Susanne Haun

Zitat am Sonntag – Max Beckmann

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 28. Juni 2020

 

Ich würde in Abzugskanälen wohnen

und durch alle Gullys kriechen,

wenn ich mir nur dadurch die Möglichkeit rettete, zu malen.

Max Beckmann, 1884 – 1950, war ein deutscher Maler, Grafiker, Bildhauer, Autor und Hochschullehrer

 

Mein Sinnbild von Max Beckmann, 2010, 32 x 24 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Mein Sinnbild von Max Beckmann, 2010, 32 x 24 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

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Beckmann, Max, zitiert nach: Benn, Gottfried, Altern als Problem für Künstler, in Merkur, VIII. Jahrgang, 4. Heft, Stuttgart, S. 301 – 319.

 

 

Aus meiner Bloghistorie: Windrosen – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 1. Mai 2020

 

Windrosen, Zeichnungen von Susanne Haun - 25 x 25 cm - Tusche auf Bütten (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Windrosen, Zeichnungen von Susanne Haun – 25 x 25 cm – Tusche auf Bütten (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Dieses Mal möchte ich euch auf meine Windrosen aus dem Jahr 2011 hinweisen (siehe hier -> klick).

Insgesamt besteht die Serie aus 9 Arbeiten, wovon 4 schon verkauft sind.

Ich habe die verbliebenen 5 Windrosen als Serie in singulart eingestellt (siehe hier -> klick). Dabei habe ich auch einen neuen Text geschrieben:

Ein Kompass weißt uns scheinbar den Weg, er sagt uns, wo Norden ist. Ein Kompaß sagt uns nicht, welchen Weg wir gehen sollen, nach Norden, Süden, Osten oder Westen? Es wäre lt. Haun, doch einfach im Leben, wenn unsere Entscheidungshilfen im Kompass lägen und die Schwierigkeiten des Künstlerinnenlebens damit gelöst werden könnten!

Der Künstler Max Beckmann schrieb 1938 nicht ohne Sinn von Humor in sein Tagebuch: „Das Leben ist immerhin schwierig, ich glaube diese Neuigkeit dürfte nun doch allgemein bekannt sein. Diesen Schwierigkeiten mich einigermaßen zu entziehen, übe ich den reizenden Beruf eines Malers aus. Ich gebe zu, es gibt einträglichere Methoden, um den sogenannten Schwierigkeiten des Lebens zu entgehen.“

Ich glaube diese Neuigkeit dürfte nun doch allgemein bekannt sein. Diesen Schwierigkeiten mich einigermaßen zu entziehen, übe ich den reizenden Beruf eines Malers aus. Ich gebe zu, es gibt einträglichere Methoden, um den sogenannten Schwierigkeiten des Lebens zu entgehen.“
In dem Sinne zeichnete Haun ihre Windrosen. Die 5-teilige Serie zum Thema Windrose kann beliebig gehangen werden, längs, übereinander oder auch in mehreren Zimmern.

Wenn jemand Interesse hat, eine der Windrosen einzeln käuflich zu erwerben, sendet mir einfach eine E-Mail info@susannehaun.de und ich sende euch ein Angebot für die einzelne Zeichnung.

 

 

Hier seht ihr die schon verkauften Windrosen:

Übrigens, anhand der nicht guten Fotoqualität der Zeichnungen könnt ihr sehen, wieviel ich in den letzten 8 Jahren in Punkto Reproduktion meiner Arbeiten gelernt habe!

 

 

 

Intelligenz und Bewegung – Fotos von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Foto, Konzeptkunst by Susanne Haun on 17. März 2012

Vor zwei Jahren las ich „Die Realität der Träume in Bildern“ von Max Beckmann und heute traf mich die Erkenntnis, dass Beckmann (1884 – 1950) und Duchamp ( 1887 – 1968) zur selben Zeit lebten wie ein Keulenschlag.

Mir scheint es bei der Lektüre Duchamps als ob Jahrtausende zwischen den beiden liegen. Welten. Der Weltraum.

Ich habe heute an meinen Fotos weiter gearbeitet und darüber nachgedacht, was Duchamp und Breton unter Intelligenz verstehen.

