Susanne Haun

BilderBuchBanden – Kunstausstellung für Kinder und Erwachsene vom Eichhörnchenverlag

Posted in Ausstellung, Eichhörnchenverlag by Susanne Haun on 19. November 2018

 

Ausstellungseröffnung BilderBuchBanden – Kunstausstellung für Kinder und Erwachsene

am 26. November 2018, 17:00 Uhr in der Bibliothek am Schäfersee (Berlin-Reinickendorf), Stargardtstraße 11-13, 13407 Berlin-Reinickendorf.

Die Künstlerinnen Susanne Haun (Berlin-Wedding) und Niki Amann (Brandenburg) sowie die Verlegerin Nina A. Schuchardt werden zur Eröffnung anwesend sein und einen Einblick in ihre Arbeit geben.

 

Ausstellung BilderbuchBanden - Bibliothek am Schäfersee - Susanne Haun im Eichhörnchenverlag

 

Der Eichhörnchenverlag zeigt vom 26. November 2018 bis 3. Januar 2019 die Originalbilder aus den Bilderbüchern LANDTIERE und MONSTERKINDER in der Bibliothek am Schäfersee (Stadtteilbibliothek Reinickendorf).

Die Ausstellung richtet sich gleichermaßen an kunst- und geschichteninteressierte Kinder und Erwachsene – was auch in der Hängung der Bilder Ausdruck finden wird – weil ein gutes Kunstwerk das Potenzial hat jeden Menschen unabhängig von Alter, Bildung, Herkunft, Geschlecht usw. anzusprechen und zu bewegen.

Die Künstlerinnen Susanne Haun (Berlin-Wedding) und Niki Amann (Brandenburg) sowie die Verlegerin Nina A. Schuchardt werden zur Eröffnung anwesend sein und einen Einblick in ihre Arbeit geben.

Die ausstellungsbegleitende Lesung und Workshop am 11. Dezember 2018 sind bereits ausgebucht. Die Ausstellungseröffnung am 26. November 2018 um 17:00 Uhr ist daher die beste Gelegenheit miteinander ins Gespräch und ins Staunen zu kommen.

Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten:

Mo. und Fr. 11 – 19 Uhr
Di. – Do. 11 – 17 Uhr

Bibliothek am Schäfersee
Stargardtstraße 11-13
13407 Berlin-Reinickendorf

Die Ausstellung BilderBuchBanden ist eine Kooperation von Eichhörnchenverlag, Bibliothek am Schäfersee und Buchhandlung am Schäfersee.

Die Idee von der Ausstellung Entstand in Zusammenarbeit von Nina Alice Schuchardt, Susanne Haun und Tanja Bethke von der Buchhandlung am Schäfersee. Bei dieser Gelegenheit entstand auch das folgende Foto, ihr seht, es war noch sehr warm 🙂 als wir uns in der Buchhandlung am Schäfersee trafen, mehr vom Treffen erfahrt ihr hier auf der Seite des Eichhörnchenverlags.

 

Tanja Bethke, Susanne Haun und Nina A. Schuchardt in der Buchhandlung am Schäfersee (c) Buchhandlung am Schäfersee

Tanja Bethke, Susanne Haun und Nina A. Schuchardt in der Buchhandlung am Schäfersee (c) Buchhandlung am Schäfersee

 

 

 

 

Was lese ich gerade? Gärten: Ordnung, Inspiration, Glück – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Was ich gerade lese, Zeichnung by Susanne Haun on 2. August 2017

 

Vor einigen Wochen habe ich eins neues Blog – Thema erstellt: Was ich gerade lese nennt sie sich (siehe hier) [1].

Meine Lektüre ist von meinem Studium geprägt und so wundert es nicht, dass ich gerade die Aufsätze des Ausstellungskatalogs Gärten: Ordnung,Inspiration, Glück, herausgegeben von Sabine Schulze, lese.

Der Katalog erschien begleitend zur gleichnamigen Ausstellung im Städelmuseum in Frankfurt am Main (siehe hier) in 2007. Die Homepage des Städel lohnt zum Stöbern, ich lese auch gerne den Blog des Museums.

