Susanne Haun

Meine Bücher und der alte Mann und das Meer – Künstlerunikatbuch von Susanne Haun

Ich freue mich, heute meine Bibliothek im Artikel „Books in Limited Space“ auf dem Blog von Klausbernd Vollmar vorzustellen. Klausbernd ist Autor (fiction & non-fiction), Diplompsychologe (Spezialist für Symbolik, speziell Traum- und Farbsymbolik).

Neben mir liegt das Buch „Die Magie der Farben erleben und anwenden“ (seht hier) von ihm. Da ich es erst seit gestern besitze, habe ich bisher nur das Vorwort und quer gelesen aber ich freue mich schon auf die vollständige Lektüre. Der Aufbau ist sehr ansprechend und der Leser kann auch selber aktiv werden. Die Zitate und Informationen von verschiedenen Künstlern und Denkern am Rand gefallen mir sehr gut. Ich mag kleine Weisheiten.

Ich möchte an meinen heutigen Beitrag auf Klausbernd Vollmars Blog anknüpfen und mit euch über mein neues, im entstehen begriffenes, Künstlerunikatbuch „Der alte Mann und das Meer“ sprechen.

Fischgräte  (c) Künstlerunikatbuch von Susanne Haun

Fischgräte (c) Künstlerunikatbuch von Susanne Haun

Hier unter diesem Link findet ihr mein letztes Künstlerunikatbuch zum alten Mann und das Meer.

Vor einiger Zeit kaufte ich in einem Druck der Deutschen Buch-Gemeinschaft Berlin und Darmstadt, Printed 1956 eine Ausgabe des alten Manns. Das Buch hat 142 Seiten, die ich zum Teil unbearbeitet gelassen habe.

Micahil Bachtin schreibt in seinem Buch „Formen der Zeit im Roman“:
“Städtchen dieser Art sind Stätten der zyklischen Alltagszeit. Hier gibt es keine Ereignisse, sondern nur sich wiederholende Begebenheiten.”²
In meiner Arbeit sehe ich das Meer wie Bachtin die Stadt sieht. Die Arbeit als Fischer auf dem Meer ist von meinem Verständnis ebenfalls eine Tätigkeit der zyklischen Alltagszeit und Boot und Meer sind eine Stätte derselben.

Vorderseite Künstlerunikatbuch Mann Meer Marlin (c) von Susanne Haun

Vorderseite Künstlerunikatbuch Mann Meer Marlin (c) von Susanne Haun

Ich griff ab Mitte des Jahres 2012 auf meine erste Interpretation des alten Manns zurück und erstellte auf dem Untergrund des Buches Linolschnitte zum Thema. Dabei reduzierte ich die Geschichte auf die Begriffe Mann, Meer, Marlin.Um zu abstrahieren und zu verhindern, dass der ursprüngliche Text und die Bedeutung des Textes über die Linoldrucke dominieren, habe ich das Buch auf dem Kopf verwendet. So werden die Buchstaben zu Fragmenten in den Drucken aber die Vergangenheit bleibt unübersehbar im Bild.
Durch den Rezipienten der im Buch auf die Vergangenheit und das Heute schaut, entstehen so immer wieder neue Geschichten.

Mein Arbeitsplatz (c) Foto von Susanne Haun

Mein Arbeitsplatz (c) Foto von Susanne Haun

Das Drucken der Linolschnitte in dem bestehen Buch ist mit Kraft verbunden und ich habe keine Presse sondern Bürste und Nudelholz verwendet. Es besteht keine Möglichkeit, Drucke aus dem Buch auszusortieren. Was einmal im Buch enthalten ist, kann nicht wieder gelöscht werden. Dadurch wird die Eindringlichkeit der Bilder bestimmt. Die Drucke ordne ich immer wiederholend in unterschiedlichen Farben und Druckstärken an. Je nachdem, ob ich lasierende oder deckende Farbe benutze, bleiben die darunterliegenden Texte sichtbar.

In der ruhigen aber eindringlichen Erzählweise wiederholen sich die Bilder.

 Boot und Meer blau  (c) Künstlerunikatbuch von Susanne Haun

Boot und Meer blau (c) Künstlerunikatbuch von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
I am proud to present my library on the blog of   Klausbernd  Vollmar.  Klausbernd is author (fiction & non-fiction) and Psychologist’s (specialist for symbolism, specifically dream and color symbolism).
Next to me on my worktable is „Experience the magic of color and apply“ the book (see here) of him.  I own it since yesterday so I have only read the preface and cross but I’m looking forward to the full reading. The design is very appealing and the reader can be active themselves. I like the quotes and information from various artists and thinkers on the edge. Today I would like to  talk to you about my new, resulting in forming conceptual, unique artist’s book „The Old Man and the Sea.“

_______________________________________
Hemmingway, Ernst. Der alte Mann und das Meer. Hamburg 2959. rororo.
Vollmar, Klausbernd. Die Magie der Farben erleben und anwenden. Krummwisch 2010.

