Susanne Haun

Sedna und Angakkuq – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Arktis, Projekt EISIG - EISWELTEN, Zeichnung by Susanne Haun on 2. September 2016

 

Heute fand ich es an der Zeit, mich wieder dem Ausstellungsprojekt

„Eisig – Eiswelten“ zuzuwenden (siehe hier).

 

Detail Sedna und Angakkuq - Tusche auf Aquarellkarton Britannia - 40 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Detail Sedna und Angakkuq – Tusche auf Aquarellkarton Britannia – 40 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Meine Inspirationsquelle für die Bilder zum Projekt werden Fotos aus der Arktis und Patagonien sein und die Mythen und Legenden der Inuit, die Ansgar Walk in seinem Buch Wie Sonne und Mond an den Himmel kam, gesammelt hat.

Walk schreibt, dass uns die Gestalten der Sedna, der Meeresgöttin und Angakkuq, der Mondmann immer wieder begegnen. Der Rabe nimmt bei den Inuit unter den Tieren eine herausragende Stellung voller Macht ein, der bei der Entwicklung des Inuit-Schamanismus eine wesentliche Rolle spielt.

Beim Gedanken gleiten lassen sah ich in meiner Vorstellung die wohlvertrauten Gestalten von Eva, Adam und der Schlange vor mir und überlegte, ob Sena, Angakkuq und der Rabe ihre Postionen bei den Inuit einnehmen.

Sedna ist die Herrscherin über die Tiere des Meeres und nur, wenn Angakkuq sie besänftigt können die Inuit Meerestiere jagen. Der Mondmann Angakkuit verfügt über besondere Kräfte und symbolisiert das Männliche schlechthin. Er kann unfruchtbaren Frauen zu einem Kind verhelfen.  An einer übergeordneten Gottheit glauben die Inuit nicht – die Funktion Gottes nimmt die Natur ein.²

Ich zeichnete heute die „Klärung der Personen“, saß auf den Balkon, hörte den Straßen- und Baulärm und ließ meine Gedanken auf Papier gleiten. Nach dieser ersten Klärung werden sich Bilder in meinem Kopf finden.

 

 

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² Walk, Ansgar. Wie Sonne und Mond an den Himmel kamen, Mytehn und Legenden der Inuit, Bielefeld 2003, S. 25.

Wer möchte ein Eisbär sein? – Radierung von Susanne Haun

Posted in Arktis, Radierung, Radierungen by Susanne Haun on 20. Januar 2014

Am Samstag war Maike Josupeit zu Besuch in meinem Atelier und hat die erste Radierung ihres Lebens gefertigt.

Ihr Thema sind Pferde sowie die Pleinair Malerei und wir haben uns schon vor fast vier Jahren gemeinsam mit der Zeichnung von Pferden auseinandergesetzt. Das es schon wieder vier Jahre her ist, dass wir Pferde vermaßen und zeichneten, hätte ich nicht gedacht. Aber es ist so, hier mein Blogbeitrag vom August 2010 dazu.

Der Eisbärenliebhaber - Eine Geschichte ergab eine andere (c) Radierung von Susanne Haun

Der Eisbärenliebhaber – Eine Geschichte ergab eine andere (c) Radierung von Susanne Haun

Mit meinem heutigen Eisbären habe ich wieder die Arbeit am Arktis Zyklus aufgenommen. Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass ich seit Juli 2013 nicht mehr an den Grafiken zum Arktis Text von Klausbernd Vollmar gearbeitet habe. Klausbernd war vor einigen Jahren in der Arktis und hat seine Eindrücke in vielfacher Form dokumentiert. Wie zum Beispiel hier in seinem Blog der Beitrag „Helden„.

Gemeinsam arbeiten wir an einem Kunstbuch aus Text und Radierung in limitierter Auflage. Klausbernd hat seinen Beitrag dazu innerhalb von zwei Monaten vom Tisch gefegt, während ich nun schon ins zweite Projektjahr gehe.

Der Eisbär ist das Gegenstück zum Jäger vom 30. Juli 2013. Ich empfand die Flächen im Eisbär in der ersten Version zu hart und habe mit Schleifpapier weichere Übergänge für die zweite Version geschliffen. Im nachhinhein denke ich, dass ich die härteren Übergänge besser finde. Da hilft nun die Kaltnadel oder eine neue Platte.

