Susanne Haun

Zitat am Sonntag – Goethe

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 16. Juni 2019

 

Ein jeder sieht, was er im Herzen trägt.

Goethe

 

Das Licht im Herz - Zeichnung von Susanne Haun - Sepia auf Bütten - 22 x 17 cm

Das Licht im Herz – Zeichnung von Susanne Haun – Sepia auf Bütten – 22 x 17 cm

 

Vor drei Wochen habe ich im Tagesspiegel eine Diskussion zum Duell der Fakten gelesen (Klick hier). Die These lautet, dass Menschen ihren Kopf nur nutzen, um ihr Bauchgefühl zu rechtfertigen. Eine interessante Diskussion aus der ich mir die folgenden zwei Sätze herausgezogen habe.

 

„Mitgefühl ist eine Eigenschaft, die nicht jeder in sich trägt und Mitgefühl trifft auf Individualismus.“

„Hochschulen schärfen die Linsen, mit denen die Absolventen die Realität wahrnehmen und sie fördern die Fähigkeit, das eigene Bauchgefühl mit Fakten zu untermauern.“

 

Ich hoffe immer, dass ich es schaffe eine gute Mischung an Bauchgefühl (Mitgefühl) und Fakten an den Tag lege. Erschrocken hat mich die Tatsache, dass ich natürlich auch an der Uni gelernt habe, meine Thesen zu untermauern, hinter ihnen zu stehen und sie in Diskussionen zu verteidigen. Aber wer sagt, dass unsere Thesen korrekt sind? Wenn ich genügend Menschen davon überzeugen kann? Gefährlich!!!!!!!

Was meint ihr dazu?

 

Die lichtlose Ecke des Herzens - Zeichnung von Susanne Haun - Sepia auf Bütten - 22 x 17 cm

Die lichtlose Ecke des Herzens – Zeichnung von Susanne Haun – Sepia auf Bütten – 22 x 17 cm

 

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Zitiert nach Causa, Tagesspiegel vom 26.5.2019, David Barker, Morgan Marietta, Seite 8

 

 

Das ständige Zeichnen – Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Februar 2019

 

Mein Kalender 1. Woche (c) Zeichnung von Susanne Haun

Mein Kalender 1. Woche 31. Dezember 2012 – 5. Januar 2013 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

In den Kommentaren zu meinen letzten Selbstportraits im Kalender 2019 stellte Gerhard eine Frage, der ich mit meiner Antwort gerne einen Beitrag widmen möchte.

Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass die obige Zeichnung aus mein Selbstportraitagebuch aus dem Jahr 2013 stammt 🙂

Gerhard (siehe hier):
Du zeichnest Dich aus dem Kopf?!
Mir fällt jetzt etwas ein, daß mit „Üben“ generell zu tun hat:
Ich weiß vom Schach, der Leichtathletik, auch vom Zeichnen, daß stetes Üben nicht unbedingt „voranbringt“.
Harald Schmid, der 400m-Hürdenläufer von einst trainierte nur eine Stunde am Tag scharf, weitere Koordinationsübungen hielt er für abträglich. Im Schach ist auch sehr gezieltes Training besser…und danach Schluss.
Beim Aktzeichnen hat stetes Üben über die Monate und Jahre nicht unbedingt zu Fortschritt geführt. Meine Zeichnungen etwa von 2005 waren scheinbar besser als die von 2010 , so schien es.
Was kannst Du dazu sagen?
Meine Antwort dazu:
Lieber Gerhard,
ich habe meinen Beitrag nochmals gelesen und meine Vermutung hat sich bestätigt. Ich verwende das Wort „üben“ nicht. Ich übe nicht, Gerhard, ich zeichne. Und natürlich ist es notwendig, jeden Tag zu zeichnen. So wie der Geiger jeden Tag spielt. Es ist ein ewiges Erfahrungen sammeln. Ich glaube auch nciht, dass Harald Schmid übte, er trainierte und entschied selber, wie lange er trainieren muss, um seine Leistung zu halten. Üben bedeutet für mich, zu versuchen, eine Fähigkeit zu erlangen, die ich noch nicht besitze. Beim Schach würde ich auch das Nachspielen von Partien nicht als üben bezeichnen, sondern logische Schlussfolgerungen herstellen und merken. Üben ist es, wenn ich die einzelnen Züge der Figuren lernen muss, also so wie der Turm geht gerade nach vorne, seitwärts und rückwärts.
Tägliches Zeichnen ist meiner Ansicht nach notwendig, damit deine vorgestellten Linien aus dem Kopf in die Hand fließen. Das Motiv ist zweitrangig. Wenn du jeden Tag Akt zeichnest wird es dir leichter fallen, Körper zu erfassen, aber der Schritt vom Portrait zum Körper, zur Landschaft zur Blume ist dann nur ein kleiner Schritt.
Es kommt darauf an, dass du genau hinschaust. Beim aus der Erinnerung zeichnen, rufst du Erfahrungen ab, die du schon gemacht hast. Du hast dir den menschlichen Körper viel angeschaut und kannst diese Erfahrung abrufen. Aber es ist schwer, den menschlichen Körper zuerst aus der Anschauung, dem Sehen, zu zeichnen. Viele meiner Schülerinnen / Schüler schauen nicht genau hin. Sie zeichnen ihre Vorstellung vom Auge, ohne eine konkrete Vorstellung der Linien des Auges zu besitzen und so wird das Auge oft schief.
Mein Workshops beginnen mit dem Hinweis, dass das Sehen die Grundlage ein jedes Werks ist.Ich hoffe, ich konnte deine Frage beantworten, einen schönen Freitag von Susanne
P.S. Das Selbstportraittagebuch wird für das Jahr 2019 eines meiner Kernwerke sein.

