Susanne Haun

Alltag 4 – Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 6. Februar 2019

 

 

Abschied von der Pausenkultur mit Cristina Wiedebusch (c) Foto Susanne Haun

Abschied von der Pausenkultur mit Cristina Wiedebusch (c) Foto Susanne Haun

 

Fünf Jahre haben Cristina Wiedebusch und ich zusammen Kunstgeschichte studiert. Viele Pausen mit endlosen kunsthistorischen Diskussionen haben wir in einem kleinen Kaffee in der Brömmer Strasse verbracht. Ende diesen Semesters werden sich unsere Wege trennen. Beide haben wir dann unsere Masterarbeit abgegeben und Cris wird sich einen Job suchen und ich werde mich für eine Individualpromotion immatrikulieren. Eine Situation, die einmal zum Alltag gehörte, wird nun zur Besonderheit werden.

So fand ich, dass die heute gezeigten Fotos gut zum Thema Alltag passen. Ulli ludt uns mit einer Blogparade ein, unsere Impressionen zum Thema Alltag zu fotografieren und zu beschreiben. Hier erfahrt ihr mehr darüber.

Erinnert ihr euch noch, was es bedeutet, einen Lebensabschnitt abgeschlossen zu haben? Es ist ein ganz merkwürdiges Gefühl, dass zwischen Freude und Wehmut pendelt.

 

Rembrandt und eine Louis Vuitton Handtaschen Torte – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 24. Juli 2017

 

Manchmal bringt das Leben interessante Kombinationen hervor, so auch Rembrandt und eine Louis Vuitton Handtaschen Torte.

Als ich vor vier Jahren mit meinem Studium begann, erwartete ich nicht, noch einmal eine wirklich gute Freundin kennenzulernen, schliesslich war ich ja schon 48 Jahre alt. So ging es auch Cris, die letzte Woche 48 Jahre alt wurde. Wir sind beide sehr erstaunt, nicht nur wegen unseres Alters und die schnell vergehende Zeit. Ich habe euch Cris schon einmal vorgestellt (siehe hier), sie hat die Ausstellung Wegschütten von Jürgen und mir kuratiert.

Cris hat sich zur Rembrandt Expertin entwickelt. Neben Rembrandt beschäftigt sie sich während ihres Studiums mit Caravaggio und den Caravaggisten.

 

Acryl-Käfer bevölkern Rembrandt Kopf - 25 x 25 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Acryl-Käfer bevölkern Rembrandt Kopf – 25 x 25 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Cris inspirierte mich dazu, mich mit Rembrandt im Portrait zu befassen. Das ist keine einfache Aufgabe, gibt es doch „nur“ Gemälde, Zeichnungen und Radierungen von ihm.

Wie schaffe ich es in solch einem Fall, mich und meine Kunst in Rembrandt einzubringen, ohne dass meine Zeichnung wie eine Kopie von Gewesenem wirkt?

Das erste Portrait zeichnete ich nach einem Besuch in der Gemäldegalerie  – ich kaufte im Museumsshop einen Käfer in Acryl eingelegt (nein keinen Hai wie bei Damien Hirst sondern einen Käfer!) und verknüpfte ihn in schnellen Linien mit Herrn Rembrandt.

Das zweite Rembrandt Portrait ging ich bedachter an, beim Schreiben des Text dachte ich an Cris und stellte mir vor, wie Rembrandt Cris in seinem Haus in Amsterdam, was ich letztes Jahr besuchte (siehe hier) wohl betrachten und ihr erklären würde, wie Farben angemischt werden. Ich habe mich sehr gefreut, was für unterschiedliche Portraits mit unterschiedlichen Ausdrücken entstanden sind. Die beiden Arbeiten zeigen, wie entscheident der Künstler und nicht der Portraitierte für das entstehende Werk ist. Eigentlich ist das Modell (oder Auftragsgeber) dem Künstler und seine sicht ausgeliefert.

