Susanne Haun

Mein erster Blogbeitrag sowie ein Hibiskus – Zeichnung von Susanne Haun

Am 24. März 2009 habe ich den ersten Blogbeitrag geschrieben.
Ich wusste damals noch nicht, wo mich der Blog hinführen wird und wie viele nette Kunstinteressierte ich kennen lernen soll.

Bis letzte Woche Freitag habe ich seither jeden Tag einen Blogbeitrag geschrieben, insgesamt 1.553 Beiträge. 8293 Kommentare sind zu meinen Artikeln bisher geschrieben worden.

Ich danke euch allen einmal zwischendurch für euer Interesse und die vielen Diskussionen. Ich habe große Freude an diesem Austausch und besonders am Morgen beantworte ich eure Fragen und Kommentare sehr gerne als Tageseinstieg.

Der Hibiskus (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Hibiskus (c) Zeichnung von Susanne Haun

Letzte Woche habe ich mich an der FU um einen Studienplatz der Kunstgeschichte (europäisch und amerikanisch) und Philosophie beworben. Seit 1 1/2 Jahren habe ich die FU als Gaststudentin besucht und der Entschluss, mich zum regulären Studium einzutragen ist in dieser Zeit angewachsen.
Die Auseinandersetzung zwischen Praxis und Theorie ist für mich sehr spannend und egal ob ich die Seminare “Kunst und Wettbewerb in der Frühen Neuzeit”, “Die Zugkraft der Linie” oder “Die Präsentation der Kunst” sowie “William Kentridge” (und viele mehr) belege, ich erhalte neue Inspirationen und erfreue mich an dem Wissenszuwachs.

Neue Aufgaben kommen somit auf mich zu und da der Tag nur 24 Stunden besitzt, habe ich mich entschlossen, Samstag und Sonntag nicht mehr zwingend einen Artikel zu schreiben, sondern die Zeit zu nutzen, in den Büchern zu lesen und mich intensiver mit meinen Projekten zu beschäftigen.

Der Blog ist Teil meines Werkes aber er soll mich auch nicht in der Weiterentwicklung meiner Arbeit behindern.

So werde ich Montag bis Freitag weiter von meiner Arbeit berichten, und die Artikel zwischen 18 und 22 Uhr publizieren. Bisher habe ich täglich um 18 Uhr veröffentlicht.

Wer möchte, kann sich gerne in meinem E-Mail-Abo in meinem Blog eintragen. Jedes Mal, wenn ich einen neuen Beitrag publiziere, erhaltet ihr dann eine Mail. Es ist kein Newsletter Eintrag. Ihr erhaltet damit “nur” eine Mail, wenn ich einen neuen Artikel geschrieben habe. Ihr findet diese Möglichkeit rechts unten an der Seite meines Blogs.

Ich habe ein Bild für euch aufgenommen:

eMail Abo Blog Susanne Haun

eMail Abo Blog Susanne Haun

Ansonsten habe ich heute an meiner kleinen Rolle – 10 Meter mal 40 cm – weiter gerarbeitet.

Dort stülpe meinen Kopf aus.

Was heißt das? Ich sehe und zeichne, ich nehme Wissen auf und zeichne und ich lasse los.

So wachsen der Geliebten und mütterlichen Freundin Sophie Gräfin von Hatzfeldt von Lassalle Hibiskusblüten aus den Kopf. Der Hibiskus wächst auf meinem Balkon.

Wer mehr zum Projekt Lassalle und seine Frauen erfahren möchte, kann auf Gesine von Prittwitz Blog “SteglitzMind” verzweigen. Der Artikel stellt “Eine Darstellung einstmals bedeutender Ereignisse” von B. Claus DeFuyard vor.

For my english speaking reader:
Since four years ago I started to write my Blog. Since that day I wrote 1.553 articels and get 8293 commentars. Thank you all!
Now I want to stuy arthistory and philosophy and I haven’t enough time to wrote every day but almost every day. You can register in my E-Mail-Abo, so you can get a mail if a wrote a article.
Today I draw on my role modesty and a bridge. It’s in my brain today.

Vom Tauentzien über Visionen zum Bloggen – Susanne Haun

Posted in Berlin, Skizzen, Skizzenbuch, Vom Bloggen an sich, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Mai 2013

Lange war ich nicht mehr am Berliner Tauentzien.

Nun hat mich ein Gastbeitrag auf dem “Blog für Visionen” von Karsten Noak wieder einmal zur “alten Mitte” Berlins geführt.

Passanten (c) Zeichnung  von Susanne Haun0001

Passanten (c) Zeichnung von Susanne Haun0001

Karsten veröffentlicht zur Zeit auf seinem Blog unter dem Motto “Was treibt dich morgens aus dem Bett?” eine Beitragsserie von Bloggern, die er im Netz kennen gelernt hat. Heute nun hat er meinen Text veröffentlicht. Wichtig ist ihm, die jeweiligen, berichtenden Blogger auch kennenzulernen und zu fotografieren. So trank ich heute morgen mit Karsten und Ina Noack Kaffee in ihrem Büro und wir unterhielten und über dieses und jenes.