Der Katalog beginnt mit Zitaten von Künstlern zum Thema Garten, es wird Pink Floyd mit So you think you can tell … heaven from hell …? genauso zitiert wie Beuys Gartenarbeit interessiert mich nicht und Monet Rien au monde m’interesse qu ma peinture et mes fleurs. Ich mag diese erste Seite mit Zitaten, die so unterschiedlich und doch so treffend sind. [2]

Ich schreibe gerade eine Hausarbeit über das Bild Das Reich der Flora, auf dem Poussin den Garten der Flora darstellt (siehe hier). Mit Poussin und Flora habe ich mich vor 5 Jahren schon einmal in Zusammenhang mit Cy Twombly beschäftigt (siehe hier). Ein Glück ist mein Bog mein Gedächtnis – ich hatte diese kurze Auseinandersetzung schlichtweg schon vergessen.

Die Ausstellungsdokumentation gibt einen guten Überblick über die Darstellung von Gärten in der Kunst. Die erste Abbildung ist Das Paradiesgärtlein von 1410/20, das Maria im Hortus conclusus darstellt. Die Pflanzen sind zeitlos nach genauem Naturstudium dargestellt. Der Frömmigkeit wird die weltliche Freude am Garten gegenübergestellt. Die letzte Abbildung des Katalogs ist ein Foto, Paradise 24, Sao Francisco de Xavier, Brazil, 2001 von Thomas Struth. Heute ist dem Ideal des Gartens als kultivierte Natur die Idee des Paradieses in Form von unberührter Natur gewichen.

Für meine Hausarbeit ziehe ich folgende Quintessenz aus dem gelesenen:
„Gärten werden als süße Orte der Erinnerung nach dem Rausschmiss aus dem Paradies bezeichnet. Der Garten bildet eine Einheit zwischen Mensch und Natur. Die Mauer grenzt den Garten als Rückzugsort aus dem fremd bestimmten Leben (Existenz). Es ist der Gegenentwurf zum Alltagsleben außerhalb des Gartens. Im Garten kann der Mensch in seiner ursprünglichen paradiesischen Bestimmung leben. Milton nannte den Garten 1674 in seinem epischen Gedicht Paradise Lost oder den Himmel auf Erden. Schauen wir auf Poussins Gemälde, dann sehen wir, dass die Pergola Ordnung und die Begrenzung des Gartens des Gemäldes ist. Die Pergola schafft Ordnung.“[3]

Das Thema des Seminars, „Mit Farben Pflanzen“, birgt unbedingte parallelen zu meiner Kunst. Gerne zeichne (und arbeite) ich im Garten meines Vaters und es in den letzten Jahren viele Zeichnungen entstanden, so auch die folgenden Geranienzeichnungen vom Anfang des Monats:

 

Mein persönliches Paradies liegt auf dem Balkon im 4. Stock meiner Atelierwohnung, natürlich gut begittert, damit ich nicht aus meinem Paradies herausfallen kann. 😉

 

Balkon Susanne Haun Atelierwohnung (c) Foto von M.Fanke

Balkon Susanne Haun Atelierwohnung (c) Foto von M.Fanke

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[1] Die Blog – Themen bieten meinen  Lesern  die Möglichkeit, sich Beiträge sortiert anzuschauen. Da ich sehr viele Themen in meinem Blog angelegt habe, kann rechts im Blog unter der Auswahlbox Themenauswahl das gewünschte Thema per Mausklick gewählt werden.

[2] Gärten: Ordnung, Inspiration, Glück, Sabine Schulze (Hrsg.), München, Ostfildern 2006, Hatje Cantz Verlag.

[3] Vergleich: Schulze, Sabine. Konzeption und Ausstellungsrundgang, in: Gärten: Ordnung, Inspiration, Glück, Sabine Schulze (Hrsg.), München, Ostfildern 2006, S. 14 – 21.
Haun, Susanne. Das undarstellbare in Poussins Garten der Flora, SoSe 2017

 

 

Was lese ich gerade? Torso – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Akt, Formen, Was ich gerade lese, Zeichnung by Susanne Haun on 5. Juli 2017

 

Vor zwei Wochen habe ich Birgit von Sätze & Schätze (siehe hier) in Augsburg besucht. Sie hat angeregt, dass ich auch einmal von den Büchern bericht, in denen ich gerade lese. Danke für die Idee, Birgit, sie hat mich zum Nachdenken angeregt.