Ich werde mich langsam wieder in das Thema einarbeiten.

Drei Pferde (c) Radierung von Maike Josupeit

Drei Pferde (c) Radierung von Maike Josupeit

Schaue ich mir Maike und meine Arbeit an, dann gefällt mir besonders der Kontrast zwischen den eleganten, wie in einem Balett platzierten Pferden zu dem voluminösen Eisbären. Tiere haben wie Menschen einen bestimmten Charakter, ein bestimmtes Erscheinungsbild.

Arktische Gedanken von jagenden Inuit und Eisbären – Radierung und Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Arktis, Radierungen, Zeichnung by Susanne Haun on 30. Juli 2013

Mich beschäftigt schon einige Zeit die Frage, wie ich einen Jäger in der Arktis zeichne, ohne je die Robben- oder Walroßjagd gesehen zu haben.

Wie so oft, hat mir das Internet und youtube geholfen. Ich habe die „360° – Geo Reportage: Arktis – ein Junge wird Jäger“ gesehen. Wenn ihr auch Interesse daran habt, hier ist der Link dazu.

Der Druck sieht schon auf der Presse gelungen aus (c) Foto von Susanne Haun

Der Druck sieht schon auf der Presse gelungen aus (c) Foto von Susanne Haun

Die Kleidung der Jäger ist in dem Film gut zu sehen und auch die Jagd, die ich viel romantischer dargestellt habe, als sie in Wirklichkeit ist. Heute werden die Roppen mit Gewehren und nicht mit Speeren erlegt. Interessant finde ich die Umbauten der Gewehre, die wie kleine weiße Zelte aussehen und so verhindern, dass die Tiere das dunkle Gewehr bemerken.

Die Inuit töten nie mehr Robben als sie Fleisch brauchen und teilen. Baby-Robben gehören grundsätzlich nicht zu ihren Jagdzielen. Die Haut wird für die Sohlen der Stiefel benötigt und das Fleisch reicht für mehrere Tage.

Jagender Inuit in der Arktis - 15 x 20 cm - Aquatinta (c) Radierung von Susanne Haun

Jagender Inuit in der Arktis – 15 x 20 cm – Aquatinta (c) Radierung von Susanne Haun

Der Speer wird nach unten ins Eisloch gehalten und der Jäger wartet ab, bis er die Robbe mit dem Speer treffen kann. Er würde den Speer nicht wie ich dargestellt habe, hochhalten. Ich mochte die Linien und den Blick in die weite, der durch diese Speerhaltung ermöglicht wird. Vielleicht hält ein Jäger so einmal zwischendurch Ausschau?

Würde ein Inuit so einen Eisbären jagen? Jagd ein Inuit einen Eisbär?
Ich stelle mir einen Eisbär vor und beginne zu zeichnen.

Eisbär (c) Zeichnung von Susanne Haun

Eisbär (c) Zeichnung von Susanne Haun

Letzte Woche hat Klausbernd Vollmar auf seinem Blog die Literatur des Norden vorgestellt (siehe hier). Einige von den erwähnten Bücher sind in der Zwischenzeit auf meine Wunschliste gewandert.

For my english speaking reader:
Do you know how to hunt an Inuit? I donn’t know this und so I search online in youtube and found an Arktis youtube film.

Exit Ghost, Täuschung und Lüge – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Arktis, Den Kopf ausgestülpt, Rolle, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 17. Juli 2013

Die Fähigkeit der Menschen, Dinge in ihrem Gedächtnis / Gehirn zu speichern, lässt im Alter nach.

Es gibt verschiedene Krankheiten, die diese Fähigkeit beeinträchtigen. Das Gehirn und die Seele ist ein Thema, das mich sehr beschäftigt. So habe ich in letzter Zeit Bücher von zwei großen Literaten zum Thema gelesen.

Der Körper des Gruselwesens (c) Zeichnung ovn Susanne Haun

Der Körper des Gruselwesens (c) Zeichnung ovn Susanne Haun

„Der Mensch erscheint im Holozän“ von Max Frisch, in dem ein alter Mann mit fortschreitender Demenz versucht, sein Leben zu meistern.

„Exit Ghost“ von Philip Roth berichtet von einem alten Schriftsteller, der am Ende seines Lebens über den Tod, das Verlassen der Kräfte und den Gedächtnisverlust resümiert.

