Susanne Haun

Mein Scanner ist entzwei – Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Zeichnung by Susanne Haun on 6. November 2019

 

Blatt 27 Er steht auf zwei Pfoten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 27 Er steht auf zwei Pfoten (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ihr kennt es sicher!

Ein neues Mac OS  Betriebsystem in Kombinaton mit der Einstellung der Produktion von Druckern (und deren Software ein) von Samsung und schon ist der Betrieb des Druckerscanners nicht mehr möglich.

Es braucht dann schon ein oder zwei Wochen, zu aktzeptieren, dass man ein neues Gerät kaufen sollte. Es braucht dann auch nochmal ein paar Tage bis das neue Gerät geliefert wird.

Deshlab möchte ich euch heute auf ein Projekt von 2012 (siehe hier) aufmerksam machen:

Die zeichnerische Interpretation des Buches Die Versuchungen des heiligen Antonius von Gustav Flaubert mit Heike Schatzmüller (siehe hier).

Kennt ihr das Kinderspiel „Stille Post“? Geflüsterte Worte werden von Mensch zu Mensch weitergereicht. Beim letzten Teilnehmer werden die Worte laut ausgesprochen und mit den Eingangsworten verglichen.
Meistens können alle über die Veränderungen lachen.

 

Blatt 1 Die Strähne einer ungeheuren Mähne aus der heiligen Antonius (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 1 Die Strähne einer ungeheuren Mähne aus der heiligen Antonius (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ute Schätzmüller und ich arbeiteten für unser Projekt „Die Versuchung der heiligen Antonius“ mit diesem Prinzip. Ute sendete mir den Ersten Satz per Post:

„Gegen Norden hat der Himmel perlgraue Färbung, während vom Scheitelpunkt aus, wie die Strähne einer ungekämmten Mähne, purpurne Wolken das blaue Gewölbe durchkräuseln.
Almählich werden die flammenden Streifen dunkler.“ Flaubert, Die Versuchung des heiligen Antonius

Ute und ich suchten immer Sätze aus dem Werk Flauberts heraus, die wir gerne zeichnen wollten und sendeten uns die Sätze.

Das ganze Projekt wird unter diesem Link auf meinem persönlichen Blog angezeigt. Der neuste Beitrag wird zuerst angezeigt, am Ende der Seite gelangt ihr durch drücken des Schriftzugs „older Posts“ zur nächsten Seite.

Ich zeige euch heute eine kleine Auswahl von Zeichnungen von mir, die zu diesem Projekt entstanden. Anhand der Blattzahl im Titel seht ihr, wieviele Arbeiten ich von diesem Zyklus erstellt habe.

 

 

Die Zukunft ist leer – 2014 – Collage von Susanne Haun

Posted in Collage, Zeichnung by Susanne Haun on 20. August 2014

Die Zukunft ist leer.

Ich erarbeitete den ersten Zustand dieser Collage schon Ende 2012. Das ist nun fast zwei Jahre her.
In dem Moment, wo ich sie im Heute betrachtete, waren die Aussage und die Collage nicht mehr kompatibel.
2012 hatte ich folgende Gedanken zur Collage, ich war sehr beeinflusst von Flaubert und Bachtin:

 Blatt 11 Zustand von 2012 - Die Zukunft ist leer 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Blatt 11 Zustand von 2012 – Die Zukunft ist leer 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

„Nochmals die Gedanken von Michail Bachtin zur Zeit und zur Madame Bovary von Flaubert:
Bachtin spricht davon, dass sich die Zeit in Provinzstädten in Kreisen bewegt, der Kreis kann Stunde, Tag, Monat oder ein ganzes Leben beinhalten, es sind zyklische Alltagszeiten. Die Menschen essen, trinken, schlafen sie leben oder erleben normale, gewöhnliche zyklische Alltagszeit. Bachtin beschreibt diese Zeit als “zähe, klebrige Alltagszeit” weswegen sie in einem Roman immer nur eine Nebenzeit sein kann. Sie kontrastiert zur eigentlichen aufregenden Zeit der Geschichte.²“

Ich hatte bei der neuerlichen Bearbeitung weder Flaubert noch Bachtin im Kopf.
Interessant finde ich, dass der Zustand in der Vergangenheit leer ist und in der Zukunft voll, hier ist der jetzige Zustand der Collage, nachdem ich sie bearbeitet habe:

Blatt 11 Die Zukunft ist leer 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Blatt 11 Die Zukunft ist leer 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

 

 

__________________________________________________________________
²Bachtin, Michail, Formen der Zeit im Roman, Frankfurt am Main, 1985 [1975]
³Flaubert, Gustave. Madame Bovary. Gelesen von Sophie Rois. Paris 1856. [Berlin 2007]².

Antonius Hängen in den Projekträumen Tor 28 – Bericht von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 30. August 2013

Das Hängen des Antonius in den Projekträumen des Tor 28 haben Ute, ihr Mann und ich schnell und unkompliziert hinter uns gebracht.

