Susanne Haun

1. Tag – Carrara – Stadt des Marmors – Bergbau – Susanne Haun

Posted in Landschaft, Reiseberichte, Skizzen, Skizzenbuch, St.Andrea di Compito, Toskana, Zeichnung by Susanne Haun on 15. Mai 2020

 

Tyrrischen Meer (c) Foto von M.Fanke

Susanne Haun am Tyrrischen Meer (c) Foto von M.Fanke

 

Letztes Jahr verbrachten wir einen kleinen Teil unserer Zeit in der Toskana in St. Andrea di Compito.

Ich habe unter der Kategorie Reiseberichte die bisherigen Blogbeitrag zum Aufenthalt abgelegt (-> Klick).

Im Rahmen dieses Aufenthalts waren wir auch zwei Tage in Carrara. Sieht man davon ab, was für eine Schande an der Natur der Raubabbau des Marmors ist, ist es sehr faszinierend, in (bzw. um) den Abbruchgebieten zu laufen und zu sehen, wie die riesigen Marmorblöcke transportiert werden.

Am ersten Tag in Carrara besuchten wir einen Steinbruch, davon berichte ich heute, am zweiten Tag liefen wir ein wenig in den Bergen Carraras, davon berichte ich in den nächsten Tagen.

Meine Skizzenbücher scannte ich gleich nach dem Urlaub ein, es ist schwierig für mich, die einzelnen Seiten den korrekten Tagen zuzuordnen. Ich bin erstaunt und nehme die Skizzenbücher aus dem Schrank, um anhand der Chronologie die Seiten erneut den Tagen zuordnen zu können.

 

 

Ich habe zum Glück zusätzlich zu meinen Skizzen Tagebuch geschrieben und kann nun authentisch auch in Worten berichten.

 

 

31.5.2019

Carrara ist bekannt für sein Marmor und es hat mich schon immer interessiert, wie der Marmor abgebaut wird.

Im Baedecker Reiseführer wird die Abbruch Cava die Frantiscritti als Geheimtipp angegeben. Schon die Anfahrt durch die Apuanischen Alpen ist ein Erlebnis, das Weiß der Berge ist nicht etwas Schnee, sondern es kennzeichnet die Marmorsteinbrüche, von denen es heute noch einige gibt.

Unterwegs halten wir an einem Eingang zum Steinbruch an einer Snackbar an, trinken Cappuccino und schauen den LKW’s zu, wie sie die Marmorblöcke ins Tal fahren. Auch die LKW-Fahrer trinken hier ihren Cappuccino. Ich mag die geschäftige Atmosphäre und kaufe mir für 12 Euro eine nackte Marmorschönheit. Später stelle ich fest, dass sie mit Sockel im Souvenierladen des Cava Museums für nur 1 Euro mehr verkauft werden. Jede der Figuren ist anders und ich mag meine ohne Sockel viel mehr, sie hat so etwas ursprünglicheres.

Intermezzo am 14.5.2020: Meine Mutter filmte in meiner Kindheit gerne mit der Super-8 Kamera die Autofahrten in den Bergen aus dem Auto. Ich mag diese wackeligen Filme. Und so filmte ich auch aus dem Auto unsere Fahrt von der Küste Carraras in den Steinbruch. Eine kleine Anmerkung: Der Film ist auf vierfache Abspielgeschwindigkeit eingestellt, Micha ist rasant aber nicht sooooo rasant gefahren.

 

 

In Frantiscritti angekommen, müssen wir uns zwischen einen Besuch im Inneren des Marmorbruchs oder eine Jeaptour auf dem Berg hinauf entscheiden. Da wir noch eine Wanderung in den Bergen von Carrara planen, entscheiden wir uns für die Höhle. Beides wäre uns zu teuer gewesen. 10 bzw. 12 Euro kostet so eine 40 minütige Tour jeweils.

Die Fahrt im Jeep ins Innere des Berges dauert nur wenige Minuten, 600 Meter im Berg erwartet uns eine große Höhle, über uns 400 Meter Gestein. Der Guide erklärt uns, dass hier der Abbruch beendet ist. Ingenieure messen die Statik und die dicken Pfeiler stützen den Berg wie die Pfeiler einer Kathedrale das Dach des Gotteshauses. Der Saal, der dabei zwangsläufig entsteht, wird als Veranstaltungsraum benutzt. Um ihn zu schmücken, hat ein für uns unbekannter Künstler die Szene aus der Sixtinischen Kapelle, in der Gott Adam Leben einhaucht, gemalt. Die Kopie ist nicht gut aber auch lange nicht so schlecht, wie ich es schon erlebt habe.