Ich freue mich, wenn sich die eine oder der andere entscheidet, sich in den Kommentaren an unserer Diskussion zu beteiligen.

Gedanken und zeichnerische Notizen zur Langeweile – Susanne Haun

Posted in Kunstgeschichte, Langeweile, Philosophie, Zeichnung by Susanne Haun on 11. Juli 2016

An der Uni habe ich den Text Boredom and Art: Passions Of The Will To Boredom von Julian Jason Haladyn² kennengelernt.

Detail Leinwand Hat meine Gedanken gelöscht (c) Susanne Haun

Detail Leinwand Hat meine Gedanken gelöscht (c) Susanne Haun

Schon die Einleitung hat mich zum Nachdenken angeregt.

Nach Lektüre des Texts, habe ich mich als erstes gefragt, welche Vorstellung Julian Jason Haladyn von Langeweile hat und ob diese sich mit meiner Vorstellung von Langeweile deckt.

Unter Langeweile verstehe ich ein Subjekt, dass nicht weiß, wie es seine Zeit verbringen soll. Ich verstehe unter Langeweile nicht das körperliche Nichtstun und Denken, was sehr anregend sein kann.

Langeweile wird im Duden als unangenehm, lästig empfundenes Gefühl des Nicht-ausgefüllt-Seins, der Eintönigkeit, Ödheit, das aus Mangel an Abwechslung, Anregung, Unterhaltung, an interessanter, reizvoller Beschäftigung entsteht, beschrieben.

Auf diese Definition greift Halady gleich am Anfang seines Texts zurück.

Halady beschreibt Langeweile als elitär. Er zitiert Benjamin, der die Langeweile als spezifisch modernes Phänomen beschreibt.

Langeweile befällt alle Klassen und die Langeweile einer Hausfrau, eines Fabrikarbeiters ist nicht weniger bedeutsam als die eines Politikers oder Philosophen. Das Leiden kann an individuellen Attributen oder sozialen Problemen innerhalb der Gesellschaft liegen. Langeweile entsteht aus der Beziehung zwischen dem Subjekt und der Welt. Halady stellt eine Verbindung zwischen der Industrialisierung und der Langeweile der konsumierenden Kultur her. Scheinbar wird die Langeweile mit der Erfüllung unserer Konsumwünsche bekämpft. Ich finde die Erkenntnis Haladys, dass die Langeweile eine Herausforderung der gelebten Sinnlosigkeit der Existenz ist, sehr interessant und nachdenkenswert. Ich verstehe nicht, was Halady damit meint, dass die Langeweile aktiv verwendet werden soll, um das Interesse der Menschen in Frage zu stellen.

Die Vorstellung von Langeweile soll als positive Erfahrung gesehen werden, als bewusster oder unbewusster und wissentlicher oder unwissentlicher ästhetischer Zustand der Moderne.

Leider ist mir aus der zur Verfügung gestellten Einleitung des Buchs nicht klargeworden, wie ich das  Kunstwerk in Zusammenhang mit der Langeweile zu betrachten habe.  Soll das Werk die Langeweile hervorrufen, die das Subjekt bewusst in Zeiten der Reizüberflutung zur Erholung benötigt?

Ich bin gespannt auf die Sitzung am Mittwoch.

Meine Überlegungen, wie ich eine Zeichnung zum Thema Langeweile gestalte, sind noch im Entwicklungsstadium. Gut passen meine Zeichnungen zum Thema Dämonen zur Langeweile.

 

 

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Haladyn, Julian Jason. Boredom and Art: Passions Of The Will To Boredom, Winchester u. Washington 2015, S. 1 – 5.

Die eigene Freiheit – Gedanken zur Diskussion in der Green Hill Galery – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Green Hill Gallery, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Februar 2016

Ich verstehe unter meine eigenen Freiheit das Recht, zu zeichnen, zu bloggen und zu schreiben, was ich möchte, ohne um mein Leben fürchten zu müssen.

Event im Kulturschöpfer - Im Rausch der Freiheit (c) Foto von M.Fanke

Event im Kulturschöpfer – Im Rausch der Freiheit (c) Foto von M.Fanke

 

Ich kann meinen Aufenthalt selbstständig bestimmen und meine Meinung zählt bei Diskussionen genauso viel wie alle anderen Meinungen. Ich kann mir aussuchen, mit wem ich eine Partnerschaft eingehe und ob ich Kinder bekommen und großziehen oder nicht.
Ich bin souverän in meinen Entscheidungen.
Am 18. Februar fand in der Green Hill Galery der Künstlertalk mit Thomas Bühler, Nina Marxen und mir zum Thema Freiheit statt. Es war eine anregende Diskussion.

