Tiere · Zeichnung · Zitat am Sonntag

Zitat am Sonntag – Dalai Lama

 

 

Bedenke: Nicht zu bekommen was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall.

Dalai Lama

 

Dalai Lama ist der Titel des höchsten Trülku innerhalb der Hierarchie der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus. Ich lese sehr gerne den Blog von Serap. Das heutige Zitat habe ich dort gefunden (siehe hier). Serap nennt die Zitate, die sie auf ihrem Blog sammelt Prägende Zitate (siehe hier). Es lohnt sich, zu stöbern. Der gegenwärtige 14. Dalai Lama ist der 1935 buddhistische Mönch Tenzin Gyatso. Es geht aus Seraps Beitrag nicht hervor, von welchen der Mönche, die den Titel des Dalai Lamas tragen, das Zitat stammt.

 

Rot von dem Blut seines Herzen – aus „der Alte Mann und das Meer“, Zeichnung von Susanne Haun

 

Gastbeiträge · Hemingway "Der alte Mann und das Meer" · Illustration · Künstlerunikatbuch · Linolschnitt · Zeichnung

Meine Bücher und der alte Mann und das Meer – Künstlerunikatbuch von Susanne Haun

Ich freue mich, heute meine Bibliothek im Artikel „Books in Limited Space“ auf dem Blog von Klausbernd Vollmar vorzustellen. Klausbernd ist Autor (fiction & non-fiction), Diplompsychologe (Spezialist für Symbolik, speziell Traum- und Farbsymbolik).

Neben mir liegt das Buch „Die Magie der Farben erleben und anwenden“ (seht hier) von ihm. Da ich es erst seit gestern besitze, habe ich bisher nur das Vorwort und quer gelesen aber ich freue mich schon auf die vollständige Lektüre. Der Aufbau ist sehr ansprechend und der Leser kann auch selber aktiv werden. Die Zitate und Informationen von verschiedenen Künstlern und Denkern am Rand gefallen mir sehr gut. Ich mag kleine Weisheiten.

Ich möchte an meinen heutigen Beitrag auf Klausbernd Vollmars Blog anknüpfen und mit euch über mein neues, im entstehen begriffenes, Künstlerunikatbuch „Der alte Mann und das Meer“ sprechen.

Fischgräte  (c) Künstlerunikatbuch von Susanne Haun
Fischgräte (c) Künstlerunikatbuch von Susanne Haun

Hier unter diesem Link findet ihr mein letztes Künstlerunikatbuch zum alten Mann und das Meer.

Vor einiger Zeit kaufte ich in einem Druck der Deutschen Buch-Gemeinschaft Berlin und Darmstadt, Printed 1956 eine Ausgabe des alten Manns. Das Buch hat 142 Seiten, die ich zum Teil unbearbeitet gelassen habe.

Micahil Bachtin schreibt in seinem Buch „Formen der Zeit im Roman“:
“Städtchen dieser Art sind Stätten der zyklischen Alltagszeit. Hier gibt es keine Ereignisse, sondern nur sich wiederholende Begebenheiten.”²
In meiner Arbeit sehe ich das Meer wie Bachtin die Stadt sieht. Die Arbeit als Fischer auf dem Meer ist von meinem Verständnis ebenfalls eine Tätigkeit der zyklischen Alltagszeit und Boot und Meer sind eine Stätte derselben.

Vorderseite Künstlerunikatbuch Mann Meer Marlin (c) von Susanne Haun
Vorderseite Künstlerunikatbuch Mann Meer Marlin (c) von Susanne Haun

Ich griff ab Mitte des Jahres 2012 auf meine erste Interpretation des alten Manns zurück und erstellte auf dem Untergrund des Buches Linolschnitte zum Thema. Dabei reduzierte ich die Geschichte auf die Begriffe Mann, Meer, Marlin.Um zu abstrahieren und zu verhindern, dass der ursprüngliche Text und die Bedeutung des Textes über die Linoldrucke dominieren, habe ich das Buch auf dem Kopf verwendet. So werden die Buchstaben zu Fragmenten in den Drucken aber die Vergangenheit bleibt unübersehbar im Bild.
Durch den Rezipienten der im Buch auf die Vergangenheit und das Heute schaut, entstehen so immer wieder neue Geschichten.

Mein Arbeitsplatz (c) Foto von Susanne Haun
Mein Arbeitsplatz (c) Foto von Susanne Haun

Das Drucken der Linolschnitte in dem bestehen Buch ist mit Kraft verbunden und ich habe keine Presse sondern Bürste und Nudelholz verwendet. Es besteht keine Möglichkeit, Drucke aus dem Buch auszusortieren. Was einmal im Buch enthalten ist, kann nicht wieder gelöscht werden. Dadurch wird die Eindringlichkeit der Bilder bestimmt. Die Drucke ordne ich immer wiederholend in unterschiedlichen Farben und Druckstärken an. Je nachdem, ob ich lasierende oder deckende Farbe benutze, bleiben die darunterliegenden Texte sichtbar.

