Susanne Haun

Film von Anna Maria Weber von AugenZeugeKunst – Einblicke in die Kunst von Susanne Haun

 

Vor knapp drei Jahren erstellte die Dokumentarfilmerin Anna Maria Weber ein Künstlerporträt von mir.

Durch einen Zufall habe ich bemerkt, dass ganz viele von euch den Film noch nicht kennen und das obwohl er unter der Kategorie Artist Statemant gleich als erste meiner Seiten hier auf dem Blog zu sehen ist. Was lerne ich daraus? Der Film ist nicht günstig platziert oder mein Blog ist so voller Informationen, dass nicht alles zu finden ist. 🙂

Die Kunst liegt in der Kürze des Films, die mir sehr wichtig war. Kurz und knackig sollte die Dokumentation sein und meine Vita als bewegtes Bild ergänzen!

 

Hier seht ihr Einblicke in die Arbeit von SUSANNE HAUN
ein Künstlerporträt erstellt von Anna-Maria Weber von AugenZeugeKunst:

 

 

 

Auf Anna-Maria Webers Homepage AugenZeugeKunst (siehe hier) fasst sie treffend zusammen, warum es heute wichtig ist, auch bewegte Bilder für sich sprechen zu lassen:

„… ein bewegtes Bild sagt mehr als tausend Worte.

Schon lange vor dem Drehtermin bat mich Anna, mir darüber klar zu werden, wer ich bin, was ich mache und wie wir das im Film darstellen wollen. Sie machte mir einige Vorschläge, was möglich ist und beriet mich bei meinen Überlegungen. Auf ihrer Seite findet ihr auch eine Übersicht von dem, was alles zu einem Film dazugehört!

Hier findet ihr weitere Filme von Anna-Maria.

90 Sekunden Wedding – Der Kurzfilmwettbewerb – mit Beteiligung von Susanne Haun

Posted in Kurzfilm by Susanne Haun on 6. Dezember 2018

 

Videowettbewerb-90-Sekunden-WeddingweiVideowettbewerb-90-Sekunden-Weddingweiser-wohnsinn

 

Seit ich bei Anna Maria Weber von AugenZeugeKunst (siehe hier) einige Workshops zur Erstellung von kurzen und langen Filmen besucht habe, wollte ich unbedingt das Gelernte umsetzen und so bot sich der Kurzfilmwettbewerb vom Weddingweiser (siehe hier) an.

Am 15. Dezember 2018 werden alle Kurzfilme ab 18 Uhr im City Kino Wedding (siehe hier) gezeigt und die Sieger bekannt gegeben.

Der Eintritt ist kostenlos, jedoch wird eine Spendenbox aufgestellt sein. Was noch nicht feststeht, ist der Publikumspreis. Dieser wird erst vor Ort gewählt. Mit eurer Hilfe. Alle haben eine Stimme, die sie ihrem Lieblingsfilm geben können. Das Team vom weddingweiser ist wirklich schon sehr gespannt, welcher Film euch am besten gefällt.
Nach der Preisverleihung wird es noch einen kleinen Umtrunk und die Möglichkeit zum vertieften Austausch mit den Filmemachern in der Bar in Seestraße „nussbreite“ (siehe hier) geben.

WOHNSINN – Wohnen im Wedding ist das diesjähriges Thema für den Videowettbewerb! Der Weddingweiser wollte einen 90 Sekunden Kurzfilm – übrigens – nicht mehr Sekunden und auch nicht weniger.

Ich habe mir einige Gedanken zum Thema gemacht und diese in 90 Sekunden umgesetzt. Das war nicht einfach, 5 Sekunden Vor- und 7 Sekunden Abspann waren erlaubt.

Ich bin schon sehr gespannt, wie mein Film auf der großen Leinwand aussehen und was das Publikum dazu sagen wird.

Wer neugierig ist, der kann am Samstag ins City Kino Wedding kommen.

