Susanne Haun

Vögel verschieden von Aussehen und Stimme – Zeichnung (Rolle) von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Das Buch Henoch, Engel, Rolle, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 30. August 2012

„Von da an ging ich weiter bis an die Enden der Erde … auch Vögel sah ich, verschieden nach Aussehen, Schönheit und Stimme …“ Das Buch Henoch

Die Enden der Erde! Als das Buch Henoch geschrieben wurde, da glaubten die Menschen noch, die Erde wäre eine Scheibe. Es ist interessant, was läßt die Menschen entscheiden, was an dem Buch Henoch war oder falsch ist. Wir wissen, dass die Erde keine Scheibe ist. So ist doch ein Teil des Buches Henochs auf jeden Fall nicht korrekt, warum sollten dann die Passagen mit den Engeln auf der Wahrheit beruhen?

Für mich besitzt das Paradies Blumen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Für mich besitzt das Paradies Blumen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Jürgen Küster fragte mich (siehe hier den dazugehörigen Artikel auf meinem Blog) unter anderem, warum die Menschen so beständig an Engel glauben!

Hier Jürgens komplette Fragen:

Woher kommt die Faszination für das Thema “Engel”, die ich ja auch in meinem persönlichen Umfeld erlebe?

Ich habe die Frage auf die eine oder andere Art ja schon in den letzten Tagen beantwortet. Aber eines ist mir noch eingefallen. Glück ist in der Regel erarbeitet. Vielleicht bietet der Glaube an die Engel auch die Hoffnung ohne Arbeit an das große Glück zu kommen!
Was ich im und über das Buch Henoch gelesen habe – sehr bruchstückhaft und nicht sehr lustvoll, kommt mir total aus der Welt gefallen vor – stimmt das?

Es ist ein über 2.000 Jahre altes Buch. Es ist Geschichte und entspricht nicht mehr unserem heutigen Kenntnisstand und unseren Auffassungen. Ich sehe es auch so, als ein märchenhaftes, interessantes Buch, dass in meinem Kopf viele fantasievolle Bilder entstehen läßt.

Wo ist der Bezug zu heute?

In unserer Geschichte und unseren Wertvorstellungen, die immer noch auf die 10 Gebote beruhen.

Gibt es einen Transfer zwischen damals und heute, zwischen Engelswelt und realer Welt?

Transfere zwischen Engelswelten und der realen Welt gibt es nur in unserer Fantasie; sie sind einfach quatsch.  Wir glauben an das, was wir glauben wollen. Es gefällt mir, mir einen Schutzengel vorzustellen, und der Schutzengel ist für mich eine Art Glück, wie zum Beispiel, dass der Autounfall fünf Minuten passierte, bevor ich vorbei kam oder dass ich relativ Gesund bin.
Ist es reine Esoterik?

Ich bin kein Freund von Esoterik.

Geht es um Sehnsüchte? Oder Ängste, die aufgefangen werden?

Darum geht es bei vielen sicher. Es ist doch ein schönes Gefühl, sich behütet zu fühlen. Und das praktisch Umsonst, ohne etwas dafür zu tun.

Ausschnitt der 10 Meter langen Rolle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ausschnitt der 10 Meter langen Rolle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Geht es um Glauben als Ersatz für die christliche Religion?

Als Ersatz nicht, Jürgen, es ist ja Teil der christilichen Religion, wie auch immer. Jedenfalls die Hälfte der Zeit seit dem SChreiben des Buches Henochs gehörte es zu Bibel – es ist ja erst spät aus der Bibel geschmissen worden.

 Was fasziniert so an diesem Thema?

Das Nicht-Wissen, das ist immer geheimnisvoll und alles was geheimnisvoll ist, fasziniert die Menschen.

For my english reader:
There are following words in the book of henoch: „On this time went further to the ends of earth … I saw bids, different of viewing, beautifullness and voice.“
Today we know, there isn’t a ends of world, the earth ist round. Never the less we believe in angels….