„Exit Ghost“ hat mir neue Aspekte für das Arktis Projekt eröffnet. Im Arktis Projekt arbeite ich mit dem Autor Klausbernd Vollmar zusammen. Er hat die Arktischen Fantasien geschrieben und er hat natürlich Bilder zu seiner Geschichte im Kopf.

Diese Bilder decken sich nicht immer mit den Bildern, die in meinem Kopf beim Lesen des Texts entstehen.

Es entstand bei meiner Darstellung vom Eis der Arktis die Diskussion, wie realistisch meine Zeichnungen zur Arktis sein sollten.

Da ich noch nie in der Arktis war, können alle Arbeiten von mir zu diesem Thema nur Sinnbilder meiner Wahrnehmung sein – unrealistisch meiner Vorstellung entspringend.

Klausbernd aber denkt an die Erwartungen der Käufer des Buches. Diese Erwartungen kann und möchte ich nicht bedienen, denn ich zeichne nicht für das Publikum oder wie das Publikum es scheinbar gerne möchte. Ich zeichne aus mir heraus.
Wer kann schon wissen, was das Publikum möchte? Denn wir sind nicht in den Köpfen der Leser und Betrachter.

Gerade von oben - mein Arbeitstisch mit meinen Füssen (c) Foto von Susanne Haun

Gerade von oben – mein Arbeitstisch mit meinen Füssen (c) Foto von Susanne Haun

Philip Roth schreibt in seinem Buch „Exit Ghost“:
„Der Schriftsteller arbeitet jahrelang allein, gibt sich ganz und gar dem Schreiben hin, denkt über jeden Satz zweiundsechzigmal nach und hat doch keinerlei übergeordnetes literarisches Bewusstsein, Verständnis oder Ziel. Alles, was der Schriftsteller akribisch aufbaut, Satz für Satz und Detail für Detail, ist nichts als Täuschung und Lüge. Der Schriftsteller hat keinerlei literaisches Motiv. Sein Interesse, die Wirklichkeit abzubilden geht gegen null. Seine Motive sind immer persönlicher und grundsätzlich niedriger Natur.“

Philip Roth geht da für mein Verständnis sehr persönlich und gnadenlos mit sich um!

Ich frage mich, in wiefern ich diesen Text auf meine Zeichnungen übertragen kann?

Ich habe heute weiter an dem Gruselmonster gearbeitet. Für die Radierung habe ich einzig den Kopf als Thema benutzt, meine Rolle aber bietet mir viel mehr Raum zum arbeiten und so ist auch ein Eisbäroberkörper unter dem Kopf entstanden. Der Kopf selber sitzt unter den Korallen.

Ich bin zum Kapitel „Mythen der polaren Völker“ übergegangen. In dem Kapitel schreibt Klausbernd Vollmar: „Wie alle Mädchen sehnte sie sich nach Abwechslung in der Liebe. So geschah es, dass sie sich einen Eisbären als Liebhaber wählte.“

So habe ich unter dem Gruselmonster den Eisbär und das Mädchen gezeichnet.

Einen Eindruck von Klausbernds Reise in die Aktis könnt ihr hier auf seinem Blog erhalten.

 Das Mädchen und das Gruselwesen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Mädchen und das Gruselwesen (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaking reader:
My english isn’t so good to write the whole german text in english but I try a little bit.
I read two books from great literatur authors. There are first Max Frisch and second Philip Roth. The wrote about the advancing in age and the loss of memory. It’s a great theme for me.
I found a quote from Roth about the intention of being author and I wonder he wrote, that his interesting to have wrote about the reality is zero.
I discus with Klausbernd Vollmar the necessity to write or to draw in reality.
I don’t do that, I draw my imagination and I like it.

Gruselwesen bevölkern den Winter – Zeichnung und Radierung von Susanne Haun

Posted in Arktis, Radierung, Radierungen, Zeichnung by Susanne Haun on 15. Juli 2013

Eigentlich wollte ich das erste Kapitel der Arktischen Fantasien von Klausbernd Vollmar abschliessen aber die Textzeile „Gruselwesen bevölkern den Winter, die Eisnebel, das endlose Weiß“ ließ heute morgen ein klares Bild in meinem Kopf entstehen.