 

Torso (c) Zeichnung von Susanne Haun

Torso (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Neben meinen Hörbüchern, meistens eine Mischung aus Krimis (Arne Dahl), Belletristik (Genazino), Literatur (Mann und Dostojewski), lese ich Fachbücher für mein Kunstgeschichte Studium. Die Auswahl meiner Hörbücher sind dominiert vom Angebot. Hörbücher gibt es im Angebot der öffentlichen Bibliothek (siehe hier) zuhauf, leider oft nicht die, die ich lesen möchte. So schaue ich mir regelmäßig die Neuankäufe an und wähle wie im Buchladen aus, was mich interessiert. Das schöne ist, dass die Hörbücher kostenfrei mit einem Bibliothekausweis bis zu 14 Tagen ausleihbar sind.

Die Auswahl der Fachbücher erfolgt in der Uni- oder Kunstbibliothek oder Online über Kubikat (siehe hier) abhängig von den Themen meiner Hausarbeiten und inzwischen auch meiner Masterarbeit, im Moment über die Künstler Poussin, Gericault und Horny. Wie immer habe ich mir viel vorgenommen für das Semester. Nach der Vorstellung meiner Ideen für die Masterarbeit am letzten Semestertag im Colloquium werde ich eine Hausarbeit über Poussins Flora schreiben.

Auf dem Weg nach Augsburg habe ich den Ausstellungskatalog Torso, Das Unvollendete als künstlerische Form² gelesen. Da die Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts eine Präsensbibliothek ist, kaufe ich gerne – meistens gebraucht – Fachbücher, damit ich sie zuhause und unterwegs lesen und für meine jeweiligen Arbeiten auswerten kann.

Der Maler und Museumsdirektor Thomas Grochowiak schreibt im Katalog Torso, dass beim Publikum eine Vorliebe für Skizzen, die Spontanität und Unverhülltheit der Handschrift zeigen, besteht. Dabei beeindrucken die Verkürzung und Vereinfachung der Ausdrucksmittel.² In meheren Aufsätzen wird das Unvollendete diskutiert.

Ich markiere und schreibe meine Zusammenfassung und Kommentare gleich ins Buch, um später in meiner Masterarbeit die Informationen zu verwerten und vielleicht auch zu zitieren.

Während der Fahrt habe ich auch ein paar Sizzen nach dem Buch erstellt. Ich kann besser denken, wenn ich das Gelesene zeichnerisch verarbeite.

Es ist merkwürdig: meine Zeichnungen zeige ich hier im Blog offen und ehrlich. Mir ist klar, dass sie sicher einige male kopiert werden, doch ich weiss, es sind meine Zeichnungen, die mir niemand nehmen kann.

Bei den Texten, die ich für die Uni schreibe, fällt es mir schwer, etwas davon hier in meinen Blog zu schreiben. Ich empfinde die Texte als viel ungeschützer als gedankliches Eigentum als meine Zeichnungen. Ich besitze in der Zeichnung – in der Kunst allgemein – eine sehr eigene Handschrift, die gut erkennbar ist. Wie aber ist es bei den Texten? Sind sie schon mir persönlich zuordenbar? Wie ist es mit meinen Ideen in der Welt der Kunstgeschichte? Wie schütze ich sie? Bin ich hier zu pingelig?

 

 

 

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² GROCHOWIAK ,THOMAS (Hrsg.). Torso, Das Unvollendete als künstlerische Form, Ruhrfestspiele, Recklinghausen 1964.

Die Bibliothek vom Dom in Siena – Susanne

Posted in Foto, Toskana, Vinci by Susanne Haun on 28. Januar 2015

Die Bibliothek im Dom von Siena wurde von Papst Pius III.  zur Aufbewahrung der Handschriften seines Onkels Papst Pius‘ II. errichtet.

In der Bibliothek des Siener Doms (c) Foto von Susanne Haun

In der Bibliothek des Siener Doms (c) Foto von Susanne Haun

Die Handchriften Papst Pius II. sind jedoch in der vatikanischen Bibliothek zu finden und heute werden Chorbücher des Doms dort aufbewahrt.

