Susanne Haun

Cambridge bei strömenden Regen – Susanne Haun

Posted in Architektur, England, Foto, London, Reiseberichte by Susanne Haun on 15. Juni 2016

 

Unser England Urlaub war im März / April und ist nun wirklich lange vorbei und trotzdem ist mein zeichnerisches Tagebuch immer noch voller ungezeigter Zeichnungen. So auch vom Städtchen Cambridge.

 

Die Pforte vom Campusgelände Cambridge (c) Foto von M.Fanke

Die Pforte vom Campusgelände Cambridge (c) Foto von M.Fanke

 

Von April bis Juni werden in den Colleges in Cambridge die Studenten geprüft. In dieser Zeit dürfen die Colleges nicht besucht werden, damit die Studenten in Ruhe ihren Abschluss machen können.

In Cambridge ist das Stechkahnfahren sehr beliebt und jeder Tourist kann sich daran üben. Wir haben davon Abstand genommen und lieber die Fahrkünste der eifrigen „Seeleute“ beobachtet, die nach dem Regen, der die Besichtigung Cambridge schwierig gestaltete, die Boote stürmten.

Das Autofahren ist in England nicht einfach, nachdem man ein Leben lang rechts gefahren ist birgt ein Seitenwechsel viele Gefahren und es ist notwendig, sehr konzentriert Auto zu fahren. Selbst ich als Beifahrerin stand unter Anspannung. Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, kann man auch die Aussicht genießen.

Wer übrigens mehr über Newtons Brücke erfahren möchte und noch dazu gelungene Fotos bei Sonnenschein und geöffneter Uni sehen will, der kann unter folgendem Link bei Hanne Siebers und Klausbernd Vollmars Blog The World According to Dina schauen.

In Cambridge gibt es viel Architektur und ich bleibe meinem Vorsatz treu, wenigstens ein wenig von den alten ehrwürdigen Gebäude zu zeichnen. Und wenn es nur ein paar Elemente sind. Zur Belohnung gestatte ich mir, wenigstens ein Stück Natur oder eine schnelle Stuckfratze auf jeder Seite Architekturelement zu zeichnen. Ihr erinnert euch? Ich nahm mir in London vor, mich ein wenig mit Architektur in der Zeichnung vertraut zu machen. Ich bin ja kein großer Architekturzeichner, ich mag lieber Menschen, Blumen, Natur, alles was nicht so gerade ist. Aber da hilft kein Jammern – sondern da hilft nur das tun. Ich möchte gerne auch vertrauter mit Architektur werden.

 

 

Gefundene Linien – Susanne Haun

Posted in Foto, Foto, Konzeptkunst by Susanne Haun on 10. April 2015

Die Zeche Zollverein hat uns sehr inspiriert.

Gefundene Linie (c) Foto von Susanne Haun (3)

Gefundene Linie (c) Foto von Susanne Haun (3)

 

Ich habe zur Kohle gezeichnet und wir haben im riesigen Industriegelände viele Fotos gefunden.
Die Linien sind mehr meine Domäne, aber Micha sieht sie nun auch immer öfter.

 

Zeche Zollverein (c) Foto von M.Fanke (7)

Zeche Zollverein (c) Foto von M.Fanke (7)

Das Wetter ludt zum fotografieren ein. Das Blau des Himmels habe ich auch in meine große Landschaftszeichnung zur Kohle übernommen.

In meinen Linienfotos sehe ich die Idee der Linie.

 

Gefundene Linie (c) Foto von Susanne Haun (2)

Gefundene Linie (c) Foto von Susanne Haun (2)

 

„Erinnern heißt Vergessen“ – Zeichnungen von Susanne Haun

In meinem Kopf hat sich eine Gedankenkette inklusive Reizüberflutung gebildet.

In einer solchen Kette fliessen viele meiner Gedanken, die ich aktuell habe, vom Kopf in die Bilder.