Ich habe Karstens Blog über die Facebook Gruppe “Deutschlands Blogger: ein Projekt” kennengelernt.
Sein Wunsch ist es, mehr Kommentare in seinem Blog zu erhalten….. :-)

Passanten (c) Zeichnung  von Susanne Haun0002

Passanten (c) Zeichnung von Susanne Haun0002

Auf dem Hinweg fotografierte ich eine völlig veränderte Stadt, die Orte meiner Jugend sind nicht mehr wiederzufinden. Das Waldorf Astoria nimmt viel Platz ein und verändert das äußere Erscheinungsbild völlig. Wo früher verschiedene Bücherläden und Souveniershops waren, entsteht der Bikini Bau. Der Zoo Palst, das ehemalige Berlinale Kino Berlins, eine einzige Baustelle. Die Buchstaben schimmern noch durch. Wie oft saß ich dort im Kino! Von der Gedächtniskirche zeigt sich nur noch die Spitze.

Auf dem Rückweg verweilte ich ein wenig in der Haupthalle des Bahnhof Zoo. Auch hier ist die Veränderung spürbar. Wie oft bin ich hier in den Zug gestiegen und in den letzten Jahren fahre ich nur noch von der Friedrichstraße oder vom Hauptbahnhof. Aber beim verweilen entstanden viele Zeichnungen von den an mir vorbei hetzenden, dem Regen entfliehenden Passanten.

For my english speaking reader:
In the past I visited very often Tauentzien Berlin. Now it was years ago that I was there and I’am surprise today on changings.
I drawed people in the train station.

Auf der Jagd nach Buchstaben – Susanne Haun

Posted in Berlin, Betrachtungen zur Kunst, Foto by Susanne Haun on 23. Februar 2013

Die Textkunst entwickelte sich im Mittelalter beginnend mit verzierten Großbuchstaben, aus dem später die Initiale hervortrat.

Die Seite eines Buches war ein Kunstwerk, die vom Anfangsbuchstaben des Kapitels bestimmt wurde. Es gab den Beruf des Buchmalers, der den Inhalt des Texts in dem ersten Buchstaben des Kapitels darstellte und die sogenannte Figureninitiale zeichnete.

Hau - Buchstaben (c) Foto von Susanne Haun

Hau – Buchstaben (c) Foto von Susanne Haun

Gestern habe ich in den Buchstabenschränken der Hochdruckwerkstatt von Bethanien geschaut und mich an den vielen verschiedenen Schriften erfreut. Auf dem Rückweg zur S-Bahn konnte ich einfach nicht an den Buchstaben der Häuser vorbei laufen.

Gerade habe ich mein Manuskript zum Thema Hochdruck in den Briefkasten geworfen, so dass mein Lektor am Montag die Fotos zum per Mail versendeten Text erhält. Ich freue mich schon darauf, morgen in der Gewissheit aufzuwachen, dass ich fertig bin!

 RIO  (c) Foto von Susanne Haun

RIO (c) Foto von Susanne Haun

Es ist lange her, dass ich nicht um 18 Uhr meinen Blog online gestellt habe. Heute war es mir wichtiger, mein Manuskript auf den Weg zu bringen als Punkt 18 Uhr zu bloggen!

Ich habe mich sehr gefreut, dass Hanne seit gestern meine Zeichnung von Oscar Wilde auf ihren Blog The World according to Dina zeigt.
Sie stellt dazu das Zitat “Irony is wasted on the stupid.” von Oscar Wilde zur Diskussion.
Mögt ihr mit diskutieren?

For my English-speaking readers:

The art of text developed in the Middle Ages starting with ornate capitals, from which later emerged the initial.

The page of a book was a work of art, which was determined by the first letter of the chapter. There was the occupation of the bookpainter that was the content of the text of the first letter of the chapter and drafted the so-called initial figure.

Schreiben unter Strom – Bericht und Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Vom Bloggen an sich, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 7. Februar 2013

Vor einiger Zeit las ich bei Ingrid im Blog DruckSchrift (siehe hier) von der Buchreihe “Kreatives Schreiben” im DUDEN Verlag. Der Herausgeber der Reihe ist Hanns-Josef Ortheil.

Mich interessierte der Titel der Reihe
Schreiben unter Strom: Experimentieren mit Twitter, Blogs, Facebook & Co
Autor: Stephan Porombka

Ich kaufte mir das Buch, ich weiß nicht, welche Vorstellung ich von dem Buch hatte, aber das Buch entspricht auf keinen Fall dem, was ich erwartet hatte. Ich habe Neues, Unglaubliches erwartet. Es ist also ein Überraschungsbuch und ich brauchte ein wenig, um mich mit ihm anzufreunden.

Nach dem ersten Kapitel wollte ich es eigentlich weg legen, denn dort wird erläutert wie der Leser seinen Computer organisieren kann. Ich kaufte mir meinen ersten Rechner 1988, damals sehr modern, einen XT PC mit 20 MB Festplatte! Wenn ich seither nicht gelernt habe, meine Festplatte zu organisieren, werde ich es nie lernen.

Neujahrs- Amaryllis (c) Zeichnung von Susanne Haun

Neujahrs- Amaryllis (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wie geht es euch?

Wenn mir der erste Satz (oder Kapitel) eines Buches nicht gefällt, dann wandert es meistens auf den Haufen uninteressant. Kaufe ich in einem Buchladen, kommen solche Bücher gar nicht in mein Regal. Kaufe ich online, kann es schon mal passieren, dass ich eines davon erwische.

