt und bin noch dabei, die Emails, die ich im Anschluss der Veranstaltung erhalten habe, zu beantworten.

Heute bin ich so auf den Blog Kunst und Wirtschaft von Helga Stattler und Karin Wolf aufmerksam geworden und habe einige Beiträge gelesen. Besonders interessant fand ich den Beitrag über die Rolle von Kunst und KünstlerInnen, in dem Edgar H. Schein zu Wort kommt (seht hier).

Ich (c) Foto und Zeichnungsüberlagerung von Susanne Haun

Ich (c) Foto und Zeichnungsüberlagerung von Susanne Haun

Die Seele – ein Welträtsel – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 10. Juli 2013

Es wird Zeit, sich wieder Flaubert und dem Antonius zuzuwenden.

Die Ausstellungseröffnung in Köln ist schon am Samstag, den 31. August 2013 ab 16 Uhr im Raum Lotus im Tor 28, Machabäerstraße 28 50668 Köln. Ich freue mich schon sehr, es haben einige Blogger ihr Kommen angekündigt und so wird es auch ein reales Bloggertreffen.

 Die Seelen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Seelen (c) Zeichnung von Susanne Haun

So habe ich mich in der letzten Woche mit der Seele beschäftigt, um das folgende Zitat zeichnerisch darstellen zu können.

„Die Hernianer: Die Engel haben die Seelen gemacht!
Die Priscillianer: Der Teufel hat die Welt gemacht!“ Gustave Flaubert in den Antoniusversuchungen

Über die Seele könnte ich Wochen zeichnen und schreiben, ein sehr umfangreiches und interessantes Thema.

„Ist doch die Seele wohl das undurchsichtigste und unnahbarste Gebilde, mit dem sich wissenschaftliches Denken je beschäftigt hat“ C.G. Jung

Lateinisch anima, griechisch pneuma, gotisch us-anan, arabisch rih wird die Seele auch als Atem oder ausatmen, hauchen, mühsam atmen bezeichnet.
Ohne unseren Atem haben wir auch kein Leben. Und heißt es nicht, dass unsere Seele entfährt, wenn wir sterben also aufhören zu atmen?

Überlegt nicht jeder von uns zu irgend einem Zeitpunkt, was es bedeutet, eine Seele zu besitzen oder was es bedeutet, Mensch zu sein?

Flaubert schreibt also, dass die Engel die Seelen machten.
Ich denke, das Mensch sein ist im Laufe der Evolution entstanden.

Die Engel machten die Seelen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Engel machten die Seelen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Aber auch wenn es im Laufe der Evolution entstanden ist, so ist sie doch wie unser Gehirn, unser Haut oder auch unser Herz ein biologisches Produkt. Das Herz haben wir im Laufe der Jahrhunderte schon sehr gut erforscht aber unser Gehirn, unsere Seele bietet dem Menschen in seinem Forscherdrang noch viele Geheimnisse oder Welträtsel.

For my english speaken reader:
I go back to Flaubert and Antonius because end of August is the next exibition to this project in Köln. Flaubert wrote „The soul is made from the angels.“ I think about it and I think, the soul is made in evolution.

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Jung, C.G. Hrsg. Alt, Frank. „Worte der Seele“, Freiburg.2000.
Flaubert, Gustave, “Die Versuchung des heiligen Antonius, aus dem Französischen von Barbara und Robert Picht,insel Taschenbuch 1868, Erste Auflage 1996

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