 

Rembrandt trifft mit stechenden Blick auf Cris - 25 x 25 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Rembrandt trifft mit stechenden Blick auf Cris – 25 x 25 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Cris hat zu ihrem Geburtstag ihre Kreativität in anderer beeindruckender Weise ausgelebt. Mit 60 Eiern, 4 Paketen Butter, viel Zucker und noch einigem mehr backte² sie eine Louis Vuitton Handtaschen Torte. Da ich die Tasche sehr beeindruckend fand, möchte ich sie euch hier auch zeigen:

 

 

____________________________

² Ich habe im Duden die Vergangenheit von Backen nachgeschlagen, ich wusste, buk gehört zur alten Rechtschreibung (siehe hier) und erfuhr so, dass backte nun die neue Vergangenheitsform des Verbes backen ist.

Impressionen von der Ausstellung / Salon Wegschütten – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Ausstellungstip, Berlin, Wegschütten, Zeichnung by Susanne Haun on 17. August 2016

Gestern steppte „sprichwörtlich“ der berühmte Bär in meiner Atelierwohnung. Das erste Mal hatte ich nicht genügend Stühle für alle Gäste, die sitzen wollten.

 

 Impressionen von der Ausstellung Wegschütten (c) Foto von M.Fanke

Impressionen von der Ausstellung Wegschütten (c) Foto von M.Fanke

 

Jedoch war es schwer, die Ausstellungsbesucher mit den Salonbesuchern zu verquicken.  Der Ausstellungsbesucher möchte flanieren, die Bilder wirken lassen und Gespräche im Sinne von Smalltalk führen. Der Salonbesucher möchte in Ruhe ein Thema beleuchten und eine strukturierte Diskussion führen. Selbst wenn die Salonbesucher getrennt von den Flaneuren verweilen, so ist die Geräuschskulisse so laut, dass kaum eine Diskussion geführt werden kann.

Der Mensch ist lernfähig. Die Kombination Ausstellungseröffnung und Salon ist schwierig und ich werde in Zukunft wieder beides getrennt veranstalten.

 

Impressionen von der Ausstellung Wegschütten (c) Foto von M.Fanke

Impressionen von der Ausstellung Wegschütten (c) Foto von M.Fanke

 

Trotzdem hat mir der gestrige Abend sehr gut gefallen und ich bin sehr inspiriert und stecke voller neuer Ideen!

Sehr gut funktioniert hat unsere Kombination von „Reden“, die wir gemeinsam gehalten haben. Cristina hat die „formale“ Ansprache als Kuratorin gehalten!

Jürgen hat über unsere Zusammenarbeit berichtet und wie wir zum Thema Wegschütten gekommen sind, während ich den verbindenen, formalen Teil rednerisch übernommen habe!

Sehr verblüfft waren Jürgen und ich, dass die Ausstellungsbesucher unsere Zeichnungen nicht unterscheiden konnten und Schwierigkeiten hatten, zu bestimmen, welche Zeichnungen von mir und welche von Jürgen sind.

Jürgen fand es auch erstaunlich, wie wichtig die Präsentation der Kunst ist. Ihm war nicht bewusst, dass ungerahmte Arbeiten bei einer Ausstellung „billig herüberkommen“ und oftmals nicht als fertig wahrgenommen werden. Jürgen gibt auch ehrlich zu, dass er die Kosten für Rahmen scheut! Wir hatten in der Ausstellung dem gerahmten Teil einem ungerahmten Teil gegenübergestellt und so beim Publikum unterschiedliche Reaktionen erreicht.

Mir wurde einmal auf einer Ausstellung gesagt, dass ich meine Arbeiten (obwohl gerahmt) besser hängen sollte, da es so aussieht, als würdige ich meine eigene Kunst nicht. Ich hatte bei dieser Ausstellung nur Stellwände zur Verfügung und durfte nicht nageln und so musste ich A4 Rahmen an Schnüre aufhängen. Ich war am verzweifeln, die Bilder drehten sich und hingen wir Würstchen herunter, mir gefiel das auch nicht.

Sollte ein Künstler Ausstellungen zu solchen Bedingungen ablehnen?