Eingang zu den Projekträumen zu Tor 28 (c) Foto von Susanne Haun

Eingang zu den Projekträumen zu Tor 28 (c) Foto von Susanne Haun

Die Freude war sehr groß als wir nach nur 5 Stunden Arbeit alle Bilder an den Wänden hatten.

Die Ausstellungseröffnung ist am Samstag ab 16 Uhr in der Machabäerstr. 28 in 50668 Köln umd die Ecke vom Hauptbahnhof.

Hängen im Tor 28 (c) Foto von Ute Schätzmüller

Hängen im Tor 28 (c) Foto von Ute Schätzmüller

Der neue Tag beginnt – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration by Susanne Haun on 26. August 2013

Morgen fahre ich nach Köln.
Am 31. August umd 16 Uhr in Raum Lotus ist die Ausstellungseröffnung „Antoniusversuchungen“ mit Ute Schätzmüller im Tor 28, Machabäerstr. 28,  50668 Köln
.

Anstatt zu packen habe ich heute die letzte Arbeit zum Antonius zu Ende gezeichnet.

Nun bin ich im Zugzwang… es gilt noch zu überlegen, was ich alles in Köln brauche.

Der neue Tag beginnt – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der neue Tag beginnt – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Antonius schlägt ein Kreuz – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 23. August 2013

„Von der Sonnenscheibe strahlt das Antlitz Jesu Christi.
Antonius schlägt ein Kreuz und nimmt sein Gebet wieder auf.“
Flaubert in den Antoniusversuchungen

Entstehung - Der neue Tag beginnt – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung – Der neue Tag beginnt – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wie schliesse ich ein Thema ab, dass mich so lange so intensiv beschäftigt hat? Am Besten mit den letzten beiden Sätzen im Buch, die ich auch als heutiges Zitat geschrieben habe.

Antonius hat die Nacht der Versuchungen überstanden. Er ist sich und seinem Glauben treu geblieben und beginnt seinen Tag in üblicher Weise. Es scheint, als ob die Sonne die Geister der vergangenen Nacht vertrieben hat.

Für meine gestrige Zeichnung zum Zitat habe ich mich entschlossen, den Hintergrund leicht in Bourdeaux zu lasieren. Zur Vervollständigung habe ich die Fledermaus und noch eine Frau gezeichnet.

Version 2 – Ich stürze in den Abgrund – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Version 2 – Ich stürze in den Abgrund – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my englisch speaken readers:
I closed my work to the temptation of Saint Antonius with the two last sentencens of the book:
„From the solar disk shines the face of Jesus. Antonius crucify and begins to pray.“

Ich und Antonius – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 21. August 2013

Ich beschäftige mich inzwischen seit dem September 2012, knapp 1 Jahr lang, mit der Versuchung des heiligen Antonius von Flaubert.

Diese lange Zeit tut mir und meinen Arbeiten gut. Ich bin sehr zufrieden mit den letzten Ergebnissen und freue mich, wenn ein großes Blatt zum Thema auf meinem Zeichentisch entsteht.

Ausschnitt - Die Götzen kommen - 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ausschnitt – Die Götzen kommen – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Engel haben die Seelen gemacht! – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 12. August 2013

“Die Hernianer: Die Engel haben die Seelen gemacht!
Die Priscillianer: Der Teufel hat die Welt gemacht!”

Gustave Flaubert in den Antoniusversuchungen

Oft lohnt es sich, ein Thema mehrmals zu bearbeiten. Sehr unzufrieden war ich mit meiner ersten Umsetzung des obigen Zitats und ich nahm mir schon sehr bald nach der Fertigstellung vor, es nochmals zu interpretieren.
Hier seht ihr meine letzte Umsetzung vom 10.7.2013.

Der Teufel (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Teufel (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich möchte zu Flauberts Worten Martin Häusler aus dem Blog Rumgekritzel zitieren. Er hat in den Kommentaren zu meiner letzten Zeichnung zum Thema das Zitat erläutert:

„Kleine Erläuterung zu der sehr schwierigen Flaubert-Stelle: Die Priscillianer waren die Anhänger des Priscillian von Avila (um 350), die der Meinung waren, die Welt wäre als solche von vorneherein schlecht, eben vom Teufel gemacht. Diese Lehre hatte damals einige Anhänger, ist vom christlichen “Mainstream” als falsch verurteilt worden, findet sich aber bis heute in gewissen esoterischen Kreisen. Die Hernianer sind die Anhänger von Hermas, dessen lange und schwierige prophetische Schrift “Der Hirt des Hermas” (um 150) in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten viel gelesen worden ist. Hier haben wir die Ergänzung: Wenn alles Irdisch-Materielle des Teufels ist, dann ist der menschliche Körper auch des Teufels. Das Gute im Menschen kann folglich nur von den Engeln geschaffen sein und es darf nichts Materielles sein – da bleibt nur die Seele übrig. Auch das ist nicht christlicher “Mainstream”, sondern gnostischer Dualismus, wiederum in einigen esoterischen Zirkeln sehr beliebt.“