Intelligenz und Bewegung II (c) Foto von Susanne Haun

Intelligenz und Bewegung II (c) Foto von Susanne Haun

Bei welchen Wörtern ist der Sinngehalt größer als das was im Wörterbuch steht? Ist das nicht bei fast allen Wörtern so? Hat nicht jeder eine eigene Wahrnehmung von einem Wort und ist nicht deshalb die Kommunikation so schwierig und entstehen nicht genau deshalb Kriege?

Ich denke an das „gleich denken“ nicht im Sinne von „zur gleichen Zeit an Bäume denken“ sondern dieselben Denkstrukturen haben. Es ist jedesmal erregend und inspirierend, wenn ich auf gleiche Denkstrukturen treffe.

Bei meiner Arbeit „Intelligenz und Bewegung II (c) Foto von Susanne Haun“ stört mich ungemein hier auf meinem Blog der Copyright Vermerk. Dadurch bekommt die ganze Arbeit einen völlig anderen Eindruck. Es ist erstaunlich und ich hätte es nicht vermutet.

Hier nochmal zum Nachlesen meine von Beckmann inspirierten Artikel.

Intelligenz und Bewegung – Fotos von Susanne Haun

Wer oder was ist ein Künstler und warum? – Frage zur 5. Blogparade von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Engel, Marketing, Zeichnung by Susanne Haun on 16. Mai 2011

Wer oder was ist ein Künstler und warum?

Fragt mich jemand, was ich von Beruf bin, antworte ich:
„Ich bin Zeichnerin!“ – Ich schrieb hier darüber.

Sind wir formal gesehen Künstler, wenn wir ein Kunststudium abgeschlossen haben oder wenn wir in der KSK und/oder im bbk aufgenommen sind?
Wenn wir eine gewisse Anzahl an Jahren ausstellen?
Wenn jeden Monat auf unseren Kontoauszügen Erträge aus unseren Bildern stehen?

Was meint ihr?

Ich habe zwei Zitate von großen deutschen Künstlern herausgesucht, um euch Anhaltspunkte und mehr Diskussionsstoff zu zeigen.

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Max Beckmann schrieb im Dezember 1928:
„Ich bin Maler oder nach einem sehr unsympathischen Sammelbegriff: Künstler. Jedenfalls irgendwie deplaciert.“

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Gerhard Richter schrieb im Oktober 1964:
„Interview zwischen Anthony Twaites und Gerhard Richter, von Sigmar Polke im Oktober 1964 verfaßt
Herr Richter … Vielleicht können Sie uns einiges über Ihre Arbeit und künstlerische Entwicklung sagen.
Ich habe viel Arbeit und bin künstlerisch gut entwickelt, auch geistig und körperlich. Ich ziehe den Expander vorne und hinten. Und wenn Sie meine neuen Bilder sehen würden, Herr Twaites, Sie würden zusammenbrechen!
Warum?
Weil sie so gut sind, Sie haben noch nie so gute Bilder gesehen, keiner hat schon so gute Bilder gesehen,

Ich bin Künstler.
Glauben Sie an Gott
Ja, ich glaube an mich, ich bin der Größte, ich bin der Allergrößte!“

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Ich verlose unter allen Kommentatoren und Trackbackern meine Zeichnung „Wachender Engel“, 17 x 24 cm, Tusche auf Hahnemühle Burgund, 2011
und ein Überraschungspaket von Hahnemühle.

Update 22.Mai 2011, 12:00 Uhr

Herzlichen Dank für eure zahlreichen Kommentare! Die Bekanntmachung der Gewinner erfogt heute, am 22. Mai 2011 auf meinem Blog. Solange schließe ich die Kommentare – nach Bekanntmachung öffne ich sie wieder für weitere Diskussionen.