Wie hängt ihr Bilder auf (zuhause oder auch in einer Galerie)? Gerahmt oder ungerahmt?

 

 

 

Hängen der Ausstellung Wegschütten – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Ausstellungstip, Berlin, Wegschütten by Susanne Haun on 16. August 2016

Gestern haben Cristina Wiedebusch, Jürgen Küster und ich die Ausstellung Wegschütten gehangen. Obwohl wir alles gut vorbereitet haben, bleibt für heute noch genug Arbeit übrig, bevor die Gäste kommen.

So bin ich beim Aufräumen, Putzen, Kuchen backen, Vernissage Wein einkaufen gehen, Preislisten schreiben und drucken etc. so ausgelastet, dass ich die Fotos von gestern ohne weiteren Text sprechen lasse.

 

 

W E G S C H Ü T T E N

Objekte und Zeichnungen von Susanne Haun und Jürgen Küster

16. August 2016 von 16 – 21 Uhr

Kunstraum Susanne Haun, Groninger Str. 22, 13347 Berlin

Anfahrt: U-Bahn 9 Nauner Platz, U-Bahn 6 Leopoldplatz, Tram 13 oder 50 Osramhöfe (Link zu google maps)

Eine Einführung in die Präsentation gibt die Kuratorin Cristina Wiedebusch.

Der Eintritt ist frei.

 

Gespräch zwischen Kuratorin und Künstler zur Ausstellung Wegschütten – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Berlin, Wegschütten, Zeichnung by Susanne Haun on 15. August 2016

 

Schon am vorigen Donnerstag haben Cristina Wiedebusch, Jürgen Küster und ich
uns in der Ausstellung NO IT IS! William Kentridge im Gropius Bau in Berlin getroffen.

 

Skizze und Text von Cristina Wiedebusch und Susanne Haun

Skizze und Text von Cristina Wiedebusch und Susanne Haun

 

Die Ausstellung ist sehr sehenswert und zeigt viele unterschiedliche Möglichkeiten der Präsentation.

„Hat man eine Zeichnung erst einmal begonnen, gibt es ein Gespräch zwischen dem, was darin erscheint, und dem, wovon man sich vorstellt, dass es erscheinen wird. Die Zeichnung wird zu einer Membran zwischen der Welt und einem selbst.“ William Kentridge²

Mich haben besonders die Videoarbeiten beeindruckt. In zwei Seminaren an der Uni haben wir uns mit Kentridge auseinandergesetzt. Es ist anders, eine Ausstellung mit diesem Wissen zu betrachten. Ich habe das jetzt schon oft festgestellt, dass nach intensiver Beschäftigung mit der Materie eine andere Art des Sehens erfolgt. Nach dem sinnlichen Erfassen erfolgt das Erkennen und Durchdringen einer Arbeit. Cristina und ich waren schon im November vorigen Jahres in der Ausstellung double vision, wo die Arbeiten Kentridge denen Dürers gegenübergestellt wurden (siehe hier).

Beim anschliessenden Besuch im Kaffee fragten wir uns, was ein Rahmen bei einem Kunstwerk bewirkt und wie wir Jürgens Film In Buchalovs Garage präsentieren können, wo ist es sinnvoll, Bildschirm, Rechner und Beamer zu platzieren. Wir bereiteten uns auf die Hängung der Ausstellung W E G S C H Ü T T E N vor und machten einen Plan, wie wir welches Kunstwerk präsentieren wollen. Wir überlegen, ob wir einige Bilder hinter einem Vorhang verschwinden lassen und ob wir Buchstaben drucken, sie wir platzieren.

 

W E G S C H Ü T T E N

Objekte und Zeichnungen von Susanne Haun und Jürgen Küster

16. August 2016 von 16 – 21 Uhr

Kunstraum Susanne Haun, Groninger Str. 22, 13347 Berlin

Anfahrt: U-Bahn 9 Nauner Platz, U-Bahn 6 Leopoldplatz, Tram 13 oder 50 Osramhöfe (Link zu google maps)

Eine Einführung in die Präsentation gibt die Kuratorin Cristina Wiedebusch.