Das Buch hat es dann doch auf dem Bücher- und Zeitschriftenstapel meines stillen Örtchens geschafft und ich bin amüsiert, was es so gibt, wie z.B. Lyrikautomaten im Internet!

Für uns, die schon bloggen, twittern, facebooken bringt das Buch, so denke ich, nicht unbedingt viel Neues. Die meisten von uns wissen, was ein Retweet oder Reblog ist.

Aber ich will nicht sagen, dass Ingrid mich nicht gewarnt hat. Sie schrieb mir noch, dass ich darauf achten soll das Herausgeber und Autor nicht derselbe sind!

Wenn mich jemand anspricht und mich um Rat fragt, wie er mit dem Netzwerken und Schreiben im Internet beginnen soll, kann ich dieses Buch empfehlen!

Bevor meine Vernissage- und Neujahrsblumen ganz verwelkt sind, habe ich sie heute mit Mauriziusblauer Tusche gezeichnet.

Vernissagerose (c) Zeichnung von Susanne Haun

Vernissagerose (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
Before my opening and New Year flowers are quite dead, I have now drawn them with Mauriziusblue ink.
And I think about books, I don’t like. What do you do with them? If you buy a book in a book store, you can make a selection by writing passages but you cannot do that buying online books.

 
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Ortheil Hanns-Josef. Hrsg. Porombka, Stephan. Schreiben unter Strom. Mannheim 2012.

Verästelungen am blauen Himmel und die letzte Blogparadenfrage – Susanne Haun

Posted in Blogparade, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 27. November 2012

Ich schaue in den blauen Himmel, sehe die kahlen Bäume mit den Verästelungen der Zweige, die sich wie das Leben in den Himmel recken.

Ich möchte über Franks Blogparaden Frage “Passen Kunst und Kommerz zusammen?” nachdenken, finde aber keinen Zugang zur Frage.

Traumküste 34 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Traumküste 34 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Über die Definition von Kunst habe ich ausführlich hier in meinem Blog gesprochen.

Das der Haupt- oder auch der Nebenberufskünstler mit der Kunst Geld verdienen muss, ist allen klar – ich muss nicht von Miete, Essen und Krankenkasse reden.

Conny Niehoff hat es verschärft ausgedrückt.  Sie produziert ihre Kunst selbstverständlich mit allem was dazu gehört. Für sie ist ihre Begabung nichts besonderes; manchmal glaube ich sogar, dass sie nicht weiss, wie begabt sie ist.

Ich habe diese Selbstverständlichkeit das erste Mal bei Annette Pehnt und danach bei Kerstin Mempel bewusst wahrgenommen.

Annette Pehnt, die für uns netterweise die Sternzeichengeschichten schrieb, hat dieses Jahr zwei große Literaturpreise erhalten, den Solothurner Literaturpreis  und den Hermann Hesse Preis und sie moderiert das Freiburger Literaturgespräch. Sie muss ihre Arbeit nicht legitimieren und ich habe auch nie von ihr ein Wort in dieser Richtung gehört. Ebenso wenig von Kerstin oder Conny.

Es ist ein selbstverständliches Tun in allem was nötig ist.

1 In den Himmel schauen (c) Foto von Susanne Haun

1 In den Himmel schauen (c) Foto von Susanne Haun

Ich hatte heute noch die Indigo farbende Tusche auf meinem Arbeitstisch zu stehen. So habe ich zu den Bäumen noch eine Traumküsten gezeichnet.

For my English-speaking readers:
I look at the blue sky, see the bare trees with the ramifications of the branches that stretch out like living in heaven.

I want to think about Frank’s blogparade question  “Fit  art and commerce together?” But I haven’t an access to this question.
About the defintion of art I have spoken extensively in my blog.
That artists must make money is clear for all of you - I don’t have to talk rent for the studios, food and health insurance.

Im Abstand von einer Woche haben einige Blogger euch Frangen zur Kunst gestellt und euch eingeladen, mit uns zu diskutieren. Dieses ist die letzte Woche und Frank Koebsch ist an der Reihe eine Frage zu stellen und die Diskussion zu leiten.

Hier eine Übersicht der bisherigen Fragen:

Susanne Haun    Wie wichtig ist für dich die Präsentation von Kunst

Ute Schätzmüller   Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?

Jürgen Küster  Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?

Conny Niehoff   Wird bildende Kunst überbewertet? Und drängen wir uns nicht zu sehr auf? Wen interessiert unser geistiges Gedöns?

Oliver Kohls       Wie beeinflusst das Internet die kunstschaffenden und die kunsterlebenden Menschen?

Frank Koebsch  Passen Kunst und Kommerz zusammen?

