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Erdmännchen – Zeichnung von Susanne Haun

Heute habe ich nach langer Zeit wieder einmal Schrift in meine Zeichnung eingefügt.

Um 2004 herum habe ich das bei fast jeder Zeichnung gemacht – einfach die Gedanken, die mir durch den Kopf gehen, nicht nur bildnerisch sondern auch mit Wörten festzuhalten. Ich machte und mache mir dabei keine Gedanken um Inhalt oder Rechtschreibung sondern die aktuelle „Kopfgedankenzeile“ landet auf dem Papier.

Erdmännchen - Zeichnung von Susanne Haun - 25 x 25 cm - Tusche auf Bütten

Horst Janssen schrieb 1986:
Ich bin nur Zeichner […] und ich habe rechtzeitig Sorge getragen, dass nichts, […] auf meine kleinen Papiere kleickert oder mir in die Linien rutscht, was da nicht hingehört: „Weltverbesserungsideen“ zum Beispiel. […] Was nicht zu zeichnen ist, das lade ich ab in meine Wörterkisten. Und DAS wiederum nicht, um Literatur zu exempeln, sondern, wie gesagt: um mein Zeichnen frei zu halten von Gedanken-Wörter-Haufen – solche, aus denen ich allerdings wieder gerne Gold mache.“

Ich sehe meine Zeilen als DADAismus, die den Betrachter bestenfalls so wie die Zeichnung selber zu eigenen Gedanken animieren. Ich sehe die Wörter als Linie selber, die mit der Zeichnung kommuniziert.

Ausschnitt Erdmännchen Zeichnung von Susanne Haun
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