In der ruhigen aber eindringlichen Erzählweise wiederholen sich die Bilder.

 Boot und Meer blau  (c) Künstlerunikatbuch von Susanne Haun
Boot und Meer blau (c) Künstlerunikatbuch von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
I am proud to present my library on the blog of   Klausbernd  Vollmar.  Klausbernd is author (fiction & non-fiction) and Psychologist’s (specialist for symbolism, specifically dream and color symbolism).
Next to me on my worktable is „Experience the magic of color and apply“ the book (see here) of him.  I own it since yesterday so I have only read the preface and cross but I’m looking forward to the full reading. The design is very appealing and the reader can be active themselves. I like the quotes and information from various artists and thinkers on the edge. Today I would like to  talk to you about my new, resulting in forming conceptual, unique artist’s book „The Old Man and the Sea.“

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Hemmingway, Ernst. Der alte Mann und das Meer. Hamburg 2959. rororo.
Vollmar, Klausbernd. Die Magie der Farben erleben und anwenden. Krummwisch 2010.

Ausstellung · Berühmt · Portraitmalerei · Zeichnung

Kuba, Ché, Kennedy und Zigarren – Zeichnungen von Susanne Haun

Was habe ich mit Kuba zu tun? Scheinbar gar nichts!

Oder doch? Vom 13.4. bis 15.4.2007, also vor 5 Jahren, zeigte ich meine Arbeiten bei den „short art projekten“ (siehe hier)

Obwohl Katrin Günther selber auch mit ihrer Kunst und ihrem Lehrstuhl viel zu tun hat, organisiert sie diese kurzen Ausstellungen.

Damaliger Eingang zur Short art Volume (c) Foto von Susanne Haun
Damaliger Eingang zur Short art Volume (c) Foto von Susanne Haun

Vor kurzem stellte sie mir ihr aktuelles Projekt vor:

Communication Berlin Havanna 2010-2012 ist ein künstlerisches Gemeinschaftsprojekt, an dem kubanische und deutsche Künstlerinnen und Künstler seit 2009 arbeiten.“  Hier der Link zum short art Blog dazu und hier der Link zum Blog des Projekts COMM UNI CAT ION Berlin – Havanna.

Ich war in ihrem Atelier in der Friedrichstraße gegenüber dem Familienministerium. Das Gebäude, in dem ihr Atelier ist, gefällt mir, es hat den Charme des Vergangenen. Ende April will Katrin dort ein short art project zu ihrem aktullen Thema Kuba starten und dazu auch Gastkünstler einladen. Einer dieser Gastkünstler werde ich sein und ich freue mich schon darauf. Ein Teil der Erlöse aus der Ausstellung wird in das Kuba Projekt fliessen.

Ich war noch nie auf Kuba, des halb fielen mir bei Kuba auch sofort diese Wörter ein: Ché, Kennedy und Zigarren. Nach weiterem Nachdenken kamen Hummer, Hemingway, Strumpfhosen und Strand dazu.

Ich mag besonders genau diese ersten Stunden, wenn ich über ein Thema nachdenke. Es ist wie eine neue Schachtel voller Überraschungen. Mir fällt ein, dass mir eine Freundin erzählte, dass die Währung in Kuba neben Geld auch Nylonstrumpfhosen sei. Ich denke an das Buch „Der Anschlag“ von King, das ich gerade las und das von dem Kennedy Anschlag handelt und bei Kennedy fällt mir natürlich sofort Kuba ein. Und natürlich Ché, der für alles revolutionäre schlechthin und leider nun auch für das Logo einer Autovermietung herhalten muss. Ich denke an die dicken Zigarren aus Kuba, die mein Vater und Bruder rauchen.

Mein Sinnbild vom schreibenden Hemingway (c) Zeichnung von Susanne Haun
Mein Sinnbild vom schreibenden Hemingway (c) Zeichnung von Susanne Haun

Und das ich mich mit Hemingway beschäftigt habe, wißt ihr ja noch aus „Der alte Mann und das Meer“ (siehe hier), und Kuba war schliesslich Hemingways Wahlheimat. So zeichnete ich heute zwei Sinnbilder von Hemmingway und als ich auf youtube und bei google nach Hemmingway stöberte viel mir auf, dass er tatsächlich seine Haar hingen lang und nach vorne gekämt hat. Nie hätte ich diese Frisur mit Hemingway in Verbindung gebracht!