Event im Kulturschöpfer - Im Rausch der Freiheit (c) Foto von M.Fanke

Event im Kulturschöpfer – Im Rausch der Freiheit (c) Foto von M.Fanke

 

Es ist interessant, die Wortherkunft von Freiheit zu betrachten. Etymologischen Vermutungen zufolge kann es auf das germanische Wort fri-halsa, jemand, dem sein Hals selbst gehört, zurückführen. Für mich ist das eine sehr bildnerische Übersetzung des Wortes Freiheit und ich sehe den eisernen Ring und die Ketten um den Hals vor mir. Ketten und Ring, die knechtschaft bedeuten.

Was bedeutet für euch Freiheit?

 

Event im Kulturschöpfer - Im Rausch der Freiheit (c) Foto von M.Fanke

Event im Kulturschöpfer – Im Rausch der Freiheit (c) Foto von M.Fanke

Verästelungen am blauen Himmel und die letzte Blogparadenfrage – Susanne Haun

Posted in Blogparade, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 27. November 2012

Ich schaue in den blauen Himmel, sehe die kahlen Bäume mit den Verästelungen der Zweige, die sich wie das Leben in den Himmel recken.

Ich möchte über Franks Blogparaden Frage „Passen Kunst und Kommerz zusammen?“ nachdenken, finde aber keinen Zugang zur Frage.

Traumküste 34 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Traumküste 34 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Über die Definition von Kunst habe ich ausführlich hier in meinem Blog gesprochen.

Das der Haupt- oder auch der Nebenberufskünstler mit der Kunst Geld verdienen muss, ist allen klar – ich muss nicht von Miete, Essen und Krankenkasse reden.

Conny Niehoff hat es verschärft ausgedrückt.  Sie produziert ihre Kunst selbstverständlich mit allem was dazu gehört. Für sie ist ihre Begabung nichts besonderes; manchmal glaube ich sogar, dass sie nicht weiss, wie begabt sie ist.

Ich habe diese Selbstverständlichkeit das erste Mal bei Annette Pehnt und danach bei Kerstin Mempel bewusst wahrgenommen.

Annette Pehnt, die für uns netterweise die Sternzeichengeschichten schrieb, hat dieses Jahr zwei große Literaturpreise erhalten, den Solothurner Literaturpreis  und den Hermann Hesse Preis und sie moderiert das Freiburger Literaturgespräch. Sie muss ihre Arbeit nicht legitimieren und ich habe auch nie von ihr ein Wort in dieser Richtung gehört. Ebenso wenig von Kerstin oder Conny.

Es ist ein selbstverständliches Tun in allem was nötig ist.

1 In den Himmel schauen (c) Foto von Susanne Haun

1 In den Himmel schauen (c) Foto von Susanne Haun

Ich hatte heute noch die Indigo farbende Tusche auf meinem Arbeitstisch zu stehen. So habe ich zu den Bäumen noch eine Traumküsten gezeichnet.

For my English-speaking readers:
I look at the blue sky, see the bare trees with the ramifications of the branches that stretch out like living in heaven.

I want to think about Frank’s blogparade question  „Fit  art and commerce together?“ But I haven’t an access to this question.
About the defintion of art I have spoken extensively in my blog.
That artists must make money is clear for all of you – I don’t have to talk rent for the studios, food and health insurance.

Im Abstand von einer Woche haben einige Blogger euch Frangen zur Kunst gestellt und euch eingeladen, mit uns zu diskutieren. Dieses ist die letzte Woche und Frank Koebsch ist an der Reihe eine Frage zu stellen und die Diskussion zu leiten.

Hier eine Übersicht der bisherigen Fragen:

Susanne Haun    Wie wichtig ist für dich die Präsentation von Kunst

Ute Schätzmüller   Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?

Jürgen Küster  Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?

Conny Niehoff   Wird bildende Kunst überbewertet? Und drängen wir uns nicht zu sehr auf? Wen interessiert unser geistiges Gedöns?

Oliver Kohls       Wie beeinflusst das Internet die kunstschaffenden und die kunsterlebenden Menschen?

Frank Koebsch  Passen Kunst und Kommerz zusammen?

  • Als Sponsor für unser Projekt konnten wir, wie ich schon erwähnte,  Karsten Peters, Galerist der Hamburger Galerie Faszination Artgewinnen.
  • Start der Blogparade Künstler /  ausgelobter Preis Ausgelobter Preis
    22.10.2012 Susanne Haun„Azalee“17 x 22 cm, Zeichnung Tusche auf Bütten Azalee (c) Zeichnung von Susanne HaunAzalee (c) Zeichnung von Susanne Haun
    29.10.2012 Ute Schätzmüller“man, water”18 x 24 cm, Aquarellzeichnung auf Clairefontaine Bütten man, water (c) Ute Schätzmüllerman, water (c) Ute Schätzmüller
    04.11.2012 Jürgen Küstero.T.21 x 29,7 cm, Radierung/Gummidruck auf Bütten 160g o.T. (c) Jürgen Küstero.T. (c) Jürgen Küster
    12.11.2012 Conny Niehoff„kleine expressive Landschaft“ca. 16 x 24 cm,  Mischtechnik auf Papier kleine expressive Landschaft (c) Conni Niehofkleine expressive Landschaft (c) Conni Niehof
    19.11.2012 Oliver Kohls„Abendhimmel über Marschland”40 x 50cm, Pastell Abendhimmel über Marschland (c) Oliver KohlsAbendhimmel über Marschland (c) Oliver Kohls
    26.11.2012 Frank KoebschFaszination Ballett # 1“10,5 x 15 cm, Miniatur in Aquarell Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank KoebschFaszination Ballett # 1