Die Bibliothek ist sehr beeindruckend und die Fotos können das nur in geringen Maße wiedergeben. Mir haben die drei Grazien genauso gut gefallen, wie die Fresken und Bücher.

Die drei Grazien in der Bibliothek des Siener Doms (c) Foto von M.Fanke

Die drei Grazien in der Bibliothek des Siener Doms (c) Foto von M.Fanke

 

 

 

 

 

Meine Bücher und der alte Mann und das Meer – Künstlerunikatbuch von Susanne Haun

Ich freue mich, heute meine Bibliothek im Artikel „Books in Limited Space“ auf dem Blog von Klausbernd Vollmar vorzustellen. Klausbernd ist Autor (fiction & non-fiction), Diplompsychologe (Spezialist für Symbolik, speziell Traum- und Farbsymbolik).

Neben mir liegt das Buch „Die Magie der Farben erleben und anwenden“ (seht hier) von ihm. Da ich es erst seit gestern besitze, habe ich bisher nur das Vorwort und quer gelesen aber ich freue mich schon auf die vollständige Lektüre. Der Aufbau ist sehr ansprechend und der Leser kann auch selber aktiv werden. Die Zitate und Informationen von verschiedenen Künstlern und Denkern am Rand gefallen mir sehr gut. Ich mag kleine Weisheiten.

Ich möchte an meinen heutigen Beitrag auf Klausbernd Vollmars Blog anknüpfen und mit euch über mein neues, im entstehen begriffenes, Künstlerunikatbuch „Der alte Mann und das Meer“ sprechen.

Fischgräte  (c) Künstlerunikatbuch von Susanne Haun

Fischgräte (c) Künstlerunikatbuch von Susanne Haun

Hier unter diesem Link findet ihr mein letztes Künstlerunikatbuch zum alten Mann und das Meer.

Vor einiger Zeit kaufte ich in einem Druck der Deutschen Buch-Gemeinschaft Berlin und Darmstadt, Printed 1956 eine Ausgabe des alten Manns. Das Buch hat 142 Seiten, die ich zum Teil unbearbeitet gelassen habe.

Micahil Bachtin schreibt in seinem Buch „Formen der Zeit im Roman“:
“Städtchen dieser Art sind Stätten der zyklischen Alltagszeit. Hier gibt es keine Ereignisse, sondern nur sich wiederholende Begebenheiten.”²
In meiner Arbeit sehe ich das Meer wie Bachtin die Stadt sieht. Die Arbeit als Fischer auf dem Meer ist von meinem Verständnis ebenfalls eine Tätigkeit der zyklischen Alltagszeit und Boot und Meer sind eine Stätte derselben.

Vorderseite Künstlerunikatbuch Mann Meer Marlin (c) von Susanne Haun

Vorderseite Künstlerunikatbuch Mann Meer Marlin (c) von Susanne Haun

Ich griff ab Mitte des Jahres 2012 auf meine erste Interpretation des alten Manns zurück und erstellte auf dem Untergrund des Buches Linolschnitte zum Thema. Dabei reduzierte ich die Geschichte auf die Begriffe Mann, Meer, Marlin.Um zu abstrahieren und zu verhindern, dass der ursprüngliche Text und die Bedeutung des Textes über die Linoldrucke dominieren, habe ich das Buch auf dem Kopf verwendet. So werden die Buchstaben zu Fragmenten in den Drucken aber die Vergangenheit bleibt unübersehbar im Bild.
Durch den Rezipienten der im Buch auf die Vergangenheit und das Heute schaut, entstehen so immer wieder neue Geschichten.

Mein Arbeitsplatz (c) Foto von Susanne Haun

Mein Arbeitsplatz (c) Foto von Susanne Haun

Das Drucken der Linolschnitte in dem bestehen Buch ist mit Kraft verbunden und ich habe keine Presse sondern Bürste und Nudelholz verwendet. Es besteht keine Möglichkeit, Drucke aus dem Buch auszusortieren. Was einmal im Buch enthalten ist, kann nicht wieder gelöscht werden. Dadurch wird die Eindringlichkeit der Bilder bestimmt. Die Drucke ordne ich immer wiederholend in unterschiedlichen Farben und Druckstärken an. Je nachdem, ob ich lasierende oder deckende Farbe benutze, bleiben die darunterliegenden Texte sichtbar.