Der Eintritt ist frei.

 

__________________________

²Kentridge, William, Folder zur Ausstellung „NO IT IS!“, Berliner Festspiele, Kunststiftung des Bundes, Im Martin-Gropus-Bau, 12. Mai bis 21. August 2016.
Auf dem Folder befindet sich die Information, dass das Zitat dem Katalog/Künstlerbuch zur Ausstellung: William Kentridge: NO IT IS! entnommen ist. Herausgegeben von Angela Breidbach, Wulf Herzogenrath, Anne McIlleron, Köln 2016.

 

Gehört die Präsentation der Werke W E G S C H Ü T T E N zur Kunst dazu? – Susanne Haun

 

Für viele Künstler hört der kreative Prozeß nach der Erstellung des einzelnen Werks auf.

 

Präsentation unserer Arbeit wegschütten im Künstlerunikatbuch (c) Foto von Susanne Haun

Präsentation unserer Arbeit wegschütten im Künstlerunikatbuch (c) Foto von Susanne Haun

 

Für mich geht der Prozeß bei der Zusammenstellung und Präsentation der Kunst weiter. Erst mit der Interaktion mit dem Publikum beginnt für mich die Kunst zu leben und zu wirken.

So habe ich mir für die Ausstellung Wegschütten (siehe hier), die ich mit Jürgen und Cristina am Dienstag von 16 – 21 Uhr bestreite, viele Gedanken um die Präsentation unserer Werke gemacht.

In der c/o habe ich bei einer Ausstellung gesehen, dass Fotos in kleine Heftchen zusammengestellt wurden und an Bändern an der Wand zum Betrachten hingen. Das hat mir ausgesprochen gefallen und ich habe die Idee darum erweitert, dass Jürgen und ich nach der Erstellung der kleinen Heftchen noch ein paar Handzeichnungen dazu setzen.

 

 

Wer neugierig geworden ist, sei herzlich eingeladen zur Kunstpräsentation des Projekts

W E G S C H Ü T T E N

Objekte und Zeichnungen von Susanne Haun und Jürgen Küster

16. August 2016 von 16 – 21 Uhr

Kunstraum Susanne Haun, Groninger Str. 22, 13347 Berlin

Anfahrt: U-Bahn 9 Nauner Platz, U-Bahn 6 Leopoldplatz, Tram 13 oder 50 Osramhöfe (Link zu google maps)

Eine Einführung in die Präsentation gibt die Kuratorin Cristina Wiedebusch.

Der Eintritt ist frei.

 

Pressemitteilung Ausstellung W E G S C H Ü T T E N – Objekte und Zeichnungen von Jürgen Küster und Susanne Haun, Kuration Cristina Wiedebusch

Posted in Ausstellung, Presse, Projekt Null, Projekt Wegschütten, Wegschütten, Zeichnung by Susanne Haun on 28. Juli 2016

Jürgen Küster und meine Ausstellung Wegschütten steht vor der Tür.

Unsere Kuratorin Cristina Wiedebusch und ich haben Anfang der Woche die Pressemitteilung für die Ausstellung „W E G S C H Ü T T E N“ – Objekte und Zeichnungen von Jürgen Küster und Susanne Haun zusammengestellt. Cristina kam schon mit sehr gut formulierten Texten, so dass wir nur noch die  Fotos zusammenstellen mussten.

Hier ist die pdf-Version zum herunterladen.

Kunstpräsentation des Projekts

W E G S C H Ü T T E N

Objekte und Zeichnungen von Susanne Haun und Jürgen Küster

16. August 2016 von 16 – 21 Uhr

Kunstraum Susanne Haun, Groninger Str. 22, 13347 Berlin

Eine Einführung in die Präsentation gibt die Kuratorin Cristina Wiedebusch.

Der Eintritt ist frei.