  • Als Sponsor für unser Projekt konnten wir, wie ich schon erwähnte,  Karsten Peters, Galerist der Hamburger Galerie Faszination Artgewinnen.
  • Start der Blogparade Künstler /  ausgelobter Preis Ausgelobter Preis
    22.10.2012 Susanne Haun„Azalee“17 x 22 cm, Zeichnung Tusche auf Bütten Azalee (c) Zeichnung von Susanne HaunAzalee (c) Zeichnung von Susanne Haun
    29.10.2012 Ute Schätzmüller“man, water”18 x 24 cm, Aquarellzeichnung auf Clairefontaine Bütten man, water (c) Ute Schätzmüllerman, water (c) Ute Schätzmüller
    04.11.2012 Jürgen Küstero.T.21 x 29,7 cm, Radierung/Gummidruck auf Bütten 160g o.T. (c) Jürgen Küstero.T. (c) Jürgen Küster
    12.11.2012 Conny Niehoff„kleine expressive Landschaft“ca. 16 x 24 cm,  Mischtechnik auf Papier kleine expressive Landschaft (c) Conni Niehofkleine expressive Landschaft (c) Conni Niehof
    19.11.2012 Oliver Kohls„Abendhimmel über Marschland”40 x 50cm, Pastell Abendhimmel über Marschland (c) Oliver KohlsAbendhimmel über Marschland (c) Oliver Kohls
    26.11.2012 Frank KoebschFaszination Ballett # 1“10,5 x 15 cm, Miniatur in Aquarell Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank KoebschFaszination Ballett # 1

Sollte die Kunst in Bild-, bzw. Medienwissenschaft umbenannt werden? – Zeichnung und Diskussion von Susanne Haun

Posted in Animation, Betrachtungen zur Kunst, Blogparade, Konzeptkunst, Kunstgeschichte, Zeichnung by Susanne Haun on 21. November 2012

In der Kunstwissenschaft wird überlegt, die Kunst in Bild-bzw. Medienwissenschaft umzubenennen², dann wäre die Frage nach Kunst oder nicht Kunst nicht mehr relevant!

Diese These passt zu Oliver Kohls Frage in der 5. Woche unserer Blogparade:
Wie beeinflusst das Internet die kunstschaffenden und die kunsterlebenden Menschen?

Die Frage, die ich mir zuerst dazu stelle ist, ob das Internet schon den Weg in die Kunst gefunden hat.
Als Kunst und nicht als Medium.
Ich möchte deshalb die Werbung und den Verkauf im Internet völlig aus der Frage herauslösen.

Zu allererst möchte ich feststellen, dass das Internet nicht die bisherigen Kunstarten wie das reale Bild/Foto für die Wand, die Filmkunst und Buchkunst ersetzen kann; das Internet kann sie nur um eine weitere Art des Ausdrucks ergänzen.
Für mich persönlich ist es eine zusätzliche Art der Betrachtung und des Ausdrucks in der Kunst, ein neuer Werkstoff.

Deshalb kann meines Erachtens die Umbenennung in Bild- und Medienwissenschaft wiederum nur einen Teil der Kunst abdecken. Alles andere bliebe bei dieser Art des neuen Kunstbegriffs außen vor.

Ich habe durch Jürgen Küster die Plattform Issuu kennen gelernt. Diese Plattform bietet die Möglichkeit, digitale Bücher zu präsentieren. Ich fand sie sofort faszinierend und Jürgens Bücher gefallen mir sehr. So habe ich mich angemeldet und bei mir gedacht, dass ich “irgendwann” etwas hochladen.  Ähnlich, wie ich mit einem neuen Block zum Zeichnen verfahren würde.

Ich sehe es als Ergänzung zum gedruckten Buch.

Musste der Rezipient früher zum Betrachten der Kunst ins Museum, der Galerie oder Bücherei gehen, kann er sich nun leicht im Internet einen Überblick verschaffen. Gerade bei großen Bildern, Skulpturen, Installationen und Konzepten ist es schwierig im Internet einen genauen Eindruck zu erhalten. Ich vergleiche in dieser Funktion das Internet mit einem Buch.

Der Blog im Allgemeinen hat schon Einzug in die Kunst gehalten. Dazu gibt es Fachliteratur, die ich noch nicht gelesen habe, die ich aber in der näheren Zukunft in Angriff nehmen werde und worüber ich hier berichten werde.

Mein Blog ist Teil meines Werkes.

For my English-speaking readers
In arthistory is considered  art  rename in image or Media Studies ², then the question be art or not to be is no longer relevant! This hypothesis fits Oliver Kohl’s question in the 5th Week of our blogparade:  How does the Internet the art creative and artistic people experiencing
The question I ask myself first to whether the Internet has already found its way into art. As art and not as a medium
I would therefore like to advertising and selling on the Internet completely detach from the question.

Im Abstand von einer Woche werden wir folgenden sechs euch Fragen zur Kunst stellen und euch einladen, mit uns zu diskutieren:

  • Susanne Haun    Wie wichtig ist für dich die Präsentation von Kunst?
  • Ute Schätzmüller   Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?
  • Jürgen Küster  Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?
  • Conny Niehoff   Wird bildende Kunst überbewertet? Und drängen wir uns nicht zu sehr auf? Wen interessiert unser geistiges Gedöns?
  • Oliver Kohls       Wie beeinflusst das Internet die kunstschaffenden und die kunsterlebenden Menschen?
  • Frank Koebsch
  • Als Sponsor für unser Projekt konnten wir, wie ich schon erwähnte,  Karsten Peters, Galerist der Hamburger Galerie Faszination Artgewinnen.
  • Start der Blogparade Künstler /  ausgelobter Preis Ausgelobter Preis
    22.10.2012 Susanne Haun„Azalee“17 x 22 cm, Zeichnung Tusche auf Bütten Azalee (c) Zeichnung von Susanne HaunAzalee (c) Zeichnung von Susanne Haun
    29.10.2012 Ute Schätzmüller“man, water”18 x 24 cm, Aquarellzeichnung auf Clairefontaine Bütten man, water (c) Ute Schätzmüllerman, water (c) Ute Schätzmüller
    04.11.2012 Jürgen Küstero.T.21 x 29,7 cm, Radierung/Gummidruck auf Bütten 160g o.T. (c) Jürgen Küstero.T. (c) Jürgen Küster
    12.11.2012 Conny Niehoff„kleine expressive Landschaft“ca. 16 x 24 cm,  Mischtechnik auf Papier kleine expressive Landschaft (c) Conni Niehofkleine expressive Landschaft (c) Conni Niehof
    19.11.2012 Oliver Kohls„Abendhimmel über Marschland”40 x 50cm, Pastell Abendhimmel über Marschland (c) Oliver KohlsAbendhimmel über Marschland (c) Oliver Kohls
    26.11.2012 Frank KoebschFaszination Ballett # 1“10,5 x 15 cm, Miniatur in Aquarell Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank KoebschFaszination Ballett # 1