Sollte die Kunst in Bild-, bzw. Medienwissenschaft umbenannt werden? – Zeichnung und Diskussion von Susanne Haun

Posted in Animation, Betrachtungen zur Kunst, Blogparade, Konzeptkunst, Kunstgeschichte, Zeichnung by Susanne Haun on 21. November 2012

In der Kunstwissenschaft wird überlegt, die Kunst in Bild-bzw. Medienwissenschaft umzubenennen², dann wäre die Frage nach Kunst oder nicht Kunst nicht mehr relevant!

Diese These passt zu Oliver Kohls Frage in der 5. Woche unserer Blogparade:
Wie beeinflusst das Internet die kunstschaffenden und die kunsterlebenden Menschen?

Die Frage, die ich mir zuerst dazu stelle ist, ob das Internet schon den Weg in die Kunst gefunden hat.
Als Kunst und nicht als Medium.
Ich möchte deshalb die Werbung und den Verkauf im Internet völlig aus der Frage herauslösen.

Zu allererst möchte ich feststellen, dass das Internet nicht die bisherigen Kunstarten wie das reale Bild/Foto für die Wand, die Filmkunst und Buchkunst ersetzen kann; das Internet kann sie nur um eine weitere Art des Ausdrucks ergänzen.
Für mich persönlich ist es eine zusätzliche Art der Betrachtung und des Ausdrucks in der Kunst, ein neuer Werkstoff.

Deshalb kann meines Erachtens die Umbenennung in Bild- und Medienwissenschaft wiederum nur einen Teil der Kunst abdecken. Alles andere bliebe bei dieser Art des neuen Kunstbegriffs außen vor.

Ich habe durch Jürgen Küster die Plattform Issuu kennen gelernt. Diese Plattform bietet die Möglichkeit, digitale Bücher zu präsentieren. Ich fand sie sofort faszinierend und Jürgens Bücher gefallen mir sehr. So habe ich mich angemeldet und bei mir gedacht, dass ich „irgendwann“ etwas hochladen.  Ähnlich, wie ich mit einem neuen Block zum Zeichnen verfahren würde.

Ich sehe es als Ergänzung zum gedruckten Buch.

Musste der Rezipient früher zum Betrachten der Kunst ins Museum, der Galerie oder Bücherei gehen, kann er sich nun leicht im Internet einen Überblick verschaffen. Gerade bei großen Bildern, Skulpturen, Installationen und Konzepten ist es schwierig im Internet einen genauen Eindruck zu erhalten. Ich vergleiche in dieser Funktion das Internet mit einem Buch.

Der Blog im Allgemeinen hat schon Einzug in die Kunst gehalten. Dazu gibt es Fachliteratur, die ich noch nicht gelesen habe, die ich aber in der näheren Zukunft in Angriff nehmen werde und worüber ich hier berichten werde.

Mein Blog ist Teil meines Werkes.

For my English-speaking readers
In arthistory is considered  art  rename in image or Media Studies ², then the question be art or not to be is no longer relevant! This hypothesis fits Oliver Kohl’s question in the 5th Week of our blogparade:  How does the Internet the art creative and artistic people experiencing
The question I ask myself first to whether the Internet has already found its way into art. As art and not as a medium
I would therefore like to advertising and selling on the Internet completely detach from the question.

Im Abstand von einer Woche werden wir folgenden sechs euch Fragen zur Kunst stellen und euch einladen, mit uns zu diskutieren:

  • Susanne Haun    Wie wichtig ist für dich die Präsentation von Kunst?
  • Ute Schätzmüller   Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?
  • Jürgen Küster  Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?
  • Conny Niehoff   Wird bildende Kunst überbewertet? Und drängen wir uns nicht zu sehr auf? Wen interessiert unser geistiges Gedöns?
  • Oliver Kohls       Wie beeinflusst das Internet die kunstschaffenden und die kunsterlebenden Menschen?
  • Frank Koebsch
  • Als Sponsor für unser Projekt konnten wir, wie ich schon erwähnte,  Karsten Peters, Galerist der Hamburger Galerie Faszination Artgewinnen.
  • Start der Blogparade Künstler /  ausgelobter Preis Ausgelobter Preis
    22.10.2012 Susanne Haun„Azalee“17 x 22 cm, Zeichnung Tusche auf Bütten Azalee (c) Zeichnung von Susanne HaunAzalee (c) Zeichnung von Susanne Haun
    29.10.2012 Ute Schätzmüller“man, water”18 x 24 cm, Aquarellzeichnung auf Clairefontaine Bütten man, water (c) Ute Schätzmüllerman, water (c) Ute Schätzmüller
    04.11.2012 Jürgen Küstero.T.21 x 29,7 cm, Radierung/Gummidruck auf Bütten 160g o.T. (c) Jürgen Küstero.T. (c) Jürgen Küster
    12.11.2012 Conny Niehoff„kleine expressive Landschaft“ca. 16 x 24 cm,  Mischtechnik auf Papier kleine expressive Landschaft (c) Conni Niehofkleine expressive Landschaft (c) Conni Niehof
    19.11.2012 Oliver Kohls„Abendhimmel über Marschland”40 x 50cm, Pastell Abendhimmel über Marschland (c) Oliver KohlsAbendhimmel über Marschland (c) Oliver Kohls
    26.11.2012 Frank KoebschFaszination Ballett # 1“10,5 x 15 cm, Miniatur in Aquarell Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank KoebschFaszination Ballett # 1