 

Die Künstlerin

Susanne Haun ist eine Künstlerin, die, besessen davon aufrichtig zu sein, zu einer Provokateurin wird. In ihrem Bestreben, etwas von Befindlichkeiten offen zu legen, gerät sie manchmal an die Grenzen zum Großstädtisch-Mondänen, ja zur Karikatur. Ihre Zeichnungen benötigen keinen zusätzlichen mentalen Prozess, so dass das Gesehene ohne Umweg und Verzögerung auf die Bildfläche, direkt, unmittelbar, wie von selbst erscheint. Kräftige, ununterbrochene Umrandungen und gezielte Farb-akzente sorgen für Raum, Atmosphäre und gekonnte Inszenierung. Mit reduzierten treffsicheren Linien fängt Frau Haun den Kern des Sujets ein, gleichgültig, ob es sich um Affekte, Stimmungen oder Charaktere handelt.

 

Künstlerin Susanne Haun (c) Foto von Cristina Wiedebusch

Künstlerin Susanne Haun (c) Foto von Cristina Wiedebusch

 

Der Künstler

Jürgen Küster erzeugt Zeichnungen, die durch ihre irregulären Partien streckenweise verdoppelt aufgebrochen oder ergänzt erscheinen. Das „expressionistische“ Moment, der Augenblick dominiert. Es ist schwer zu sagen, ob die gegenwärtige Geschichte die Welt der Imagination beeinflusst oder die Imagination die Geschichte bestimmt. Zeichnen ist für ihn ein Anpassen und Auflösung der Form um die Aneignung von Stimmung. Er hantiert mit diversen Arbeitsutensilien und verarbeitet dabei das Erlebte, Gefühlte, Gedachte in reizvolle intellektuelle Kunst(spiel)werke.

 

Jürgen Küster (c) Foto von Susanne Haun

Jürgen Küster (c) Foto von Susanne Haun


Die Kuratorin

Cristina Wiedebusch ist Kunsthistorikerin. Sie hat ihren Bachelor zum Thema „Admiratio und aemulatio des menschlichen Körpers, Rembrandts Gemälde Die Anatomiestunde des Dr. Nicolaes Tulp“ an der Freien Universität Berlin bei Prof. Dr. Klaus Krüger geschrieben. Sie ist in Italien, Turin mit dem wohlklingenden Geburts-namen Bonadonna geboren und besuchte in ihrer Heimatstadt das altsprachliche Liceo Classico Vincenzo Gioberti und schloss mit dem humanistischen Abitur ab. Diesem Umstand verdankt sie es, dass sie heute die Sprachen Latein und Altgriechisch zusätzlich zu Englisch beherrscht. Die italienische Muttersprachlerin spricht perfekt Deutsch und hat vor einem halben Jahr begonnen, ihre 6. Sprache, Niederländisch, zu lernen, was sie für ihr weiteres Masterstudium benötigt.

 

Kuratorin Cristina Wiedebusch, geb. Bonadonna (c) Foto von Susanne Haun

Kuratorin Cristina Wiedebusch, geb. Bonadonna (c) Foto von Susanne Haun

 

Die Ausstellung / der Salon

Jürgen Küster und Susanne Haun sind neugierig. Sie loten die Dinge aus. Und sie sind interessiert an kooperativen, dialogischen Vorgehensweisen in ihrer künstlerischen Arbeit. Also sendete Susanne Haun an Jürgen Küster eingescannte Zeichnungen per Mail zum Thema wegschütten, und er antwortete auf dem gleichen Wege. In unterschiedlichen zeitlichen Abständen wechselten auf diese Art und Weise Arbeiten zwischen den beiden. Bei dieser Ausstellung werden 70 Arbeiten aus der Zeit zwischen Juli und September 2015 präsentiert.

