Susanne Haun

Tagebucheintrag 15. / 17. August 2020 – Die Tage gehen um die Ecke – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Akt, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 3. September 2020

 

 

Tagebucheintrag 15.08.2020, Die Tage gehen um die Ecke, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Tagebucheintrag 15.08.2020, Die Tage gehen um die Ecke, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Die Tage gehen um die Ecke. Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht.

Ich habe gerade die Zeichnungen ab dem 15. August gescant und es ist heute schon der 3. September.

Die Frage auf meiner Zeichnung vom 17.8.2020 ist eindeutig:

Gibt es noch ein Schönheitsideal?

Alles ist erlaubt und ich bin froh darüber. Meine Mutter hungerte ihr Leben lang, um das Schönheitsideal der Twiggy halten zu können. Wir waren in ständiger Diskussion darüber, dass ich zu dick sei. Ich habe die Anregung meiner Mutter mal 10 Kilo abzunehmen, nicht angenommen. Ich empfinde das Essen als sinnliche Tätigkeit und solange mein Gewicht mit meiner Gesundheit im Einklang ist, so bin ich zufrieden. Ich fühle mich auch beiweitem nicht dick. Ich bin nur nicht dürr.

 

Tagebucheintrag 17.08.2020, Gibt es noch ein Schönheitsideal, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Tagebucheintrag 17.08.2020, Gibt es noch ein Schönheitsideal, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Tagebucheintrag 18. – 19.7.2020 – Ich bin froh um diese Stunden – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Engel by Susanne Haun on 29. Juli 2020

 

Tagebucheintrag 18.7.2020, Eine Farce!, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Tagebucheintrag 18.7.2020, Eine Farce!, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Es steht immernoch viel Arbeit an, Vorbereitung der Ausstellungseröffnung der Freiluftgalerie Mein Wedding 2020 (-> Klick), Korrekturen des Exposé der Promotion nach Besprechung mit der Professorin einpflegen, letzte Änderungen meiner Broschüre Auszug aus dem Werkverzeichnis einpflegen, Originale dazu heraussuchen und scannen sind nur die größten offenen Punkte neben dem täglichen Wahnsinn.

So bin ich froh um die abendlichen Stunden, wenn ich meine Tagebuchzeichnungen erstelle und den Tag von mir gleiten lasse.

 

Tagebucheintrag 19.7.2020, Gerankel, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Tagebucheintrag 19.7.2020, Gerankel, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Tagebucheintrag 14.7.2020 – Es ist noch nicht ausgestanden – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 25. Juli 2020

 

Sehe ich das Heute Journal denke ich „Es ist noch nicht ausgestanden!“.

Ich erwische mich sogar dabei, dass ich denke, dass die Nachrichten zu Zeiten des Kalten Krieges nicht so beängstigend waren. Aber ich glaube, da verherrliche ich. Heisst das, dass ich Alt werde?

 

Tagebucheintrag 14.7.2020, Es ist noch nicht ausgestanden, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Tagebucheintrag 14.7.2020, Es ist noch nicht ausgestanden, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Maria und der Erbsenbaum – Gemälde von Susanne Haun

Posted in Leinwand, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 23. März 2020
Maria und der Erbsenbaum, 148 x 50 cm, Acryl und Tusche auf Leinwand, Gemälde von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Maria und der Erbsenbaum, 148 x 50 cm, Acryl und Tusche auf Leinwand, Gemälde von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Kennt ihr Wimmelbilder?

Anfang des Jahres beschloss ich eine Leinwand von 2005 zu übermalen. Von meinem Verständnis entsprach sie nicht mehr meinem Standard und so verschwand Truffaut II unter dem Gemälde Maria und der Erbsenbaum.

Ich habe das Bild heute bei singulart eingestellt:

„Von diesem Gemälde spricht Haun als ein Wimmelbild. Die einzelnen Szenen des Gemäldes „Maria und der Erbsenbaum“ entfalten sich beim genauen Hinsehen. Das Bild entstand auf einer selbstbespannten und grundierten Leinwand in zwei Schichten. In der ersten Schicht verwendete Haun Acrylfarbe und schwarze Tusche um in der zweiten Schicht eine fast weiße Fläche für ihre zeichnerische Komposition zu schaffen. Das Geschehen windet sich um ein florales Gewächs von unten nach oben.“

For my english speaken readers:

Haun speaks of this painting as a hidden object. The individual scenes of the painting „Maria and the Pea Tree“ unfold upon closer inspection. The picture was created on a self-covered and primed canvas in two layers. Haun used acrylic paint and black ink in the first layer and create an almost white surface for her drawing composition in the second layer. The action winds around a floral plant from bottom to top.