Manuela, Ingrid Thurner ingrid.thurner@turmgalerie.at, suzikunst wwww.suzikunst.wordpress.com, Susanne quiltundkunst.de, anna morgenweich.blogspot.com, biancascheich kleinemalstube.wordpress.com, Eva Rathmacher, Claudia, Helga Berger, sven brauer brauersven.artists.de, tatjana, wholelottarosie roswithageisler.wordpress.com,
Helen malereiaufpizzakarton.de, Susanne logisch-unlogisch.blogspot.com/, Anke Berger, Elke T., Reiner Zufall, Marie
S.Ueltzen
marieueltzen.de, David von Schewski, Athena athena.meinatelier.de/index.php4thomasbernhard66.wordpress.com, wildgans wildgans.wordpress.com, G. Steinbach Pearl-Faszination-Malerei.de, Falk Mechelk, Marlene atelierreiteralm.blogspot.com/, Armin arminrohr.blogspot.com,
juliatepasse artcommunity123.blogspot.com, Carola Steyer kreativ4all.wordpress.com, zerocool, casa_no.70, bilderbuch bilderbuch2.wordpress.com, Frank Koebsch frankkoebsch.wordpress.com, Frank Hess frankhess.wordpress.com, Peter Rubin peterrubin.vpweb.de, Günther Spath guenther-spath.jimdo.com, juliatepasse artcommunity123.blogspot.com, Werner Kroener kroenerkunst.de, Micha michaelmoeller.posterous.com/,
juergenkuester juergenkuester.wordpress.com, Yvonne Onischke yoni-art.de, Carola colina-foto.de,
engelhard, Petra petra.tragauer.at, Geli Bartheline, Heinz Brayer Dieken gustavderausserfriesische.de,
Jens fotose.de, andermichl guido.michl@web.de, schwuppsel, Coco Niehoff connyniehoff.wordpress.com, Eva Müller, Cristina Nan rumanischeweine.de, Ulli ulrike-merz.de, haweka unkunst.wordpress.com,  claus clausrohde.de,, Jovan Balov balov.de, Renate Schweizer karlsruher-kunstgalerie.eu, Angelika Blaeser galerie-angelika-blaeser.de, nene artetic.com/gallery,  rhapsody64 rhapsody64.wordpress.com, Daniel Büchner curach-bhan.com,
Gunnar Stierle facebook.com/photos.php?id=190430924303806stierle@stierle.com, Berthold Stephan MAICHEL, Eckhard Stroeder eckhard-stroeder.de, Xenia Cosmann, Tanja


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Möchtet ihr weiter mit uns diskutieren, dann könnt ihr euch auf folgende Termine freuen:

23.05.2011: Anna Schüler
30.05.2011: Frank Hess
06.06.2011: Helen Königs
13.06.2011: Roswitha Geisler
20.06.2011: Frank Koebsch

Vielleicht habt ihr auch Lust, die vergangenen Diskussionen nachzulesen:

Andreas Mattern
Ist es in der Kunst notwendig, seriell zu arbeiten
Julia Tepasse
Ist es in der Kunst wichtig, konzeptionell zu arbeiten?
Oliver Kohls
Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?.
Conny Niehoff fragte, ob Kunst bezahlbar sein sollte.

Kompasse weisen den Weg – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Skulptur, Zeichnung by Susanne Haun on 19. April 2011

Kompasse weisen uns den Weg, sie sagen, wo Norden ist.

Sie sagen uns nicht, ob wir gerade nach Norden oder nach Süden gehen sollen. Wäre das doch so einfach im Leben! Ich habe wieder in meinem Max Beckmann Buch gelesen und manchmal denke ich, das Buch hat etwas von einem Horoskop.

Beckmann schreibt 1938 nicht ohne Sinn von Humor, den ich bisher bei ihm noch nicht feststellte:

„Das Leben ist immerhin schwierig, ich glaube diese Neuigkeit dürfte nun doch allgemein bekannt sein. Diesen Schwierigkeiten mich einigermaßen zu entziehen, übe ich den reizenden Beruf eines Malers aus. Ich gebe zu, es gibt einträglichere Methoden, um den sogenannten Schwierigkeiten des Lebens zu entgehen.“

Windrose Feuer - Zeichnung von Susanne Haun - 25 x 25 cm - Tusche auf Bütten

Windrose Feuer – Zeichnung von Susanne Haun – 25 x 25 cm – Tusche auf Bütten

Ich habe mich in den letzten beiden Tagen mit den Windrosen der Kompasse beschäftigt. Dabei habe ich für die Himmelsrichtungen den Schrifttyp Vivaldi verwendet. Er ist so schön schnörkelig. Dann hatte ich vor, die 4 Elemente in die Windrose zu zeichnen – Luft, Erde, Feuer, Wasser. Aber vom Motiv möchte ich nicht Himmel, Erde etc. zeichnen — ich kennzeichne die Elemente durch die Farbe.

Rot für Feuer, in der Mitte eine rote Feuerblume.