Ein Gruselwesen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ein Gruselwesen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Gruselwesen können alles und nichts sein und jeder hat seine eigene Vorstellung von ihnen in seinem Kopf. Ich denke sogar, dass sich die Vorstellung von einem Gruselwesen je nach persönlicher Situation ändert. Es ist aber immer gut, mit den eigenen Dämonen zu reden.

Heute habe ich dann auch endlich meine neue Radierpresse mit der ersten Aquatinta eingeweiht.

Mit der Gruselwesen Radierung bin ich auch sehr zufrieden. Ich habe den in einem Marmeladenglas gefüllten Kolofoniumstaub durch einen Strumpf auf die Zinkplatte geschüttelt und so eine ungleichmäßigere Streuung erhalten. So ist die geätzte Aquatinta-Fläche nicht so gleichmäßig sondern sehr expressiv, passend zum Gruselwesen.

Ansatzdruck Gruselwesen (c) Foto von Susanne Haun

Ansatzdruck Gruselwesen (c) Foto von Susanne Haun

Was mich dann geritten hat, die Rattenradierung nochmal zu ätzen ist mir nicht ganz klar. Ich war auf jeden Fall unzufrieden mit den Kontrasten und dachte, das wird besser, wenn ich den Hintergrund noch ein wenig dunkler ätze. Gut – nun ist er einheitlich dunkel und mir gefällt die Radierung nicht mehr so gut. Ich werde versuchen, die Dunkelheit etwas herauszuschleifen und schauen, ob ich etwas von der vorigen Ätzung wieder zum Vorschein bringe.

Aber so ist es, nicht bei jeder Fahrt ins Blaue entdeckt man gleich Amerika 🙂

Ratten und Frauen verlassen das sinkende Schiff - Version 2 (c) Radierung von Susanne

Ratten und Frauen verlassen das sinkende Schiff – Version 2 (c) Radierung von Susanne

Ich habe mich heute gefragt, ob die Inuit eine eigene Schrift besitzen. Die Sprache der Inuit ist Inuktitut (Nordostkanada und Grönland) und Inuinnaqtun (arktisches Zentralkanada). Inuit ist aus der Sprache Inuktitut und bedeutet „Menschen“ und Inuktitut bedeutet „Sprache des Menschen“. Die Inuit leben im arktischen Zentral- und Nordostkanada sowie auf Grönland.

„In Nordost-Kanada, vor allem im Territorium Nunavut und in Nunavik (Nord-Québec), wird das Inuktitut außer mit lateinischen Buchstaben mit einer Silbenschrift geschrieben, die eine Variante der Unified Canadian Aboriginal Syllabics ist (siehe auch Cree-Schrift).“ steht im Wikipedia.

Ich finde es immer spannend, wenn man Zug fährt und nicht weiss, wo es hingeht, weil die Schrift für mich nicht zu entziffern ist. So ist es mir in Thailand ergangen. Auch dort wird nicht mit lateinischen Buchstaben geschrieben.

Immanuel Giel at the German language Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], from Wikimedia Commons

Immanuel Giel at the German language Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)%5D, from Wikimedia Commons

For my english speaking reader:
Today I etched my first aquatint on my new etching press. I etch a being of gruel. Klausbernd Vollmar writes in his artic imaginations: „Beings of gruel populate the winter, the ice fog the endless white.“

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Immanuel Giel at the German language Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)%5D, from Wikimedia Commons

Eiskalte Gedanken zur Aktis – Radierungen von Susanne Haun

Posted in Arktis, Radierung, Radierungen, Zeichnung by Susanne Haun on 9. Juli 2013

Letzte Woche war ich in Bethanien und habe die letzten beiden Radierungen für das erste Kapitel von Klausbernd Vollmars Buch „Arktische Fantasien“ radiert.

Eisbrecher - 15 x 20 cm - Radierung - Aquatinta von Susanne Haun

Eisbrecher – 15 x 20 cm – Radierung – Aquatinta von Susanne Haun

Eigentlich ist es nun nicht mehr notwendig, nach Bethanien zu fahren und dort zu radieren, habe ich doch nun meine eigene Presse (siehe hier). Ich wollte allerdings die letzen Termine nicht absagen und ich mag auch die Kommunikation in der Druckwerkstatt. Vielleicht werde ich aufgrund dessen auch ab und an zum Ätzen in die Werkstatt fahren.