Vögel verschieden von Aussehen und Stimme – Zeichnung (Rolle) von Susanne Haun

Der Engel Uriel und die Sterne am Himmel – Zeichnung / Rolle von Susanne Haun

Posted in Das Buch Henoch, Engel, Rolle, Zeichnung by Susanne Haun on 29. August 2012

Uriel wird nicht in der Bibel genannt, im Buch Henoch fungiert er als Deute-Engel.

Er war in den ersten Jahrhunderten des Christentums ein hoch angesehener Engel wurde später aber von der römischen Kirche auf der Synode von 745 verboten. Die äthiopische Kirche, die das Buch Henoch noch als Teil der Bibel ansieht, feiert heute noch Uriels Geburtstag am 15. Juli.

Der Engel Uriel erklärt die Sterne (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Engel Uriel erklärt die Sterne (c) Zeichnung von Susanne Haun

So habe ich Uriel an den Anfang der Rolle gesetzt. Ich habe mich von hinten nach vorne die Rolle lang gearbeitet. Das liegt einfach an der Beschaffenheit des Abrollens.

Im Buch Henoch heißt es:
„Ich sah, wiie die Sterne des Himmels hervorkommen,… und schrieb alle ihre Ausgänge auf …., wo wie der Engel Uriel, der bei mir war, es mir zeigte.“

Nach dem heutigen Arbeitstag ist nur noch eine kleine 50cm große Lücke in der Rolle.

Hier nun die letzten Fragen von Nina (mehr davon ist hier zu sehen / lesen):

Eva greift nach dem Apel (c) Zeichnung von Susanne Haun

Eva greift nach dem Apel (c) Zeichnung von Susanne Haun

Sind sie gläubig?

Das weiß ich nicht.

Ich bin evangelisch getauft und konfirmiert und meine Mutter brachte mir das abendliche, tägliche Beten bei, es kam gleich nach dem Zähneputzen.

Dann besuchte ich das Gymnasium und mit jeder Physik-, Geschichts- und Biologiestunde verschwand ein wenig von meinem Glauben.

Das Lesen der Zeitungen von den jetzigen Kriegen, das Lesen der Geschichtsbücher vom Leben der Kirchenführer und Feldherren, wie soll ich da an einen gütigen Gott glauben? Das ist völlig unmöglich.

So bin ich mit 18 unter größtem Protest meiner Eltern und Großmutter aus der Kirche ausgetreten und habe für Greenpeace und Unicef gespendet.

Aber was ich in so früher Kindheit als Wahrheit berichtet bekommen habe, ist schwer aus mir heraus zu reißen. Wenn etwas nicht klappt oder es mir nicht gut geht, dann bitte ich manchmal in Gedanken „Gott um Hilfe“, um danach über mich und meine Gedanken mit mir zu schimpfen!

Kennen Sie andere Künstler, die sich mit dem Thema beschäftigen?

Nein, ich kenne keine anderen Künstler, die sich mit diesem Thema befassen.

Tauschen sie sich mit anderen Personen über Henoch aus und hat solcher Austausch Einfluss auf ihrer Arbeit?

Nein, leider tausche ich mich über Henoch nicht aus. Obwohl ich viele Kontakte zu Künstler besitze, finden selten künstlerische, philosophische Diskussionen statt. Das bedauere ich und möchte es auch ändern, ich plane einen beidseitigen Arbeitsbesuch mit einer anderen Künstlerin aus … da geht es aber nicht um Henoch sondern um ein gemeinsames Thema.

For my english reader:
In the bible Uriel doesn’t mentioned, in the book of Henoch he is a sign angel. In the first centure of christians he was a honor angel and the bible writer get rid of hin in the later centuries. He was prohibited from the rome church in Synode 745. The aethopian church has the book of Henoch in there bible and so they habe a birthday party for hin on 15th of July.

Der Engel Uriel und die Sterne am Himmel – Zeichnung / Rolle von Susanne Haun

Da erkannten sie die Weisheit – Das Buch Henoch – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Das Buch Henoch, Rolle, Zeichnung by Susanne Haun on 26. August 2012

„…da erkannten sie die Weisheit, und ihre Augen wurden aufgetan, und sie erkannten, dass sie nackend waren, und wurden aus dem Garten fortgetrieben.“

So endet der zitierte Satz in meinem Beitrag von gestern im Buch Henoch. Diese Geschichte kennen wir alle! Schon beim Lesen hatte ich ein klares Bild vor Augen. Ich mußte es nur von meinen Augen auf die Rolle bringen. Ein kleines Bild im Bild (in der Rolle) schwebte mir vor, denn Henoch erzählt. Im Comic wäre es eine bubble, ein Blase.