In der ruhigen aber eindringlichen Erzählweise wiederholen sich die Bilder.

 Boot und Meer blau  (c) Künstlerunikatbuch von Susanne Haun

Boot und Meer blau (c) Künstlerunikatbuch von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
I am proud to present my library on the blog of   Klausbernd  Vollmar.  Klausbernd is author (fiction & non-fiction) and Psychologist’s (specialist for symbolism, specifically dream and color symbolism).
Next to me on my worktable is „Experience the magic of color and apply“ the book (see here) of him.  I own it since yesterday so I have only read the preface and cross but I’m looking forward to the full reading. The design is very appealing and the reader can be active themselves. I like the quotes and information from various artists and thinkers on the edge. Today I would like to  talk to you about my new, resulting in forming conceptual, unique artist’s book „The Old Man and the Sea.“

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Hemmingway, Ernst. Der alte Mann und das Meer. Hamburg 2959. rororo.
Vollmar, Klausbernd. Die Magie der Farben erleben und anwenden. Krummwisch 2010.

Die Humboldt Bibliothek – Bericht und Fotos von Susanne Haun

Posted in Architektur, Berlin by Susanne Haun on 5. Dezember 2012

Die Humboldt Bibliothek liegt in Berlin Tegel und ist aus der Internationalen Bauausstellung (IBA) 1984 – 1987 am Tegeler Hafen   hervorgegangen.

Ganz im Sinne des Architekten Charles Moore zieht die Architektur die Menschen an, weckt Erinnerungen an bereits erlebte und gesehene Bauten und schafft Freiräume für die Fantasie. Die eingebauten Bücherwände über zwei Etagen erinnern an barocke Klosterbibliotheken, und die großzügige dreischiffige Halle fordert verschiedene Vergleiche heraus; vom Sakralbau bis zur Industriearchitektur.“²

So lautet ein Teil des Textes zu Humboldt Bücherei auf der Berlin.de Seite. Dazu ist ein altes Foto der Bücherei abgebildet.

0 Humboldtbibliothek, eine Ansicht der Vergangenheit (c) Foto von Susanne Haun

0 Humboldtbibliothek, eine Ansicht der Vergangenheit (c) Foto von Susanne Haun

Leider ist im Sommer begonnen worden, Häuser auf den freien Platz vor der Bibliothek zu bauen (siehe hier meinen Beitrag). Ich finde das ausgesprochen bedauerlich. Ich mochte es besonders, vom  Denkmal der Gebrüder Humboldt zur Bibliothek zu laufen und das Gebäude in seiner vollen Ansicht zu genießen. Das gehört nun für immer der Vergangenheit an genau wie das Foto von der Berliner Internetseite. Ich habe die Humboldt Bibliothek vor und währen des Baus von allen Seiten über die Jahre immer wieder fotografiert und zeige heute die Fotos, um das Ausmaß der Katastrophe darzustellen.

14 So ist der Stand der Dinge um die Humboldt Bibliothek Berlin (c) Foto von Susanne Haun

14 So ist der Stand der Dinge um die Humboldt Bibliothek Berlin (c) Foto von Susanne Haun

Der Architekt Charles Willard Moore hat sich diese Veränderung des Umlandes der Bibliothek sicher nicht so vorgestellt. Der Schwerpunkt der IBA, in deren Rahmen die Bibliothek entstand, hatte folgendes Motto: „Behutsame Stadterneuerung„. Ich persönlich finde, dass mit dem Bau der neuen Häuser ein Baukunstwerk verschandelt, verstellt und „in einen Schrank“ gestellt wird.

Aus den an den  Fenstern angelegten Arbeitsplätzen konnte der Besucher früher über den Platz schauen, nun schaut er in die Küche, Wohnzimmer oder was auch sonst des geradeüberliegenden Hauses.

