Susanne Haun

Antwort an Buchalov: Und was mache ich hiermit? – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 21. August 2018

 

Hallo Jürgen,

als ich heute morgen deinen Blog anschaute, da dachte ich sofort an diese beiden Werke von mir.

Ich wusste an diesem Tag nicht so wirklich, mit welchen der vielen Dinge auf meiner todo Liste ich beginnen sollte. Ich begann mit den Anonymen Zeichnern. Da das Blatt nicht ins diesjährige Konzept passte, wurde es abgelehnt und ich kann es hier zeigen:

 

 

Was lese ich gerade? Gärten: Ordnung, Inspiration, Glück – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Was ich gerade lese, Zeichnung by Susanne Haun on 2. August 2017

 

Vor einigen Wochen habe ich eins neues Blog – Thema erstellt: Was ich gerade lese nennt sie sich (siehe hier) [1].

Meine Lektüre ist von meinem Studium geprägt und so wundert es nicht, dass ich gerade die Aufsätze des Ausstellungskatalogs Gärten: Ordnung,Inspiration, Glück, herausgegeben von Sabine Schulze, lese.

Der Katalog erschien begleitend zur gleichnamigen Ausstellung im Städelmuseum in Frankfurt am Main (siehe hier) in 2007. Die Homepage des Städel lohnt zum Stöbern, ich lese auch gerne den Blog des Museums.

Der Katalog beginnt mit Zitaten von Künstlern zum Thema Garten, es wird Pink Floyd mit So you think you can tell … heaven from hell …? genauso zitiert wie Beuys Gartenarbeit interessiert mich nicht und Monet Rien au monde m’interesse qu ma peinture et mes fleurs. Ich mag diese erste Seite mit Zitaten, die so unterschiedlich und doch so treffend sind. [2]

Ich schreibe gerade eine Hausarbeit über das Bild Das Reich der Flora, auf dem Poussin den Garten der Flora darstellt (siehe hier). Mit Poussin und Flora habe ich mich vor 5 Jahren schon einmal in Zusammenhang mit Cy Twombly beschäftigt (siehe hier). Ein Glück ist mein Bog mein Gedächtnis – ich hatte diese kurze Auseinandersetzung schlichtweg schon vergessen.

Die Ausstellungsdokumentation gibt einen guten Überblick über die Darstellung von Gärten in der Kunst. Die erste Abbildung ist Das Paradiesgärtlein von 1410/20, das Maria im Hortus conclusus darstellt. Die Pflanzen sind zeitlos nach genauem Naturstudium dargestellt. Der Frömmigkeit wird die weltliche Freude am Garten gegenübergestellt. Die letzte Abbildung des Katalogs ist ein Foto, Paradise 24, Sao Francisco de Xavier, Brazil, 2001 von Thomas Struth. Heute ist dem Ideal des Gartens als kultivierte Natur die Idee des Paradieses in Form von unberührter Natur gewichen.

Für meine Hausarbeit ziehe ich folgende Quintessenz aus dem gelesenen:
„Gärten werden als süße Orte der Erinnerung nach dem Rausschmiss aus dem Paradies bezeichnet. Der Garten bildet eine Einheit zwischen Mensch und Natur. Die Mauer grenzt den Garten als Rückzugsort aus dem fremd bestimmten Leben (Existenz). Es ist der Gegenentwurf zum Alltagsleben außerhalb des Gartens. Im Garten kann der Mensch in seiner ursprünglichen paradiesischen Bestimmung leben. Milton nannte den Garten 1674 in seinem epischen Gedicht Paradise Lost oder den Himmel auf Erden. Schauen wir auf Poussins Gemälde, dann sehen wir, dass die Pergola Ordnung und die Begrenzung des Gartens des Gemäldes ist. Die Pergola schafft Ordnung.“[3]

Das Thema des Seminars, „Mit Farben Pflanzen“, birgt unbedingte parallelen zu meiner Kunst. Gerne zeichne (und arbeite) ich im Garten meines Vaters und es in den letzten Jahren viele Zeichnungen entstanden, so auch die folgenden Geranienzeichnungen vom Anfang des Monats:

 

Mein persönliches Paradies liegt auf dem Balkon im 4. Stock meiner Atelierwohnung, natürlich gut begittert, damit ich nicht aus meinem Paradies herausfallen kann. 😉

 

Balkon Susanne Haun Atelierwohnung (c) Foto von M.Fanke

Balkon Susanne Haun Atelierwohnung (c) Foto von M.Fanke

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[1] Die Blog – Themen bieten meinen  Lesern  die Möglichkeit, sich Beiträge sortiert anzuschauen. Da ich sehr viele Themen in meinem Blog angelegt habe, kann rechts im Blog unter der Auswahlbox Themenauswahl das gewünschte Thema per Mausklick gewählt werden.

[2] Gärten: Ordnung, Inspiration, Glück, Sabine Schulze (Hrsg.), München, Ostfildern 2006, Hatje Cantz Verlag.

[3] Vergleich: Schulze, Sabine. Konzeption und Ausstellungsrundgang, in: Gärten: Ordnung, Inspiration, Glück, Sabine Schulze (Hrsg.), München, Ostfildern 2006, S. 14 – 21.
Haun, Susanne. Das undarstellbare in Poussins Garten der Flora, SoSe 2017

 

 

Maria durch die Jahrhunderte – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 26. Dezember 2015

Maria ist die meist dargestelle Frau in der Kunst.

Ich bin im Netz durch die Jahrhunderte gereist und habe einige „Marias“ festgehalten.

Maria durch die Jahrhunderte (c) Zeichnung von Susanne Haun

Maria durch die Jahrhunderte (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Das Ding mit dem Namen Null – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 10. Dezember 2015

Jürgen arbeitet zur Zeit an zwei Serien und manchmal habe ich den Eindruck das diese beiden Projekte eine Schnittmenge besitzt.

So auch bei den bei den heutigen beiden Arbeiten von Jürgen. Diese archaische Null war nicht einfach zu beantworten. Ich habe mir passendes aus meinem Brockhaus gerissen. Es ist unglaublich, wie viele Nullartige Gebilde in einem Lexikon A – Bau enthalten sind. Es hat mir Freude bereitet, die Nullen dem Papier zu entreissen.

Das Jahr Null 08.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Jahr Null 08.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Auch das Eva – Maria Thema im Jahre Null lässt mich noch nicht los! Ich habe es hier sehr gelungen kombinieren können und es nimmt noch dazu Jürgen rotes Nullobjekt gut auf.

 

Das Jahr Null 08.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Jahr Null 08.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

 

Die Nullen fliessen aus meiner Hand – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Projekt Null, Zeichnung by Susanne Haun on 8. Dezember 2015

Immer wieder finde ich in mir Bilder zum Thema Null. Ich kann nicht sagen, warum das so ist.

Auf ein Blatt von Jürgen kommen einige Blätter von mir zusammen. Die letzten Jahre war das immer eher umgekehrt, ich wurde mit einer Flut von Bildern von Jürgen bedacht und antwortete eher sparsam.

 

Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Der Computer ist für mich im Zusammenhang mit der Null sehr symbolträchtig. Schließlich versteht er nur 0 und 1. Wie simpel die Welt doch sein könnte. Oder wie arm an Emotionen.

 

Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Aus der Null oder dem Samenkorn wachsen Blumen.  Auf Jürgens Blättern ist alles an den Ketten, vor allem das Formale des Computers. Aber wie mich Jürgens Bilder zu Rosen in der Null inspiriert haben, das vermag ich nicht zu sagen.

 

Formale Null – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Projekt Null, Skizzen, Zeichnung by Susanne Haun on 5. Dezember 2015

Mit Jürgens formalen Zeichnungen  zur Null habe ich so meine Probleme.
Sind die Nullen und Xse Symbole?
Warum hängen sie an Schnüren und was wollen mir die grauen Flächen sagen?

Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich taste mich in vier Schritten an eine Antwort heran. Ich benutze dazu den Füller und das dünne Skizzierpapier. Diesen Zeichnungen soll noch eine mit Feder und Tusche folgen. Dazu muß ich meine Gedanken gleiten lassen. Mit Version 4 meiner Antwort bin ich zufrieden, sie ist es, die ich mir nochmal in Ruhe vornehmen und ausarbeiten werde. Maria, die Evas Sünden wieder gut macht und das auch noch (irgendwann) um das Jahr Null.

Und das mir Dürer nicht aus dem Kopf geht, das ist selbstverständlich – schließlich lese und schreibe ich jeden Tag über ihn.

Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Eva Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

Einen schönen Heiligabend und die Maria – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 24. Dezember 2014

Ich wünsche allen meinen Lesern einen besinnlichen Heiligen Abend!

Maria Vers 3 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Maria Vers 3 (c) Zeichnung von Susanne Haun

In 2009 schrieb ich über das Blau der Maria (siehe hier).

2010 zitierte ich mit einer Zeichnung von Maria und ihrem Kind Herder. (siehe hier)

2011 steht Anna, die Mutter Marias im Fokus meines Beitrags (siehe hier).

2012 habe ich mich am Heiligenabend auf die Hirten konzentriert (siehe hier).

2013 ist Maria Licht geworden (siehe hier).

Dieses Jahr ist es wieder Maria, dieses mal grün gewandtet in die Farbe der Hoffnung. Der Hoffnung auf ein schönes folgendes Jahr, das ich euch wünsche!

Frohe Weihnachten und die heilige Anna auf der Karlsbrücke – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 24. Dezember 2011

Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest mit viel Ruhe und Besinnlichkeit.

Wie jedes Jahr wollte ich am heiligen Abend Maria mit dem Jesuskind zeichnen.

Dieses Jahr zeichnete ich aber unbewußt die heilige Anna mit dem Jesuskind. Die heilige Anna gilt als die Mutter Marias und Großmutter Jesus.
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Die heilige Anna und das Jesuskind - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Lanaaquarell - 18 x 26 cm

Die heilige Anna und das Jesuskind - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Lanaaquarell - 18 x 26 cm

2005 war ich in Prag und bin über die Karlsbrücke gelaufen. Gestern morgen schon stolperte ich über das Direktory mit den damals entstandenen Fotos auf meiner Festplatte und freute mich an den Fotos Statuen der Brücke und ließ mich insbesondere von einem Foto inspirieren.

Die Karlsbrücke ist eine der ältesten Steinbrücken Europas und auf ihr hat man einen gandiosen Blick auf die Moldau und auf die Altstadt Prags. 30 Figuren aus Sandstein stehen am Brückenrand wache.

Die Figur der heiligen Anna regte mich zu den heutigen Zeichnungen an; einmal ganz konkret, mit Linien und einmal der Rhythmus mit dem Pinsel. So vielsichtig wie die unterschiedlichen Weihnachtsbräuche.

Das Buch Henoch – Und ein Gericht wird stattfinden – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Das äthiopische Buch Henoch, Engel, Illustration, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 7. Juni 2011

„…, und ein Gericht wird über alle stattfinden.“
Das Buch Henoch

Und ein Gericht wird über alle stattfinden - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 15 cm - Tusche auf Bütten

Und ein Gericht wird über alle stattfinden - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 15 cm - Tusche auf Bütten

Warum urteilen Frauen, die Kinder haben, über Frauen, die keine haben?
Diese Frage haben mich schon viele kinderlose Frauen gefragt. Nicht nur in meinem Blog (seht hier meinen Artikel über Simone de Beauvoir) sondern auch bei „realen“ Diskussionen.

Claudia Jahnke stellt dazu die Frage, was mit den Männern ist, die keine Kinder haben wollen oder können? Mit denen, die sich nicht um sie kümmern, sich jeglicher Verantwortung entziehen?
Warum diskutieren und urteilen Frauen, die Kinder haben, über Frauen, die keine haben?