Ich und meine Seele (c) Fotoüberlagerund und Zeichnung von Susanne Haun

Ich und meine Seele (c) Fotoüberlagerund und Zeichnung von Susanne Haun

Heute vermischt sich Christoph Schlingensief mit Seele und Gehirn.
In der Bücherei habe ich mir „Christoph Schlingesief, Deutscher Pavillion 2011, 54. Internationale Kunstausstellung La Biennale Di Venezia“, ausgeliehen.
Im Buch schreiben Kollegen, Historiker, Jounalisten und Sammler über Schlingensief.

Der theaterschaffenden Carl Hegemann schrieb das Kapitel „Erinnern heißt Vergessen“ und zitiert gleich im ersten Absatz Boris Groys:
„Wenn eine Kunst wie Kunst aussieht, gilt sie nicht als Kunst, sondern als Kitsch. Wenn die Kunst wie Nicht-Kunst aussieht, ist sie einfach Nicht-Kunst.“

Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“ hat Schlingensief sein Fluxus-Oratorium (Bühneninstallation) genannt. Riesige Röntgenbilder seiner Lunge, seines Geschwürs, werden gezeigt, zusammen mit einem Hasen und Bilder von Menschen, die alle verzweifelt und gequält aussehen. Am besten ihr geht hier auf die Homepage des Projekts.

Versteht ihr mich jetzt?

Wie bin ich zu meinen heutigen Bildern gekommen? Wie kann die Erinnerung gleichzeitig Vergessen sein und was sagt der Satz von Groys aus?

In den letzten 5 Jahren sind wiederholt Angiografie Aufnahmen von meinem Gehirn gefertigt worden.
Wenn ich davon ausgehe, dass die Seele das Gehirn ist, dann habe ich Fotos meiner Seele.

Ich nahm die Bilder von meinem Gehirn, schaute sie mir an und fragte mich, ob das wirklich ein Abbild meiner Seele sein soll?

Ich (c) Foto und Zeichnungsüberlagerung von Susanne Haun

Ich (c) Foto und Zeichnungsüberlagerung von Susanne Haun

Ich brauchte eine Woche, um mich zu entscheiden diese intimen Bilder meiner selbst zu überlagern und dann hier zu zeigen.
Und ich brauchte eine weitere Woche, um diese Überlagerungen mit den Portraits technisch zu meiner Zufriedenheit zu realsisieren.

Was bedeutet erinnern? Mein Blog ist ein großer Teil meiner Erinnerung,  meiner zeichnerisch, künstlerischen Erinnerung. Bildung basiert auch auf Erinnerung. Das ist aber eine „innere Erinnerung“ eine Erinnerung auf uns selbst bezogen. Nach außen bezogen lautete die Frage, wie erinnern wir uns an Verstorbene? Schlingensief hat eine breite Spur für uns zur Erinnerung hinterlassen. Wan verblaßt die Erinnerung? Und ist das, an was wir uns in Bezug auf Schlingensief erinnern, wirklich auch das, was er sagen wollte.

Zur Erinnerung kommt immer die Wahrnehmung hinzu und schon haben wir wieder tausende von Wahrheiten.

Lassen sich diese Wahrheiten mit den Verästelungen des Gehirns erklären? Was sehe ich auf den Bildern meines Gehirns nun wirklich … ich bin skeptisch, dass diese Fotos meine Seele darstellen sollen. Muss da nicht mehr sein?

Nun kommen wir zu Groys. Er ist generell schwer zu verstehen und so ein einziger Satz aus dem Kontext genommen ist natürlich immer problematisch. Ist ein Röntgenbild Kunst? Und wenn ja, wer ist dann der Künstler? Die Radiologin? Es ist ein Abbild wie ein Foto wie ein Portrait!

Denken wir an Duchamps readymades, das Pissoir. Der Künstler ist der, der die Arbeiten in die Galerie bringt, sie zum Kunstwerk erhebt. Duchamps schrieb übrigens noch auf dem Pissoir.