 

Aussicht vom Bunker Humboldthain Berlin Wedding (c) Foto von Susanne Haun

Aussicht vom Bunker Humboldthain Berlin Wedding (c) Foto von Susanne Haun

 

 

Der Pechsee des Teufels – Dantes – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Aquarell, Dante Alighieri, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 1. März 2017

 

Beim Pechsee des Teufels aus Dantes göttlicher Komödie habe ich auf die Farbe Blau gesetzt.

 

1 Der Pechsee des Teufels -Ausschnitt - 25 x 25 cm - Tusche und Aquarell auf Karton (c) Zeichnung von Susanne Haun

1 Der Pechsee des Teufels -Ausschnitt – 25 x 25 cm – Tusche und Aquarell auf Karton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Variert habe ich in den Formaten 25 x 25 cm, 50 x 70 cm und 15 x 15 cm. Es ist nicht einfach, sich immer wieder auf ein neues Format einzulassen. Nach den beiden blauen Arbeiten griff ich nach einem schon mit rot bearbeiteten Blatt, jedoch bin ich mit meinem Blau zufriedener, obwohl die Hölle ja eigentlich immer rot und schwarz von den Menschen gedacht wird.

Beim Zeichnen habe ich den Pechsee wahrlich in meinen Ohren blubbern gehört.

 

 

Wie schon berichtet waren wir letzte Woche  beim Workshop von Anna beim bbk (siehe hier).  Heute zeige ich euch meinen zweiten geschnittenen Film. Dieses Mal habe ich StopMotion mit einen Film kombiniert, den ich 4 x schneller abspiele als er aufgenommen wurde und als ich reel zeichne. Er hat etwas von Slapstik. Mit dem Ton habe ich noch Schwierigkeiten. Beim ersten Film habe ich hintereinander einen Uhrzeiger als Geräusch laufen lassen. Ich wollte keine Beschwingende Musik im Hintergrund, es passt von meinem Verständnis aus nicht zu Dantes Komödie. Dieses mal habe ich sogar den Originalton leise gestellt und ganz auf Ton verzichtet. Ich denke noch darüber nach, ob das besser als Geräusche oder Musik ist.

 

 

Bisherige Projektschritte:
#1 Entrada (siehe hier)
#2 Als ich mich zur Tiefe wandt, zu fliehen (siehe hier)
#3 Ich war im Kreis der Wartenden (siehe hier)
#4 Der Gesang vor der Ankunft der Höllenstadt (siehe hier)
#5 Dessen Füsse er mit einer Eisenzange kopfüber hielt (siehe hier)

Dessen Füsse er mit einer Eisenzange kopfüber hielt – Dantes – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Aquarell, Dante Alighieri, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 27. Februar 2017

 

Dantes göttliche Komödie lässt mich noch lange nicht los.

Ich arbeite erst mit der Farbe und dann setze ich die Linien und spiele mit den Formaten und Papiertypen.

Heute faszinierten mich die Worte: „Dessen Füsse er mit einer Eisenzange kopfüber hielt.“

 

 

Letzte Woche waren wir wieder beim Workshop von Anna beim bbk (siehe hier). Dieses mal haben wir unsere Filme mit dem iPhone geschnitten. Gut vorbereitet hatte ich schon einige Filmschnippsel vorbereitet und kann euch hier nun stolz das Ergebnis meines ersten genschnittenen Films präsentieren.

 

 

 

Bisherige Projektschritte:
#1 Entrada (siehe hier)
#2 Als ich mich zur Tiefe wandt, zu fliehen (siehe hier)
#3 Ich war im Kreis der Wartenden (siehe hier)
#4 Der Gesang vor der Ankunft der Höllenstadt (siehe hier)

 

AugenZeugeKunst – Anna-Maria Weber lehrt beim bbk Filmen mit dem iPhone – Bericht von Susanne Haun

Posted in Film, Zeichnung by Susanne Haun on 20. Februar 2017

 

Letzte Woche waren wir beim bbk Bildungswerk (siehe hier) und haben bei Anna-Maria Weber (AugenZeugeKunst) den Workshop Filmen mit dem iPhone belegt. Ihr erinnert euch? Anna hat den Film „Einblicke in die Arbeit von SUSANNE HAUN“ (siehe hier) über meine Arbeit gedreht.