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² Pfisterer, Ulrich (HG), Metzlers Lexikon Kunstwissenschaft, Stuttgart 2003, 2011²

Alles ist ein Teil vom Ganzen –> Wald –> Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blogparade, Blumen und Pflanzen, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 13. November 2012

„Wird bildende Kunst überbewertet? Und drängen wir uns nicht zu sehr auf? Wen interessiert unser geistiges Gedöns?““
fragt Conny Niehoff im Rahmen unserer Blogparade auf ihrem Blog.

Bei der Frage viel mir als erstes die Zeitschrift „Du“ mit dem Titel „Über das Erzählen“ ein. Ich habe sie mir auf Empfehlung von Lesewelle gekauft und bin nicht entäuscht worden. Die 829 Ausgabe der Zeitschrift der Kultur hat als Thema das sechzigste Jubiläum des Diogenes Verlages.

Ingrid Noll schreibt für Diogenes und schrieb einen Teil in der „Du“ zum Thema des Erzählens.

Warum erzählen wir? Und ist die bildende Kunst nicht nur eine andere Form des Erzählens?

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ingrid Noll berichtet von ihrem Vater, der gerne redete. Und von ihrer Mutter, die des Vaters Geschichten schon tausende Male gehört hatte. Und von den Gästen rumd um den Tisch, die dem Vater mit Begeisterung zuhörten.
Und Ingrid Noll antwortete auf die Frages des „Warum erzählen“ und des Antriebs erst einmal mit  unterhalten wollen, sich produzieren, Applaus bekommen.
Meines Erachtens ist es menschlich, diese Dinge zu wollen. Wir empfinden dabei ein wohliges Gefühl.
Aber Ingrid Nolls wahre Antwort auf die Frage ist, die Neugier auf das Leben, das Leiden des Lebens erforschen. Ja, dem kann ich nur zustimmen.

Es gibt sehr viele gute Beobachter, die ihre Beobachtungen in unterschiedlichter Art der Welt kundtun und so die Entwicklung der Menschheit immer weiter voran treiben.

Da gibt es die Autoren, die erzählen.
Da gibt es die bildenden Künstler, die malen, zeichnen, animieren usw.
Da gibt es die Forscher, die Versuchsreihen anstellen, Thesen aufstellen usw.
Da gibt es die Historiker, die aus der Vergangenheit lernen usw.
Da gibt es die Mathematiker, die neue Formeln und Zusammenhänge erforschen
Die Mediziner, Physiker, Archivare, die als Bewahrer dieses menschlichen Wissens zu sehen sind ….

Jeder ist ein Rad und wichtig für die Menscheit allgemein.

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wir drängen uns nicht auf, weil wir von unserem Eßtisch in die Welt hinaus gegangen sind. Wir sitzen nicht am Tisch und drängen unsere Arbeit den anderen „Tischsitzern“ auf.

Jeder kann für sich persönlich entscheiden, welche Bilder er schaut, welche Bücher und Blogs er liest, wo er forscht und wo er arbeitet. Das macht unsere Demokratie und die Freiheit aus.

Und so wie wir alle unser Teil am ganzen Beitragen,  so funktioniert auch die Natur der Welt, der Wald und die Evolution!

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my English-speaking readers:

„Fine art is overrated? Urge we us to much? Who cares about our spiritual nonsense?“   asks Conny Niehoff in our blogparade.
I think, we don’t push ourselves because we have gone through our dining table out into the world. We do not sit at the table and push our work to other „table sitters“.
Everyone can decide for himself what images he sees, what books and blogs he’s reading, where he conducts research and where he works. That’s what makes our democracy and freedom.

Im Abstand von einer Woche werden wir folgenden sechs euch Fragen zur Kunst stellen und euch einladen, mit uns zu diskutieren:

  • Susanne Haun    Wie wichtig ist für dich die Präsentation von Kunst?
  • Ute Schätzmüller   Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?
  • Jürgen Küster  Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?
  • Conny Niehoff   Wird bildende Kunst überbewertet? Und drängen wir uns nicht zu sehr auf? Wen interessiert unser geistiges Gedöns?
  • Oliver Kohls
  • Frank Koebsch
  • Als Sponsor für unser Projekt konnten wir, wie ich schon erwähnte,  Karsten Peters, Galerist der Hamburger Galerie Faszination Artgewinnen.
    Start der Blogparade Künstler /  ausgelobter Preis Ausgelobter Preis
    22.10.2012 Susanne Haun„Azalee“17 x 22 cm, Zeichnung Tusche auf Bütten Azalee (c) Zeichnung von Susanne HaunAzalee (c) Zeichnung von Susanne Haun
    29.10.2012 Ute Schätzmüller“man, water”18 x 24 cm, Aquarellzeichnung auf Clairefontaine Bütten man, water (c) Ute Schätzmüllerman, water (c) Ute Schätzmüller
    04.11.2012 Jürgen Küstero.T.21 x 29,7 cm, Radierung/Gummidruck auf Bütten 160g o.T. (c) Jürgen Küstero.T. (c) Jürgen Küster
    12.11.2012 Conny Niehoff„kleine expressive Landschaft“ca. 16 x 24 cm,  Mischtechnik auf Papier kleine expressive Landschaft (c) Conni Niehofkleine expressive Landschaft (c) Conni Niehof
    19.11.2012 Oliver Kohls„Abendhimmel über Marschland”40 x 50cm, Pastell Abendhimmel über Marschland (c) Oliver KohlsAbendhimmel über Marschland (c) Oliver Kohls
    26.11.2012 Frank KoebschFaszination Ballett # 1“10,5 x 15 cm, Miniatur in Aquarell Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank KoebschFaszination Ballett # 1

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Du, die Zeitschrift der Kultur, Nr. 829, Über das Erzählen – sechzig Jahre Diogenes, Seiten 18 – 19, Noll, Ingrid

Die Macht der kulturelle Ausstrahlungskraft – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Betrachtungen zur Kunst, Blogparade, Landschaft, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 6. November 2012

Die Blogparade geht weiter, diese Woche auf BUCHALOVS BLOG, alias Jürgen Küsters Blog.

Jürgen fragt (hier der Link für die Diskussion) :
„Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?
Does artistic or creative work means escape from reality? Or is it the reworking of our surrounding reality?“

Meine erste Antwort, als ich die Frage las, war folgende: Spontan kann ich nur sagen, dass ich die Kunst NICHT als Flucht aus der Realität betrachte! Ich sehe sie als ein Verarbeiten, Dokumentieren und Berichten.

Käthe Kollwitz 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Käthe Kollwitz 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Gestern habe ich auch den Artikel „Außenpolitik für alle“ von Michael Schmidt im Tagesspiegel gelesen. Interessant. Im Artikel wird Sylke Tempel, Chefredakteurin der Zeitschrift „Internationale Politik“, zitiert:
„“Macht bemisst sich nicht mehr nur nach der Zahl der Raketen und Flugzeugträger, über die ein Staat verfügt.“ Zur Macht gehöre inzwischen auch die Wirtschaftkraft eines Landes, seine kulturelle Ausstrahlungskraft, seine Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten – …“

Ich fand, Jürgens Frage und der Artikel passen gut zusammen. Kunst hat also auch Macht, denn Kunst ist ein Teil der kulturellen Ausstrahlung. Ich habe es von der Seite noch nicht betrachtet, obwohl die Geschichte diese Tatsache schon bewiesen hat – negativ betrachtet in der deutschen Vergangenheit.

Wie kann aber Macht und kulturelle Ausstrahlungskraft gezeichnet werden?

Landschaft mit Kreuz 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Landschaft mit Kreuz 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Berge sind natürlich wegen ihrer Höhe mächtig. Aber ehrlich gesagt, ich habe die Berge gezeichnet, während ich nachgedacht habe.

Landesfahnen symbolisieren die Macht des jeweiligen Landes – zum Zeichen der Geringschätzung und des Kampfes, werden sie deshalb ja auch so oft verbrandt.

Wenn ich mir die Kulturlandschaft Deutschlands anschaue, so ist diese enorm  groß und lebendig ist sie aber auch so politisch, wie es in dem Artikel beschrieben wird? War die Kunst nicht in den 60zigern und 70zigern politischer?

Die Zeichnung der Faust als Symbol des wiederstandes, schon von Käthe Kollwitz.  Petra Pinzler schreibt in der Zeit: „Sie zeichnete die Elenden, Kranken, Betrogenen.  Ihre Kunst ist Klage und Anklage – und hat nichts von ihrer Kraft verloren in ihren Arbeiten verwendet. “ (siehe hier den Artikel in der Zeit)

„Ich will, dass meine Kunst Zweck hat«, sagte Käthe Kollwitz. »Ich will wirken.«“ steht ebenfalls in der Zeit.

Landschaft 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Landschaft 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Oder die Portraizeichnungen von Ché. Sie waren einmal ein Kampfsymbol und zieren heute die Autos einer Autovermietung. Was für ein Elend, denke ich dabei. Das hat sich Ché bestimmt nicht so vorgestellt. Oder sein Ego wäre davon entzückt, wer weiß das schon.

Mir fällt Schlingensief ein, der durch seine Kunst auf vieles aufmerksam gemacht hat und in allen Medien „Sprechzeit“ hatte. Ich berichtete zum Beispiel über das Opernhaus in Afrika (siehe hier).

Ein nicht enden wollendes Thema, das Jürgen uns da präsentiert.

For my English-speaking readers:
The blogparade continues this week on BUCHALOVS BLOG, aka Jürgen Küsters blog.
Does artistic or creative work means escape from reality? Or is it the reworking of our surrounding reality?“
When I read the question my first response was this: Spontaneously I can only say that I view art as NOT escape from reality! I see it as a process, documentation and report.