Ich und der Baum (c) Fotoüberlagerung von Susanne Haun

Ich und der Baum (c) Fotoüberlagerung von Susanne Haun

Es war nicht einfach, die Röntgen – Bilder zu bearbeiten. Das erste Bild sieht auf dem ersten Blick unbearbeitet aus, ist es aber nicht. Ein Teil der Verästelungen entstand schon  durch Überlagerung beim Fotografieren. Ich musste die Bilder an meiner Balkontür anbringen, um genügend Licht zum fotografieren zu haben. Dabei habe ich gemerkt, dass die Bilder sich überlagern. Ich habe probiert und entscheiden, die kahlen Äste der Linde vor meinem Balkon sind perfekt in meinem Gehirnfoto. Die Unruhe um den Kopf habe ich einfach geschwärzt.

For my English-speaking readers:
In my head there is a chain of thoughts were completely overwhelmed has formed.
In such a chain flow many of my thoughts that I have known, from the head to the images. I took the pictures of my brain, she looked at me and asked me if it should really be a reflection of my soul? I work with them.

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Gaensheimer, Susanne. Hrsg. Christop Schlingesief, Deutscher Pavillion 2011, 54. Internationale Kunstausstellung La Biennale Di Venezia. Venedig 2011.

Marielyst und Erdkünstler – Bericht und Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Foto, Foto, Konzeptkunst, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 3. Oktober 2012

Das kleine gelbe Holzhaus, was ich euch vorgestern zeigte, steht in Marielyst, Dänemark.

Im Sommer beherbergt das knapp 700 Einwohner zählende Marielyst ca. 50.000 Touristen. Die wohl berühmtesten Gäste waren Kafka und sein Freund Weiss.

Seetank am Strand (c) Foto von Susanne Haun

Seetank am Strand (c) Foto von Susanne Haun

Jetzt im Herbst ist es sehr ruhig hier und so kann ich den neuen Spiegel, den ich im Kiosk kaufte, draußen auf einer Parkbank lesen. Der Weg zum Zeitungskiosk führt am Strand oder auf dem Deich entlang. Ebenfalls habe ich als Reiselektüre einige Kunstforum Hefte im Gepäck.

Das Seegras auf dem Hinweg am Strand sieht aus wie gezogene Tuschelinien auf Papier. Es macht mir Freude, immer wieder neue Konstellationen zu entdecken und zu fotografieren, durch das Anschneiden des Grases auf dem Foto, teile ich es auf und schaffe Kompositionen. Interessant ist die Frage, ob das, was ich draußen finde und fotografiere auch schon Kunst ist! Also nicht das Foto selber sondern das, was wir auf dem Foto sehen.

Seetank am Strand (c) Foto von Susanne Haun

Seetank am Strand (c) Foto von Susanne Haun

Ich habe im Kunstforum von 1985, Band 81 ein schönes Zitat von Dan Graham in einem Artikel über Gordon Matta-Clark gefunden:
Die Erdkünstler konnten auf die Galerie als Dokumentationsort für ihre Arbeiten keineswegs verzichten. Darüberhinaus liefen sie Gefahr, einfach ein Stück aus der Natur als „vorgefundenes Objekt“ auszustellen.“

Genau dieses ging mir beim Fotografieren des Seetanks durch den Kopf. Wenn ich mir die Fotos anschaue, wüsste ich allerdings auch nicht, warum ich sie nochmals in Tusche umsetzen sollte. Sie stehen gut für sich dar und brauchen keine erneute Umsetzung. Auf dem Papier kann ich meine eigene Seetanklinien und Kompositionen entwickeln.

Auch im neuen Spiegel wird über das Geheimnis Kunst nachgedacht. Der Nobelpreisträger und Neurologe Eric Kandel erklärt, dass Indizien dafür sprechen, dass dem rechten Frontalhirn eine zentrale Rolle im kreativen Prozeß zukommen, während die linke Hirnhälfte die Kreativität sogar aktiv hemmt.

Erkennen also nur die, die eine wenig ausgeprägte linke Hirnhälfte haben, in dem Seetank Kunst?