Hier findet ihr Annas Dozentin-Seite beim bbk, dort ist auch immer eine aktuelle Übersicht der kommenden Seminare zu finden.

 

Anna ist eine ausgesprochen gute Dozentin, sie erklärt ruhig und sachlich, geht auf Fragen ein, hat ein freundliches Wesen und versorgt die Workshop Teilnehmer mit Unterlagen, um auch zuhause das Gelernte nachvollziehen zu können.

Ich zeige euch im folgenden die drei kleinen Filme, die ich erstellt habe. Diese Woche besuchen wir den zweiten Teil des Seminars, das Schneiden von Filmen.

 

 

 

 

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Übrigens: Hier findet ihr meine Dozentin-Seite beim bbk, ebenfalls mit der aktuellen Übersicht meiner kommenden Seminare beim bbk Berlin Bildungswerk.

Einblicke in die Arbeit von SUSANNE HAUN – Künstlerporträt erstellt von Anna-Maria Weber

Posted in Darstellungsvideo, Filmisches Künstlerportrait, Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 27. Oktober 2016

 

Erinnert ihr euch? Ich berichtete am 20. Juli 2016 (siehe hier) ausführlich von den Filmarbeiten.

Der Film ist fertig und Anna-Maria Weber, die Dokumentarfilmerin von AugenZeugeKunst und ich möchten ihn euch heute vorstellen. Die Kunst liegt in der Kürze des Films, die mir sehr wichtig war. Kurz und knackig sollte die Dokumentation sein und meine Vita als bewegtes Bild ergänzen!

 

Hier seht ihr Einblicke in die Arbeit von SUSANNE HAUN
ein Künstlerporträt erstellt von Anna-Maria Weber von AugenZeugeKunst:

 

 

Anna-Maria Weber hat mir einige Video Stills zur Verfügung gestellt, hier ein besonders Schönes:

 

Susanne Haun 06 © Video Still von Anna-Maria Weber 2016

Susanne Haun 06 © Video Still von Anna-Maria Weber 2016

 

Auf Anna-Maria Webers Homepage AugenZeugeKunst (siehe hier) fasst sie treffend zusammen, warum es heute wichtig ist, auch bewegte Bilder für sich sprechen zu lassen:

„… ein bewegtes Bild sagt mehr als tausend Worte.

Schon lange vor dem Drehtermin bat mich Anna, mir darüber klar zu werden, wer ich bin, was ich mache und wie wir das im Film darstellen wollen. Sie machte mir einige Vorschläge, was möglich ist und beriet mich bei meinen Überlegungen. Auf ihrer Seite findet ihr auch eine Übersicht von dem, was alles zu einem Film dazugehört!

Hier findet ihr weitere Filme von Anna-Maria.

Entstehung der Video-Dokumentation Susanne Haun – Dokumentarin AugenZeugeKunst Anna-Maria Weber beginnt mit den Dreharbeiten

Posted in Darstellungsvideo, Filmisches Künstlerportrait, Zeichnung by Susanne Haun on 20. Juli 2016

 

Es ist schon drei Jahre her, da besuchte ich beim bbk einen von Annas Informationsveranstaltugen zum Thema dokumentarisches Filmen. Nachdem ich ihre Filme gesehen hatte, war für mich klar, dass ich gerne einen Film über meine Kunst mit ihr drehen möchte.

Dokumentarin AugenZeugeKunst Anna-Maria Weber (c) Foto von Susanne Haun

Dokumentarin AugenZeugeKunst Anna-Maria Weber (c) Foto von Susanne Haun

 

Da ich dieses Jahr keine Rahmen kaufen muss, war es für mich eine passende Gelegenheit, dieses zurückgelegte Geld in einen Film zu investieren.