Die Bibliothek ist eine der Ausstellungs- und Veranstaltungsorte  des Bezirkes Reinickendorf. So habe ich auch im Vergangenen Sommer dort ausgestellt. Fotos vom Hängen der Ausstellung und der Eröffnung seht ihr wenn ihr den jeweiligen Links folgt. Gerne war ich auf Beobachtungsposten und habe die Vögel, Enten und Schwäne vor der Bibliothek betrachtet.

0 Humboldtbibliothek, eine Ansicht der Vergangenheit (c) Foto von Susanne Haun

0 Humboldtbibliothek, eine Ansicht der Vergangenheit (c) Foto von Susanne Haun

Ich mag die Humboldtbibliothek trotz der Baumaßnahmen rund herum  sehr. Sie hat ein reichhaltiges Angebot, viele Neuerscheinungen, die zwar 2 Euro pro 14 Tage Leihgebühr kosten,  aber immerhin und die Auswahl an Hörbüchern ist auch sehr groß.

Vorne im Eingangsbereich ist täglich zu den Öffnungszeiten ein „Büchertrödel“. Dort werden für wenig Geld die Bücherspenden, die nicht in den Bestand eingegliedert werden können, verkauft, um neue Bücher anzuschaffen. Ich habe viele Bücher in der Bücherei abgegeben und auch wieder gekauft.

Die Bücherei ist mit der neusten Technik ausgestattet. Bücher kann der Besucher selber ausleihen und abgeben. Das Ausleihen erfolgt per Scan und Bücherausweis und das Abgeben funktioniert wie leere Flaschen abgeben.

Impressionen vom inneren der Bibliothek (c) Fots von Susanne Haun

Impressionen vom inneren der Bibliothek (c) Fots von Susanne Haun

Online kann ich mit meinem Benutzerkonto Bücher von anderen Bibliotheken zu meiner Humboldt Bibliothek kommen lassen, um sie dort abzuholen. Das kostet nur 2 Euro. Heute Morgen habe ich das von Mara in ihrem Blog vorgestellte Buch  „Mutterbild in amerikanischem Rahmen“ in der Amerika Gedenkbibliothek vorbestellt. Ich bekomme eine Mail, wenn es bei uns in der Humboldt Bibliothek angelangt ist und ich es abholen kann.

Ich möchte noch erwähnen, dass Dina und Klausbernd mich zu diesem Artikel inspiriert haben. Die beiden berichteten von der Dubliner Bibliothek und fragten nach anderen Bibliotheken. So habe ich meinen gestrigen Besuch in der Bücherei für die Abgabe und Neuausleihe von Büchern mit dem Fotografieren verbunden.

For my English-speaking readers:
The Humboldt Library is located in Berlin’s Tegel and from the International Building Exhibition (IBA) 1984 – emerged in 1987 at Tegel port.
„In keeping with the architect Charles Moore draws the architecture to the people, is reminiscent of an experienced and watched buildings and creates space for the imagination. The built-in bookcases on two floors reminiscent of Baroque monastery libraries, and the spacious hall-calls out various comparisons;. From Sacred to the industrial architecture „²


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²http://www.berlin.de/ba-reinickendorf/abteilung/schulbiku/humboldt-bibliothek.html

Architektur in Berlin, speziel die Geschichte der FU – Bericht und Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Architektur, Foto by Susanne Haun on 19. Oktober 2012

Das Wintersemester an der Freien Universität Berlin hat Anfang der Woche begonnen und mein Grundkurs Kunstgeschichte ist auch gleich ausgefallen.

Natürlich stand das auf der Uni-Homepage und ich hätte wissen sollen, dass man am Beginn eines Unterrichtstages darauf schaut. Schließlich habe ich einen Sohn, der mindestens drei mal täglich auf seiner Schulhomepage überprüft, ob doch noch etwas ausfällt. Zum Glück ist die Dozentin mit dem Wissen um die vielen Erstsemster gekommen und hat uns persönlich informiert.

Bibliothek der Uni (c) Foto von Susanne Haun

Bibliothek der Uni (c) Foto von Susanne Haun

So hatte ich zwei Freistunden, ein merkwürdiges Gefühl, dass ich lange nicht mehr hatte. Kennt ihr das noch, das Gefühl, was man bei Unterrichtsausfall hat? Die Mischung aus Freude, Trauer und das was mache ich jetzt mit der unvorhergesehenen Freizeit!

