Susanne Haun

Ein Blick zurück – Ausstellungsfotos von 2004 von Susanne Haun

Posted in Ausstellung by Susanne Haun on 5. Juni 2018

 

Ein Blick zurück auf das Jahr 2004.

 

Ich habe ein bestimmtes Ausstellungsfoto gesucht und diese Fotos dabei gefunden. Sie sind 14 Jahre alt und ich habe damals auf große Leinwände mit Tusche und Acry gemalt. 15 Jahre sind eine lange Zeit, die sich nicht nur in der Kunst sondern auch im Gesicht zeigen.

 

 

Zitat am Sonntag – Wolfgang Hildesheimer – Collage von Susanne Haun

Posted in Collage, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 4. Februar 2018

 

… das Schreiben zwingt permanent zum Nachdenken über unser Leben, über unsere Vergangenheit, vor allem aber über unsere Zukunft, in der die Rezeption stattfinden soll.

Die Collage dagegen zwingt zum Nachdenken über Farbtöne, Schnittflächen, Papierstärke und ein sehr allmählich entstehendes Gebilde reiner aktiver Phantasie. Das heißt, daß Zeit und reale Welt ausgeschaltet bleiben …

Wolfgang Hildesheimer

 

Blatt 34 - Zum Andenken an Eure Ingeborg - 25 x 25 cm - Collage von Susanne Haun

Blatt 34 – Zum Andenken an Eure Ingeborg – 25 x 25 cm – Collage von Susanne Haun

 

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Hildesheimer, Wolfgang, Hildesheimer in Erwartung der Nacht, Collagen, Mit einer Einführung des Künstlers: Zu meinen neuen Collagen, Frankfurt am Main 1987, S. 2.

 

Aus der Vergangenheit vor 10 Jahren: Die Lebensstufen der Frau – Gemälde von Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 30. Oktober 2017

 

Vor 10 Jahren hatte ich eine museale Ausstellung im Schleswig Holstein Haus in Schwerin. Dafür malte ich auf eine 4 x 2 Meter  (800g/m²) großen Leinwand die Lebensstufen der Frau.

Marion von FindeSatz fragte mich in Zusammenhang mit ihrem Tagessatz vom 20. Oktober nach meinem Gemälde (siehe hier).

10 Jahre sind eine lange Zeit, ich würde die Lebensstufen der Frau heute vollständig anders interpretieren. Vielleicht werde ich dieses Projekt einmal in Angriff nehmen. Ich weiss noch, dass die Dame vom Museum fassungslos vor der Leinwand stand und meinte, das seien nun die Lebensstufen der Frau und im Vordergrund steht der Mann. Interessant 🙂

Ich habe einfach Fotos und Presse hochgeladen, damit ihr euch eine Vorstellung machen könnt. Die Leinwand hing durch ein Loch in der Decke und konnte nur vollständig gesehen werden, wenn der Besucher direkt neben der Leinwand stand. Dadurch rückte der Mann tatsächlich in den Vordergrund des Gemäldes. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. An den Wänden hingen meine täglichen Zeichnungen. Die Rückseite der Leinwand bildete eine kleinere Leinwand, die auch ein Frauenthema behandelte.

 

 

Schweriner Volkszeitung 2.5.2007

Schweriner Volkszeitung 2.5.2007

 

Unser Schwerin 22.4.2007

Unser Schwerin 22.4.2007

 

 

Übrigens – die Leinwand existiert nicht mehr in dieser Art. Ich habe sie übermalt. Den Mann in den Vordergrund des Lebens der Frauen zu setzen, nein, das konnte ich nicht bestehen lassen. Über das daraus entstehende Gemälde habe ich schon des öfteren berichtet (siehe hier).

 

 

Jürgen und die Nacht – ein neues Projekt – Zeichnung von Susanne Haun und Druckzeichenskizze von Jürgen Küster

Posted in Leinwand, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 24. November 2016

 

Antriebsarm und Energielos fühle er sich, berichtete Jürgen auf seinem Blog (siehe hier). Das konnte ich auf keinen Fall zulassen und so gab ich Jürgen einen kreativen Tritt in den Hintern, wie er selber es so schön auf seinem Blog (siehe hier) ausdrückt.

Ich sendete ihm den ersten Teil eines Satzes und bat um zeichnerische Vollendung.

„In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.