Am Donnerstag halte ich ein Referat zur Radierung an der Uni. So habe ich in Bethanien die Pressen fotografiert. Ich finde eine Radierpresse sieht sehr gut aus, ich mag die ausgeklügelte Mechanik.

Ich war noch nie in der Arktis, so sind die beiden Radierungen meine Vorstellung von der Arktis. Von Klausbernd weiß ich, dass seine Erinnerung und meine Vorstellung von der Arktis sich nicht decken. Wir werden darüber noch diskutieren, das wird sicher spannend. Für mich ist nicht nur eine reele Abbildung wichtig, denn dann kann ich ein Foto benutzen. Für mich persönlich sind die Linien in einer Radierung natürlich sehr wichtig. Klausbernd findet die Linien sehr unruhig.
Wenn ich mir die Radierung „Eisfront“ anschaue, so ist da Eis dort tatsächlich sehr dramatisch, so wie ich mir das vorstelle, wenn ich an riesigen Eisfronten vorbei fahre. Aber in der Realität ist das Eis viel glatter und ich denke, ich habe Klausbernd richtig verstanden, wenn er von einer Stille in der Weite des Eises spricht.

Eisfront der Arktis - 15 x 20 cms (c) Radierung von Susanne Haun

Eisfront der Arktis – 15 x 20 cms (c) Radierung von Susanne Haun

Einen Eindruck von Klausbernds Reise in die Aktis könnt ihr hier auf seinem Blog erhalten.

For my english speaking reader:
I like etching and these days I etch to new leafs for the arctic cycle. But Klausbernd and I discus the structure of the ice front in the second etching. I like to discus it, I never been in the arctic and I draw and etch my imagination of it.

Von ganz groß auf ganz klein – Wellenhexe – Radierung von Susanne Haun

Posted in Arktis, Radierung, Radierungen, Zeichnung by Susanne Haun on 7. Juni 2013

Es war nicht einfach die Wellenhexe auf das Format 15 x 20 cm zu verkleinern.

Bei dieser Arbeit helfen mir meine täglichen Zeichnungen mit reduzierter Linie. Sie schulen meinen Blick auf das Wesentliche.

Heute habe ich die Zinkplatte geätzt und erst einmal einen schwarzen Andruck radiert.
Das Wetter war einfach zu schön, um an der Radierpresse zu stehen.

Druck der Wellenhexe (c) Susanne Haun

Druck der Wellenhexe (c) Susanne Haun

Am Donnerstag sagte die Dozentin der Vorlesung „Die Zugkraft der Linie“ an der FU, dass Illustrationen und die Editionen mit den 60ziger Jahren verschwanden.
Das möchte ich gerne näher belegt haben! Ist das so?
Verschwinden die Illustrationen und Editionen? Was meint ihr dazu?

For my english speaken reader:
It isn’t easy to reduce the big drawed wavewitch to a smaller one for the etching. On reason of the shining sun I only etch one zinc plate an one print of them.

Übergänge auf der Rolle – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Aktmalerei, Den Kopf ausgestülpt, Rolle, Zeichnung by Susanne Haun on 5. Juni 2013

Das Schwierigste sind die Übergänge von einem Gedanken zum nächsten.

Ich zeichne auf der 10 Meter langen Rolle die Gedanken des Tages. Als letztes habe ich mich selbst als Wellenhexe auf dem Papier gebannt; heute habe ich mich mit Ferdinand Lassalle beschäftigt.

Der Politiker gilt als einer der Gründerväter der SPD, die 26 Jahre nach seinem Tod aus der SDAP hervorging. Lassalle war den Frauen gegenüber nicht abgeneigt und starb beim Duell um Helene von Dönniges, die er heiraten wollte, schon mit 39 Jahren.

Es ist gut, eine Haltungszeichnung in klein zu besitzen - 20 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Es ist gut, eine Haltungszeichnung in klein zu besitzen – 20 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Helene von Dönniges Leben war sehr bunt und von vielen Männern belebt. Es endete in ihren Selbstmord aufgrund ihres finanziellen Ruins.

Von den beiden schillernden Persönlichkeiten gibt es kaum Abbildungen. Mir gefällt ein Foto von Helene von Dönniges besonders; es ist aus dem Jahre 1865 und sie liest ein Buch. Mir gefällt an dem Foto besonders die Haltung und so habe ich die Haltung zum Anlass genommen, eine unbekleidete Frau auf die Rolle zu setzen.