Auf Anna-Maria Webers Homepage AugenZeugeKunst (siehe hier) fasst sie treffend zusammen, warum es heute wichtig ist, auch bewegte Bilder für sich sprechen zu lassen:

„… ein bewegtes Bild sagt mehr als tausend Worte.

Inwieweit ist diese Aussage auch für Bilderwelten, Abbildungen und Darstellungen zeitgenössischer Kunst anwendbar? Weder ein Bild noch tausend Worte vermögen zeitgenössische Kunst, die Arbeit des Künstlers oder des Kunstvermittlers so gut zu beschreiben, wie es bewegte Bilder, ein Kurzfilm oder eine Video-Dokumentation, können.“²

Hier findet ihr Beispielfilme von Anna-Maria.

Am Montag haben wir den ganzen Tag in meinem Atelier gedreht. Das war anstrengend! Ich hätte nie gedacht, dass es so anstrengende ist, vor der Kamera zu stehen und die Regieanweisungen zu befolgen. Und dabei musste ich doch bloß ich selber sein!

Schon lange vor dem Drehtermin bat mich Anna, mir darüber klar zu werden, wer ich bin, was ich mache und wie wir das im Film darstellen wollen. Sie machte mir einige Vorschläge, was möglich ist und beriet mich bei meinen Überlegungen. Auf ihrer Seite findet ihr auch eine Übersicht von dem, was alles zu einem Film dazugehört!

 

Vorbesprechung des Darstellungsvideomit Dokumentarin AugenZeugeKunst Anna-Maria Weber (c) Foto von Susanne Haun

Vorbesprechung des Darstellungsvideos mit Dokumentarin AugenZeugeKunst Anna-Maria Weber (c) Foto von Susanne Haun

 

Für die Dreharbeiten kam Anna mit einem großen Exipment an Technik. Beim Aufbau berichtete sie von ihren Ängsten, etwas beim Aufbau kaputt zu machen, „aber ich bin versichert!“, sagte sie mit großer Erleichterung. Mein Atelier war vom Licht schwer auszuleuchten, die Kamera schimpfte immer „Highkey“ also zu hell! Anna ist sehr genau, kein falscher Schatten soll zu sehen sein! Besonders schwierig ist es, meine Brille auszuleuchten. Nichts empfindet sie schlimmer als wenn Reflexionen auf dem Glas zu sehen sind.

Wir drehten insgesamt 8 Stunden, danach viel ich ins Bett und schlief durch bis zum nächsten morgen!

 

Zeichnerin Susanne Haun bei der Arbeit (c) dokumentiert von Anna-Maria Weber

Zeichnerin Susanne Haun bei der Arbeit (c) dokumentiert von Anna-Maria Weber

 

Der Film wird nach den Sommerferien erscheinen.

Für Anna beginnt jetzt ein weiterer arbeitsintensiver Teil beim Erstellen des Films. Sie füllt viele Excel Tabellen, um genau festzuhalten, welches Rohfilmmaterial vorhanden ist und anhand dieser Tabellen beginnt sie mit dem schneiden.

Während des Drehs habe ich viele Bilder von Anna bei der Arbeit fotografiert und sie gebeten, auch das eine oder andere Foto von mir bei der Arbeit zu machen. So kann ich diesen Beitrag sehr gelungen mit Fotos dokumentieren.

Ich freue mich sehr auf den Film und auch darauf, bei meinen nächsten Bewerbungen für Projekte, Ausstellungen, Stipendien oder Kunstpreise auch bewegte Bilder zeigen zu können.

Übrigens: Am 1. August 2016 feiert AugezeugeKunst sein 5jähriges Bestehen!

 

 

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² http://www.augenzeugekunst.de/dt/konzept.html, 20.7.2016, 7:48 Uhr

Der Salon – Ergebnisse – Bericht von Susanne Haun

Posted in Salon by Susanne Haun on 26. Februar 2014

Gestern fand der erste Salon bei mir im Galerieraum statt.