Eva wird aus dem Paradies geworfen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Eva wird aus dem Paradies geworfen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Hier könnt ihr weitere Fragen von Nina (siehe den Artikel hier) und Antworten von mir lesen; die Fragen gehen sehr in die Tiefe. Nina hat mir inzwischen ihre Hausarbeit „Moderne Rezeptionen des äthiopischen Buches Henoch am Beispiel der Berliner Künstlerin Susanne Haun“ zugesendet. Ich wünsche ihr hier an dieser Stelle viel Erfolg und eine gute Note! Wir werden sehen, vielleicht finden wir einen Verlag, der die Hausarbeit veröffentlicht. Es wäre schade, wenn nur ich, die Dozentin und Nina sie kennen.

Zum Paradies gehören immer Äpfel (c) Zeichnugn von Susanne Haun

Zum Paradies gehören immer Äpfel (c) Zeichnugn von Susanne Haun

Welche emotionalen oder philosophischen Konzepte glauben sie transportieren Ihr Bilder, die sich mit Henoch beschäftigen?

Das ist die schwierigste Frage.

Engel sind von sich aus schon emotionsgeladen.

Vielleicht will ich vom Glauben an das Gute berichten, denn Engel sind trotz der Dinge wie Waffenkunst und Beschwörungen für mich immer gute Wesen. Auch mag ich die Vorstellung, dass die gefallenen Engel vielleicht zum Guten bekehrt werden können.

Die Definition von Gut ist ausgesprochen schwierig und die Gerichte der Welt entscheiden über Gut und Böse.

Ich stelle gerne unberührte Landschaften dar. Landschaften, die noch intakt sind und wo die Menschen noch keine Städte errichtet haben.

Das heißt nicht, dass ich gegen Zivilisation und Fortschritt bin. Ich finde beides absolut notwendig, denn ohne dem würden wir heute noch auf den Bäumen sitzen.

Steht die Wahl einer Papierrolle als Träger Ihrer Henochbilder in direktem Zusammenhang mit dem Thema oder ist es das Interesse an dem Medium Papierrolle zunächst unabhängig von dem Thema Henoch?

Es ist eine Mischung aus beidem.

Die ältesten Texte über Gott, die fünf Bücher Moses, sind auf den jüdischen Toras, was „Gebot, Weisung, Belehrung“ bedeutet, geschrieben. Diese Art der Textvermittlung finde ich sehr spannend und ich finde diese Jahrtausende alte Geschichte Henochs braucht ein passendes Medium. Seit ich mich mit Henoch beschäftige, habe ich es nie als ein einzelnes Thema für ein „einziges Bild“ gesehen sondern immer als komplexes Thema, was serielles Arbeiten, Konzeption und eine besondere Form der Darstellung wie die Rolle benötigt.

In welchem Zusammenhang sehen Sie das Thema Henoch mit dem Thema Leben? Warum haben Sie beide Themen auf der ersten Rolle in Zusammenhang gebracht?

Unser Leben hat selbst bei den größten Atheisten einen Mythos; eben das Leben selber durch seine Begrenztheit.

Unsere westliche Kultur baut auf den Grundsätzen der Bibel auf. Die 10 Gebote sind vom Grundsatz her immer noch unsere moralischen Richtlinien. Auch wenn das Buch Henoch kein Buch der Bibel mehr ist, so haben Engel im Leben vieler eine Bedeutung. Gerade in der Not, die auf vielen Teilen der Erde herrscht, braucht der Mensch einen Glauben, an dem er sich festhalten und seine Hoffnung auf ein besseres Leben knüpfen kann.

Sehen wir die Welt global, so ist es ethisch nicht vertretbar, dass in Teilen wie die westliche Welt in „saus und braus“ und in anderen Teilen in absoluter Armut bis zum Verhungern gelebt wird.