Im Abstand von einer Woche werden wir folgenden sechs euch Fragen zur Kunst stellen und euch einladen, mit uns zu diskutieren:

  • Susanne Haun    Wie wichtig ist für dich die Präsentation von Kunst?
  • Ute Schätzmüller   Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?
  • Jürgen KüsterBedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?
  • Conny Niehoff
  • Oliver Kohls
  • Frank Koebsch
  • Als Sponsor für unser Projekt konnten wir, wie ich schon erwähnte,  Karsten Peters, Galerist der Hamburger Galerie Faszination Art gewinnen.
    Start der Blogparade Künstler /  ausgelobter Preis Ausgelobter Preis
    22.10.2012 Susanne Haun„Azalee“17 x 22 cm, Zeichnung Tusche auf Bütten Azalee (c) Zeichnung von Susanne HaunAzalee (c) Zeichnung von Susanne Haun
    29.10.2012 Ute Schätzmüller“man, water”18 x 24 cm, Aquarellzeichnung auf Clairefontaine Bütten man, water (c) Ute Schätzmüllerman, water (c) Ute Schätzmüller
    04.11.2012 Jürgen Küstero.T.21 x 29,7 cm, Radierung/Gummidruck auf Bütten 160g o.T. (c) Jürgen Küstero.T. (c) Jürgen Küster
    12.11.2012 Conny Niehoff„kleine expressive Landschaft“ca. 16 x 24 cm,  Mischtechnik auf Papier kleine expressive Landschaft (c) Conni Niehofkleine expressive Landschaft (c) Conni Niehof
    19.11.2012 Oliver Kohls„Abendhimmel über Marschland”40 x 50cm, Pastell Abendhimmel über Marschland (c) Oliver KohlsAbendhimmel über Marschland (c) Oliver Kohls
    26.11.2012 Frank KoebschFaszination Ballett # 1“10,5 x 15 cm, Miniatur in Aquarell Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank KoebschFaszination Ballett # 1 (c) FRankKoebsch

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    Bibliographie:
    Schmidt, Michael, Berliner Tagesspiegel, Nr. 21 504, 5.11.2012, Seite 4, „Außenpolitik für alle“
    Pinzler, Petra, DIE ZEIT,  12.11.2009 Nr. 47, „Sie zeichnete die Elenden, Kranken, Betrogenen“

Frau? Mann? –> Kunst <– Rezipient – Blogparade – Bericht von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blogparade, Zeichnung by Susanne Haun on 29. Oktober 2012

Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?
fragt Ute Schätzmüller heute in der zweiten Woche unserer Blogparade.

Ich zitiere hier Ute:
Ein paar Anregungen sind: Warum beschäftigen sich Frauen so häufig in ihrer Kunst mit der Rolle der Frau und der Rolle der Frau als Künstlerin – sollten sie nicht einfach “nur” Kunst erschaffen?

Ich 2009 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich 2009 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Kennt ihr diese Künstlerpaare?
Max Ernst – Dorothea Tanning
Arnulf Rainer – Maria Lassnig
Diego Rivera – Frieda Kahlo
Rodin – Camille Claudel
Wassily Kandinsky – Gabriele Münter

Dazu gibt es hier einen schönen Artikel in der Zeit online.

Rosemarie Trockel, Cindy Sherman, Jenny Holzer, Katharina Sieverding sind alles Kaiserring Trägerinnen.

Wenn ich mir diese Namen anschaue, dann ist es egal, ob Mann oder Frau Kunst machen, sie müssen es nur wirklich tun und wollen mit ihrer ganzen Kraft. Und wenn diese Kraft des Wollens in den Arbeiten zu spüren ist, dann ist es dem Rezipienten egal ob Frau oder Mann.

Ich 2010 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich 2010 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich fühle mich als Frau bei der Beurteilung der Rezipienten nicht benachteiligt und ich mache mir auch keine Gedanken darüber, dass ich eine Frau bin – jedenfalls nicht im Zusammenhang mit meiner Arbeit.

Es ist natürlich eine Entscheidung, die zu treffen ist. Ich kann Kunst nicht nebenher machen. Die Kunst ist eine Arbeit, die Respekt und Anerkennung verdient und fordert. Die Kunst ist eine eifersüchtige Geliebte(r). Sie verlangt alles vom Kunstschaffenden.

Ich denke, dass biologischer Weise eine Uhr in jeder Frau tickt und da die meisten Frauen Kinder möchten, kommt es zwangsläufig zu einer Unterbrechung des Tun, in der eine Frau nicht so schaffen und reisen (die Kunst zeigen und vermarkten) kann, wie sie das will.

Ich 2010 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich 2010 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wir freuen uns, wenn ihr mit uns diese Woche auf Utes Blog diese Frage diskutiert – es gibt eine Aquarellzeichnung von Ute und ein Sternzeichenbuch zu gewinnen.

For my english reader:
„Play the sex of the artist at the reception and evaluation of the arts a role?“ asks Ute Schätzmüller today in the second week of our blogparade.
I feel the recipient does not discriminate me as a woman.

Im Abstand von einer Woche werden wir folgenden sechs euch Fragen zur Kunst stellen und euch einladen, mit uns zu diskutieren:

Als Sponsor für unser Projekt konnten wir, wie ich schon erwähnte,  Karsten Peters, Galerist der Hamburger Galerie Faszination Art gewinnen.