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Kuba, Ché, Kennedy und Zigarren – Zeichnungen von Susanne Haun

Tiere · Zeichnung

Erdhörnchen – Zeichnung von Susanne Haun

Bei dem heutigen schönen Wetter überkam mich die wahnsinnige Lust, Tiere zu schauen und zu zeichnen.

Hier im Norden Berlins, in Germendorf, gibt es einen kleinen Tier, bzw. Familienerholungspark. Was es in Germendorf nicht gibt, ist Schatten. Tiere bei 35 Grad zu beobachten ist sehr anstrengend aber es hat den großen Vorteil, dass die Tiere zu faul sind , sich zu bewegen! So habe ich wieder Motive für einige Tage.

Besonders witzig ist der neue Dinosaurierpark in Germendorf… wir haben dort ein paar schöne Fotos geschossen.

Die Erdhörnchen habe ich schon nach dem letzten Tierpark Besuch gemalt. Morgen möchte ich dann die Erdmännchen malen …. hier ein Vorgeschmack auf das, was euch erwartet.

Erdhörnchen - Zeichnung von Susanne Haun - 15 x 20 cm - Tusche auf Bütten
Erdhörnchen - Zeichnung von Susanne Haun - 15 x 20 cm - Tusche auf Bütten
Der Rinderraub - Táin Bó Cuailnge · Der Streit der beiden Schweinehirten · Illustration · Zeichnung

Der Stier Dub von Cuailnge – Zeichnung von Susanne Haun

Als krönenden Abschluss verwandeln sich die beiden Schweinehirten in Stiere.

Der Stier in der Zeichnung ist eine Domäne Picassos. Ich denke dabei sofort an Pamplona und sehe auch gleich Hemingway vor meinem geistigen Auge.

Vor Jahren war ich Ostern in Arles. Dort werden wie in Pamplona die Stiere in die Straßen getrieben. Es war ein Erlebnis, die wütenden Tiere gegen die Gitter rennen zu sehen. Grosse Ferias (Stierkämpfe) finden in Arles, der alten römischen Stadt in der Camargue, zwei Mal im Jahr statt – es ist ein Straßenfest mit deutlichen spanischen Einflüssen, sehr beeindruckend.

Nachdem ich bei youtube einige Stierkampf-Filmchen gesehen habe, bin ich zu folgender Zeichnung für dieses Zitat gekommen:

„Aus ihnen entsprangen auf diese Weise die zwei Stiere, Finnbennach, der Weißgehörnte von der Ai-Ebene, und Dub, der dunkle Stier von Cuailnge.“

Der dunkle Stier von Cuailnge - Zeichnung von Susanne Haun - 25 x 25 cm - Tusche auf Bütten
Der dunkle Stier von Cuailnge - Zeichnung von Susanne Haun - 25 x 25 cm - Tusche auf Bütten
Hemingway "Der alte Mann und das Meer" · Illustration · Zeichnung

Abschluss – Der alte Mann und das Meer – 60 x 80 cm – Tuschezeichnungen von Susanne Haun

In den letzten Wochen spukte der alte Mann noch in meinem Kopf herum, so dass ich sechs weitere große Bilder brauchte, um das Thema abzuschliessen. Erst wollte ich einfach Zeichnungen, die ich schon in meinem kleinen Format gearbeitet habe, größer zeichnen. Aber wie das so ist, verselbständigte sich das Thema und ich habe auch wieder ganz andere Zeichnungen gearbeitet. Es war mir zu langweilig, einfach nur größer zu malen.

Seid gestern Abend habe ich begonnen, mich einem neuen Thema zu widmen. Dieses neue Thema füllt nun meinen Kopf und meine Gedanken. So zeige ich euch jetzt meine letzten 6 Arbeiten zum Thema der alte Mann und das Meer. Die Arbeiten habe ich gerahmt und sie hängen im Atelier. So kann sie jeder, der zum offenen Atelier oder auch so kommt, betrachten.

Hemingway "Der alte Mann und das Meer" · Illustration

Die Präsentation des alten Mannes und des Meeres – Zeichnungen von Susanne Haun

Heute habe ich mich mit der Präsentation des alten Mannes und dem Meer beschäftigt. Das hat sehr viel mehr Zeit in Anspruch genommen als ich vermutete. Das Konzept dafür hatte ich schon lange im Kopf und auch die „Zutaten“ wie Papier, Leim und Leder lagen auf meinem Schreibtisch.

Ich habe „Recycling Papier“ zur Montage der Bilder benutzt. Auf Layoutpapier habe ich die Texte gedruckt. Erst hatte ich überlegt, sie mit der Hand zu schreiben, aber mir gefiel dann die Einheitlichkeit und die Lesbarkeit der gedruckten Texte besser. Mit meiner guten alten Singer Nähmaschine habe ich die Blätter zusammengenäht. Die Bilder habe ich mit lösbaren Fotoklebepunkten befestigt. So sind in dem Buch immer Text auf Layoutpapier und Bild hintereinander. 24 Bilder habe ich aus den 35 ausgewählt. Die Auswahl ist mir nicht einfach gefallen. Aber ich hatte manche Motive von mehreren Seiten beleuchtet und wollte nichts doppeltes im Buch haben.