Es ist unerhört laut in der Höhle. Etwas tiefer finden Abbrucharbeiten statt, die wir beobachten können. In der Renaissance brauchte ein Arbeiter einen ganzen Tag um 6 cm des gewünschten Marmorblocks freizuschneiden. Die Blöcke haben ein Standardmaß von …. Heute werden sie mit einem Gabelstapler auf die LKW’s geladen. Ob der Gabelstapler nur für uns Touris kommt und einen Block in der Ecke ablegt? Ich verpasse das Spektakel beinahe, da ich fasziniert in den von Arbeitern belebten Teil der Höhle schaue. Nein, liebe Mädels, es sind keine Cola-Tragenden Jungs, sie sind alle gut eingepackt, denn in der Höhle herrschen konstant um die 14 Grad und es ist auch Helmpflicht.

Wieder draußen an der frischen Luft, beschließen wir der Route der LKW’s zum Hafen von Carrara zu folgen. Eine schöne Strecke, 30 Minuten brauchen wir, bis wir am Tyrrischen Meer ankommen. Etwa 100 Meter im Landesinneren ist ein schöner Platz, wo wir es uns bei Cappuccino bei Nannini gut gehen lassen, bevor wir den häßlichen Hafen hinter uns lassen und die Küstenstraße entlang fahren. Kindheitserinnerungen werden bei mir wach. So war das in den 70ger in Bibione an der Adria, als Mama, Papa, Ulli und ich direkt am Strand auf dem Campingplatz Urlaub machten. Die gleiche Stimmung finden wir hier auf der Küstenstraße und ich fühle mich wohlig in meinen Kindheitserinnerungen. Leider sind alles private Hotelstrände und es dauert, bis wir an einem freien Strand kommen und das Wasser, die Wellen und den Wind geniessen können.

Ein schöner Tag geht langsam zu Ende.

 

 

In Zeiten der geschlossenen Grenzen möchte ich euch zum Abschluss mit einem Meeresrauschen erfreuen.

 

 

Die stolze Rose – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 25. Juni 2019

 

Am Freitag in Leipzig habe ich beim Workshop Zeit gefunden, Rosen zu zeichnen. Meistens bin ich viel zu beschäftigt mit dem Unterrichten als das ich selber etwas zeichnen kann. Das war ein echtes Novum.

Mein Bericht vom Werkshop folgt die Tage. Ich bin wie immer sehr in Arbeit und nehme mir gerade weniger Zeit zum Bloggen.

 

Rosen so rot, Zeichnungen von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Rosen so rot, Zeichnungen von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Rosen so rot, Zeichnungen von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Rosen so rot, Zeichnungen von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Mein Skizzenbuch ab dem 28.7.2018 bis zum 26.8.18 – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 29. August 2018

 

Ich bin darauf angesprochen worden, warum ich zur Zeit im Blog so wenig Zeichnungen zeige.

Ich schreibe immer noch an meiner Masterarbeit, die vom Umfang 60 Seiten, 100.000 – 130.000 Zeichen lang sein sollte. Gut belegter wissenschaftlicher Text schreibt sich nicht wie Blogtext hinunter. Wenn ich gut bin, schaffe ich pro Tag etwas mehr als eine Seite. Es ist ein Prozeß des Lesen, Verstehen, Aufschreiben und eigene Schlüsse und Gedanken aus all dem ziehen. Ich habe meine Masterarbeit neben Einleitung und Schluss in 4 Kapitel aufgeteilt und befinde mich mitten im Kapitel 3. Und ist alles fertig, beginnt die Überarbeitung und das Lektorat, was nochmals solange dauert.

So zeige ich euch heute mein Skizzenbuch vom 28.7.18 – 26.8.18 ohne Worte. Die letzten Zeichnungen des Buches könnt ihr in meinem letzten Beitrag vom Montag zur Athena sehen (siehe hier).

Ich benutze übrigens ganz unspektakulär A5 Skizzenbücher mit 40 Seiten von Hahnemühle, sie sehen ein wenig wie Schulhefte aus. Ich mag an diesen Büchern, dass sie so leicht sind und das Gewicht meiner Handtasche kaum nenneswert belasten.