Längst ist es überholt, die Bilder einer Ausstellung ordentlich in einer Reihe an die Wand zu hängen. Die Präsentation von Kunst ist ein entscheidendes Element einer Ausstellung geworden. Der Ausstellungsraum wird als Display bezeichnet und nicht nur in den großen Häusern gut geplant. Es zählt nicht einzig das Bild, die Skulptur oder das Objekt an sich, sondern mit einbezogen wird die Umgebung, zusammen bilden sie den Kunstraum. Das Display kann zwischen Künstler und Betrachter vermitteln und neue Sichtweisen eröffnen. In diesem Sinne zeigen uns Cristina Wiedebusch, Jürgen Küster und Susanne Haun die Möglichkeiten der Präsentation von Kunst.

 

 Der Veranstaltungsort

Der Kunstraum Susanne Haun besteht seit 3 Jahren. Hier finden regelmäßig viermal im Jahr KunstSalons statt. Frau Haun lädt eine Referentin oder Referenten ein, die/der über ein Thema mit ihren Gästen spricht. In der Vergangenheit wurden so Themen wie die Akzeptanz von textiler Kunst, Leben in Ghana, die Graphothek Berlin, Dokumentarfilme über Kunst oder die Dynamik von Frustration und Kränkung besprochen. Die künstlerischen Arbeiten der Referentin und von Susanne Haun werden dabei präsentiert. Der Kunstraum besteht aus einem Galerieraum und dem Atelier von Susanne Haun. Die Entscheidung, die Kunstwerke an einem Ort auszustellen, indem die Ideen und Inspirationen, wie wohl nirgends sonst, entstehen, steht im Einklang mit dem impulsiven Charakter der Zeichnung.

 

Einladung Wegschütten Susanne Haun Jürgen Küster

Einladung Wegschütten Susanne Haun Jürgen Küster

 

Für weitere Anfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Susanne Haun:
Tel. 030 43 00 45 72
Mobil 0177 232 80 70
info@susannehaun.de
http://www.susannehaun.de

Cristina Wiedebusch:
Tel. 03328 934125
Mobil 0174 3343724
cristina.wiedebusch@fu-berlin.de

 

Cristina Wiedebusch – die Kuratorin der Ausstellung Wegschütten – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Projekt Wegschütten, Wegschütten, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Juli 2016

 

Cristina Wiedebusch wird Jürgen und mich als Kuratorin bei unserer Ausstellung Wegschütten unterstützen. Die Kommunikation zwischen der Kuratorin und den Künstlern ist sehr wichtig.

 

Cristina Wiedebusch, geb. Bonadonna (c) Foto von Susanne Haun

Cristina Wiedebusch, geb. Bonadonna (c) Foto von Susanne Haun

Es muß geklärt werden, welche Aufgaben jeder zum guten Ablauf der Vernissage und der Ausstellung übernimmt. Dazu wird Cris am Dienstag zu mir kommen. Jürgen wird Cris erst am Montag vor der Vernissage persönlich kennenlernen jedoch werde ich ihr am Dienstag einiges zu seinen Werken erzählen und zeigen.

Die wichtigste Aufgabe der Kuratorin ist die Begleitung der Künstler während der Vorbereitung der Ausstellung. Sie schaut sich die Arbeiten an, sucht aus, was zusammen gehören könnte, ermuntert die Künstler – sie ist die erste Betrachterin der Arbeiten. Kurator kommt vom lateinischen Wort curator („Pfleger“, „Vertreter“ oder „Vormund“) sowie von curare („Sorge tragen“, „sorgen um“). Ich schrieb schon einmal in meinem Blog darüber jedoch sind die Aufgaben des Kurators für viele Leserinnen und Leser immer noch unklar und das ist auch nicht schlimm 🙂 .

Cristina Wiedebusch ist in Italien, Turin mit dem wohlklingenden Geburtsnamen Bonadonna geboren und besuchte in ihrer Heimatstadt das altsprachliche Liceo Classico Vincenzo Gioberti und schloss mit dem klassischen Abitur ab. Diesem Umstand verdankt sie, dass sie heute die Sprachen Latein und Altgrieschich zusätzlich zu Englisch beherrscht. Die italienische Muttersprachlerin spricht perfekt Deutsch und hat vor einem halben Jahr begonnen, ihre 6. Sprache, niederländisch, zu lernen.