16 Antworten

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  1. kbvollmarblog said, on 25. Januar 2013 at 17:05

    Liebe Susanne,
    habe ganz herzlichlieben Dank für die Erwähnung meines Buches. Das soooo lieb von dir, meinten meine liebklugen Buchfeen.
    Aber nicht nur als „Retourkutsche“: Ich finde deine Buchillustrationen genial, da sie dem Text noch eine neue Dimension verleihen und überhaupt Leser wie mich dazu bringen, ihre recht und linke Gehirnhälfte beim Lesen zu benutzen. Das geht ja auf die mittelalterlichen Techniken der illumnierten Handschriften zurück und dann auf die folgenden Buchillustrationen berühmter Künstler und da gehörst in diese Reihe genannt, zu recht!
    Viel Erfolg mit deinen Ausstellungen wünschen dir
    Dina, unsere munteren Buchfeen Siri und Selma (die sicher mal kurz vorbeigeflogen kommen) und ich
    Klausbernd

    • Susanne Haun said, on 25. Januar 2013 at 21:39

      Lieber Klausbernd,
      da werde ich ja purpurrot bei so vielen Komplimenten. Danke für die Blumen 🙂 🙂 🙂
      Ich schaue mir gerne in den Museen alte illuminierte Handschriften an und und wenn ein Künstlerbuch in einer Ausstellung zu sehen ist, freue ich mich immer.
      Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, einen Leporello zum Thema Zeit zu fertigen. Ich bin so fasziniert von den Chronotopos. Einige Arbeiten dazu sind schon fertig – ich überlege nur noch, wie ich Text gestalten soll. Ob es mir gelingt einen prägnanten Satz je Bild zu verfassen, werde ich sehen.
      Danke auch für die Wünsche zu den Ausstellungen. Ich habe schon Lampenfieber obwohl ich schon so viele Ausstellungen hinter mir habe ist mir vor jeder Kalt und ich bin bestimmt so flatterig wie die beiden Buchfeen beim Fliegen.
      Ich werde für Siri und Selma ein Plätzchen warm halten……
      Liebe Grüße an Hanne-Dina, Siri und Selma und dich wünscht Susanne

  2. flowerywallpaper said, on 25. Januar 2013 at 17:50

    Ach, du bist so aktiv! Meine Bewunderung. Ich brauch da immer Tage und Wochen zur Inspiration…..

    • Susanne Haun said, on 25. Januar 2013 at 21:41

      Danke Ernstus, an Inspiration felt es mir nicht, mir fehlt es meistens an Zeit, um alles was sich in meinem Kopf zusammen braut, herauszulassen. Manchmal muss ich mich beherrschen, nicht völlig müde um 5 Uhr früh aufzustehen, um nicht meine Ideen fliessen zu lassen.
      Für das Buch, das ich heute gezeigt habe, habe ich schon etwas länger gebracht 🙂 🙂 nicht nur 1 Tag 🙂 🙂
      Einen schönen Tag wünscht Susanne

  3. ledrakenoir said, on 26. Januar 2013 at 11:18

    Impressive… 🙂

  4. Frau Blau said, on 26. Januar 2013 at 11:59

    liebe Susanne, du hast faszinierende Ideen! Deine Linolschnitte gefallen mir ausnehmend gut, vor allen Dingen, weil es Genre ist, was nicht mehr oft benutzt wird – ich mag es, wenn sogenannte alte Techniken in die Moderne hinein wirken dürfen.
    hab ein feines Wochenende
    herzliche Grüße
    Ulli

    • Susanne Haun said, on 26. Januar 2013 at 12:32

      Liebe Ulli, ich arbeite gerne mit den Händen und beim Linol- oder Holzschnitt erarbeite ich die Linien hat. Wenn ich lange nicht geschnitten habe, tut mir nach der ersten Arbeit Kreuz, Genick, Arme und Hals weh. Aber ich mag diesen Schmerz, zeugt er doch, dass ich nicht nur mit meinem Geist sondern auch mit meinem Körper etwas geschaffen habe.
      Dir auch ein schönes WE liebe Grüße und beste Gesundheit Susanne

  5. miss viwi said, on 26. Januar 2013 at 13:12

    …eine geniale Idee, wunderbar und sehr inspirierend…danke…

    vegan l♥ve&peace, miss viwi

  6. Dina said, on 27. Januar 2013 at 16:57

    Liebe Susanne,

    da gebe ich Frau Blau recht, es ist wirklich faszinierend, wie viele neue Einfälle du hast. Die Linolschnitte im Buch, eine megatolle Idee!
    Ein schönes Restwochende wünscht dir aus Cley 2+2
    Dina-Hanne
    🙂

    • Susanne Haun said, on 27. Januar 2013 at 18:18

      Danke, liebe Dina-Hanne, ich schaue mir die Bücher auf den Büchertrödeln jetzt auch noch mal anders an und überlege, wie ich welche wiederverwenden kann….
      dir+1 + 2 auch ein schönes Rest-We …. lg Susanne

  7. buechermaniac said, on 29. Januar 2013 at 12:29

    Liebe Susanne

    Die Linolschnitte und die Idee, wie du sie in einem bestehenden Buch anwendest, finde ich grosse Klasse!

    Und für die bevorstehende Ausstellung wünsche ich dir gutes Gelingen!

    LG buechermaniac

    • Susanne Haun said, on 29. Januar 2013 at 20:36

      Danke, liebe buechermaniac. Ich bin schon Jahrzehnte dem Linolschnitt verfallen. Ich mag es, aus so etwas statischem wie die Linolplatte ein Bild heraus zu schneiden. LG Susanne

  8. afrikafrau said, on 17. Februar 2020 at 12:20

    Hallo Susanne, wo kann ich dein faszinierendes illustriertes Buch (oben) denn erwerben, bei dir oder…habe keinen link gefunden, erst heute entdeckt….?????? bitte um info – danke……

    • Susanne Haun said, on 18. Februar 2020 at 07:01

      Es gibt „nur“ das Original vom Alten Mann und das Meer. Es entstand vor 11 Jahren und damals wie heute hat kein Verlag an einer Veröffentlichung der Zeichnungen Interesse gehabt. Ich habe mich aber ehrlich gesagt auch nicht ausreichend gekümmert. Dann kamen die anderen Themen, die publiziert wurden und die Originale des alte Mann liegen in einem Künstlerkarton. Gut, dass ihr sie wenigstens hier auf dem Blog betrachten könnt.
      Ich wünsche dir einen schönen Tag von Susanne


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