Jürgen beantwortete den Satz mit

„… deshalb versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

 

deshalb-versucht-der-abfalleimer-ein-verzweifeltes-gluehen-c-holzschnitt-und-zeichnung-von-hans-juergen-kuester

Deshalb versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Gluehen (c) DruckzeichenSkizze von Hans-Jürgen Küster

 

Ich bekam auch einen Satzanfang, der mir ausgesprochen gut gefällt.

„Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“

und beantwortete ihn mit

„… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

Für diesen Satz habe ich die Leinwand (80 x 60 cm)  „Hat meine Gedanken gelöscht“ aus dem Lager geholt. Sie steht für das Gestern und die Erinnerung.  Aus dieser Leinwand entsteht in vielen Schritten, die ich folgend fotografisch dokumentiert habe, der obige Satz:

 

 

Von der Materialität könnten die beiden Medien nicht unterschiedlicher sein. Jürgen nimmt seine „alten“ Holzschnitte und formt sie zu etwas Neuem und ich übermale meine „alten“ Leinwände und forme sie zu etwas neuem.
Ich bin begeistert. Bei aller Gegensätzlichkeit sind das wieder viele Gemeinsamkeiten und ich denke, es steuert auf eine sehr interessanten Austausch hin.

Und so kam mir folgenden Satzanfang in den Sinn:

„Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …..“

Projektbeschreibung „Der Nullraum“ – Susanne Haun und Jürgen Küster

Posted in Projekt Null, Zeichnung by Susanne Haun on 17. März 2016

 

Projektbeschreibung

 

 

Der Nullraum
Wenn alles schon gezeichnet wurde, könnte die Null eine Lösung sein.

ein Projekt von Susanne Haun und Jürgen Küster

“Im Rechnen war ich furchtbar schlecht. Mir war die Null nicht begreiflich. Ich habe nicht verstanden, warum eine Null nichts sein soll, aber wenn man sie an einer Eins anhängt, ergibt es plötzlich zehn! Das hat man mir bis heute nicht erklären können.”²  Sten Nadolny

Jürgen Küster und Susanne Haun sind neugierig und in ihrem vierten gemeinsamen Projekt beschäftigen sie sich mit der Null in ihren verschiedenen Facetten. Nach der Frage, was im Jahr 0 geschah und wie die Null mathematisch verortet ist, gingen ihre Überlegungen schnell in abwechselnder Folge in andere Richtungen wie die Null als Fleck verbunden mit Leonardos Macchia oder die Null als Gebärmutter. Es wurden die Fragen gestellt, ob die Gebärmutter das Zentrum der Null ist oder ob die Null mit einem schweigen verbunden werden kann. Ist die Null der Anfang der Proportionen sowie der Anfang des Computers?
Schnell wurden die Gedanken der beiden abstrakter, es wurden Nullobjekte, Nullwerkzeuge und der Nullraum gebildet.

Das Besondere ist die Art und Weise des Gedankenaustauschs der beiden.
Der Austausch erfolgt mittels Zeichnungen. Aufgrund der räumlichen Entfernung entschieden die Beiden für ihre Zeichnungen gerissene A4 Papiere, Cugar Cane – Multi Techniques von Lana und Text & Cover – vergé, 100 g/m² von Hahnemühle zu verwenden. Die beiden unterschiedlichen Papierarten ermöglichen die Verwendung unterschiedlich satter Tintenarten, wodurch das Festhalten der schnellen Idee in der Skizze genauso wie die geplante Zeichnung dargestellt werden kann.

Susanne Haun sendete Jürgen Küster ihre erste eingescannte Zeichnung am 16.11.2015 per Mail zu und gab damit den Startschuss zur Kommunikation der beiden. In unterschiedlichen zeitlichen Abständen wechselten bisher an 42 Tagen Zeichnungen zwischen den beiden.

Neben den Zeichnungen entstanden auch Objekte, die die Zeichnungen mit dem Raum verbinden sollen.

Reale Treffen der beiden Künstler außerhalb des Mails- und Telefonkontakts finden bei den Präsentationen ihrer Projekte statt.

 

 

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²Nadolny, Sten, IN Koelbl, Herlinde, Im Schreiben zu Haus, München 1998, Seite 69.

Nullsäge – Nullhammer – Nullosmose – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Projekt Null, Zeichnung by Susanne Haun on 14. März 2016

Mit dem Weltraum kann Jürgen nichts anfangen, schrieb Buchalov in seinem Blog.