 

 

 

 

Die Grachten von Amsterdam – Susanne Haun

Posted in Amsterdam, Architektur, Foto, Zeichnung by Susanne Haun on 12. April 2016

Vor einiger Zeit sind wir mit Handgepäck, unseren Fotoapparaten sowie meinem Skizzenbuch nach Amsterdam geflogen.

 

 Susanne Haun Grachtenfahrt in Amsterdam (c) Foto von M.Fanke

Susanne Haun Grachtenfahrt in Amsterdam (c) Foto von M.Fanke

 

Es ist erstaunlich, für wie wenig Geld heutzutage ein Fug von Berlin nach Amsterdam zu bekommen ist. Wir hatten Glück, am ersten Tag konnten wir bei schönsten Wetter eine Grachtenfahrt unternehmen.

Reisen sind immer eine Inspirationsquelle für mich. Im neuen art magazin schreibt Alec Soth in seiner Kolumne, dass ihn weniger die Details der Reise als vielmehr die Idee der Reise interessiert.² Dieser Gedanke gefällt mir sehr gut, ich werde darüber nachdenken. Die Kolumne von Soth steht hier auf der Onlinepräsenz des art magazines zur Verfügung.

Ich beobachte auf Reisen gerne Menschen, auch die kleinen Boote in den Grachten erschienen mir fast menschlich und jedes Boot hat einen eigenen Charakter.

 

 

 

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²Soth, Alec. Pointing. art magazine, Hamburg 2016, S. 17.

Im Hörsaal – Bewegung skizzieren – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 28. November 2015

Langsam wird es ernst. Ich benötige mehr Zeit für meine Bachelorarbeit.

 

Im Hörsaal - Skizze von Susanne Haun

Im Hörsaal – Skizze von Susanne Haun

 

Deshalb heute auch ein paar Skizzen aus der Uni. Es macht mir Freude, in einfachen Linien im Hörsaal zu skizzieren. Manche Zuhörer sitzen, ohne sich zu bewegen während andere nicht aufhören, sich zu bewegen. So ist es auch bei den Referenten. Meistens erfasse ich die Figur der Referenten erst nach einigen Vorlesungen. Es ist wichtig, im Training zu bleiben, so fliesst die Tinte in den Linien.

 

 

Meine Blütenblätter – Lomo – Fotografie und Animation – Gedanken und Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Animation, Konzeptkunst, Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 11. September 2012

Letzten Monat habe ich eine Informationsveranstaltung zum Thema Animation besucht. Ich wollte meine Gedanken zu Smithson weiter verfestigen und brauchte dafür technisches Verständnis.

Das erste, was ich dabei begriffen habe ist, dass ich für Animationen im Bereich Stop-Motion-Film zu ungeduldig, zu ungenau und nicht penibel genug bin.

Aber es waren trotzdem sehr interessante Informationen dabei, die ich gut gebrauchen kann. Zum Beispiel wußte ich nicht, dass es ein Programm gibt, Dragonframe, dass die Einstellungen und Auslösen meiner Kamera über den PC erlaubt! Der Wermutstropfen ist, dass es 300$ kostet.

Aus meinem Skizzenbuch - HH Lange Straße (c) Susanne Haun

Aus meinem Skizzenbuch – HH Lange Straße (c) Susanne Haun

Ich habe auch erfahren, dass bei einer Animation vorher festgelegt wird, wieviele Bilder es in der Sekunde geben soll. Ein Kinofilm hat zum Beispiel 18 Bilder in der Sekunde.

Ein Realfilm ist immer mit 1/50 s belichtet. Ich habe gelernt, dass Stop-Motion-Filmer anscheinend Perfektionisten sind. Selbst kleinste  Schwankungen im Licht werden nicht akzeptiert.

Ich möchte mit meinen Animationen die Zeichnung in den Bildschirm und mit der Natur – der Landart –  kombinieren.

Kennt ihr die Lomo Fotografie? Die finde ich sehr faszinierend und spontan und sie gefällt mir sehr gut. Ich denke, dieses Prinzip möchte ich kombiniert mit der Zeichnung in die Animation bringen.

So habe ich heute meine Blütenblätter von gestern genommen (siehe hier) und habe die schon gestern erstellten Fotos vor dem Atelier kombiniert mit denen auf meinem Balkon, den Zeichnungen und den Transport. So weit so gut, nun denke ich weiter nach.