Es ist schön, einfach in Ruhe, ungehetzt Zeitungsartikel zu lesen. Ich sollte mir dafür auch mehr Zeit zuhause nehmen. Aber neben dem Tagesspiegel und den Kunstbüchern bleibt da nicht viel Zeit übrig, ich will ja realistisch bleiben.

Kreisdefelsen 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Kreisdefelsen 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Zu den einfachen Linien Zeichnungen von gestern habe ich heute nochmals eine Kreideküste mit mehr Linien gezeichnet – nach jedem Foto habe ich überlegt, aufzuhören und das Bild stehen zu lassen.

For my english reader:
In the summer Marielyst has about 50,000 tourists in town, but Marielyst has only the nearly 700 inhabitants. The most famous guests were Kafka and his friend Weiss. Now in the autumn it is very quiet here and so I can use the new Spiegel that I bought in the kiosk, read out on a park bench. The shop sells newspaper stands on the beach along the dike. Also I have some reading material as Art Forum magazines in luggage.

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Quellen: Kunstforum Band 81 von 4/1985,  www.marielyst.dk, Spiegel Nr. 40 1.10.2012

Karstadt und Wald – KarWa – Fotos von Susanne Haun

Posted in Foto, Konzeptkunst by Susanne Haun on 29. Juni 2012

Wer kennt nicht die alten silbernen Kaufhausfilialen? Ich glaube, sie sind ein Kind der 70ziger Jahre.

Als ich letzte Woche bei Conny Niehoff war, stellte ich fest, dass „das Karstadt“ von Magdeburg noch genau solch eine Fassade besitzt.

KarWa (c) Foto von Susanne Haun

KarWa (c) Foto von Susanne Haun

Seither kreisen die Fotos, die ich von der Fassade gemacht habe, in meinem Kopf. Als Kontrast gefallen mir die Fotos von einem Holzstapel, die ich bei mir in Berlin im Wald fotografierte. Ich schliesse das Foto aus Wald und Geometrie/Architektur mit roten Linien und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Karstadt und Wald – KarWa – Fotos von Susanne Haun

Kabel und was sind Ready Mades – Fotos von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Foto, Konzeptkunst by Susanne Haun on 24. Juni 2012

Objet trouvé oder Ready Mades sind Kunstwerke, die aus vorgefundenen Alltagsgegenstände ohne große Veränderung zum Kunstwerk erhoben werden.

Das berühmteste ist vielleicht Duchamps Pisseoir besser „Fountain“. Auf mich übern Ready Mades eine große Anziehungskraft aus. Ich finde sie genauso gerne wie ich sie auch anschaue.

Vorgefunden (c) Foto von Susanne Haun

Vorgefunden (c) Foto von Susanne Haun

In der Romantic 2.0 (siehe hier meinen Artikel dazu) habe ich eines gefunden, was ich gerne bei mir im Atelier aufstellen, aufbauen möchte.
„Aus der Wand“ ist mein Ready Made, Kabel, die durch Zufall perfekte Linien aus der Wand ergeben.

Wie kann ich diesen Zufall auf meine Kabellage transportieren und wie wird sie von dort aus meine Kunst? Und ist es nicht auch eine Zeichnung?

Kabel und was sind Ready Mades – Fotos von Susanne Haun

Schnelligkeit und über die Zeichnung und Bruce Nauman – Fotos von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Foto, Konzeptkunst, Zeichnung by Susanne Haun on 10. Juni 2012

In der Zeichnung sind Schnelligkeit und Spontanität für eine lebendige Wiedergabe wichtig.

Diese Schnelligkeit und Spontanität erfordert Können. Das Nachdenken über das „Wie?“ wird ausgeschaltet. Genauso übertrage ich diese Überlegungen auf die Fotografie. Beim reetgedeckten Dach auf Usedom ist mir das Haus selber völlig unwichtig. Ich möchte alleine die Linien und die Tiefe der Dimension darstellen, das Hell / Dunkel und Hoch / Tief.