Kennen Sie auch das 2. und 3. Buch Henoch? Glauben sie auch, dass sie diese künstlerisch bearbeiten werden? Und wenn ja / nein warum, warum nicht?

Ich weiß nicht, ob ich das richtig verstehe. Ich arbeite nach dem äthiopischen Buch Henochs.

Das ist unterteilt in den ersten Teil, das angellogische Buch, der Fall der Engel, ihre vorläufige und endgültige Abstrafung.

Der erste Teil enthält mehrere Unterabschnitte.

Die zweite Bilderrede, das messiannische Gericht und seine Folgen für Gerechte und Ungerechte.

Die dritte Bilderrede. Das Endgericht des Menschensohns über alle Geschöpfe, besonders aber über die Großen der Erde; die Seligkeiten der auserwählten Gerechten.

Sind damit die drei Bücher gemeint? Wenn ja, sehe ich sie als einen Themenkomplex und habe sie nicht unterschiedlich behandelt.

Da ich noch in der Arbeit zur zweiten Rolle über das Thema stecke, bin ich noch nicht bis zum Ende gekommen.

Die Entstehung der 10 Meter x 40 cm großen Rolle mit dem Thema Henoch könnt ihr euch hier anschauen.

For my english reader:
Everebody knows the story about eve! But what’s the matter Eve is old? I think it’s difficult to draw an old eve lost the paradise. Our west culture is built on the ten commandments of the bible and so I think it is good knowing them. The biggist atheist has respect for the live and lives after moralism principles.

 

Da erkannten sie die Weisheit – Das Buch Henoch – Zeichnung von Susanne Haun

Der anerkannte heilige Engel Raphael – 10 Meter mal 40 Zentimeter – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Das Buch Henoch, Engel, Rolle, Zeichnung by Susanne Haun on 25. August 2012

Raphael gilt in der Bibel und der Geschichte als sogenannter „guter Engel“. Er ist ein allgemein anerkannter Engel.

Ich wußte nicht, dass es anerkannte Engel gibt und ich wußte nicht, dass nur Raphael, Gabriel und Michael die Anerkannten sind. Das hört sich etwa merkwürdig an, so wie staatlich anerkannte Schule oder anerkannter Abschluss. Haben nur die drei einen „Engel Bachelor“ Abschluss?

Ein kleiner Engel zwischen den Blüten (c) Zeichnung Susanne Haun

Ein kleiner Engel zwischen den Blüten (c) Zeichnung Susanne Haun

Obwohl Raphael anerkannt ist, wird er im Buch Henoch häufig erwähnt. Er meldet Gott die Engelsünden auf der Erde und ist bei der Bestrafung der sündigen, „bösen“ Engel beteiligt.

Für mich hört sich Erzengel Raphael nicht sehr symphatisch an.

Raphael erläutert Henoch einige Begebenheiten in den Apokryphen.
„Dies ist der Baum der Weisheit, von dem dein greiser Vater und deine betagte Mutter, die vor dir hier waren, gegessen haben; …“ Das Buch Henoch

Diesen halben Satz voller Bilder habe ich heute in meiner Rolle umgesetzt. Das aktuelle Kapitel, das ich bearbeite, heißt auch „Die erste Bilderrede“ und nach dieser ersten Bilderrede ist der Platz auf der 10 Meter Rolle auch aufgebraucht.

Im folgenden kommen weitere Fragen von Nina  zu meiner Arbeit mit meinen Antworten; hier kannst du meine vergangenen Beiträge zum Thema Engel und Henoch aufrufen.

Steht die Wahl einer Papierrolle als Träger Ihrer Henochbilder in direktem Zusammenhang mit dem Thema oder ist es das Interesse an dem Medium Papierrolle zunächst unabhängig von dem Thema Henoch?

Es ist eine Mischung aus beidem.

Die ältesten Texte über Gott, die fünf Bücher Moses, sind auf den jüdischen Toras, was „Gebot, Weisung, Belehrung“ bedeutet, geschrieben. Diese Art der Textvermittlung finde ich sehr spannend und ich finde diese Jahrtausende alte Geschichte Henochs braucht ein passendes Medium. Seit ich mich mit Henoch beschäftige, habe ich es nie als ein einzelnes Thema für ein „einziges Bild“ gesehen sondern immer als komplexes Thema, was serielles Arbeiten, Konzeption und eine besondere Form der Darstellung wie die Rolle benötigt.