Die Universitäts Bibliothek ist ein guter Ort, um Freistunden zu verbringen. Auf der Homepage der Bibliothek wird eine virtuelle Führung angeboten (siehe hier).

Die FU wurde 1948 als Gegenpol zur Humboldtuniversität gegründet, die damals im Sowjetischen Sektor lag und auf der ein freies Studium zur dieser Zeit nicht möglich war. Spenden aus der USA ermöglichten den Bau der ersten Gebäude. Die Bauwerke der Uni wurden nach dem Campusprinzip in fußläufiger Entfernung angelegt, was im Nachkriegsdeutschland noch neu war.

Das Kunsthistorische Institut gehörte zu den ersten 1948 gegründeten Instituten aber das Gebäude, in dem es sich jetzt befindet bezog das Institut erst 1998. 1990 wurde es aufgrund des verbauten Asbests sarniert. Hier ist ein Link von der Seite der FU zur Architektur.

In Berlin Mitte Hannoversche Straße sitzen die Bauarbeiter wie in N.Y. (c) Foto von Susanne Haun

In Berlin Mitte Hannoversche Straße sitzen die Bauarbeiter wie in N.Y. (c) Foto von Susanne Haun

Da die FU also relativ neu gebaut ist, ist die Bilbiothek eine typische Bücherei mit dem Charme der Nachkriegszeit und der 70ziger Jahre. In solchen Bibliotheken habe ich meine Kindheit verbracht. Obwohl uns als Besucher natürlich alte ehrwürdige Bibliotheken besser gefallen, kommt es letztendlich auf den Inhalt an. Und der ist fantastisch! Reihenweise Bücher zur Kunstgeschichte. Ich hatte kein Ziel, ich bin die Regale abgelaufen und habe mal hier und mal dort ein Buch herausgezogen.

„Industriekultur in Berlin“ ist das erste Buch, das mir in die Hände fällt. Es verspricht 115 Abbildungen von den wichtigestens Bauten des Industriezeitalters.
Beim Durchblättern des Buches ist es als ob ich durch meine Kindheit laufe. Gerade über der AEG bauten ging ich aufs Gymnasium, bei Loewe arbeitete Oma und bei Telefunken meine Mutter, bis ich zur Welt kam. Mein Vater reparierte als Lehrling die Fenster bei Osram. Um zum Zahnarzt zu gelangen, lief ich an die Brotfabrik Wittler vorbei.

In diesem Haus bin ich geboren (c) Foto von Susanne Haun

In diesem Haus bin ich geboren (c) Foto von Susanne Haun

Es ist merkwürdig, so mit der Architektur und Geschichte der Stadt verwoben zu sein. Ich nehme das gar nicht wahr, weil es so zu meinem Lebensalltag gehört. Es sind meistens alte rote Backsteingebäude. So auch das Haus, das früher zum Kinderkrankenhaus gehörte, was heute auf dem Gelände des EGZB steht, indem ich geboren wurde. Heute wird dort geforscht.

Zu diesem Beitrag zeige ich euch mein „Berlin Fotos Sammelsurium“, Fotos, die ich mag, die ich aber keinem speziellen Thema zuordnen kann.

For my english reader:
The winter semester at Freie Universität Berlin has started this week and my basic course of art history is also equally failed.
So I discovered the Art History building of the FU, and the library. For this post I show you my „Berlin Photos hodgepodge“ photos that I like but that I can’t assign to any particular topic.


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Quelle:
Industriekultur in Berlin, L&H Verlag, Dr. phil. Päd Jörg Raach, ISBN 10 3939629-00-6

Moderne Architektur – eine Hafenrundfahrt in Kopenhagen – Bericht und Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Aquarell, Betrachtungen zur Kunst, Dänemark, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 4. Oktober 2012

Kopenhagen ist eine Weltstadt, keine Frage.

Ich bin beeindruckt von der modernen Architektur wie zum Beispiel die Oper, das Schauspielhaus und die neue Bibliothek. Auch das Wohnhaus, das aus deinem alten Dock auf dem Navygelände gebaut wurde ist fantastisch.