Die Engel haben die Seelen gemacht - 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Engel haben die Seelen gemacht – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich habe das Zitat gewählt, weil ich es auf dem ersten Eindruck so schön klar fand. Da gibt es eindeutige Abgrenzungen, ein Gut und ein Böse. Aber ich musste bei Martins Erklärung dann schmunzeln: nichts anderes als die Seele bleibt für die Engel übrig. Ich bin KEINE Esoterikerin und ich bin auch NICHT übermäßig gläubig. Vielleicht kann ich deshalb die Ironie im Zitat sehen.

For my english speaking reader:
I draw the quote: “The soul is made from the angels.” ones more. I’am not satisfaction with my first draw but I like the second one.

Milchgeschwellte Brüste – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 9. August 2013

„Ich beneide dich um deine milchgeschwellten Brüste, um dein langes Haar, um deine breiten Hüften, aus denen die Wesen hervorgehen. Warum bin ich nicht du! warum bin ich keine Frau! Nein, niemals! geh weg! Mir graut vor meiner Männlichkeit!“
Gustave Flaubert in den Antoniusversuchungen

Milchgeschwellte Brüste  - 65 x  50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Milchgeschwellte Brüste – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Im nächsten Satz des Zitates entmannt sich Atys, von dem dieser Ausspruch ist. Die Worte sind an Kybele gerichtet, die Atys nachgereist ist, weil sie ihn liebt.

Das obige Zitat finde ich sehr eindrucksvoll. Ich bin gerne Frau und ich kann mir nicht vorstellen, ein Mann zu sein. Aber ich kenne doch viele Frauen, die wären lieber ein Mann. Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass es einige Männer gibt, die gerne eine Frau wären. Ich habe mich immer darüber gefreut, dass ich in der Lage bin, Kinder in die Welt zu setzen.

Über dieses Zitat habe ich einige Zeit nachgedacht und für die Umsetzung habe ich auch einige Zeit gebraucht. Dieses Bild habe ich hart erarbeitet und freue mich um so mehr über die Leichtigkeit des Ausdrucks.

For my english speaking reader:
„I’am envious of your milky breast, of your long hair of your hips emarging beeings.“ Flaubert in the temptations of Antonius.
It was not easy to draw that quote and I’am glad that the image has a facility. I’am satisfaction about it.

Sie wird sich mit beiden Händen die Haare gerauft haben – Zeichnung von Susanne Haun

„Sie wird mich verflucht haben, als ich sie verließ; sie wird sich mit beiden Händen die weißen Haare gerauft haben.“
Gustave Flaubert in den Antoniusversuchungen

Entstehung Sie raufte sich die Haare 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung Sie raufte sich die Haare 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Raufen wir uns nicht alle mal die Haare?
Ein Glück habe ich mich selber immer wieder als Model zur Hand.

Mit dem „Sie“ im Zitat meint Flaubert Antonius Mutter. Die Mutter als Versuchung, wieder ein Leben außerhalb der Einsiedelei zu beginnen, sich um die Mutter zu kümmern. Antonius sieht seine Mutter gestorben alleine in der Hütte, den Hyänen Preis gegeben.

Kein Sohn muss sich Gedanken machen, die Mutter zurück zu lassen. Es ist der Lauf des Lebens, dass die Kinder das Haus verlassen und schon bei der Geburt wissen wir Mütter das. Auch wir haben Mütter, die wir beim Erwachsen werden verlassen haben.

Sie raufte sich die Haare 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Sie raufte sich die Haare 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaking reader:
„She will damned me as I left her. She will rough her white hair.“ The temptation of Antonius
I’am glad having myself as model. Every child will left it parents. That’s life.

Morgens stäubte der Sand wie Pulver – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 5. August 2013

Morgens stäubte der Sand wie Pulver aus Weihrauchfaß am Horizont; wenn die Sonne unterging, blühten feurige Blumen auf dem Kreuz; – und oft hatte ich um Mitternacht das Gefühl, als ob sich alle Wesen und Dinge mit mir in der gleichen Stille versammelten und den Herrn anbeteten.
Gustave Flaubert in den Antoniusversuchungen

Flammendes Kreuz - Antoniusversuschungen - 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Flammendes Kreuz – Antoniusversuschungen – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Heute habe ich das 9. Zitat für die Ausstellung mit Ute Schätzmüller zu den AntoniusVersuchungen in Köln vollendet. Begonnen habe ich das Blatt schon am Anfang letzter Woche und ein Zwischenergebnis könnt ihr hier auf meinem Blog sehen.

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