Dienstag, den 25.2. - Salon bei Susanne Haun (c) Foto von M.Fanke

Dienstag, den 25.2. – Salon bei Susanne Haun (c) Foto von M.Fanke

Als erstes stellten wir fest, dass viele der Gäste – natürlich bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel – aus der Blogger Welt kamen.

Wir fragten uns, ob die Bloggerwelt die Salonwelt des 21. Jahrhunderts ist.
Was meint ihr?

Anna von AugenZeugeKunst bereitete einen kleinen Vortrag zum Thema Salon vor. So erfuhren wir, dass Salon aus dem italienischen von salone kommt und im Gesellschaftszimmer, Empfangszimmer oder Saal eines repräsentativen Hauses stattfand und seit dem 17.Jahrhundert üblich ist.

Anna erzählte uns weiter zum Berliner Salon (Auszug):
(Hier auch der Link zu ihrem Beitrag dazu).

Die Salons, die am Ende des 18. Jahrhunderts in Berlin entstehen werden von Frauen initiert. Jedoch sind die Salons primär nicht politisch engagiert, sondern auf künstlerischem oder literarischem Gebiet. Sie sind darüber hinaus Begegnungsstätten von Adel, Großbürgertum, Intellektuellen und vor allem auch jüdischen Bürgern.
Voraussetzungen für einen Salon: die räumlichen Gegebenheiten mussten vorhanden sein oder ein großes Haus wie es damals höchstens beim Adel in den Stadtpalästen. Weiterhin bedurfte es einer „einladenden“ Person. Da die Männer meistens mit ihren Geschäften im bürgerlich-wirtschaftlichen Sinne oder im Hof- und diplomatischen Dienst beschäftigt waren fiel diese Rolle den Frauen zu. Eine Frau, die einen Salon eröffnen wollte, bedurfte also des wirtschaftlichen Rückhalts ihres Mannes, der ihr ein Leben mit viel Freizeit ermöglichte. Diese Frauen gaben mit ihren Salons ihren Männern einen Gewinn an Ansehen. Für die Frau war eine umfassende Bildung unabdingbare Voraussetzung.
Die Salons sind nicht denkbar ohne Moses Mendelssohn (1729–1786).
Er war als Dreizehnjähriger nach Berlin eingewandert und hatte nach einiger Zeit eine Stellung in der Textilfabrik Bernhard erhalten.
Er bildete sich selbst aus und wurde zu einem der bekanntesten Philosophen, der internationales Ansehen genoss. Selbst dieses Ansehen verhalf ihm nicht zu einer Audienz beim König und sogar die Aufnahme in die Königlich-preußische Akademie der Wissenschaften wurde ihm trotz einstimmiger Zuwahl vom König verweigert.