Die neue Bibliothek der schwarze Diamant von Kopenhagen (c) Foto von Susanne Haun

Die neue Bibliothek der schwarze Diamant von Kopenhagen (c) Foto von Susanne Haun

Diese Eindrücke habe ich auf der Kanalfahrt, die mir die Autorin Petra Bauer empfohlen hat, gewonnen. Es ist ein wirklich gute Art und Weise einen ersten Eindruck von Kopgenhagen zu erhalten. An zwei Punkten kann der Besucher die Fahrt unterbrechen und das nächste Boot, dass in 70 Minuten anlegt zur Weiterfahrt benutzen.

Die erste Stelle ist die kleine Meerjungfrau, für die Kopenhagen so berühmt ist. Vom Boot aus sieht man sie nur von Hinten. Ich dachte, ein schöner Rücken kann auch entzücken und verspürte keine große Lust, dort auszusteigen. Kopenhagen ist voller anderer sehenswerter Orte, dass die Zeit nicht für alles reicht.

Das Opernhaus ist eine Schenkung von Mærsk Mc-Kinney Møller, dem größten Unternehmen Dänemarks. Ich finde diese Schenkung sehr großzügig. Der Bau wurde 2004 vollendet und 2005 wurde die Oper eröffnet.

Wohnhäuser im Navygelände Kopenhagen (c) Foto von Susanne Haun

Wohnhäuser im Navygelände Kopenhagen (c) Foto von Susanne Haun

Gerade über liegt das Schauspielhaus Kopenhagen, das 2008 eröffnet wurde. Zusammen mit der neuen Bibliothek, genannt der „Schwarze Diamant“, gelten die Gebäude als architektonische Aushängeschilder der Stadt Kopenhagen. So habe ich es auch empfunden. Die mordernen Gebäude sind eindrucksvoll in meinem Kopf, mir hat auch der alte Hafen, Nyhavn, gefallen, aber es ist nicht so, dass er gemessen an den anderen Häfen, die ich schon in anderen Städten gesehen habe, heraussticht. Die neuen Gebäude waren herausstechend, wahrscheinlich weil sie neu und ungewöhnlich sind. Vor den Gebäuden ist Platz, um im Sommer den Besuchern Sonnenbäder zu ermöglichen. Ich denke, es werden Plätze des gedanklichen Austausches der Gemeinsamkeit sein.

Zu dem Appartementhaus, das in einem alten Dock gebaut wurde, finde ich gar nichts im Netz. Wenn ich die Fremdenführerin der Kanaltour richtig verstanden habe, wurden ehemalige Navygebäude zu Wohnungen umgebaut. Sie sehen einmalig aus und bieten den Bewohnern sicher einen fantastischen Ausblick, es liegt genau geradeüber von Oper und Schaupielhaus.

Schauspielhaus Kopenhagen (c) Aquarell von Susanne Haun

Schauspielhaus Kopenhagen (c) Aquarell von Susanne Haun

Ich habe mir heute als Aufgabe gesetzt, die Gebäude mit wenigen Linien oder Flächen festzuhalten. Das erschien mir sehr einfach, bis ich dann begann. Obwohl die Gebäude ohne Schnörke gerade und sachlich am Wasser stehen, ist es genau dieses, was es auch schwer macht, sie wieder zu geben. Ich brauchte zwischen den Skizzen einen Strandspaziergang zum Nachdenken über den Minimalismus.

For my english reader:
Copenhagen is a cosmopolitan city, no doubt. I am impressed by the modern architecture such as the opera, the theater and the new library. Also, the house, which was built from your old dock on the Navy area is fantastic. The Opera House was donated by Mærsk Mc-Kinney Møller, the largest company in Denmark. I find this very generous donation. The construction was finished in 2004 and 2005, the opera was opened.
I have now set me the task to capture the building with a few lines or surfaces.

Oper und Schauspielhaus Kopenhagen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Oper und Schauspielhaus Kopenhagen (c) Zeichnung von Susanne Haun

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Quelle: Art Magazin, 16.1.2008, Neues Schauspielhaus in Kopenhagen von Clemens Bomsdorf, http://www.art-magazin.de/architektur/3354.html, Fremdenführerin von Sightseeing by Boat (Kanaltour) http://www.stormma.dk

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