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² Pfisterer, Ulrich (HG), Metzlers Lexikon Kunstwissenschaft, Stuttgart 2003, 2011²

Alles ist ein Teil vom Ganzen –> Wald –> Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blogparade, Blumen und Pflanzen, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 13. November 2012

“Wird bildende Kunst überbewertet? Und drängen wir uns nicht zu sehr auf? Wen interessiert unser geistiges Gedöns?””
fragt Conny Niehoff im Rahmen unserer Blogparade auf ihrem Blog.

Bei der Frage viel mir als erstes die Zeitschrift “Du” mit dem Titel “Über das Erzählen” ein. Ich habe sie mir auf Empfehlung von Lesewelle gekauft und bin nicht entäuscht worden. Die 829 Ausgabe der Zeitschrift der Kultur hat als Thema das sechzigste Jubiläum des Diogenes Verlages.

Ingrid Noll schreibt für Diogenes und schrieb einen Teil in der “Du” zum Thema des Erzählens.

Warum erzählen wir? Und ist die bildende Kunst nicht nur eine andere Form des Erzählens?

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ingrid Noll berichtet von ihrem Vater, der gerne redete. Und von ihrer Mutter, die des Vaters Geschichten schon tausende Male gehört hatte. Und von den Gästen rumd um den Tisch, die dem Vater mit Begeisterung zuhörten.
Und Ingrid Noll antwortete auf die Frages des “Warum erzählen” und des Antriebs erst einmal mit  unterhalten wollen, sich produzieren, Applaus bekommen.
Meines Erachtens ist es menschlich, diese Dinge zu wollen. Wir empfinden dabei ein wohliges Gefühl.
Aber Ingrid Nolls wahre Antwort auf die Frage ist, die Neugier auf das Leben, das Leiden des Lebens erforschen. Ja, dem kann ich nur zustimmen.

Es gibt sehr viele gute Beobachter, die ihre Beobachtungen in unterschiedlichter Art der Welt kundtun und so die Entwicklung der Menschheit immer weiter voran treiben.

Da gibt es die Autoren, die erzählen.
Da gibt es die bildenden Künstler, die malen, zeichnen, animieren usw.
Da gibt es die Forscher, die Versuchsreihen anstellen, Thesen aufstellen usw.
Da gibt es die Historiker, die aus der Vergangenheit lernen usw.
Da gibt es die Mathematiker, die neue Formeln und Zusammenhänge erforschen
Die Mediziner, Physiker, Archivare, die als Bewahrer dieses menschlichen Wissens zu sehen sind ….

Jeder ist ein Rad und wichtig für die Menscheit allgemein.

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wir drängen uns nicht auf, weil wir von unserem Eßtisch in die Welt hinaus gegangen sind. Wir sitzen nicht am Tisch und drängen unsere Arbeit den anderen “Tischsitzern” auf.

Jeder kann für sich persönlich entscheiden, welche Bilder er schaut, welche Bücher und Blogs er liest, wo er forscht und wo er arbeitet. Das macht unsere Demokratie und die Freiheit aus.

Und so wie wir alle unser Teil am ganzen Beitragen,  so funktioniert auch die Natur der Welt, der Wald und die Evolution!

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my English-speaking readers:

“Fine art is overrated? Urge we us to much? Who cares about our spiritual nonsense?”   asks Conny Niehoff in our blogparade.
I think, we don’t push ourselves because we have gone through our dining table out into the world. We do not sit at the table and push our work to other “table sitters”.
Everyone can decide for himself what images he sees, what books and blogs he’s reading, where he conducts research and where he works. That’s what makes our democracy and freedom.

