Impressionen aus Potsdam (c) Foto von Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2024

Potsdam bei strahlendem Sonnenschein – Susanne Haun

Das Schloss Sanssouci und der Skulpturenpark

Wir haben alles fallenlassen als wir die Sonne und den blauen Himmel aus dem Fenster sahen. Lange hatten wir keinen Ausflug unternommen und so packten wir voller Vorfreude unsere Fotoapparate ein und machten uns auf nach Potsdam. Meisten parken wir im Karstadt Parkhaus, nicht preiswert aber mitten in der „heißen Zone“ im holländischen Viertel Potsdams. Als erstes frühstückten wir in dem kleinen englischen Kaffee „A Slice of Britain“ in einem Hinterhaus. Von dort schauten wir Schaufenster und liefen zum Schlosspark. Wir hatten Glück, die Statuen wurden gerade aus ihren Winter-Häuschen befreit. Am Anfang der Saison strahlen sie in weißen Marmort und laden zum fotografieren und Skizzieren ein.

Nach Elisabetta Sirini, Ruhe auf der Flucht nach Ägypten, 25,5 x 25,5 cm,Brushpen auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Nach Elisabetta Sirini, Ruhe auf der Flucht nach Ägypten – Susanne Haun

Nach Elisabetta Sirini, Ruhe auf der Flucht nach Ägypten – Susanne Haun

Es ist schon einige Zeit her, da besuchte ich die Ausstellung Muse oder Macherin? im Berliner Kupferstichkabinett. Ich war sehr fasziniert von der hohen Qualität der Druckgrafiken der in der Ausstellung gezeigten Künstlerinnen.

Elisabetta Sirini lebte von 1638 – 1665 und wurde in eine Künstlerfamilie geboren, so dass sie als Frau ebenfalls in den Kunstbetrieb einsteigen konnte. In Wikipedia findet ihr ihren Lebenslauf umfassend beschrieben.

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, den Ausschnitt der stillenden Maria in einer eigenen Radierung zu interpretieren. Leider bin ich bisher noch nicht dazu gekommen. Unmittelbar nach der Ausstellung zeichnete ich mit Brushpens die schnelle expressive Zeichnung, die ich heute hier zeige.

Noch habe ich nicht die Ruhe und Zeit für dieses Radiervorhaben gefunden. Es wird wohl auch noch ein wenig dauern, bis es soweit ist.

„Der Mocenigo musste den Mantel herausgeben. Übrigens hätter er ihn jetzt gut brauchen können, denn er wird ausgeliefert …. Es war Ende Januar.“

Zitat am Sonntag – Lukas 23:34 – Frohe Ostern von Susanne Haun

Zeichnung zu Ostern von Susanne Haun
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Ostern ist eines der ältesten Feste der Christen, es wird die Auferstehung von Gottes Sohn Jesus gefeiert und der davor liegenden Kreuzigung gedacht. Jeden 1. Sonntag nach dem 1. Vollmond im Frühling wird das erwürdige Fest begangen. Im gregorianischen Kalender ist das frühestens der 22. März und spätestens der 25. April. Die Osterzeit endet nach 50 Tagen mit dem Pfingstfest.

Politik, Skizze, 14 x 21 cm, Brushpen auf Silberburg Büttenpapier (c) Susanne Haun, VG Bild Kunst, Bonn 2023

Tagebucheintragungen Januar 2023 – Ideen visualisieren

Susanne Haun – Künstlerin aus Berlin – Tagebucheintrag
Zeichnerische Notizen vom Tag

Der Bildraum

Wo kommen die Ideen her?

Meistens habe ich sie im Kopf und denke lange über sie nach, schiebe sie von rechts nach links, bis ich weiss, was ich will. Im Januar habe ich die Ideen visualisiert. Ob ich sie realisiere, dass weiss ich noch nicht.

Vielleicht reichen die Ideen mir als Konzept.

Atelier

Kommt das der Konzeptkunst nahe? Ich weiss es nicht. Ich sitze im Atelier und meine Kunsthistorischen Bücher sind in meinem Arbeitszimmer zuhause. Eine ungewohnte Situation für mich.

Konzeptkunst

“Konzeptkunst ist eine künstlerischer Stilrichtung, die in den 1960er Jahren vom US-Künstler Sol LeWitt geprägt wird (Conceptual Art). Die Ursprünge der Konzeptkunst liegen in der Minimal Art, und mit ihr werden die Theorien und Tendenzen der abstrakten Malerei weiterentwickelt.” steht es bei Wikipedia.

Ich bin ein Fan von Joseph Kosuth, immer wieder fasziniert mich sein Kunstwerk “One and three chairs” von 1965. Hier auf der Seite des Moma könnt ihr mehr darüber erfahren.

“Ein Stuhl steht neben einer Fotografie eines Stuhls und einer Wörterbuchdefinition des Wortes Stuhl. Vielleicht sind alle drei Stühle (oder Codes) einfach ein Stuhl. Es handelt sich hier um einen visueller Code, einen verbalen Code und ein Code in der Sprache der Objekte, d. h. ein Stuhl aus Holz. Aber ist dieser letzte Stuhl nicht einfach … ein Stuhl?” heißt es auf der Seite des Moma. (Übersetzung Susanne Haun)

Ist das Objekt Stuhl von Kosuth visualisiert der “wahre Stuhl”?

Betonwüste Märkisches Viertel Berlin, Foto von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Medienwechsel – Betonwueste – Handyfotos von Susanne Haun

Medienwechsel – Betonwueste – Handyfotos von Susanne Haun

„Perlen zeitgenössischer Baukunst“ nennt Martin Häusler auf seinem Blog rumgekritzelt (-> Link) seine fotografischen Fundstücke. Er zeigt viel Beton aus dem „Wilden Westen“ des Erftkreises. Martins Beiträge haben meine Augen für derlei Baukunst geöffnet. Der oben auf dem Foto abgebildete neuangelegten Platz ist als Spielplatz tituliert. Leider habe ich das Schild nicht mit fotografiert. Vielleicht gelingt es mir, wenn ich das nächste Mal.
Zu meinen Seminaren und Workshops nehme ich selten meine Spiegelreflexkamera mit, umso mehr schätze ich es, dass inzwischen auch Handys gute Fotos machen. Bis vor kurzem war der nun als Baustelle deklarierte Platz eine unbelebte Betonwüste. Nun soll der Platz schöner gestaltet werden. Ich bin gespannt, was den Architekten dazu eingefallen ist.

Susanne Haun in Weimar, Foto von Michael Fanke (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Medienwechsel – Weimar – s/w Fotos von Susanne Haun

Medienwechsel – Weimar – s/w Fotos von Susanne Haun

Kalt war es in Weimar, 5 Tage haben wir uns in dieser kulturträchtigen Stadt gegönnt. Drei Tage war uns klirrende Kälte und strahlend blauer Himmel beschert, zwei Tage waren grau in grau. Diese beiden Tage habe ich genutzt, meine Kamera besser kennenzulernen und zu ergründen, welche Einstellungen ich tätigen muss, um mit einer hochmodernen Digitalkamera s/w Fotos wie aus den 50ziger Jahren erhalte.
Vor einiger Zeit habe ich mir ein 40mm Pancake Objektiv gekauft. „Laufzoom“ benennt Micha es.
Es ist eine Herausforderung, damit zu fotografieren und erfordert ein anderes sehen. Da es in den 50ziger im allgemeinen keine Zoom Objektive gab, war das Pancake ein weiteres Kritierium zum Gelingen meiner Serie.

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