In welchem Zusammenhang sehen Sie das Thema Henoch mit dem Thema Leben? Warum haben Sie beide Themen auf der ersten Rolle in Zusammenhang gebracht?

Unser Leben hat selbst bei den größten Atheisten einen Mythos; eben das Leben selber durch seine Begrenztheit.

Unsere westliche Kultur baut auf den Grundsätzen der Bibel auf. Die 10 Gebote sind vom Grundsatz her immer noch unsere moralischen Richtlinien. Auch wenn das Buch Henoch kein Buch der Bibel mehr ist, so haben Engel im Leben vieler eine Bedeutung. Gerade in der Not, die auf vielen Teilen der Erde herrscht, braucht der Mensch einen Glauben, an dem er sich festhalten und seine Hoffnung auf ein besseres Leben knüpfen kann.

Engel Raphael (c) Zeichnung von Susanne Haun

Engel Raphael (c) Zeichnung von Susanne Haun

Sehen wir die Welt global, so ist es ethisch nicht vertretbar, dass in Teilen wie die westliche Welt in „saus und braus“ und in anderen Teilen in absoluter Armut bis zum Verhungern gelebt wird.

For my english reader:
Angel Raphael ist in the bible a good angel. He is an admitted Angel. What is admitted? Has he a bachelor or doctor title?
I didn’t know since this time that are exist admitted Angel. There are only three: Raphael, Michael and Gabriel. Raphael reports god the angel the deep sins perhaps althought the little sins? Raphael punishs the bad angels.

 

Der anerkannte heilige Engel Raphael – 10 Meter mal 40 Zentimeter – Zeichnung von Susanne Haun

Geisteswesen, Aspekte, Landschaft und Personen des Buches Henoch – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Das Buch Henoch, Engel, Rolle, Zeichnung by Susanne Haun on 24. August 2012

Meine 10 Meter lange und 40 cm breite Rolle zum Thema Henoch nähert sich schon dem Ende. Alles was im Buch Henoch steht, habe ich nicht darauf gebannt.

Im Moment überlege ich mir die Präsentation der Rolle. Ich denke, ich werde sie nach dem selben Konzept wie die erste Rolle präsentieren oder vielleicht auch anders.

Ich habe heute den Anschluss an meinem letzten Engel gezeichnet. Die Entstehung der 10 Meter x 40 cm großen Rolle mit dem Thema Henoch könnt ihr euch hier anschauen.

Aus Samenfrüchten rieselt Wasser (c) Zeichnung von Susanne Haun

Aus Samenfrüchten rieselt Wasser (c) Zeichnung von Susanne Haun

„Aus ihren Samenfrüchten rieselte Wasser von oben herab.“ und „…alle Bäume waren voll von Ladanum ähnlich Mandeln.“ waren meine Inspirationsquellen. Ich bin weiter in den Rot- / Gelbtönen geblieben.

Jürgen Küster hat gestern in seinem Blog einen Beitrag über huschende Engel geschrieben (siehe hier).

Die Zeichnungen aus meinem Skizzenbuch, die ich heute zeige, sind in Florenz entstanden, dort kann der Besucher an jeder Ecke Engel betrachten. Sie dienen mir zum Teil als Inspirationsquelle für meine Rolle.

Hier könnt ihr weitere Fragen von Nina (siehe den Artikel hier) und Antworten von mir lesen:

 

Engel in Florenz (c) Zeichnung von Susanne Haun

Engel in Florenz (c) Zeichnung von Susanne Haun

Welche Aspekte / Landschaften / Personen etc. des ersten Buch Henoch bearbeiten Sie in Ihren Bildern und warum?

Ich mag die Hölle. Nichts regt die Phantasie mehr an, als die Vorstellung von der Verdammnis zu zeichnen. In der Kunstgeschichte ist die Hölle wie der Himmel immer wieder dargestellt worden, wenn auch die Jungfrau Maria, Jesus Mutter, die meist dargestellte Heilige auf der Welt ist.