Blau für Wasser, in der Mitte die Venus aus kühlem blauem Marmor!

Windrose Wasser - Zeichnung von Susanne Haun - 25 x 25 cm - Tusche auf Bütten

Windrose Wasser – Zeichnung von Susanne Haun – 25 x 25 cm – Tusche auf Bütten

 

Lila Krokus – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 14. März 2011

1926 schrieb Beckmann:
„Ich arbeite rasend und ununterbrochen … und brauche jetzt nur Zeit, Ruhe und Geld, um meine Arbeit zu Ende zu führen. – Also mindestens 30 Jahre.“

Das beschreibt auch sehr gut, was ich machen.

Zeit, Ruhe und Geld, wer hat alle diese Sachen zusammen?

An der warmen Hauswand sind die Krokusse schnell wieder verblüht - Foto von Susanne Haun

An der warmen Hauswand sind die Krokusse schnell wieder verblüht - Foto von Susanne Haun

Gestern hatte ich zumindestens die Ruhe, spazieren zu gehen und dabei die ersten Krokusse zu betrachten. Sie wuchsen an einer Häuserwand und die Wand des Hauses hat ihnen sicher geholfen, so früh zu er- und verblühen.

Wie so oft bin ich ganz nahe an die Pflanzen herangegangen, um jede Kleinigkeit zu erforschen.

Rechts ist es mir zu leer - deshalb noch ein kleines Blütenblatt - Susanne Haun

Rechts ist es mir zu leer - deshalb noch ein kleines Blütenblatt - Susanne Haun

Goldene Goldfische – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 27. Februar 2011

Beckmanns „Realität der Träume“ zu lesen ist ein Erlebnis.

Das letzte Zitat, dass ich von ihm hier schrieb stammte aus dem Jahr 1921. Ich bin nun bis zum Jahr 1924 vorgerückt. Ich könnte weiter lesen und lesen, in der Hand meinen Textmarker. Alle die Interessanten Dinge kann ich euch gar nicht schreiben, ich gebe euch heute Stichworte und Satzfragmente aus dem Buch und hoffe, dass Beckmann euch damit genauso inspiriert wie mich.

Ich mag die Kombination aus rot und gelb - Susanne Haun

Ich mag die Kombination aus rot und gelb - Susanne Haun

BECKMANN
„Die Wirkung der Persönlichkeit wird durch ein unrasiertes Kinn negativ beeinflußt …“
„…mit Schmetterlingsnetz des Nachts einen Totenkopf fangen,…“
„…ich liebe Zinnober und Violett sehr und Tabaksbraun …“
„…ich liebe den Jazz“
„… ich lernte was zu lernen war: Kunst, Liebe, Politik…“
„Wir leben von heute auf morgen…“
„Ich male … ein einfach daseiendes Leben. Ohne Gedanken oder Ideen. Erfüllt von Farben und Formen aus der Natur und aus mir selber. – So schön wie möglich.“

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Ich mag das letzte Zitat sehr aber auch die anderen, wie soll ich mich da entscheiden, welches ich besonders hervorheben soll? Ich bin erst auf Seite 110, das Buch hat ohne Nachwort 380 Seiten.

Zwei Goldfische im Aquarium - Zeichnung von Susanne Haun - 24 x 32 cm - Tusche auf Bütten

Zwei Goldfische im Aquarium - Zeichnung von Susanne Haun - 24 x 32 cm - Tusche auf Bütten

Der Wert der Kritik und ein Tasmanischer Teufel – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 24. Februar 2011

Im April 1921 schreibt Beckmann eine Antwort zur Rundfrage an Künstler:

„Über den Wert der Kritik“

„Ich halte die Kritik für notwendig. – Ob Laien- oder Zünftlerkritik ist gleichgültig, ihr Einfluß in positiver und negativer Beziehung ist eine Tatsache, die abzuleugnen lächerlich wäre. – Erzieherisch ist jede Reibung mit der Außenwelt daher auch die mit der Kritik.“ Max Beckmann

Laufender tasmanischer Teufer - Zeichnung von Susanne Haun - 17 x 22 cm - Tusche auf Bütten

Laufender tasmanischer Teufer - Zeichnung von Susanne Haun - 17 x 22 cm - Tusche auf Bütten

Ich möchte diese Umfrage fast 100 Jahre später neu starten.