Start der Blogparade Künstler /  ausgelobter Preis Ausgelobter Preis
22.10.2012 Susanne Haun„Azalee“17 x 22 cm, Zeichnung Tusche auf Bütten Azalee (c) Zeichnung von Susanne HaunAzalee (c) Zeichnung von Susanne Haun
29.10.2012 Ute Schätzmüller“man, water”18 x 24 cm, Aquarellzeichnung auf Clairefontaine Bütten man, water (c) Ute Schätzmüllerman, water (c) Ute Schätzmüller
04.11.2012 Jürgen Küstero.T.21 x 29,7 cm, Radierung/Gummidruck auf Bütten 160g o.T. (c) Jürgen Küstero.T. (c) Jürgen Küster
12.11.2012 Conny Niehoff„kleine expressive Landschaft“ca. 16 x 24 cm,  Mischtechnik auf Papier kleine expressive Landschaft (c) Conni Niehofkleine expressive Landschaft (c) Conni Niehof
19.11.2012 Oliver Kohls„Abendhimmel über Marschland”40 x 50cm, Pastell Abendhimmel über Marschland (c) Oliver KohlsAbendhimmel über Marschland (c) Oliver Kohls
26.11.2012 Frank KoebschFaszination Ballett # 1“10,5 x 15 cm, Miniatur in Aquarell Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank KoebschFaszination Ballett # 1 (c) FRankKoebsch

And the winner is? – Auch die Präsentation eines Preises will gelernt sein – Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blogparade, Zeichnung by Susanne Haun on 28. Oktober 2012

Als erstes möchte ich mich bei allen Diskussionsteilnehmern zur Frage „Wie wichtig ist für dich die Präsentation von Kunst?“ bedanken.

Die Woche hat mir viel Spaß gemacht und ich freue mich ab Morgen, Montag auf die Diskussion zur Frage von Ute Schätzmüller. Ich bin schon neugierig, was Ute mit uns diskutieren möchte.

Alle Lose (c) Foto von Susanne Haun

Alle Lose (c) Foto von Susanne Haun

78 Kommentare zählte ich um Mitternacht. Natürlich kommt nicht jeder Kommentar in den „Lospot“, denn im Laufe der Diskussion ist es natürlich auch zu mehrfachen Diskussionsbeiträgen gekommen.

Gaby Richter-Eggen, Monika Huber, Leanne Cole, Magdalena Hohlweg, Olaf, Elke T., haweka, mandoisland, Yvonne Onischke, marlenev, Anna-Lena, annaschueler, klaus, Helen, martinshausgeist, Claudia Jahnke

Außer Konkurenz nahmen die Blogparaden – Fragesteller  Conny Niehoff, juergenkuester , ute schätzmüller, Oliver Kohls und frank8233 teil. Da auch sie bei unseren Blogparade Fragen stellen, sind sie leider von der Losziehung ausgeschlossen.

Schade ist, dass sich kein Betrachter, also ein Museumsbesucher, der keine Kunst macht und keine Kunst sammelt, zu Wort gemeldet hat.  Dafür habe ich die Frage leider zu speziell gestellt. Ich sprach von eurer Kunst aber der Betrachter hat ja keine eigene Kunst.

Die Gewinner / the winner sind Leanne Cole für die Zeichnung / drawing Azalee und Gaby Richter-Eggen hat das Sternzeichenbuch gewonnen!

Herzlichen Glückwunsch!

The winner are (c) Foto von Susanne Haun

The winner are (c) Foto von Susanne Haun

Am Rande bemerkt:

Ich lernte Texte von Wolfgang Kemp, einer DER deutschen Kunsthistoriker, letzte Woche an der FU kennen. Die Referentin merkte an, dass sie die folgenden Zahlen in einem Zeitungsartikel von ihm im Netz gefunden hat. Lange, lange suchte ich nach dem Artikel, aber ich fand ihn leider nicht.

Lt. Kemp ist ein Besucher ca. 1 Stunde im Museum und 5 Sekunden vor einem Bild. Davon liest er auch noch 4 Sekunden den Titel, bleiben letztendlich 1-2 Sekunden für das Ausstellungsstück.

Was machen wir uns bei 2 Sekunden Betrachtungszeit für Gedanken um Präsentation?

Das Verrückte ist, dass auch bei Film- und Video Kunstwerken der Besucher nicht länger vor den Werken verweilt.

Der Betrachter muss mit seiner Zeit haushalten.

Glücksengel Version 3 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Glücksengel Version 3 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Kennt ihr das Gefühl? Immer ist man ein wenig gehetzt im Museum und immer hat man das Gefühl das Wesentliche verpaßt zu haben.

For my english reader:
At First I want to thanks all the participants in the discussion on the question „How important to you is the presentation of art?“ Thank you! 78 comments, I counted at midnight.
The week of discus the report was a lot of fun. Tommorrow Ute Schätzmüller will ask us a new question. I am curious to the debate on the question of Ute Schätzmüller.
The winner are Leanne Cole for the drawing Azalee und Gaby Richter-Eggen for the Sternzeichen book..

 

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Quelle: Unbestätigt von Zeitungsartikel von Wolfgang Kemp

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