Ich habe lange darüber nachgedacht und als erstes fiel mir Neid als Begründung ein.
Keine schöne Eigenschaft!
Aber ist es nicht so, dass sich jede Mutter manchmal mehr Freizeit, mehr Geld und einfach nicht diese drückende Last der Verantwortung wünscht?
Es gibt auch immer noch Frauen, die ihre einzige Daseinsberechtigung in ihren Kindern sehen, Mütter die kein eigenes Leben leben. Was für eine Last und Verantwortung für die Kinder, die für das Glück der Mutter verantwortlich sind.

Und sehr stark ist auch das Bild der Mutter Maria in den Köpfen der Menschen – sie suggeriert, dass es der Frauen Pflicht ist, Kinder zu bekommen. So kommt meines Erachtens auch die Empörung der Frauen mit Kinder gegen die Frauen ohne Kinder zu stande.

Mutter und Kind - Zeichnung von Susanne Haun - 15 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Mutter und Kind - Zeichnung von Susanne Haun - 15 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Maria mit dem Kind (Version 4) und die Gemäldegalerie – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Betrachtungen zur Kunst, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 26. November 2010

Erst heute ist mir klar geworden, was für ein Privileg es ist, nur eine halbe Stunde Autofahrt von Boticelli, Cranach, Dürer, Holbein, Lippi, Baltung und, und, und entfernt zu wohnen.

Gestern war ich in der Gemäldegalerie im Kulturforum. In jedem Raum hängen mehrere Marienbildnisse. Ich habe an einer Führung, geleitet von einem Pfarrer und einer Kunsthistorikerin, teilgenommen und fand es erstaunlich, wie man Bilder sehen kann, wenn man sie nur von der theologischen Seite betrachtet.

Der Winter naht und um 17 Uhr war es vor dem Kulturforum schon dunkel - Foto von Susanne Haun

Der Winter naht und um 17 Uhr war es vor dem Kulturforum schon dunkel - Foto von Susanne Haun

Wir besprachen ein Bild von Filippino Lippi, das im Netz zum Teil als „Die Geburt der Medici“ bezeichnet wird. Es zeigt Maria mit dem Kind, Johannes den Täufer, den heiligen Bertrand und Gott mit heiligen Geist. Lippi, der Künstler des Bildes, war zuerst Mönch, verliebte sich unsterblich in eine Nonne, heiratete diese und wurde von Cosimo Medici beim Papst „freigekauft“, als ihm auch noch eine Tochter geboren wurde. Ich denke, das Lippi die gesamte Familie Medici auf dem Bild darstellte, denn es wurde nach dem Machtverlust der Medici sofort aus dem Palast verbannt.

Der Pfarrer hat das Bild als pure Theologie gedeutet, ich aber sehe die weltlicher Geschichte der Medici. Der Betrachter und auch ich schafften also unsere eigene Wirklichkeit beim Betrachten des Kunstwerkes. Ich finde es völlig faszinieren.

Maria mit Kind (Version 4 - Heilig) - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 40 x 30 cm

Maria mit Kind (Version 4 - Heilig) - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 40 x 30 cm

Marias Haare sind immer offen als Zeichen ihrer Jungfräulichkeit und Maria lächelt kaum auf den Bildern. Erst in unserer heutigen Zeit beginnen die Marien auf den Bildern zu lächeln, lt. Auskunft der Historikerin vorwiegend auf den Abbildungen in Lateinamerika.

So habe ich heute meine vierte Version der Maria mit Kind gezeichnet. Die erste Version einer Maria mit offenen Haaren. Wer ein kleines Kind hat, weiss, warum ich die Haare immer als Zopf oder Dutt dargestellt habe. Es tut höllisch weh, wenn die Kleinen mit ihren kräftigen Patschhändchen an den Haaren ziehen. Und glaubt mir, sie ziehen mit wahrer Freude an den Haaren!

Meine Marien lächeln auch nicht, sie denken in Worten.

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