Kritik bedeuted für mich immer ein Aspekt zum Nachdenken, eine Auseinandersetzung mit meinem Werk, die mich nach vorne bringt! Nach reiflicher Überlegung nehme ich sie entweder an oder verwerfe sie.

In Facebook sehe ich jeden Tag Fotos von Annette Marxs kleinen tasmanischen Teufel. Ich finde dieses Teufelchen so „menschlich“, dass ich ihn heute einfach zeichnen mußte. Annette ist eine Kollegin von mir aus Saarbrücken. Ihre Arbeiten könnt ihr hier sehen.

Schlafender tasmanischer Teufer - Zeichnung von Susanne Haun - 17 x 22 cm - Tusche auf Bütten

Schlafender tasmanischer Teufer - Zeichnung von Susanne Haun - 17 x 22 cm - Tusche auf Bütten

Frühling im Zimmer – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 19. Januar 2011

Heute besuchte mich meine Freundin Cordula mit ihren gesamten Frühlingsblumen, die wir zusammen mit meinen Blumen auf einen Tisch stellten und den Frühling hinauf beschworen.

Primel - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Primel - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Meine Freundin Itha fragte mich am Sonntag, wie dick denn das Buch über Max Beckmann sei, dass ich soviel daraus zu zitieren habe. Es ist nicht dick, 462 Seiten. Aber jede der Tagebuchseiten ist so voll mit Informationen und Erkenntnisse, dass ich sie erst einmal verkraften und verdauen muss. Beckmann beschreibt das gesamte Jahr 1918 auf drei (!) Seiten.

Narzissen - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Narzissen - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

1918 zitiert er auch Lili von Braunbehrens, mit der er zusammen den Gedichtband „Stadtnächte“ gestaltete.
Lili von Braunbehrens Motto „Hat der Mond dich betrogen, nimm eine Hand voll Sterne“ gefällt mir ausgesprochen gut.

„Man kann nur über das schreiben, was man wenigstens in der Phantasie wirklich erlebt. Diesen Sänger, den haben Sie sich selbst zurechtgemacht ohne eine Grundlage, das geht nicht. Sie müssen das ergreifen, was möglich ist, was Sie kennen und das in Kunst verwandeln, sonst kommen Sie nie weiter.“
Lili von Braunbehrens

Man kann also das Unvorstellbare nicht zeichnen. Ja, das leuchtet mir ein und so handhabe ich das auch – mir ist Authetizität das wichtigste. Was mich beflügelt ist, das zur Authentizität auch meine Phantasie gehört! Aber das ist ja alles auch logisch, das Unvorstellbare kann ich nicht zeichnen!

Rosa Blüten und Beckmanns Veränderungen – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 16. Januar 2011

Die Hyazinthenblüten haben sich geöffnet. Ich habe mir noch nie von so nahen eine Hyazinthenblüte angeschaut! Ich mag besonders das Blüteninnere, dass sehr abstrakt ausschaut.

Das Blüteninnere - Entstehung Zeichnung Susanne Haun

Das Blüteninnere - Entstehung Zeichnung Susanne Haun

Ich habe heute weiter in Beckmanns Realität der Träume gelesen. Der Krieg veränderte Beckmann. Er kam nicht nach Berlin Hermsdorf zurück. Da ich in Berlin Heiligensee lebe, ist es für mich so, als ob ein Freund weggezogen ist. Nun berichtet er von Frankfurt aus, wie er schreibt, der Hochburg des Expressionismus.

„Ich kann jetzt durch meine Bilder und Graphik beweisen, dass man neu sein kann, ohne Expressionismus oder Impressionismus zu machen. Neu auf dem alten Gesetzt der Kunst: die Rundheit der Fläche.“ Max Beckmann
Im Vorwort zu einem seiner Kataloge schreibt er „Kind seiner Zeit sein…“. So wie ich es auch empfinde, authentisch sein, aus sich selber heraus malen.

Hier findet ihr alle Beiträge, in denen ich über Max Beckmann berichte — nicht wundern, es wird natürlich zuerst dieser Beitrag angezeigt, ihr müßt einfach weiter scrollen.

Hyazinthenblüte - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm - Tusche auf Bütten

Hyazinthenblüte - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm - Tusche auf Bütten

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