Pour mes lecteurs francophones:

Haun parle de cette peinture comme d’un objet caché. Les scènes individuelles de la peinture „Maria et le pois“ se déroulent en y regardant de plus près. L’image a été créée sur une toile recouverte et apprêtée en deux couches. Haun a utilisé de la peinture acrylique et de l’encre noire dans la première couche pour créer une surface presque blanche pour sa composition de dessin dans la deuxième couche. L’action s’enroule de bas en haut autour d’une plante florale.

 

 

Antwort an Buchalov: Und was mache ich hiermit? – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 21. August 2018

 

Hallo Jürgen,

als ich heute morgen deinen Blog anschaute, da dachte ich sofort an diese beiden Werke von mir.

Ich wusste an diesem Tag nicht so wirklich, mit welchen der vielen Dinge auf meiner todo Liste ich beginnen sollte. Ich begann mit den Anonymen Zeichnern. Da das Blatt nicht ins diesjährige Konzept passte, wurde es abgelehnt und ich kann es hier zeigen:

 

 

Was lese ich gerade? Gärten: Ordnung, Inspiration, Glück – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Was ich gerade lese, Zeichnung by Susanne Haun on 2. August 2017

 

Vor einigen Wochen habe ich eins neues Blog – Thema erstellt: Was ich gerade lese nennt sie sich (siehe hier) [1].

Meine Lektüre ist von meinem Studium geprägt und so wundert es nicht, dass ich gerade die Aufsätze des Ausstellungskatalogs Gärten: Ordnung,Inspiration, Glück, herausgegeben von Sabine Schulze, lese.

Der Katalog erschien begleitend zur gleichnamigen Ausstellung im Städelmuseum in Frankfurt am Main (siehe hier) in 2007. Die Homepage des Städel lohnt zum Stöbern, ich lese auch gerne den Blog des Museums.

Der Katalog beginnt mit Zitaten von Künstlern zum Thema Garten, es wird Pink Floyd mit So you think you can tell … heaven from hell …? genauso zitiert wie Beuys Gartenarbeit interessiert mich nicht und Monet Rien au monde m’interesse qu ma peinture et mes fleurs. Ich mag diese erste Seite mit Zitaten, die so unterschiedlich und doch so treffend sind. [2]

Ich schreibe gerade eine Hausarbeit über das Bild Das Reich der Flora, auf dem Poussin den Garten der Flora darstellt (siehe hier). Mit Poussin und Flora habe ich mich vor 5 Jahren schon einmal in Zusammenhang mit Cy Twombly beschäftigt (siehe hier). Ein Glück ist mein Bog mein Gedächtnis – ich hatte diese kurze Auseinandersetzung schlichtweg schon vergessen.

Die Ausstellungsdokumentation gibt einen guten Überblick über die Darstellung von Gärten in der Kunst. Die erste Abbildung ist Das Paradiesgärtlein von 1410/20, das Maria im Hortus conclusus darstellt. Die Pflanzen sind zeitlos nach genauem Naturstudium dargestellt. Der Frömmigkeit wird die weltliche Freude am Garten gegenübergestellt. Die letzte Abbildung des Katalogs ist ein Foto, Paradise 24, Sao Francisco de Xavier, Brazil, 2001 von Thomas Struth. Heute ist dem Ideal des Gartens als kultivierte Natur die Idee des Paradieses in Form von unberührter Natur gewichen.

Für meine Hausarbeit ziehe ich folgende Quintessenz aus dem gelesenen:
„Gärten werden als süße Orte der Erinnerung nach dem Rausschmiss aus dem Paradies bezeichnet. Der Garten bildet eine Einheit zwischen Mensch und Natur. Die Mauer grenzt den Garten als Rückzugsort aus dem fremd bestimmten Leben (Existenz). Es ist der Gegenentwurf zum Alltagsleben außerhalb des Gartens. Im Garten kann der Mensch in seiner ursprünglichen paradiesischen Bestimmung leben. Milton nannte den Garten 1674 in seinem epischen Gedicht Paradise Lost oder den Himmel auf Erden. Schauen wir auf Poussins Gemälde, dann sehen wir, dass die Pergola Ordnung und die Begrenzung des Gartens des Gemäldes ist. Die Pergola schafft Ordnung.“[3]

Das Thema des Seminars, „Mit Farben Pflanzen“, birgt unbedingte parallelen zu meiner Kunst. Gerne zeichne (und arbeite) ich im Garten meines Vaters und es in den letzten Jahren viele Zeichnungen entstanden, so auch die folgenden Geranienzeichnungen vom Anfang des Monats:

 

Mein persönliches Paradies liegt auf dem Balkon im 4. Stock meiner Atelierwohnung, natürlich gut begittert, damit ich nicht aus meinem Paradies herausfallen kann. 😉

 

Balkon Susanne Haun Atelierwohnung (c) Foto von M.Fanke

Balkon Susanne Haun Atelierwohnung (c) Foto von M.Fanke

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[1] Die Blog – Themen bieten meinen  Lesern  die Möglichkeit, sich Beiträge sortiert anzuschauen. Da ich sehr viele Themen in meinem Blog angelegt habe, kann rechts im Blog unter der Auswahlbox Themenauswahl das gewünschte Thema per Mausklick gewählt werden.

[2] Gärten: Ordnung, Inspiration, Glück, Sabine Schulze (Hrsg.), München, Ostfildern 2006, Hatje Cantz Verlag.

[3] Vergleich: Schulze, Sabine. Konzeption und Ausstellungsrundgang, in: Gärten: Ordnung, Inspiration, Glück, Sabine Schulze (Hrsg.), München, Ostfildern 2006, S. 14 – 21.
Haun, Susanne. Das undarstellbare in Poussins Garten der Flora, SoSe 2017

 

 

Maria durch die Jahrhunderte – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 26. Dezember 2015

Maria ist die meist dargestelle Frau in der Kunst.

Ich bin im Netz durch die Jahrhunderte gereist und habe einige „Marias“ festgehalten.

Maria durch die Jahrhunderte (c) Zeichnung von Susanne Haun

Maria durch die Jahrhunderte (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Das Ding mit dem Namen Null – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 10. Dezember 2015

Jürgen arbeitet zur Zeit an zwei Serien und manchmal habe ich den Eindruck das diese beiden Projekte eine Schnittmenge besitzt.

So auch bei den bei den heutigen beiden Arbeiten von Jürgen. Diese archaische Null war nicht einfach zu beantworten. Ich habe mir passendes aus meinem Brockhaus gerissen. Es ist unglaublich, wie viele Nullartige Gebilde in einem Lexikon A – Bau enthalten sind. Es hat mir Freude bereitet, die Nullen dem Papier zu entreissen.

Das Jahr Null 08.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Jahr Null 08.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Auch das Eva – Maria Thema im Jahre Null lässt mich noch nicht los! Ich habe es hier sehr gelungen kombinieren können und es nimmt noch dazu Jürgen rotes Nullobjekt gut auf.

 

Das Jahr Null 08.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Jahr Null 08.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

 

Die Nullen fliessen aus meiner Hand – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Projekt Null, Zeichnung by Susanne Haun on 8. Dezember 2015

Immer wieder finde ich in mir Bilder zum Thema Null. Ich kann nicht sagen, warum das so ist.

Auf ein Blatt von Jürgen kommen einige Blätter von mir zusammen. Die letzten Jahre war das immer eher umgekehrt, ich wurde mit einer Flut von Bildern von Jürgen bedacht und antwortete eher sparsam.

 

Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Der Computer ist für mich im Zusammenhang mit der Null sehr symbolträchtig. Schließlich versteht er nur 0 und 1. Wie simpel die Welt doch sein könnte. Oder wie arm an Emotionen.

 

Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Aus der Null oder dem Samenkorn wachsen Blumen.  Auf Jürgens Blättern ist alles an den Ketten, vor allem das Formale des Computers. Aber wie mich Jürgens Bilder zu Rosen in der Null inspiriert haben, das vermag ich nicht zu sagen.

 

Formale Null – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Projekt Null, Skizzen, Zeichnung by Susanne Haun on 5. Dezember 2015

Mit Jürgens formalen Zeichnungen  zur Null habe ich so meine Probleme.
Sind die Nullen und Xse Symbole?
Warum hängen sie an Schnüren und was wollen mir die grauen Flächen sagen?

Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich taste mich in vier Schritten an eine Antwort heran. Ich benutze dazu den Füller und das dünne Skizzierpapier. Diesen Zeichnungen soll noch eine mit Feder und Tusche folgen. Dazu muß ich meine Gedanken gleiten lassen. Mit Version 4 meiner Antwort bin ich zufrieden, sie ist es, die ich mir nochmal in Ruhe vornehmen und ausarbeiten werde. Maria, die Evas Sünden wieder gut macht und das auch noch (irgendwann) um das Jahr Null.

Und das mir Dürer nicht aus dem Kopf geht, das ist selbstverständlich – schließlich lese und schreibe ich jeden Tag über ihn.

Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Eva Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

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