Dienstag, den 25.2. - Salon bei Susanne Haun (c) Foto von M.Fanke

Dienstag, den 25.2. – Salon bei Susanne Haun (c) Foto von M.Fanke

Salon der Rahel Levins (1723-1790)
Rahel Levins erster Salon existiert von 1790 bis 1806. Von den Voraussetzungen der Salonbildung waren erfüllt: der wohlhabende Bürgerstatus, wenn nicht Großbürgerstatus, ein genügend großes Haus, um Gäste zu empfangen und eine Frau – nämlich Rahel – als Salonière. Rahel benötigt auch die notwendige Bildung, die sie als Autodidaktin erwirbt durch Lesen von Rousseau, Lessing, Shakespeare, Dante, Diderot.
Die als Tochter des jüdischen Kaufmanns Markus Levin (1723-1790) geborene Schriftstellerin und frühe Frauenrechtlerin Rahel Varnhagen von Ense (1771-1833) war eine bedeutende Persönlichkeit der deutschen Romantik. Obwohl Varnhagen gegen die Benachteiligungen sowohl aufgrund ihres Geschlechts als auch ihrer Religionszugehörigkeit zu kämpfen hatte, wurde sie weithin bekannt für ihre Berliner Salons. Sie hielt um die Jahrhundertwende in Berlin trotz bescheidener Verhältnisse einen Salon, der Mittelpunkt eines Kreises Intellektueller wurde. Man bewunderte ihre geistige Originalität, kritische Urteilsfähigkeit, leidenschaftliche Aufrichtigkeit, die sich auch in ihrem umfangreichen Briefwechsel manifestiert. Die Salons trugen zur gesellschaftlichen Stärkung ihrer weiblichen Gäste bei, indem sie ihnen eine einzigartige Gelegenheit boten, sich mit den herausragendsten Autoren, Denkern und Musikern der damaligen Zeit auszutauschen, darunter Friedrich Schlegel, Bettina von Arnim, Clemens Brentano, Friedrich Hegel, Heinrich Heine, Ludwig von Tieck und Felix Mendelssohn-Bartholdy.
Varnhagens erster Salon (geschlossen 1806) war ein wichtiger Treffpunkt für die mit der Berliner Romantik in Verbindung stehenden Autoren; ihr zweiter Salon (eröffnet 1819 mit ihrem Ehemann, Karl August Varnhagen von Ense) wurde zu einem zentralen Forum für das „Junge Deutschland“, einer in der Restaurationszeit tätigen literarischen Oppositionsbewegung. Ihr ausgedehnter Briefwechsel und ihre literarischen Schriften (z.B. Über Goethe, 1812) stellen äußerst bedeutende Beiträge zur Kulturgeschichte dar. Weder schön noch reich, dazu Frau und Jüdin, fühlte sich Rahel gesellschaftlich benachteiligt. Trotzdem war sie eine der geistreichsten Frauen ihrer Zeit. Rahel Varnhagens wichtigstes Ziel war, mit sich selbst identisch zu sein, d.h. Einheit von Denken und Fühlen herzustellen. Vielen war sie deswegen auch unbequem.
Die intensiven Briefwechsel geben uns Aufschluss über das Leben der Rahel. Nicht nur über ihre Lebensdaten, sondern über ihr Denken und ihre Nöte, über die Stellung der Jüdin in der Gesellschaft, über ihr Leiden an der „infamen Geburt“. Aber auch über ihre Empfindungen und die Verarbeitung ihrer Erlebnisse.
Rahels Salon ist sicher als eine Form der Geselligkeit anzusehen. Es ist eine spezielle Form, die sich unter den oben erwähnten Bedingungen bilden konnte. Diese Form der Geselligkeit ist selbst schon eine Kunst. Das Arrangement von Menschen verschiedenen Standes, verschiedener Religion, verschiedenen Charakters besitzt wohl eine gewisse Einmaligkeit. Eines allerdings verband diese Menschen über alle Grenzen: ihre Kreativität. Fast alle betätigten sich irgendwie, sie warenr literarisch produktiv entweder im Briefe schreiben, im Romane schreiben oder im Journalismus. Verbindendes Fluidum des Salons war das Gespräch.
Das Gespräch selbst ist die Kunst des Salons, die Kunst der Geselligkeit.

Wir kamen über den Vortrag ins Gespräch und haben abschliessend beschlossen auch gleich ein zweites Treffen vereinbard.

Der zweite Salon mit dem Arbeitstitel „Das Ich“ findet am Dienstag, den 13. Mai um 18 Uhr statt. Er wird von Katja und Laura bestritten, die schon zum Thema „Ich und Ich-Konstruktionen“ in Ihrem Blog berichteten.

Da der Platz um meinen zugegebener Maßen schon sehr großen Tisch begrenzt ist, bitte ich ausnahmsweise Mal unter Anmeldung unter info@susannehaun.de.

1. Salon im Atelier von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Salon by Susanne Haun on 5. Februar 2014

1. Kunst Salon Susanne Haun - Einladung

Wenn ihr im google unter „Salon“ schaut, dann erhaltet ihr zuerst folgende Erklärung:
„… eine im 17. bis 19. Jahrhundert verbreitete Form der Geselligkeit.“

Was nun der Salon genau ist, das wird euch Anna-Maria Weber von AugenZeugeKunst erzählen.