Dante Rosettis Proserpina, Bildnis der in die Unterwelt entführten, ist eine meiner Lieblingsdarstellungen zum Thema Hölle. Vielleicht, weil keine Hölle zu sehen ist.

Ich bleibe in meinem gewählten Farbkreis (c) Foto von Susanne Haun

Ich bleibe in meinem gewählten Farbkreis (c) Foto von Susanne Haun

Der Himmel ist für mich immer wie eine Darstellung der Berge, weil sie bis in den Himmel reichen und es so eine undendliche Qual ist, sie zu besteigen und man auf ihnen dann dem Himmel so nahe ist. Heißt der Mount Everest nicht „Dach des Himmels?“

Die textlichen Landschaftsdarstellungen im Buch Henoch sind z.B. „einen öden grausigen Ort“, „der Ort hatte Einschnitte bis zum Abgrund“ oder „Säulen von himmlischen Feuers“ regen meine Phantasie an und ich kann Traumlandschaften entstehen lassen.

Als erstes stelle ich die einzelnen Engel des Buches dar. Es ist wie eine Vorstellung der einzelnen Personen bei einem Theaterstück. Jeder Engel hat eine bestimmte Funktion.

Detail 2 Samenfrüchten rieselt Wasser (c) Zeichnung von Susanne Haun

Detail 2 Samenfrüchten rieselt Wasser (c) Zeichnung von Susanne Haun

Welche emotionalen oder philosophischen Konzepte verbinden Sie mit Henoch?

Zum einen ist es natürlich sehr tröstlich von solchen Geisteswesen beschützt zu werden und natürlich möchte man gerne wissen, wie ein Geisteswesen aussehen könnte. Deshalb schaue ich mir zum einen gerne Engeldarstellungen durch die Jahrtausende an und lasse mich inspirieren, stelle mir aber auch gerne „meine“ Geisteswesen, meine persönlichen Engel vor.

Im Buch Henoch wird der älteste Konflikt der Welt beschrieben fast wie in einem Märchen. Ohne Verschlüsselung ganz direkt. Es wird nicht offen gelassen, was vor Gott als gut und was als schlecht gilt. Wenn der Engel Asasel zum Beispiel den Menschen beibringt, wie man Waffen schmiedet, so ist es ganz einfach zu erklären, wie es zu Kriegen auf der Welt kommt. Und das Gott ihn für diese Schmach aus dem Himmel in die Hölle geschmissen hat, ist einfache und generelle Lösung. Etwas „Gutes“ wir auf Grund von Fehlern „Böse“! Alles ist klar definiert!

Es heißt „Asasel lehrte die Menschen Schlachtmesser, Waffen, Schilde und Brustpanzer verfertigen…“, „Semsaja lehrte die Beschwörungen und das Schneiden der Wurzeln…“

Hier könnt ihr mehr zu meinen Engelbildern lesen und sehen.

for my english reader:
Angels are spiritual beings and I read a lot of them in the book of Henoch. In this book there are any chapters about hell. I like the hell because our imagination is encourage about it. In the art history hell and heaven often finding on paintings, but the virgin Maria is the must painted saint of the world.

Geisteswesen, Aspekte, Landschaft und Personen des Buches Henoch – Zeichnungen von Susanne Haun

Wozu ist diese verfluchte Schlucht dazwischen – Die Rolle Henochs – Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Das Buch Henoch, Engel, Landschaft, Rolle, Zeichnung by Susanne Haun on 6. Mai 2012

„Diese verfluchte Schlucht ist für die bis in Ewigkeit Verfluchten bestimmt.“ antwortete Uriel Henoch.

Eine Schlucht für die Verfluchten zu zeichnen war und ist spannend und hat mir Freude bereitet. Die Schlucht liegt bisherzwischen Uriel und Henoch aber ich werde sie nach Uriel erweitern.

Uriels Flügel und weiterführung der Schlucht (c) Zeichnung von Susanne Haun

Uriels Flügel und weiterführung der Schlucht (c) Zeichnung von Susanne Haun

In den nächsten Tagen muss ich mich von der Rolle losreissen, um die Arbeit an meinem Lilienthal Zyklus zu vollenden und die Ausstellung Flughafen Berlin Tegel vorzubereiten.