Im Abstand von einer Woche werden wir folgenden sechs euch Fragen zur Kunst stellen und euch einladen, mit uns zu diskutieren:

  • Susanne Haun    Wie wichtig ist für dich die Präsentation von Kunst?
  • Ute Schätzmüller   Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?
  • Jürgen Küster  Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?
  • Conny Niehoff   Wird bildende Kunst überbewertet? Und drängen wir uns nicht zu sehr auf? Wen interessiert unser geistiges Gedöns?
  • Oliver Kohls
  • Frank Koebsch
  • Als Sponsor für unser Projekt konnten wir, wie ich schon erwähnte,  Karsten Peters, Galerist der Hamburger Galerie Faszination Artgewinnen.
    Start der Blogparade Künstler /  ausgelobter Preis Ausgelobter Preis
    22.10.2012 Susanne Haun„Azalee“17 x 22 cm, Zeichnung Tusche auf Bütten Azalee (c) Zeichnung von Susanne HaunAzalee (c) Zeichnung von Susanne Haun
    29.10.2012 Ute Schätzmüller“man, water”18 x 24 cm, Aquarellzeichnung auf Clairefontaine Bütten man, water (c) Ute Schätzmüllerman, water (c) Ute Schätzmüller
    04.11.2012 Jürgen Küstero.T.21 x 29,7 cm, Radierung/Gummidruck auf Bütten 160g o.T. (c) Jürgen Küstero.T. (c) Jürgen Küster
    12.11.2012 Conny Niehoff„kleine expressive Landschaft“ca. 16 x 24 cm,  Mischtechnik auf Papier kleine expressive Landschaft (c) Conni Niehofkleine expressive Landschaft (c) Conni Niehof
    19.11.2012 Oliver Kohls„Abendhimmel über Marschland”40 x 50cm, Pastell Abendhimmel über Marschland (c) Oliver KohlsAbendhimmel über Marschland (c) Oliver Kohls
    26.11.2012 Frank KoebschFaszination Ballett # 1“10,5 x 15 cm, Miniatur in Aquarell Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank KoebschFaszination Ballett # 1

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Du, die Zeitschrift der Kultur, Nr. 829, Über das Erzählen – sechzig Jahre Diogenes, Seiten 18 – 19, Noll, Ingrid

Die Macht der kulturelle Ausstrahlungskraft – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Betrachtungen zur Kunst, Blogparade, Landschaft, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 6. November 2012

Die Blogparade geht weiter, diese Woche auf BUCHALOVS BLOG, alias Jürgen Küsters Blog.

Jürgen fragt (hier der Link für die Diskussion) :
“Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?
Does artistic or creative work means escape from reality? Or is it the reworking of our surrounding reality?”

Meine erste Antwort, als ich die Frage las, war folgende: Spontan kann ich nur sagen, dass ich die Kunst NICHT als Flucht aus der Realität betrachte! Ich sehe sie als ein Verarbeiten, Dokumentieren und Berichten.

Käthe Kollwitz 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Käthe Kollwitz 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Gestern habe ich auch den Artikel “Außenpolitik für alle” von Michael Schmidt im Tagesspiegel gelesen. Interessant. Im Artikel wird Sylke Tempel, Chefredakteurin der Zeitschrift “Internationale Politik”, zitiert:
“”Macht bemisst sich nicht mehr nur nach der Zahl der Raketen und Flugzeugträger, über die ein Staat verfügt.” Zur Macht gehöre inzwischen auch die Wirtschaftkraft eines Landes, seine kulturelle Ausstrahlungskraft, seine Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten – …”

Ich fand, Jürgens Frage und der Artikel passen gut zusammen. Kunst hat also auch Macht, denn Kunst ist ein Teil der kulturellen Ausstrahlung. Ich habe es von der Seite noch nicht betrachtet, obwohl die Geschichte diese Tatsache schon bewiesen hat – negativ betrachtet in der deutschen Vergangenheit.

Wie kann aber Macht und kulturelle Ausstrahlungskraft gezeichnet werden?

Landschaft mit Kreuz 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Landschaft mit Kreuz 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Berge sind natürlich wegen ihrer Höhe mächtig. Aber ehrlich gesagt, ich habe die Berge gezeichnet, während ich nachgedacht habe.

Landesfahnen symbolisieren die Macht des jeweiligen Landes – zum Zeichen der Geringschätzung und des Kampfes, werden sie deshalb ja auch so oft verbrandt.

Wenn ich mir die Kulturlandschaft Deutschlands anschaue, so ist diese enorm  groß und lebendig ist sie aber auch so politisch, wie es in dem Artikel beschrieben wird? War die Kunst nicht in den 60zigern und 70zigern politischer?

Die Zeichnung der Faust als Symbol des wiederstandes, schon von Käthe Kollwitz.  Petra Pinzler schreibt in der Zeit: “Sie zeichnete die Elenden, Kranken, Betrogenen.  Ihre Kunst ist Klage und Anklage – und hat nichts von ihrer Kraft verloren in ihren Arbeiten verwendet. ” (siehe hier den Artikel in der Zeit)

“Ich will, dass meine Kunst Zweck hat«, sagte Käthe Kollwitz. »Ich will wirken.«” steht ebenfalls in der Zeit.

Landschaft 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Landschaft 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Oder die Portraizeichnungen von Ché. Sie waren einmal ein Kampfsymbol und zieren heute die Autos einer Autovermietung. Was für ein Elend, denke ich dabei. Das hat sich Ché bestimmt nicht so vorgestellt. Oder sein Ego wäre davon entzückt, wer weiß das schon.

Mir fällt Schlingensief ein, der durch seine Kunst auf vieles aufmerksam gemacht hat und in allen Medien “Sprechzeit” hatte. Ich berichtete zum Beispiel über das Opernhaus in Afrika (siehe hier).

Ein nicht enden wollendes Thema, das Jürgen uns da präsentiert.

For my English-speaking readers:
The blogparade continues this week on BUCHALOVS BLOG, aka Jürgen Küsters blog.
Does artistic or creative work means escape from reality? Or is it the reworking of our surrounding reality?”
When I read the question my first response was this: Spontaneously I can only say that I view art as NOT escape from reality! I see it as a process, documentation and report.