Susanne Haun beim Arbeiten (c) Foto von M.Fanke

Susanne Haun beim Arbeiten (c) Foto von M.Fanke

 

So, wie es Jürgen mit dem Weltraum geht, so geht es mir ein wenig mit den Nullwerkzeugen. Werkzeuge sind mir zu technisch, nicht sinnlich genug. Aber ich versuche tapfer, meine Gedanken dazu festzuhalten. Geholfen hat mir dabei Anna-Maria und Roswitha Weber. Ich bekam von den beiden ein kleines Büchlein in rotem Papier mit weißen Punkten verpackt. Ich wusste sofort, dass diese Punkte Nullen auf rotem Grund darstellen und beschloss, dieses Papier für meine nächste Antwort auf Jürgens Nullwerkzeuge zu verwenden. Durch das Rot werden die Werkzeuge von der Farbe her sinnlicher!

 

 

Was erwarte ich von Kunst? – Susanne Haun

Posted in Projekt Null, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 10. März 2016

Es ist gut, sich immer wieder zwischendurch bestimmte Fragen zur Kunst zu stellen.

Nullraum im Raum (c) Susanne Haun

Nullraum im Raum (c) Susanne Haun

Heute kann jeder sich schnell und unkompliziert im Netz einen Überblick über aktuelle Kunst verschaffen. Ich habe gerade die Seite der Kunstsammlung NRW und die Kunsträume K21 für mich im Netz entdeckt. Vor gut 2 Jahren war ich real im K21 (siehe hier).

Ich finde die unterschiedliche Inszenierung der Kunsträume sehr interessant und frage mich, wie ich und meine Kunst innerhalb der Räume zu positionieren sind. Schon lange nehme ich mir vor, meinen Galerieraum zu inszenieren.

Das Inszenieren n den Wänden selber ist nicht ganz so schwer wie ich mir das noch vor einem Jahr vorgestellt habe. Schwer ist das Fotografieren der Inszenierung.

Schwer ist auch, den Raum wirklich einzubeziehen und zu nutzen, ich habe meinen großen Arbeitstisch für das Rahmen und das Zeichnen großer Leinwände mitten im Raum zu stehen. Meine nächsten Überlegungen gehen in die Richtung, wie ich den Tisch in meine Inszenierung einbeziehen kann.

 

#41 Die Zeitmaschine im Nullraum – Collagen von Susanne Haun

Posted in Projekt Null, Zeichnung by Susanne Haun on 7. März 2016

Wenn ich in die Sterne schaue, dann sehe ich die Vergangenheit.

Sehe ich auch irgendwann die Null? Und wieder die Frage: vergeht im Nullraum die Zeit?

Inspiriert vom Weltall bin ich von Jürgens Gesicht auf Blatt #40.1. Ich sah sofort einen Astronaut vor mir.

 

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 95 – Lóránd Hegyi

Posted in Tiere, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 7. Juni 2015

„Die Kunstwerke erweisen sich so als Neuschöpfungen, die Archäologie nur zitieren und tatsächlich vor allem über ihre eigene Gegenwart und sich selbst sprechen; sie sind „Vehikel der Selbsterkenntnis“.“

Lóránd Hegyi, Imitation der Rekonstruktion, 1994

 

Größenvergleich - ich und der Hirsch auf der Rolle - Selbstfoto von Susanne Hsun

Selbstfoto mit Hirsch von Susanne Haun

Ich besuche zur Zeit das Seminar „Theorien der historischen Wissenschaften“ an der FU. Ich zitiere hier aus vielen Texten, die wir im Seminar untersuchen.

Deshalb ist mir das Zitat von Planck über Wissenschaft auf Jargs Blog besonders aufgefallen (siehe hier).

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 94 – Cornelius Holtorf

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 31. Mai 2015

„Nichts ist schwerer vorherzusagen als die Vergangenheit – auch darin erweist sich ein Zusammenhang zwischen Spurenlesen und Wahrsagen.“

Holtorf, Cornelius. Achäologie als Fiktion – Anmerkungen zum Spurenlesen. In: Veit, Ulrich (Hrsg.). Spuren und Botschaften: Interpretation materieller Kultur. Münster 2003. S. 539.

 

Spuren mit Tusche erzeugen (c) Foto von Susanne Haun

Spuren mit Tusche erzeugen (c) Foto von Susanne Haun

 

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