Vorgestern versprach ich euch eine zweite Aussage zur zeitgenössischen Kunst.
Thomas Wulffen schrieb im Kunstform Nr. 200:
„Die zeitgenössische Kunst leidet an einer Bringschuld. Sie will aktuell sein und zeitgenössisch, aber zuweilen wird diese Zeitgenossenschaft nur auf der Folie des ureingenen Kontext gesehen.“

Ich verstehe das so, dass die zeitgenössische Kunst erstmal beweisen muss, dass sie zeitgenössisch ist und im Moment sie nur jeder für sich in seinem persönlichen Umfeld zeitgenössisch hält. So ist sie von meinem Verständniss her zumindestens authentisch.

Was macht Kunst zeitgenössisch? Das der Künstler das Material benutzt, was es heute und jetzt gibt? Das Szenen des täglichen Alltags geschildert werden?

Wozu ist diese verfluchte Schlucht dazwischen – Die Rolle Henochs – Susanne Haun

Ein Portrait von Henoch – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Blumen und Pflanzen, Das Buch Henoch, Portraitmalerei, Rolle, Zeichnung by Susanne Haun on 4. Mai 2012

„Über alles möchte ich etwas erfahren…“ spricht Henoch im Kapitel die Reise nach Westen in den Aprkryphen.

Die 10 Meter meiner zweiten Rolle (siehe hier) reichen kaum aus, um das gelesene in Bildern zu verarbeiten. Wie stelle ich mir Henoch vor? Wie eine römische oder griechische lebendige Statue. Gut dass ich soviel Zeit in der Abgusssammlung (siehe meine Artikel dazu hier) verbringe. Dort gibt es Vorbilder über Vorbilder für meinen Henoch. Ich muss die Statuen nur aufwecken, denn Henoch ist in der Geschichte schliesslich ein Mensch aus Fleisch und Blut.

Die zweite Rolle hat nun einen Namen; „Die Rolle Henochs“.

Henoch und dieser Baum (c) Zeichnung von Susanne Haun

Henoch und dieser Baum (c) Zeichnung von Susanne Haun

Heute habe ich in zwei völlig gegensätzlichen Medien etwas über zeitgenössische Kunst gelesen. Beginnen wir heute mit der ersten Aussage, die mich besonders erstaunte.

Manfred Hönig schreibt in der neuen Palette, folgendes, dem ich vehement widersprechen möchte.
„Ideen dieser Art auszukochen, scheint nicht so schwierig zu sein, das kann wirklich jeder.“
Er betitelt damit das Werk “2 Metal Balls + 2 Metal Rings (Set Down in the Groove)”, dass auf der Art Basel 2011 für $160,000 verkauft wurde. Das Kunstwerk besteht aus nichts mehr als die Wörter auf dem Boden geschrieben.

Wenn es jeder könnte, so hätte es schon jeder getan, es hat aber vorher noch keiner getan. Und für mich ist die Idee das wichtigste eines Kunstwerkes. Denn ohne Idee kann gar kein Kunstwerk entstehen.
Die Konzeptkunst wird auch Ideenkunst genannt.

Ich lasse es ersteinmal dabei und frage euch, meine lieben Leser, was sagt ihr denn dazu?

Ein Portrait von Henoch – Zeichnung von Susanne Haun

Ein wohlriechender Baum – Zeichnung 1000 x 40 cm von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Das Buch Henoch, Rolle, Rolle des Lebens, Zeichnung by Susanne Haun on 30. April 2012

Ich habe eine besonders schöne Stelle im Buch Henoch gefunden; sie ist voller Bilder.

Mein roter Buntstift lief beim Lesen gleich über das Papier, um die Worte in Linien zu übersetzen und eine Skizze für meine Rolle zu erarbeiten.