Im Abstand von einer Woche werden wir folgenden sechs euch Fragen zur Kunst stellen und euch einladen, mit uns zu diskutieren:

  • Susanne Haun    Wie wichtig ist für dich die Präsentation von Kunst?
  • Ute Schätzmüller   Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?
  • Jürgen KüsterBedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?
  • Conny Niehoff
  • Oliver Kohls
  • Frank Koebsch
  • Als Sponsor für unser Projekt konnten wir, wie ich schon erwähnte,  Karsten Peters, Galerist der Hamburger Galerie Faszination Art gewinnen.
    Start der Blogparade Künstler /  ausgelobter Preis Ausgelobter Preis
    22.10.2012 Susanne Haun„Azalee“17 x 22 cm, Zeichnung Tusche auf Bütten Azalee (c) Zeichnung von Susanne HaunAzalee (c) Zeichnung von Susanne Haun
    29.10.2012 Ute Schätzmüller“man, water”18 x 24 cm, Aquarellzeichnung auf Clairefontaine Bütten man, water (c) Ute Schätzmüllerman, water (c) Ute Schätzmüller
    04.11.2012 Jürgen Küstero.T.21 x 29,7 cm, Radierung/Gummidruck auf Bütten 160g o.T. (c) Jürgen Küstero.T. (c) Jürgen Küster
    12.11.2012 Conny Niehoff„kleine expressive Landschaft“ca. 16 x 24 cm,  Mischtechnik auf Papier kleine expressive Landschaft (c) Conni Niehofkleine expressive Landschaft (c) Conni Niehof
    19.11.2012 Oliver Kohls„Abendhimmel über Marschland”40 x 50cm, Pastell Abendhimmel über Marschland (c) Oliver KohlsAbendhimmel über Marschland (c) Oliver Kohls
    26.11.2012 Frank KoebschFaszination Ballett # 1“10,5 x 15 cm, Miniatur in Aquarell Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank KoebschFaszination Ballett # 1 (c) FRankKoebsch

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    Bibliographie:
    Schmidt, Michael, Berliner Tagesspiegel, Nr. 21 504, 5.11.2012, Seite 4, “Außenpolitik für alle”
    Pinzler, Petra, DIE ZEIT,  12.11.2009 Nr. 47, “Sie zeichnete die Elenden, Kranken, Betrogenen”

Frau? Mann? –> Kunst <– Rezipient – Blogparade – Bericht von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blogparade, Zeichnung by Susanne Haun on 29. Oktober 2012

Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?
fragt Ute Schätzmüller heute in der zweiten Woche unserer Blogparade.

Ich zitiere hier Ute:
Ein paar Anregungen sind: Warum beschäftigen sich Frauen so häufig in ihrer Kunst mit der Rolle der Frau und der Rolle der Frau als Künstlerin – sollten sie nicht einfach “nur” Kunst erschaffen?

Ich 2009 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich 2009 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Kennt ihr diese Künstlerpaare?
Max Ernst – Dorothea Tanning
Arnulf Rainer – Maria Lassnig
Diego Rivera – Frieda Kahlo
Rodin – Camille Claudel
Wassily Kandinsky – Gabriele Münter

Dazu gibt es hier einen schönen Artikel in der Zeit online.

Rosemarie Trockel, Cindy Sherman, Jenny Holzer, Katharina Sieverding sind alles Kaiserring Trägerinnen.

Wenn ich mir diese Namen anschaue, dann ist es egal, ob Mann oder Frau Kunst machen, sie müssen es nur wirklich tun und wollen mit ihrer ganzen Kraft. Und wenn diese Kraft des Wollens in den Arbeiten zu spüren ist, dann ist es dem Rezipienten egal ob Frau oder Mann.

Ich 2010 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich 2010 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich fühle mich als Frau bei der Beurteilung der Rezipienten nicht benachteiligt und ich mache mir auch keine Gedanken darüber, dass ich eine Frau bin – jedenfalls nicht im Zusammenhang mit meiner Arbeit.

Es ist natürlich eine Entscheidung, die zu treffen ist. Ich kann Kunst nicht nebenher machen. Die Kunst ist eine Arbeit, die Respekt und Anerkennung verdient und fordert. Die Kunst ist eine eifersüchtige Geliebte(r). Sie verlangt alles vom Kunstschaffenden.

Ich denke, dass biologischer Weise eine Uhr in jeder Frau tickt und da die meisten Frauen Kinder möchten, kommt es zwangsläufig zu einer Unterbrechung des Tun, in der eine Frau nicht so schaffen und reisen (die Kunst zeigen und vermarkten) kann, wie sie das will.

Ich 2010 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich 2010 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wir freuen uns, wenn ihr mit uns diese Woche auf Utes Blog diese Frage diskutiert – es gibt eine Aquarellzeichnung von Ute und ein Sternzeichenbuch zu gewinnen.

For my english reader:
“Play the sex of the artist at the reception and evaluation of the arts a role?” asks Ute Schätzmüller today in the second week of our blogparade.
I feel the recipient does not discriminate me as a woman.