Das also ist jetzt erstmal ein Master Film für mich an dem ich nun weiter arbeite.

Am Rande erwähnt: bei der Infoveranstaltung waren mehrere Illustratoren und Zeichner und genau gerade über zeichnete einer mich in sein Skizzenbuch, es ist faszinierend zu beobachten, wie Augen vom Modell zum Papier huschen! Ich konnte mich natürlich „rächen“ und begann selber mein Gegenüber zu zeichnen.

Beim Frühstücken in der Langen Straße in Hamburg sehe ich auf meinen Skizzen, dass ich ruhiger war als beim Pausen-Skizzieren documenta 13. Da war ich viel aufgeregter. Das mag ich so sehr an skizzen, sie geben direkt die Stimmung des Schaffenden wieder.

For my english speaken reader:
Last month I visit an information event about animation. It was very interesting but I think I’am to impatient about this. I don’t spent so much time for only one picutre or ´named still of an animation. But now I know that a kinofilm has 18 pitures in the second. In my animation, I only use 6.
During the event I’am drawing from a drawer and so I do the same thing. It was funny.

Meine Blütenblätter – Lomo – Fotografie und Animation – Gedanken und Zeichnungen von Susanne Haun

Braucht eine Ente Füße? – Skizzen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Skizzen, Skizzenbuch, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 18. März 2012

Für meine Arbeit zur Hommage am Flughafen Tegel beobachte ich oft in Tegel vor der Humboldt Biliothek am Hafen die Schwäne, Krähen und Enten und alles was sonst so Federn hat und fliegt.

Bei dem schönen Wetter waren besonders die Enten faul am Ufer und putzten sich.

Skizzen Enten VI (c) Susanne Haun

Skizzen Enten VI (c) Susanne Haun

Ich habe einige Skizzen gefertigt und mich gefragt, ob ich die Ente wohl als Zeichnung besser mit oder ohne Füsse erfassen soll.

Gestern lag auch mein zweites bestelltes Buch im Briefkasten: Joseph Kosuth: Interviews. Dieses Buch birgt eine weitere Herausforderung: es ist in Englisch geschrieben. Da ich aber täglich meine Blogbeiträge auch bei stumbleupon (Stolpersteine) mit englischer Überschrift als Link hinterlege, komme ich gut beim Lesen voran.

Kosuth faßt seine Arbeit unter dem Titel „Art as Idea as Idea“ zu deutsch „Kunst als Idee als Idee“ zusammen.


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Braucht eine Ente Füße? – Skizzen von Susanne Haun

Trier – der Kontrast von neu und alt – Skizzen und Fotos von Susanne Haun

Posted in Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 18. Oktober 2011

Touristenfotos gibt es in jedem Reiseführer zu sehen ich habe dieses Mal in Trier Details festgehalten, die mich interessierten.

Trier hat mich überrascht, die älteste Stadt Deutschlands präsentiert sich mir ein wenig „Touristen unfreundlich“, sehr religiös gemischt mit Geld für alles…..

Skizze einer der heiligen drei Könige im Dom von Susanne Haun

Skizze einer der heiligen drei Könige im Dom von Susanne Haun

Sicher, wenn eine Stadt mit diesen Gebäuden gesegnet ist, benötigt sie keine Werbung um Touristen, die kommen von alleine und das merkt man …. ich habe in einem Touristenbüro noch nie so wenig Informationen erhalten. Eigentlich gar keine — es gab Reiseführer in aller größe und dicke zu kaufen, und nach entsprechender Nachfrage erhielt ich auch einen kleinen Stadtplan von einem Abreisblock. Das reichte, um die Gebäude zu finden. Ich kaufte natürlich auch einen kleinen Reiseführer für 3,90 € leider standen dort immer die Gebäude, die mich gerade interessierten NICHT drin, so wie zum Beispiel das kurfürstliche Palais.

Ansonsten lasse ich nun die Fotos sprechen, sicher berichte ich noch oft von Trier, besonders der Dom und die Kirche der lieben Frauen (die zur Vorsicht auf der Karte vom Touristenbüro gar nicht genannt wird) mit seinen Skulpturenreichtum und Glasfenster haben es mir angetan. Im Dom sind auch auf einer Kirchenbank die Skizzen entstanden. Was für ein schöner Ort zum skizzieren!

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