Natürlich sah der Pfalz mit meiner etwas unregelmäßiger Naht nicht so gut aus. Ich schnitt ein Stück Leder zurecht und klebte es mit Leim über meine Buchbindung. Nun bin ich sehr zufrieden. Das Titelblatt erhielt noch meinen Stempel mit meiner Signatur SH. Den Stempel benutze ich schon sehr lange. Ich habe ihn vor ca. 15 Jahren aus einem Speckstein hergestellt und stempel ihn mit roter Tinte.

Ich habe versucht, das Ergebnis zu fotografieren. Ich halte es gerne in der Hand und blätter in den Seiten. Oder fahre mit der Hand über das Papier, wo der kleine Absatz vom Leder zum Papier ist.

Hemingway "Der alte Mann und das Meer" · Illustration

Überblick über „Der alte Mann und das Meer“ von Hemingway

Ich habe die Zeichnungen, die ich zum Hemingway Buch gearbeitet habe, geschlossen auf meine Homepage gestellt.

Hier seht ihr sie. Ich freue mich, dass ein so einheitliches Bild entstanden ist.

Hemingway "Der alte Mann und das Meer" · Illustration

Endlich geschafft – Der alte Mann und das Meer – Zeichnungen von Susanne Haun

Nun habe ich es endlich geschafft und ich habe heute die letzten beiden Zeichnungen gefertigt.
Der Junge, Manolin, kommt zum alten Mann. Der alte Mann freut sich über den Jungen. Er hat ihn sehr vermißt – auf vielen Seiten schreibt Hemingway vom Jungen: S.47: „Ich wünschte, der Junge wäre hier.“, S. 49 „Ich wünschte, ich hätte den Jungen da.“, S.54 „Ich wünschte, der Junge wäre hier.“, S.80 „Wenn der Junge da wäre, […], Ja, wenn der Junge da wäre. Wenn der Junge da wäre.“ S 103 „Der Junge erhält mich am Leben“

S.121: “ Du hast mir gefehlt“ sagte er, „Was hast du angefangen?“ – „Jetzt gehen wir wieder zusammen fischen“ sagte der Junge.

Jetzt gehen wir wieder zusammen fischen - Zeichnung von Susanne Haun
Jetzt gehen wir wieder zusammen fischen - Zeichnung von Susanne Haun

Dann habe ich auch noch die letzte Zeichnung gefertigt. Touristen sehen das Fischskelett. Sie fragen den Kellner, was das ist und verstehen den Kellner völlig falsch. Ich denke, die Dummheit der Touristen soll gezeigt werden. Sie kommen in das Land und haben keine Ahnung von den Verhältnissen dort.

„Tiburon“, sagte der Kellner. „Ein Hai“. Er beabsichtige hiermit zu erklären, was geschehen war. „Ich wußte nicht, das Haifische so schöne, wohlgeformte Schwänze haben.“ sagte die Touristin.

Tiburón - Zeichnung von Susanne Haun
Tiburón - Zeichnung von Susanne Haun

Es ist schwer, nun den alten Mann und den Jungen und den Schwertfisch ziehen zu lassen und sie aus meinen Gedanken zu verbannen.

Hemingway "Der alte Mann und das Meer" · Illustration

Dann legte er sich auf sein Bett – Zeichnung von Susanne Haun

Nach dem Kampf mit der Natur ist der alte Mann am Ende seiner Kräfte. Er möchte nur noch liegen und sich regenerieren.
Hemingway schreibt nicht, was er träumt. Ich denke nicht, dass er wieder von den Löwen träumt. Ich denke, er verarbeitet das erlebte und hat den toten, leergefressenen Fisch vor Augen.

„Dann legte er sich auf sein Bett. Er zog die Decke über seine Schultern und dann über seinen Rücken und seine Beine, und er schlief mit dem Gesicht auf den Zeitungen, mit ausgestreckten Armen und den Handflächen nach oben.“

Ich wußte beim besten Willen nicht, wie ich in dieser Position die Handflächen nach oben zeichnen sollte? Standen die Handflächen bei Hemingway für ich bin geschafft oder ich habe es geschafft? Oder hat er sich einfach keine Gedanken dazu gemacht und nur aus der Intuition geschrieben?

Dann legte er sich auf sein Bett - Zeichnung von Susanne Haun
Dann legte er sich auf sein Bett - Zeichnung von Susanne Haun