Dafür habe ich ca. 100 Fotos innerhalb von 5 Minuten produziert; es kommt mir wieder auf die Schnelligkeit der Wahrnehmung an. 12 Fotos habe ich aus dem Pool der produzierten herausgesucht. Mit diesen 12 Will ich weiterarbeiten. Davon zeige ich euch heute erst einmal 2 unbearbeitete und 2 bearbeitet Fotos. Das Foto ich in Wolgast, Version II ist für mich erst einmal eine sehr gute Zwischenlösung. Alle Momente in Wolgast fliessen in dieses Foto ein.

Ich in Wolgast - Version II (c) Foto von Susanne Haun

Ich in Wolgast – Version II (c) Foto von Susanne Haun

Heute habe ich mich weiter mit Bruce Nauman beschäftigt. Nauman ist schon seit den 60ziger Jahren in der Kunstwelt präsent. Er studierte Mathematik, Musik und Philosophie und später Kunst. Eine interessante Kombination, aus der sich für mich einige seiner Werke zum Teil erklären. Mit seinen Performances erklärte er seinen Körper selber zur Skulptur, mit der er die Möglichkeit hat „zu spielen“.

Ein interessanter Ansatz, ich werde ihn im Kopf behalten und habe ihn in den beiden Fotos „Ich in Wolgast“ gut angewendet.

Schnelligkeit und über die Zeichnung und Bruce Nauman – Fotos von Susanne Haun

Rotes Hamburg und gelbes Berlin – Animation und Fotos von Susanne Haun

Posted in Animation, Betrachtungen zur Kunst, Foto, Konzeptkunst by Susanne Haun on 28. Mai 2012

Animation bedeuted für mich Bewegung und viele harte Schnitte.

Ich habe schon hier schon einige Animationen in meinem Blog gezeigt.

Hamburg (c) Foto von Susanne Haun

Hamburg (c) Foto von Susanne Haun

Eine Animation ist per Definition eine Abfolge von Bildern; meine Themen bei der heute gezeigten Animation sind  GELB=Berlin und Rot=Hamburg und wie immer Bewegung, meine Mittel sind die Zeichnung und Fotografie.

Henri Cartier-Bresson sagte
It is an illusion that photos are made with the camera. They are made with the eye, heart and head.”
Ich übersetze es:
Es ist eine Täuschung, das Fotos von der Kamera gemacht werden. Sie (die Fotos) werden mit dem Auge, dem Herzen und dem Kopf gemacht.

Die Fotos von Hamburg habe ich während meines Aufenthaltes zur Sternzeichen – Ausstellung in der Galerie Faszination Art, tatsächlich mit Auge, Herz und Verstand , gemacht. Ich bin von meinem Quatier mit der U-Bahn gefahren und dann zum Busbahnhof gelaufen und habe Hamburg so erlebt.

Ich bin Berlinerin und ich nehme Berlin anders als der Tourist war. Fuß und S-Bahn Wege sind für mich die Normalität hier in Berlin. Als „Einheimischer“ nehem ich weder den Dom, noch die Friedrichstraße noch die Mussen bewußt war.

Hamburg (c) Foto von Susanne Haun

Hamburg (c) Foto von Susanne Haun

Ich habe das Thema Animation nicht aus den Augen verloren.

 

Mir ist bei diesen banalen Wegen aufgefallen, das Hamburg rot erscheint, während ich Berlin gelb wahrnehme.

Aus dieser Wahrnehmung und Betrachtung ist die folgende Arbeite entstanden. Mit flächigen, formalen Tuschezeichnungen vermische ich Berlin mit Hamburg. Wichtig ist mir auch mit den Animationen unter 1 Minute zu bleiben. Sie sollen wie ein Bild wahrgenommen werden.

Rotes Hamburg und gelbes Berlin – Animation und Fotos von Susanne Haun

Ohne Titel 10. April 2012 – Fotos von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Foto by Susanne Haun on 10. April 2012

Selten betitel ich eine Arbeit von mir mit den Worten „ohne Titel“.

Es gibt verschiedene Meinungen zu „o.T.„, die einen sagen, es beflügelt die Phantasie des Betrachters, die anderen sagen es ist phantasielos vom Künstler.