Skizze auf dem Buch Henoch (c) Skizze von Susanne Haun

Skizze auf dem Buch Henoch (c) Skizze von Susanne Haun

Das Kunstforum Bd. 196, April – Mai 2009 ist der Zeichnung gewidmet. Die Wandlung der Zeichnung in unserem Jahrhundert ist erstaunlich, sie hat sich aus „dem Akademischen“ erhoben und ist nicht mehr rein funktionell als Vorarbeit für eine Arbeit auf Leinwand zu sehen. Schon das Vorwort ist sehr interessant, es wird u.a. vom signieren geschrieben.

Ich signiere meine Zeichnungen vorne mit genauem Datum. Ich suche mir immer eine Stelle aus, wo ich sie gut in das Linienbild integrieren kann. Die Entscheidung vorne zu signieren habe ich vor so langer Zeit getroffen, dass ich auf jeden Fall die letzten 10 Jahre nicht mehr darüber nachgedacht habe.

Joseph Beuys sagte „Auch wenn ich meinen Namen schreibe, zeichne ich“. Im Zeitalter des Computer haben diese Worte ein völlig neue Bedeutung. Es ist selten geworden, mit der Hand zu schreiben.

Seht hier meine anderen Artikel zur Entstehung der 2. Rolle.

Ein wohlriechender Baum – Zeichnung 1000 x 40 cm von Susanne Haun

Raguel – das Buch Henoch – 2. Rolle Zeichnung 1000 x 40 cm von Susanne Haun

Posted in Das äthiopische Buch Henoch, Das Buch Henoch, Illustration, Rolle, Zeichnung by Susanne Haun on 26. April 2012

Raguel ist einer der Engel aus dem Buch Henoch, eines der Bücher der Apokryphen .

Nach wie vor reizt mich an dem Buch, dass in den Aprokryphen alle Bücher stehen, „die aus der Bibel herausgeschmissen“ wurden. Nach welchen Kriterien das wohl geschah? Immer wenn der Inhalt unbequem wurde oder den jeweiligen Verantwortlichen nicht gefiel?

Heute habe ich mich mit dem Engel Raguel beschäftigt. Hier im Internet bei Wikipedia steht zu Raguel etwas anderes als in den Büchern, die ich habe.

Im Buch Henoch steht:

„Darauf antwortete mir Raguel , einer von den heiligen Engeln, (…) Dieses routierende Feuer, dass du in Richtung nach Westen gesehen hast, ist das Feuer, das Lichter des Himmels in Bewegung setzt.“

Es ist so herrlich dramatisch und poetisch und so habe ich neben dem Meer und den Fischen Raguel auf die Rolle gesetzt gesetzt. Ich zeichne diese Rolle von rechts nach links. So kann ich das nächste mal im Westen neben Raguel ein routierendes Feuer zeichnen. Ich freue mich schon darauf.

Raguel entsteht auf der Rolle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Raguel – das Buch Henoch – 2. Rolle Zeichnung 1000 x 40 cm von Susanne Haun

Was ist Zeit und die zweite Rolle – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Das äthiopische Buch Henoch, Das Buch Henoch, Rolle, Zeichnung by Susanne Haun on 23. April 2012

Meine erste Rolle handelt vom Leben (seht hier) die zweite vom Buch Henoch aus den Apokryphen.

Gilles Deleuze, der französische Philosoph (siehe hier) schrieb:
„Die Zeit lässt die Gegenwart vorübergehen und bewahrt zugleich die Vergangenheit in sich.“
Ich habe dieses Zitat in der Kunstzeitung von April 2012 gefunden.

Entstehung der 2. Rolle Thema Henoch (c) Susanne Haun

Entstehung der 2. Rolle Thema Henoch (c) Susanne Haun

Meine zweite Rolle (siehe hier) begann ich schon vor ca. 1 Jahr und bei Meter Nr. 4 kam sie zum erliegen, da ich mich um das Lilienthal Projekt kümmern wollte und mußte. In der zweiten Rolle ist also schon ein Stück Vergangenheit bewahrt und es war jetzt wichtig für mich den richtigen Anschlusspunkt für die Gegenwart und Zukunft zu finden.

Eine Welle und Fische auf der 2. Rolle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Eine Welle und Fische auf der 2. Rolle (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Was ist Zeit und die zweite Rolle – Zeichnung von Susanne Haun

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