Reizüberflutung – Besuch der Christoph Schlingensief Ausstellung in den KW

Posted in Ausstellung, Empfehlung by Susanne Haun on 18. Januar 2014

Gestern besuchte ich mit Anna-Maria Weber und Roswitha Weber die Ausstellung „532 Christoph Schlingensief“ in den KW.

Anna Roswitha Susanne  (c) Anna-Maria Weber

Anna Roswitha Susanne (c) Anna-Maria Weber

Auch wenn ich die Ausstellung als absolute Reizüberflutung empfunden habe, sie ist sehr sehenswert und wenn sie nicht am Sonntag schon zu Ende wäre, dann würde ich sie noch einige Male aufsuchen.

Es ist dunkel und sehr voll bei Christoph Schlingensief. Überall schieben sich Menschen durch seine Präsentationen und Animationen. Gefühlte 1.000 Fernseher, Projektionen und Stimmen schallen durch die Ausstellungsräume, die Präsentation erfolgt in 5 Stockwerken und auch das Treppenhaus ist Teil der Kunst Schlingensiefs.

Ich bin immer noch beeindruckt. Wie schildere ich bloß meine Eindrücke? Ich greife das Werk „Animatograph Edition Parsipark (Ragnarök) von 2005 heraus. Es handelt sich um eine Multimedia Installation der Größe 1.000 x 1.00 x 400 cm und ist eine Leihgabe der Sammlung Falckenberg. Ein bißchen neidisch bin ich auf den Herrn Falckenberg, gerne hättte ich auch so einen Schlingensief zu hause. Ich frage mich, wie ein Sammler dieses Werk in seiner Sammlung präsentiert. Es ist groß, sperrig und verbraucht sicher unmengen an Strom 🙂

 Ich nehme war  (c) Foto von Anna-Maria Weber

Ich nehme war (c) Foto von Anna-Maria Weber

Ich versuche es euch zu beschreiben:
Auf einer Drehscheibe sind verschiedene Arten von Räumen montiert: Käfige, Metallbunker, Holzräume. Die Scheibe dreht sich, der Betrachter kann aufsteigen und durch die Räume treten. Es gibt auf der Scheibe auch einen Hochstand aus Holz. Dort hängen Ferngläser und währen ich oben stehe passiert die Drehscheibe mindestens 10 (leider habe ich nicht gezählt) Fernseher. Als Betrachter kann ich alle Fernseher zumindestens aus den Augenwinkeln sehen, während des Drehprozeßes komme ich nacheinander den einzelnen Fernseher näher. Es laufen Bilder von Deutschlands dunkler Vergangenheit an mir vorüber. Ein Bild von Hitler und von Affen wird gezeigt, zum Schluß hängt das Bild schief.
Der Rezipient sieht in jedem Augenblick ein anderes Bild, nimmt andere Töne war und ist vom Werk vollständig eingesaugt.

Ich habe nicht richtig geschaut, mehr kann ich aus meinem Gedächtnis heraus nicht beschreiben. . Hier ist ein Link zu einem besseren Foto als ich es habe von den KW.

Insgesamt sind 58 Werke mehr oder minder der eben beschriebenen Größenordnung zu sehen. Es bräuchte Tage, alle richtig zu schauen und zu verstehen.

Anna bei der Arbeit (c) Foto von Susanne Haun

Anna bei der Arbeit (c) Foto von Susanne Haun

Ich bin sehr gespannt, wie Anna ihre Eindrücke verarbeitet. Eigentlich wollte ich diesen Blogbeitrag unter dem Motto „Anna bei der Arbeit“ schreiben aber das war einfach eine Ebene zu viel für diese Inhaltsschwere Ausstellung. Anna zeige ich ein andermal bei der Arbeit…. in einer ihr auch vertrauten Umgebung.

Update: 19. Januar 2014: Anna hat ihre Eindrücke verarbeitet, siehe hier. Neben der sehr guten Beschreibung der gesamten Ausstellung findet ihr hier auch Fotos, auf denen was zu erkennen ist :-).

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