Bevor sie 1993 wegen der Liebe von Italien nach Deutschland auswanderte, besuchte sie die Universita Degli Studi di Torino für ein Studium der Psychologie. 1994, 1997 und 2008 brachte sie ihre Kinder zur Welt und immatrikulierte sich genau wie ich 2013 im Fach Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin.

Ich freue mich auf unser Arbeitsgespräch am Dienstag und werde schon mal die Kaffeemaschine heiss laufen lassen.

Jürgen hat ein kleines Künstlerbuch zum Thema Wegschütten auf issuu publiziert (siehe hier). Es lohnt sich, hineinzuschauen.

 

Cover der Publikation Wegschütten (c) Susanne Haun und Jürgen Küster

Cover der Publikation Wegschütten (c) Susanne Haun und Jürgen Küster

 

Zur Eröffnung der Ausstellung wegschütten am Dienstag, den 16. August 2016, ab 16.00 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Ab 18.00 Uhr findet im Rahmen der Ausstellungseröffnung der 11. KunstSalon am Dienstag zum Thema „Möglichkeiten der Präsentation von Kunst“ statt.

Kunstraum Susanne Haun, Groninger Str. 22, 13347 Berlin
info@susannehaun.de T: 030 43 00 45 72 M 0177 232 80 70

Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz

 

Einladung zur Ausstellung Wegschütten - Jürgen Küster Susanne Haun Cristina Wiedebusch

Einladung zur Ausstellung Wegschütten – Jürgen Küster Susanne Haun Cristina Wiedebusch

Ausstellungstip: EL SIGLO DE ORO – Susanne Haun

Posted in Ausstellungstip, Berlin, Kunstgeschichte by Susanne Haun on 21. Juli 2016

 

Die Ausstellung  EL SIGLO DE ORO (siehe hier)  birgt mit ihrem gut durchdachten Konzept eine Menge Überraschungen.

 

Blick aus dem Kulturforum zum Potsdamer Platz (c) Foto von Susanne Haun

Blick aus dem Kulturforum zum Potsdamer Platz (c) Foto von Susanne Haun

 

Anhand der Farbe der Wände kann der Besucher unterscheiden aus welchem Landstrich des großen spanischen Imperiums des 17. Jahrhunderts. Gleich am Beginn der Ausstellung wird eine entsprechend farbige Weltkarte gezeigt.

„El Siglo de Oro – das Goldene Zeitalter der spanischen Kunst – zählt zu den bedeutendsten wie populärsten Kapiteln der europäischen Kulturgeschichte. Erstmals kann in diesem Sommer in Berlin die faszinierende Vielfalt der Malerei und Skulptur des 17. Jahrhunderts auch außerhalb Spaniens umfassend erlebt werden – mit über 130 Meisterwerken von Velázquez, El Greco, Francisco de Zurbarán und Bartolomé E. Murillo sowie bislang kaum bekannten Künstlern wie Alonso Cano und Gregorio Fernández. „² ist sowohl auf der Internetseite der Ausstellung als auch auf den Ausstellungsflyer zu sehen.

Mir gefällt schon im Foyer die große durchscheinene Lichtwand, die wechselnd Bilder der Ausstellung im gelben Kreis zeigt. Ich mag die Veränderung, die die Gemälde durch den sich schliessenden Kreis erfahren.

In der Ausstellung fand ich den Raum mit Zeichnungen der goldenen Ära eindrucksvoll, vielleicht sollte ich mir überlegen, eine der Zeichnugnen von Jusepe de Ribera in meiner Masterarbeit zu besprechen? Ich fand besonders die Portraits in ihren einfachen Linien ausdrucksstark.

Einen sehr guten Bericht mit Fotos zur Ausstellung (innen ist es verboten, zu fotografieren) ist auf der Seite des Tagesspiegel zu finden (siehe hier). Hier kann auch El Grecos „Immaculata Oballe“ aus dem Jahr 1613, das Mariä Empfängnis zeigt zu sehen. Als Einstieg in die Ausstellung ist dieses Bild ein wahres Spektakel an Farben, Form und Komposition.