Im Abstand von einer Woche werden wir folgenden sechs euch Fragen zur Kunst stellen und euch einladen, mit uns zu diskutieren:

Als Sponsor für unser Projekt konnten wir, wie ich schon erwähnte,  Karsten Peters, Galerist der Hamburger Galerie Faszination Art gewinnen.

Start der Blogparade Künstler /  ausgelobter Preis Ausgelobter Preis
22.10.2012 Susanne Haun„Azalee“17 x 22 cm, Zeichnung Tusche auf Bütten Azalee (c) Zeichnung von Susanne HaunAzalee (c) Zeichnung von Susanne Haun
29.10.2012 Ute Schätzmüller“man, water”18 x 24 cm, Aquarellzeichnung auf Clairefontaine Bütten man, water (c) Ute Schätzmüllerman, water (c) Ute Schätzmüller
04.11.2012 Jürgen Küstero.T.21 x 29,7 cm, Radierung/Gummidruck auf Bütten 160g o.T. (c) Jürgen Küstero.T. (c) Jürgen Küster
12.11.2012 Conny Niehoff„kleine expressive Landschaft“ca. 16 x 24 cm,  Mischtechnik auf Papier kleine expressive Landschaft (c) Conni Niehofkleine expressive Landschaft (c) Conni Niehof
19.11.2012 Oliver Kohls„Abendhimmel über Marschland”40 x 50cm, Pastell Abendhimmel über Marschland (c) Oliver KohlsAbendhimmel über Marschland (c) Oliver Kohls
26.11.2012 Frank KoebschFaszination Ballett # 1“10,5 x 15 cm, Miniatur in Aquarell Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank KoebschFaszination Ballett # 1 (c) FRankKoebsch

And the winner is? – Auch die Präsentation eines Preises will gelernt sein – Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blogparade, Zeichnung by Susanne Haun on 28. Oktober 2012

Als erstes möchte ich mich bei allen Diskussionsteilnehmern zur Frage “Wie wichtig ist für dich die Präsentation von Kunst?” bedanken.

Die Woche hat mir viel Spaß gemacht und ich freue mich ab Morgen, Montag auf die Diskussion zur Frage von Ute Schätzmüller. Ich bin schon neugierig, was Ute mit uns diskutieren möchte.

Alle Lose (c) Foto von Susanne Haun

Alle Lose (c) Foto von Susanne Haun

78 Kommentare zählte ich um Mitternacht. Natürlich kommt nicht jeder Kommentar in den “Lospot”, denn im Laufe der Diskussion ist es natürlich auch zu mehrfachen Diskussionsbeiträgen gekommen.

Gaby Richter-Eggen, Monika Huber, Leanne Cole, Magdalena Hohlweg, Olaf, Elke T., haweka, mandoisland, Yvonne Onischke, marlenev, Anna-Lena, annaschueler, klaus, Helen, martinshausgeist, Claudia Jahnke

Außer Konkurenz nahmen die Blogparaden – Fragesteller  Conny Niehoff, juergenkuester , ute schätzmüller, Oliver Kohls und frank8233 teil. Da auch sie bei unseren Blogparade Fragen stellen, sind sie leider von der Losziehung ausgeschlossen.

Schade ist, dass sich kein Betrachter, also ein Museumsbesucher, der keine Kunst macht und keine Kunst sammelt, zu Wort gemeldet hat.  Dafür habe ich die Frage leider zu speziell gestellt. Ich sprach von eurer Kunst aber der Betrachter hat ja keine eigene Kunst.

Die Gewinner / the winner sind Leanne Cole für die Zeichnung / drawing Azalee und Gaby Richter-Eggen hat das Sternzeichenbuch gewonnen!

Herzlichen Glückwunsch!

The winner are (c) Foto von Susanne Haun

The winner are (c) Foto von Susanne Haun

Am Rande bemerkt:

Ich lernte Texte von Wolfgang Kemp, einer DER deutschen Kunsthistoriker, letzte Woche an der FU kennen. Die Referentin merkte an, dass sie die folgenden Zahlen in einem Zeitungsartikel von ihm im Netz gefunden hat. Lange, lange suchte ich nach dem Artikel, aber ich fand ihn leider nicht.

Lt. Kemp ist ein Besucher ca. 1 Stunde im Museum und 5 Sekunden vor einem Bild. Davon liest er auch noch 4 Sekunden den Titel, bleiben letztendlich 1-2 Sekunden für das Ausstellungsstück.

Was machen wir uns bei 2 Sekunden Betrachtungszeit für Gedanken um Präsentation?

Das Verrückte ist, dass auch bei Film- und Video Kunstwerken der Besucher nicht länger vor den Werken verweilt.

Der Betrachter muss mit seiner Zeit haushalten.

Glücksengel Version 3 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Glücksengel Version 3 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Kennt ihr das Gefühl? Immer ist man ein wenig gehetzt im Museum und immer hat man das Gefühl das Wesentliche verpaßt zu haben.

For my english reader:
At First I want to thanks all the participants in the discussion on the question “How important to you is the presentation of art?” Thank you! 78 comments, I counted at midnight.
The week of discus the report was a lot of fun. Tommorrow Ute Schätzmüller will ask us a new question. I am curious to the debate on the question of Ute Schätzmüller.
The winner are Leanne Cole for the drawing Azalee und Gaby Richter-Eggen for the Sternzeichen book..

 

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Quelle: Unbestätigt von Zeitungsartikel von Wolfgang Kemp

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