Ich denke, ich muss mir  nicht auf „Gedeih und Verderb“ einen Titel für eine Arbeit aus den Fingern saugen.

In der Nähe meines Ateliers wächst ein Strauch. Er wächst so, wie ich keinen Strauch zeichnen würde,  seine Zweige zeigen aus der Erde wie Besenstiele. Jeden Tag komme ich an diesem Strauch vorbei und denke mir, dass er so ausgesprochen unattraktiv ist.

o.T. 10.April2012 Version 1 (c) Foto von Susanne Haun

o.T. 10.April2012 Version 1 (c) Foto von Susanne Haun

Also nahm ich mir als Ziel, ihn attraktiv und interessant darzustellen. Dazu habe ich mit Detail, Ferne, Belichtung und Bewegung meines Fotoapparates 100 Fotos von diesem Strauch gefertigt.

Von den 100 Fotos gefielen mir drei gut und diese drei zeige ich euch nun. Die Fotos passen sehr gut in meine Bewegungsserie (siehe hier).


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Ohne Titel 10. April 2012 – Fotos von Susanne Haun

GELB, die Kunst und die Wirtschaft – Animation von Susanne Haun

Posted in Animation, Betrachtungen zur Kunst, Farbkonzepte, Foto, Konzeptkunst, Zeichnung by Susanne Haun on 1. April 2012

Eine Animation ist eine Abfolge von Bildern;
meine Themen sind  GELB und Bewegung, meine Mittel sind Zeichnung und Foto.

Immer, wenn ich dachte:  „Jetzt bin ich fertig!“  fiel mir etwas Neues ein.

Meine Überlegung ist, ob ich die Gedanken zu Gelb hintereinander zeige oder ob ich sie in einzelne Animationen auflöse und nebeneinander stelle.

Farbkonzepte (c) Zeichnung von Susanne Haun

Farbkonzepte (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das ist wie so oft im Leben eine Sache des Geldes. Wenn ich die Einfälle hintereinander laufen lasse, dann benötige ich einen digitalen Bilderrahmen. Wenn ich sie aber nebeneinander zeigen möchte, benötige ich 9 digitale Bilderrahmen!
Einen besitze ich bereits, den habe ich zu Weihnachten geschenkt bekommen.

Der Band 200 vom Kunstforum mit dem Titel „Kunst und Wirtschaft“ beschäftigt sich weiträumig mit dem Thema und mir begegnete im Heft wieder Marcel Duchamp. Dieter Burchart beschreibt in seinem Artikel „Der Künstler als CEO und der CEO als Künstler“, wie sich Größen der Kunst wie Duchamp, Warhol, Beuys, Kokoschka und viele andere mit dem Thema auseinandersetzen.

Diziplinierte Tage - Zitat Márai (c) Zeichnung von Susanne Haun

Diziplinierte Tage - Zitat Márai (c) Zeichnung von Susanne Haun

Warhol gilt als der erste, der aus der Kunst heraus auch über Geld spricht: „Ein guter Geschäftsmann zu sein, ist die faszinierendste Kunstform. Geld zu machen ist Kunst, und zu arbeiten ist Kunst, und gute Geschäfte sind die beste Kunst.“

Kommen wir zurück zu meiner Ausgangsfrage nach den digitalen Bilderrahmen. Warhol hat mir die Antwort geliefert. Die Ausstellung GELB bei Berlin Woman wird im September sein, wenn ich also bei der Sternzeichen- und Flughafen Tegel Lilienthal Ausstellung gut verkaufe, gibt es 9 Animationen, ansonsten beschränke ich mich auf 3. 🙂 Ich darf und muss auch als Künstlerin Geschäftsfrau sein.

Kunst und Wirtschaft (c) Foto von Susanne Haun

Kunst und Wirtschaft (c) Foto von Susanne Haun

Ab heute führe ich auf einer extra Seite meines Blogs ein Literaturverzeichnis (siehe hier). So kann nicht nur ich sondern auch ihr nachvollziehen, wo die Zitate, die ich verwende, entstammen.
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