Die Übergänge von der Wellenhexe zur in sich gekehrten Frau habe ich auf der Rolle in Form von Wellen und Schlangen dargestellt.

Ausschnitt entspannter Akt  (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ausschnitt entspannter Akt (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wie ich zu den Schlangen gekommen bin? Wasser und Frau ist bei mir eng mit der Blechtrommel, dem Pferdekopf und die Aale verbunden.

Ausschnitt Wellenhexe  (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ausschnitt Wellenhexe (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaking reader:
It’s very difficult to draw the crossover from one to another theme on by role. But I want to draw my thoughts of the day and they are not unique day by day.
Yesterday I drawed the wavewitch and today I drawed under them a nude woman. I joined them with waves and snakes because that are my first thinkings about water and woman on reason of the book „Die Blechtrommel“.

Selbst als Wellenhexe – 3. Rolle – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Arktis, Den Kopf ausgestülpt, Portraitmalerei, Rolle, Selbstbildnisse, Zeichnung by Susanne Haun on 3. Juni 2013

Wieder liegt eine 10 Meter lange, 40 cm breite und fast leere Rolle vor mir.

Auf dieser Rolle entsteht, was mich gerade beschäftigt.

Selbstportrait (c) Zeichnung auf der Rolle

Selbstportrait (c) Zeichnung auf der Rolle

Das Selbstportrait ist ein immer wieder kehrendes Element in meinem Werk. Ob es nun auf einzelnen Blättern, auf den Rollen oder aber in meinem Filofax entsteht, es entsteht und ist Ausdruck meiner Selbstreflexion und Ausdruck meines künstlerischen Selbstverständnisses. Ich beantworte mir mit dem Zeichnen meiner selbst Fragen, die ich mir an die Kunst und das Leben als Künstlerin stelle.

Heute fand ich mich als Wellenhexe sehr passend. Ist die Hexe selbstbestimmt, wenn sie den Kräften des Ozeans ausgesetzt ist? In wie weit ist eine Selbstbestimmung möglich? Auf jeden Fall kostet es viel Kraft mit sowie gegen die Wellen zu schwimmen.

Das Thema der Wellenhexe stammt ursprünglich aus Klausberend Vollmars Text zu Arktis. Hier findet ihr meine ersten zeichnerischen Interpretation von ihr.

Am Freitag werde ich die Hexe in Bethanien auf Zink für eine Aquatinta Radierung bannen. Ich freue mich darauf.

Der erste Meter der 3. Rolle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der erste Meter der 3. Rolle (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaking reader:
I worked on a 10 meters long sheet of paper. I like to do that. All I will live to see in the drawing time. Today I drawed a self-protrait, myself as Wavewitch. Selfprotraits are a great part of my work. I think it is a matter of selfreflection and a controversy with myself.

Die kalte Küste – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Arktis, Den Kopf ausgestülpt, Landschaft, Rolle, Zeichnung by Susanne Haun on 21. Mai 2013

Es ist für mich besonders wichtig, dass die Rolle meine gesamten Themen und Projekte, die ich während der Entstehungszeit bearbeite, widerspiegelt.

Aber geht das immer? Beim Arktis Projekt ist das kein Problem, denn ich übertrage die Motive auf Zinkplatten, um sie zu radieren.

Kalte Küste  (c) Zeichnung von Susanne Haun

Kalte Küste (c) Zeichnung von Susanne Haun

Beim Antonius Projekt ist das nicht praktikabel, denn Ute und ich haben uns auf Formate geeinigt, um eine bessere Gegenüberstellung zu präsentieren.

Bei allen anderen Themen ist es kein Problem.

Heute habe ich begonnen, mich mit der „Kalten Küste“ Svalbards auseinander zu setzen. Klausbernd Vollmar beschreibt sie in seinen „Aktischen Fantasien“. Svalbard ist ein Ort am Ende (oder am Anfang?) der Welt in der Arktis und Svalbard bedeutet in der Sprache der Wikinger „Kalte Küste“.

Die Verbindung von Maiglöckchen zur Küste (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Verbindung von Maiglöckchen zur Küste (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english reader:

Today I think about the cold coast of the arctis. Svalbard is a isle-archipelagic in the arctis and it’s meaning is „cold coast“. I like to draw my allegory of them on my role. I’am drawing all I’am thinking on the role during drawing the role.

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