 

__________________________________
²El Siglo de Oro. Die Ära Velázquez, Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Berlin 2016, http://www.el-siglo-de-oro.de/home.html, 21.7.2016, 7:09 Uhr

 

Einladung zum 11. KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun – Gäste: Jürgen Küster und Cristina Wiedebusch

Der nächste KunstSalon am Dienstag findet am Dienstag, den 16. August 2016 statt.

„Möglichkeiten der Präsentation von Kunst“

Salon Einladung Gast Cristina Wiedebusch Hans Jürgen Küster

Längst ist es überholt, die Bilder einer Ausstellung ordentlich in einer Reihe an die Wand zu hängen. Die Präsentation von Kunst ist ein entscheidendes Element der Ausstellung geworden. Der Ausstellungsraum wird als Display bezeichnet und nicht nur in den großen Häusern gut geplant. Es zählt nicht einzig das Bild, die Skulpturen und die Objekte an sich, sondern mit einbezogen wird die Umgebung, zusammen bilden sie den Kunstraum.

Das Display kann zwischen Künstler und Betrachter vermitteln und neue Sichtweisen eröffnen. Um den Salonnières die Möglichkeiten der Präsentation anschaulich zu vermmitteln, habe ich als Gäste Hans-Jürgen Küster und Cristina Wiedebusch eingeladen. Die Ausstellungseröffnung beginnt um 16 Uhr und um 18 Uhr beginnen wir zur gewohnten Zeit mit unseren Gesprächen im Rahmen des Salons.

Bevor ich offiziel werde, möchte ich noch etwas zu meinem neuen Foto auf der Saloneinladung schreiben: Gina, eine alte Freundin, hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ihr mein Zeigefinger auf den bisherigen Einladungen nicht gefällt, er sieht so anklagend aus. Ich wollte in als „Präsentationsfinger“ verstanden sehen, habe mir aber auch selber Gedanken gemacht, ob es wirklich wie eine Präsentation oder eher wie eine Anklage wirkt. Das 11. Salonfoto von mir ist jedoch auch wieder nur ein Zwischenstand, bis Micha und ich dazu kommen, mich präsentierend in Szene zu setzen.

Offiziel gesagt:

Ausstellung Wegschütten

Hans – Jürgen Küster und Susanne Haun sind neugierig. Sie loten die Dinge aus. Und sie sind interessiert an kooperativen, dialogischen  Vorgehensweisen in ihrer künstlerischen Arbeit. Also sendete Susanne Haun an Hans – Jürgen Küster  eingescannte Zeichnungen per Mail zum Thema wegschütten, und er antwortete auf dem gleichen Wege. In unterschiedlichen zeitlichen Abständen wechselten auf diese Art und Weise Arbeiten zwischen den Beiden. Bei dieser Ausstellung werden 70 Arbeiten aus der Zeit zwischen Juli und September 2015 präsentiert.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, den 16. August 2016, 16.00 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Ab 18.00 Uhr findet im Rahmen der Ausstellungseröffnung der 11. KunstSalon am Dienstag zum Thema „Möglichkeiten der Präsentation von Kunst“ statt.

Cristina Wiedebusch ist Kunsthistorikerin. Sie hat gerade ihren Bachelor zum Thema „Admiratio und aemulatio des menschlichen Körpers, Rembrandts Gemälde Die Anatomiestunde des Dr. Nicolaes Tulp“ geschrieben und abgegeben. Sie wird eine kleine Einführung zu den beiden Künstlern und die Präsentation der Arbeiten Wegschütten, geben.

 

KunstSalon am Dienstag

KunstRaum Susanne Haun
16. August 2016 um 18 Uhr

Groninger Str. 22, 13347 Berlin-Wedding

info@susannehaun.de   T: 030 43 00 45 72   M 0177 232 80 70

Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz

 

Einladung zur Ausstellung Wegschütten - Jürgen Küster Susanne Haun Cristina Wiedebusch

 

 

 

 

%d Bloggern gefällt das: