Susanne Haun

Namibia – ueber den Wendekreis des Steinbocks zur Walvis Bay nach Swakopmund – Susanne Haun

Posted in Namibia, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 13. April 2018

 

Der südliche Wendekreis des Steinbocks ( Tropic of Capricorn) war recht unspektakulär, wir hatten trotzdem Spaß am fotografieren. Langsam gewöhnen wir uns an das große Nichts der Weite Namibias.

 

 

Den Verlauf und die Erklärung des Wendekreises habe ich aus Wikipedia kopiert:

„Auf den Wendekreisen steht die Sonne am Mittag des Tages der jeweiligen Sonnenwende im Zenit. Die Wendekreise haben vom Äquator je einen Abstand von 2609 km. Der Gürtel zwischen nördlichem und südlichem Wendekreis wird als die Tropen bezeichnet. Der südliche Wendekreis durchläuft (vom Nullmeridian ostwärts) den Süden Afrikas (Namibia, Botswana, Südafrika, Mosambik, Madagaskar), den Indischen Ozean, Australien, den Pazifik, Südamerika (Chile, den nördlichsten Zipfel Argentiniens, Paraguay, Brasilien) und schließlich den Südatlantik.“.

 

 

Wir waren nicht Mittags am Wendekreis sondern laut Dateiinfo des Fotos um 08:39 Uhr. So sind unsere Schatten klar und deutlich zu erkennen. Unterwegs halten wir an, um das Schiefergebirge in der Nähe von Arnadis zu betrachten und natürlich auch zu fotografieren. Wir mochten besonders die Farben und Strukturen des Schiefers, die wir in vielen Fotos festgehalten haben.

 

 

 

In der Buch Walvis Bay ist das Wetter bestens, alles ist gepflegt und sauber und die Häuser strahlen Wohlstand aus. Wir scheinen die Welt gewechselt zu haben. Viel Zeit haben wir nicht, um uns hier auszuruhen oder umzusehen. Es reicht für einen schnellen Spaziergang an der Promenade, um die Flamingos zu beobachten, die Beine zu vertreten und die Sonne zu geniessen.

 

 

Am Ende des Tages kommen wir in Swakopmund an, das besondere an den nächsten beiden nächsten sind die Zimmer, in denen wir schlafen, um uns nach der Wüste etwas zu erholen und vor allem unsere Sachen zu sortieren. Mit unseren Taschen sind wir sehr zufrieden. Sie sind wasser- und sandfest aus einem festen gummiartigen Material. Die Tasche kann als Rucksack getragen werden, durch die vier Griffe an allen vier Seiten ist sie aber auch sehr gut zu zweit oder auch alleine zu tragen.

Der Tag klingt mit Fotos vom Leuchtturm von Swakopmund und einem Abendessen im Restaurant mit Kudu, Oryx, Springbok und Zebra aus.

Swakopmund betrachte ich mit einem unangenehmen Beigeschmack. Es ist so furchtbar Deutsch. Auf der folgenden Tonaufnahme sage ich, dass mich das Beeindruckt. Ich will hier zufügen, dass es mich nicht positiv beeindruckte. Unangenehmer Beigeschmack ist vielleicht das richtige Wort. Ich werde in den nächsten Tagen Svakopmund nocheinmal Revue passieren lassen.

 

 

 

 

Mehr von unserer Afrikareise könnt ihr in der Kategorie Reiseberichte -> Südliches Afrika lesen (siehe hier). Die jüngsten Berichte sind immer zuerst, das heisst erst nach dem Scrollen könnt ihr die älteren Berichte lesen. Gibt es mehr Berichte als eine Seite fasst, dann geht es mit dem Button Older Posts » weiter 🙂
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Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter. Sie hat sehr gute Kontakte zu Nomad und ist auch schon selber als Übersetzerin die Tour mitgefahren.

Ich werde zu jedem Beitrag die original Tourbeschreibung als Fußnote festhalten.

Day 06:
Today we continue west and make our way to the coastal town of Swakopmund, where adventure and a dose of civilisation await. Reluctantly we leave the Namib behind and after a stop to mark our crossing of the Tropic of Capricorn, we continue to the Atlantic coastline. We make a brief stop at the Walvis Bay lagoon, where we hope to catch a glimpse of the Flamingo’s that feed in the shallows. Arriving in Swakopmund we will have the opportunity to book some of the many adventures on offer. We enjoy a dinner out at a local restaurant tonight.

 

Schlafen unter dem Sternenmeer der Namib Wüste – Susanne Haun

Posted in Foto, Namibia, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 9. April 2018

 

Rechnet man die Anfahrt der Wüste mit, ist es nun mein 4. Bericht von unserem 24 stündigen Aufenthalt in der Wüste, den für mich erlebnisreichsten und beeindruckensten Tag unserer Afrikareise.

Wir schliefen unter dem Sternenhimmel der Wüste. Die Sterne leuchteten und die Milchstraße war als helle Straße erkennbar. Ich habe noch nie so einen Himmel gesehen. Wir schlugen unser Lager an einem Wasserloch auf, das zahlreich von Zebras besucht wurde.

Der Sternenhimmel und die Geräusche der Zebras, die mit den Hufen scharrten und tranken wirkte sehr beruhigend auf mich und ich schlief binnen Minuten ein. So kann ich euch heute keine Zeichnungen der Nacht zeigen dafür aber die wirklich guten Fotos von M. Das blaue Bündel, dass hier auf dem Bild sichtbar ist, das bin ich in meinem Schlafsack. Ich habe tatsächliche die gesamte Nacht und den Sonnenaufgang verschlafen.

 

Es wird Tag in der Wueste (c) Foto von M.Fanke

Es wird Tag in der Wueste und ich habe das ganz Spektakel verschlafen! Tatsächlich bin ich das gefüllte blaue Bündel gleich rechts am Baum 🙂 (c) Foto von M.Fanke

 

Die Zebras bewegten sich in der Nacht am Wasserloch und so konnte M. trotz abgelegter Kamera keine scharfen Bilder machen. Aber gerade das gefällt mir besonders.

Am 13. Februar 2018 sprach ich im Truck folgendes Memo zum Schlaf in der Wüste. Ich finde, man hört mir an, wie sehr beeindruckt ich noch war.

 

Zebras in der Nacht am Wasserloch in der Namib Wüste (c) Foto von M.Fanke

Zebras in der Nacht am Wasserloch in der Namib Wüste (c) Foto von M.Fanke

 

 

 

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Ich werde zu jedem Beitrag die original Tourbeschreibung als Fußnote festhalten.

Day 05:

Watching the sunrise over the red dunes is an iconic highlight of any trip to Namibia and this morning we rise before the sun to capture this magnificent moment. A brisk climb up Dune 45 offers us the perfect vantage point to marvel at the changing colours of the desert sunrise. Once satisfied we descend this famous dune and enjoy a hearty breakfast before catching a 4×4 transfer into Sossusvlei, here we will spend time on foot visiting the pans at Sossusvlei and Deadvlei. Our day in the desert continues this afternoon as we join a local expert for an educational desert excursion. Tonight we empty the red sand from our shoes and spend the night under the magnificent desert stars, knowing that we have spent a full-day enjoying the wonders of this harsh land.

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²https://sossusvlei.com/entstehung/, 28.3.18, 7:30 Uhr

Namibia – Der Sesriem Canyon und eine Wanderung mit San Man Franz – Susanne Haun

Posted in Namibia, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 6. April 2018

 

Namib Wueste (c) Zeichnung von Susanne Haun

Namib Wueste (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Im Sesriem Canyon kann die/der Reisende mit entsprechendem Schuhwerk einen beschaulichen Spaziergang von einer knappen Stunde unternehmen. Nach dem morgendlichen Wüstenspaziergang hatten einige die Wanderstiefel schon wieder gegen Flip-Flops getauscht und entschieden, lieber eine Pause am Truck zu machen. Darunter auch Micha. Ich war ehrlich gesagt viel zu geschafft vom Morgen, um ans Schuhetauschen zu denken und schlief lieber auf der Fahrt zum Canyon. Somit war ich bereit für neue Abenteuer.

„Der Tsauchab-Fluss hat hier eine rund einen Kilometer lange und 30 Meter tiefe Schlucht in das Gestein hineingefressen. Der Canyon soll durch eine kontinentale Erhebung vor zwei bis vier Millionen Jahren in dem 18 Millionen Jahre alten Gestein entstanden sein.“ kann auf der Seite https://sossusvlei.com/ nachgelesen werden.

 

Auf dem Weg zum nächsten Campingplatz trafen wir auf eine Gnu Familie. Das Gnu gehört zu den Ugly Five. Häßlich finde ich es nicht, es ist für mich wie eine Kuh mit Haaren 😉 . Die Haare machen es irgendwie witzig. Im Restaurant wird das Gnu als wilder beast bezeichnet und die Steaks medium gebraten schmecken mir besser als ein Rindersteak. Ich gehe davon aus, dass das Gnufleisch, dass auf dem Tisch der Restaurants landet, aus Herden stammt, die gezüchtet werden und nicht mehr gejagt. Ich kann es aber nicht sagen. Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, weil die Population des Gnus rückläufig ist.  Als ich auf der Restaurant Karte wilder beast las, wusste ich noch nicht was es war. Inzwischen folge ich dem Blog „Wildes Afrika“ und habe dort den Artikel „Wildfleisch auf dem Grill“ (siehe hier) gelesen.

Zwischenspiel: Wie immer unterwegs habe ich die Gnus in mein Skizzenbuch in schnellen Linien mit Füller eingefangen. Wieder zuhause angekommen, scanne ich meine Skizzenbücher ein. In Abgrenzung zu den Zeichnungen meines neuen iPads, habe ich Fotos von den Zeichnungen gemacht und mir überlegt, ob es nicht eine gute Idee wäre, den Skizzenbuchcharakter auch im Blog festzuhalten, auf die Scans versichten und lieber Fotos von den einzelnen Seiten der Bücher digital festhalten. Was meint ihr?

 

 

Am späten Nachmittag wurden wir nach dem Zeltaufbauen vom San Man (San People) Franz abgeholt. Er selber bezeichnete sich als bushman. In der Beschreibung der Aktivität von Nomad Adventure wurde Franz als local people beschrieben. Ich frage mich auch jetzt wieder, warum sein Name Franz war. Ein Relikt der deutschen Besatzer oder einfach nur für uns Touristen ein Name, den wir aussprechen können?

Die bushman sprechen in Klick Lauten. Franz hat uns einige Kostproben davon gegeben. Von Clemens habe ich die Opernsängerin Pumeza Matshikiza empfohlen bekommen. Der SWR schreibt über sie „Ob Arien oder südafrikanische Klicklaute… Die Sopranistin Pumeza Matshikiza bewegt sich mit ihrer Stimme in zwei Welten. Seit drei Jahren brilliert die Südafrikanerin an der Oper Stuttgart. Jetzt erscheint ihr erstes Album: „Voice of Hope“. Hier eine Kostprobe ihres Könnens und ihrer Klick-Laute auf youtube.

Die bushman sind nicht nur in Namibia sondern auch in Botswana, Südafrika, Angola und Zimbabwe zuhause. Franz erklärt uns, dass die bushman bei Strafe nicht mehr grenzübergreifend agieren dürfen. Von der Tradition her laufen bushman dem Wasser und dem Vieh hinterher, nicht als Hirten sondern als Jäger. Sie können also ihr traditionelles Leben nicht mehr ausüben. Die bushman sind mit ihrer Familie unterwegs. Wenn sie ein Wild erjagen, dann essen sie es vollständig auf. Ihr Bauch ist dehnfähig, sie können dann wochenlang ohne Essen auskommen. Sie laufen Nachts, wenn der Sand der Wüste sich abgekühlt hat und graben sich tagsüber in den Sand ein, da der Sand je tiefer man gräbt immer kälter wird. Sie können Spuren lesen, Franz hat uns gezeigt, wie schnell er im Fangen von kleinen Tieren ist. Die Eidechse hatte er so schnell gefangen, dass wir es kaum warnehmen konnten. Ich war sehr beeindruckt.

 

 

 

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Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter. Sie hat sehr gute Kontakte zu Nomad und ist auch schon selber als Übersetzerin die Tour mitgefahren.

Ich werde zu jedem Beitrag die original Tourbeschreibung als Fußnote festhalten.

Heute ist zu beachten, dass wir am 3. Tag noch morgens am Orange River waren, die Skizzen und Fotos vom Morgen habe ich schon in meinem letzten Beitrag, Cederberg und Orange River gezeigt und beschrieben (siehe hier).

Day 05:

Watching the sunrise over the red dunes is an iconic highlight of any trip to Namibia and this morning we rise before the sun to capture this magnificent moment. A brisk climb up Dune 45 offers us the perfect vantage point to marvel at the changing colours of the desert sunrise. Once satisfied we descend this famous dune and enjoy a hearty breakfast before catching a 4×4 transfer into Sossusvlei, here we will spend time on foot visiting the pans at Sossusvlei and Deadvlei. Our day in the desert continues this afternoon as we join a local expert for an educational desert excursion. Tonight we empty the red sand from our shoes and spend the night under the magnificent desert stars, knowing that we have spent a full-day enjoying the wonders of this harsh land.

 

Namibia – die beeindruckende Sossusvlei in der roten Namib Wüste – Susanne Haun

Posted in Namibia, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 30. März 2018

 

Die Sossusvlei war für mich das beeindruckenste Erlebnis der gesamten Afrikareise.

Müsste ich mich zwischen Tieren und Wüste entscheiden, ich würde jedesmal wieder die Wüste wählen.

 

Namib Wüste - Blick von der Düne 45 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

Die Wüste ist ein Kunstwerk, der salzige Boden erinnerte mich in seinen Spiralen an die Spiral Jetty, das Naturkunstwerk von Robert Smithson.

 

 

Da wir sehr viele Eindrücke in der Wüste sammelten, teile ich diesen so besonderen Wüstentag in drei Blogbeiträge  auf. Heute berichte ich von der Düne 45 und der Sossusvlei. Die Düne 45 liegt 45 Kilometer vom Parkeingang vom Sesriemcanyon entfernt und ist rund 170 Meter hoch. Wir sind an diesem Tag um 4 Uhr in der Frühe aufgestanden, um den Sonnenaufgang oben auf der Düne in die Wüste blickend zu geniessen. Die erste Herausforderung bestand darin, das Zelt im Dunkeln nur mit der Stirnlampe abzubauen. Ich muss gestehen, dass machte mir, die kein Gleichgewicht besitzt, extreme Schwierigkeiten. Der Aufstieg im Zuckersand war nicht einfach und so war ich froh oben zu sitzen und zu zeichnen, der ersten Herausforderung stand gehalten zu haben.

Seht ihr die Menschen auf den Fotos? Manchmal sind sie etwas versteckt, weil sie so klein sind. Erst mit den Menschen auf den Fotos sind die Größenverhältnisse zu begreifen.

Ich habe an diesem heißen Ort nicht nur gezeichnet sondern wieder ein Sprachmemo aufgezeichnet. Ich erinnere mich, wie ich mit dem iPhone etwas abseits von allen Stand und meinen Blick schweifen lies, während ich redete. Auch wenn nicht wenig Menschen unterwegs waren, fühlte ich mich alleine, bereit meine Gedanken gleiten zu lassen. Als ich die Aufnahme vom 12.2.2018 gerade hörte, aktivierte sie in meinem Kopf Erinnerungen und Gefühle, die ich am heutigen Karfreitag in Berlin beim Schreiben nicht mehr parat hatte, die sich aber im Memo und auch auf den Fotos wiederfinden konnte. Ich denke, ich werde in Zukunft öfter meine Gedanken mit Hilfe von Memos festhalten. Es scheint ein gutes und vor allem schnelles Medium zu sein!

 

 

 

Nach unserem morgendlichen Abenteuer wartete Lorine mit einem Frühstück aus Früchten und gebratenen Eiern auf uns am Truck. Selten hat es mir so gut geschmeckt. Danach ging es in die Sossusvlei. Die Salzpfanne des Sossusvleis ist aus dem Tsauchab-Fluss entstanden, der im Laufe der Zeit in seinem rund 150 Kilometer langen Flussbett immer mehr versandete.²

 

 

 

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Heute ist zu beachten, dass wir am 3. Tag noch morgens am Orange River waren, die Skizzen und Fotos vom Morgen habe ich schon in meinem letzten Beitrag, Cederberg und Orange River gezeigt und beschrieben (siehe hier).

Day 05:

Watching the sunrise over the red dunes is an iconic highlight of any trip to Namibia and this morning we rise before the sun to capture this magnificent moment. A brisk climb up Dune 45 offers us the perfect vantage point to marvel at the changing colours of the desert sunrise. Once satisfied we descend this famous dune and enjoy a hearty breakfast before catching a 4×4 transfer into Sossusvlei, here we will spend time on foot visiting the pans at Sossusvlei and Deadvlei. Our day in the desert continues this afternoon as we join a local expert for an educational desert excursion. Tonight we empty the red sand from our shoes and spend the night under the magnificent desert stars, knowing that we have spent a full-day enjoying the wonders of this harsh land.

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²https://sossusvlei.com/entstehung/, 28.3.18, 7:30 Uhr

Namibia – Anfahrt auf die Wüste – Sossusvlei – Bericht und Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Namibia, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 28. März 2018

Die Wüste hat mich tief beeindruckt und ich habe eine Sehnsucht nach ihr entwickelt.

Auch in der Wüste wird der Muell getrennt - Camp Site Sossusvlei (c) Foto von Susanne Haun

Auch in der Wüste wird der Muell getrennt – Camp Site Sossusvlei (c) Foto von Susanne Haun

Die Ankunft auf dem Campingplatz war schon dramatisch, denn es ging ein strammer Wind über die Wüste und die roten Sandpartikel wurden durch die Luft geweht. Habt ihr schon einmal bei solchem Wetter ein Zelt aufgebaut? Es gestaltet sich schwierig. Die Stangen unseres Iglu-Zelts wurden immer wieder plattgelegt, selbst als wir den Zeltstoff schon darüber gespannt hatten. Auch war das Zelt trotz der Heringe nicht davon abzubringen, zu wandern. Wir hatten alle unsere Schwierigkeiten und Tatenda gab uns schnell den Tip, Steine zu suchen, die wir Innen ins Zelt legen könnten. Amy, unsere kanadische Mitreisende, brachte uns mit den Worten „I have a present for you….“ einen großen schweren Stein. Unsere Gemeinschaft war am Wachsen und gegenseitige Hilfe wurde zur Selbstverständlichkeit. Amy schreibt auch hier auf WordPress, leider hat sie über unsere Reise noch nicht gebloggt. Ich glaube, sie ist auch noch in Afrika unterwegs und ihre Reise durch den Kontinent begann schon im November 2017, so dass es schon Berichte gibt.

Zum Glück lies der Sturm schnell nach und der Campingplatz lag wieder ruhig, fast unschuldig vor uns. Sehr beeindruckend fand ich, dass im Nirgendwo auf dem Campingplatz der Müll in Plastik, Papier und Rest getrennt wird.

Der Sand zeigt übrigens die Windrichtung an. Ich fand, er hatte etwas von Ostseesand, sieht man einmal von der Farbe ab und dass das Wasser fehlt. 😉

Es ist verboten, mit Motorräder oder Squads in die Wüste zu fahren. Das führte zu einigen Zorn von einer Gruppe von Motorradfahrern, die extra mit ihren Bikes angekommen waren. Ich finde dieses Verbot sehr gut, denn so werden noch viele Generationen die Wüste als einen Ort der Einsamkeit erleben.

Wie ich euch schon berichtete (siehe hier), war immer zu wenig Zeit zum Schreiben und zum Skizzieren, weswegen ich kleine Sprachmemos aufnahm. Eines davon möchte ich euch nicht in abgetippter Form sondern auch als Tonaufnahme präsentiren. Es ist vom 16. Februar und handelt vom Zeltaufbauen. Ich habe mich über mich selber amüsiert. Die Aufnahme könnte auch aus einer Sendung mit der Maus stammen.

Auf dem Weg zu Wüste zeigte Lorrine uns eines der größten Vogelnester der Welt, die von Siedelwebern bewohnt werden. Wespen (Bienen?) nutzen die Konstrukte für ihre eigenen Neste. Auch flog am Truckfenster die älteste Kirche Namibias an uns vorbei. Ich bin froh, dass es mir gelungen ist, sie auf einem Foto festzuhalten. Ein einzelner Oryx wurde von unserer Gruppe mit einer Flut von Fotoapparaten und Handys begrüsst. Später sollten uns Oryx nicht mehr so beeindrucken wie der Erstgesehene.

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Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter. Sie hat sehr gute Kontakte zu Nomad und ist auch schon selber als Übersetzerin die Tour mitgefahren.

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Heute ist zu beachten, dass wir am 3. Tag noch morgens am Orange River waren, die Skizzen und Fotos vom Morgen habe ich schon in meinem letzten Beitrag, Cederberg und Orange River gezeigt und beschrieben (siehe hier).

Day 04:

Every overland journey has some long travelling days and today is one of those as we venture deeper into the Namib Desert. Our destination is the dune fields that cover the western reaches of the desert. Long dusty roads and sparsely populated farmlands offer us an insight into the vastness of rural Namibia. From the grasslands in the east to the red dunes of the west the slowly changing landscapes represents the many faces of this desert country. Tonight we camp on the doorstep of the dune fields and fall asleep to the unique calls of the elusive Barking Gecko.

Namibia – Grenzübergang und der Fish River Canyon – Bericht und Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Namibia, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 20. März 2018

 

Der Spaziergang am Fish Canyon in Namibia gehört für mich zu eine der beeindruckensten Aktivitäten unseres Urlaubs.

1992 war ich das letzte mal am Grande Canyon in der USA. Der Grande Canyon ist gefolgt vom Fisch Canyon der größte Canyon der Welt. Die beiden Landschaften sind sich zum Teil ähnlich und trotzdem ist das Gefühl, dort zu laufen, ein vollständig anderes. In der USA ist alles touristisch professionalisiert, überall trifft man auf Andenkenläden, Reisegruppen und Restaurants.

Am Fish River Canyon waren wir mit unserem Truck alleine. Wir und die unendlichen Weiten des Canyons mit der untergehenden Sonne vor uns. Es hört sich kitschig an, es war kitschig aber es war ein unglaubliches intensives Erlebnis. Die Fotos und Zeichnungen können nicht wiedergeben, wie ich diesen Spaziergang empfunden habe.

 

 

Dieses Gefühl, was ich hier in meinem Blog konservieren möchte, ist auch der Grund, warum ich möglichst ausführlich hier schreibe und somit mein Gedächtnis für die Zukunft erweitere. Ich hoffe, wenn ich später diese Zeilen lese, dass ich auch wieder in die Stimmung der Reise komme. Machen wir uns nichts vor, in 10 Jahren werde ich vielleicht ein wohliges Gefühl bei dem Gedanken an diese Reise empfinden aber die Nuancen werden in den tiefen meines Gedächtnisses verloren sein. Diese Nuancen möchte ich mit Hilfe des Blogs bewahren.

 

 

 

Vor der Reise habe ich mir einen zweiten Füller (artpen von Rotring) gekauft und die zweite Patrone mit neuer wasserfester Tinte von Rohrer und Klinger befüllt. Ich mag diese neue Tinte und bin überzeugt von dem Vorteil der Wasserfestheit. So kann ich mit meinem Füller wie mit Feder und Tusche agieren. Vor dem Canyon habe ich mein zweites Skizzenbuch der Reise angefangen.

 

Vom Orange River zum Fish River Canyon (c) Zeichnung von Susanne Haun

Vom Orange River zum Fish River Canyon (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Bevor wir aber den Canyon geniessen konnten, warteten wir neugierig auf unseren ersten Grenzübergang des Afrika Abendteuers. Neben der Anzahl der Kilometer in 20 Tagen war für uns ein weiterer Grund die Trucktour mitzumachen, dass wir uns nicht um die Grenzübergänge kümmern mussten. An der Grenze fühlten wir uns ein wenig an alte Zeiten erinnert. Geboren in den 60ziger Jahren in West-Berlin haben wir unzählige Male die alte Transitstrecke nach Westdeutschland benutzt und haben unzählige Male an der Grenze angestanden, es wurden unzählige Male unser Auto durchsucht und wir wurden bei der Einreise in die DDR unzähliche Male nach Zeitschriften, Kassetten und ähnlichem gefragt.

Tatenda, die eine Reisebegleiterin, und ich unterhielten uns über das grenzenlose Europa. „T“ wunderte sich, dass ich kam Stempel in meinem Reisepasse mein Eigen nennen kann, sie fragte, ob ich nicht Reise und war fassungslos, dass ich einfach so über alle Grenzen ohne Kontrolle fahren kann. JA! Welch‘ eine Erungenschaft! Ich hoffe diese Freiheit bleibt uns Europäern erhalten.

Ich zeichnete während eines Stops in der Einsamkeit die kleine gelbe Blume (siehe Foto). Um sie genau zu betrachten, nahm ich sie in die Hand und wendete sie hin und her. Daraufhin kam Tatenda mit einer flasche Wasser und ich musste mir die Hände waschen, die schöne gelbe Blüte ist sehr giftig.

 

 

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Heute ist zu beachten, dass wir am 3. Tag noch morgens am Orange River waren, die Skizzen und Fotos vom Morgen habe ich schon in meinem letzten Beitrag, Cederberg und Orange River gezeigt und beschrieben (siehe hier).

Day 03:

While the Orange River was named after the Dutch royal House, in recent times it has been referred to by its original name of Gariep, which simply means “river” in the indigenous KhoeKhoe language. Beginning its journey in the mountains of Lesotho the Orange River is the longest river in South Africa and offers a unique contrast to the desert landscapes along its banks. The best way to experience the river is by getting out on the water and this morning we have the opportunity to join an optional canoe trip on the river. Later this morning we cross the border into Namibia and travel onwards to the Fish River Canyon, one of the largest in the world. This afternoon we take a walk along the rim of the canyon and end our day with a memorable sunset on the canyon edge.

 

Südafrika – von Kapstadt über Cederberg zum Orange River – Bericht und Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Cederland Orange River, Kapstadt, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 14. März 2018

 

Von Kapstadt zu Cederland - Blick auf den Tafelberg (c) Foto von M. Fanke

Von Kapstadt zu Cederland – Blick auf den Tafelberg (c) Foto von M. Fanke

 

Am 8. Februar schlossen wir uns in Kapstadt der Truck Tour von Cape Town to Victoria Falls von Nomad Adventure Tours (siehe hier) an. 20 Tage würde der Truck und ein Zelt unsere Heimat sein. 5627 km liessen wir uns auf den Straßen Afrikas durchrütteln. Es war die eindrucksvollste Reise, die ich je gemacht habe. Es war eine Reise mit allen Sinnen und Erlebnisse, die ich in den nächsten Tagen festhalten werde.

 

 

M. und ich hätten in unserem Reisetempo mindestens ein Vierteljahr für diese Strecke benötigt. Wir merkten schon in den ersten Tagen, dass unsere intensiven Zeichen- und Fotopausen etwas hinten herunterfallen würden. Nichtsdestotrotz haben wir schöne Eindrücke festgehalten. Erst am 12.2. begann ich wieder, Memos auf meinem Handy festzuhalten. Alles war neu, der Truck, die Mitreisenden, die Crew und das Land. Wir lernten am 1. Tag, wie einfach die Zelte aufzubauen sind, wie Frühstück, Lunch und Dinner ablaufen. An Bord war eine dreiköpfige Crew: Laurine (Chefin, Reiseleiterin und Köchen), Amon (Fahrer, der den Bus nie unbewacht lies und sogar in ihm schlief) und Tatenda, die Deutsch in Simbabwe studierte und als Mädchen für alles und manchmal auch als Deutschübersetzerin mitfuhr. Wie ich schon schrieb, aufgrund der bunten Mischung der Mitreisenden*innen ( Schweizerinnen, 3 Brasilianer*in, 2 Südkoreaner*in, 1 Holländerin, 2 ½ Italiener*in, 1 Kanadierin, 1 US-Amerikaner, 8 ½ Deutsche) sprachen wir meistens Englisch.

 

 

Gegen 12 des ersten Tages hielten wir in den Weinbergen an und probierten Wein in den Cederbergen. So lief das erste beschnuppern gleich doppelt so gut.

 

 

Schon in der ersten Nacht schlief ich sehr gut im Zelt. Der Boden war warm von der Sonne des Tages, die Toiletten waren in der Nähe und das Frühstück schmeckte. Es konnte weiter zum Orange River gehen. Der Orange River liegt schon an der Grenze zu Namibia. Es war angenehm, dort zu baden. Am Abend zündeten wir ein Lagerfeuer an. Einige haben am nächsten Morgen eine Kanufahrt unternommen, wir sind am Flußufer geblieben, um zu fotografieren und zu zeichnen.

 

 

Mehr von unserer Afrikareise könnt ihr in der Kategorie Reiseberichte -> Südliches Afrika lesen (siehe hier). Die jüngsten Berichte sind immer zuerst, das heisst erst nach dem Scrollen könnt ihr die älteren Berichte lesen. Gibt es mehr Berichte als eine Seite fasst, dann geht es mit dem Button Older Posts » weiter 🙂

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Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter. Sie hat sehr gute Kontakte zu Nomad und ist auch schon selber als Übersetzerin die Tour mitgefahren.

Ich werde zu jedem Beitrag die original Tourbeschreibung als Fußnote festhalten.

Day 01:

Leaving Cape Town this morning we make a last stop for a look back at Table Mountain from across Table Bay, picture taken we travel to the famous winelands region of the Western Cape and enjoy a wine tasting at one of the local wine farms. We will also make a stop at the well-known Spice Route, bordering the town of Paarl. The Spice Route is an estate that brings together a collection of flavours unique to the Cape Culture – including a beer garden, artworks studio, chocolate makers and coffee makers – to name just a few. No road trip is complete without a stop at a traditional “Padstal”, these small farm stalls dot the byways of South Africa and offer a variety of homemade treats and bakes. The Cedarberg region not only boasts spectacular mountains and orange farms, but it is also the home of the Rooibos bush. Indigenous to the mountain slopes of the Cedarberg, this herbal beverage has earned an international reputation as a healthy and refreshing alternative to regular tea. A dinner at our overnight stop, offers an opportunity for us to get acquainted while enjoying some South African hospitality.

Day 01:

Namaqualand presents us with our first experience of the Desert vistas that will accompany us in the days ahead. We continue our journey north and after a short stop for supplies in Springbok, travel to our camp on the banks of the Orange River. If you are fortunate enough to be travelling in the spring months (July to September) you may encounter the wild flowers that have made this region famous. No matter the time of year though, the strange desert vistas offer a unique backdrop to this days travel.

Quelle: Nomad Africa Adventure Tour https://nomadtours.co.za/this-year/cape-town-to-victoria-falls/#itinerary,2018

Südafrika – Kapstadt – Tafelberg und Downtown – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Kapstadt, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 12. März 2018

 

„Passt bloß auf, gerade neulich ist ein guter Freund von uns am Tafelberg abgezogen worden.“ hallten mir noch die Worte einer guten Freundin ins Ohr als wir auf dem Parkplatz des Tafelbergs ankamen. Alles sah jedoch ruhig und freundlich aus. Die Sonne schien warm auf unsere Körper und vom Parkplatz fährt ein Shuttle zur Gondel.

 

Südafrika - Kapstadt - Tafelberg (c) Foto von M.Fanke

Südafrika – Kapstadt – Parkplatz zum Tafelberg (c) Foto von M.Fanke

 

Vom Parkplatz aus kann man auch, wenn man mehr Zeit mitbringt als wir, zum Plateau hochlaufen. Wir waren spät dran und wollten auch noch nach Downtown und so entschieden wir uns, hochzugondeln. Wir fühlten uns sicher und beherzigten alle Sicherheitsregeln, die wir in anderen Städten und auch zuhause in Berlin beachten. Jedenfalls manchmal, vor zwei Jahren wurde M. sein Portmonai auf der Domplatte in Köln (im September) geklaut. Welch ein Ärger und welch eine Rennerei!

Am besten kauft man die Tickets für die Gondel online (siehe hier), da man sonst doch recht lange an der Kasse anstehen muss. Wer schon in den Alpen war, wird das Gondeln selber als „unspektakulär“ empfinden. Ein Schmankerl ist die Drehung der Gondel um 360 Grad während der Fahrt, so sieht jeder mal den unglaublichen Blick über Kapstadt und bekommt etwas vom Fahrtwind ab.

 

Südafrika - Kapstadt - Tafelberg (c) Foto von M.Fanke

Südafrika – Kapstadt – Tafelberg – Panorama Gondel (c) Foto von M.Fanke

 

Das Plateau selber ist viel größer als man annimmt und es ist wunderschön. Die Steine, Blumen und der Blick sind spektakulär und unser Besuch nahm mehr Zeit in Anspuch als ich vermutete. Das Zeichnen machte Spaß, leider holte ich mir einen anständigen Sonnenbrand, besonders auf der Kopfhaut. Das war eine neue Erfahrung für mich, bisher schützte  mich mein dickes Haar vor derartigen Sonnenbränden.

Ganz so leer, wie manche Fotos es vermuten lassen war es nicht auf dem Plateau. Wir haben extra auch ein paar Fotos mit Menschen gemacht, damit ihr euch vorstellen könnt, wie voll es oben auf dem Tafelberg war.

 

 

Interessant fand ich, dass unter anderem dem Wassermangel mit Pappgeschirr begegnet wurde. Für uns war der Wassermangel weitaus weniger spürbar als leztes Jahr im September der Wassermangel in Sizilien. Dort mussen wir zwei Tage mit 50 Liter pro Person auskommen. Außer den Hinweisschildern mit der Bitte um sparsamen Umgang mit Wasser waren im Hostel keine Wassereinschränkungen. In den Restaurants der Stadt waren die Handwasserhähne abgestellt, die Toilettenspülung funktionierte. Wir hatten Feuchttücher dabei, die halfen in allen Lagen. Ein wenig ärgerte ich mich, dass den Touristen ein so uneingeschränkter Wasserverbrauch gestattet war. Muss das denn sein, besonders wo die Einheimischen unter dem Wassermangel leiden? Während der Tour fragten wir uns, warum die Südafrikaner keine Entsalzungsanlagen gebaut haben, denn es war absehbar, dass die Stunde Null kommen würde.

 

 

Downtown Kapstadt unterscheidet sich nicht unbedingt von anderen Großstädten. Es gibt hohe und niedrige sowie historische Bauten, wir haben sogar ein H&M gesehen (grausig) 😉 . Bei Edgars kaufte ich mir mein nächstes Vernissagekleid, diese Kette habe ich zumindestens noch nicht in Europa gesehen.

Bei der Gelegenheit gaben wir auch unseren Mietwagen wieder ab. Ich bewundere M. immer wieder, wie leicht er sich in den Linksverkehr einfügt. Ich fand es gut, dass wir den Wagen am Flughafen gleich bei Ankunft mieten konnten und ihn Downtown (in längerer Laufentfernung unseres Hostels) wieder abgeben konnten.

 

 

 

Mehr von unserer Afrikareise könnt ihr in der Kategorie Reiseberichte -> Südliches Afrika lesen (siehe hier). Die jüngsten Berichte sind immer zuerst, das heisst erst nach dem Scrollen könnt ihr die älteren Berichte lesen. Gibt es mehr Berichte als eine Seite fasst, dann geht es mit dem Button Older Posts » weiter 🙂

 

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Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter.

 

Südafrika – Vom Green Point zum Cape Point – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Kapstadt, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 9. März 2018

 

Es war schon immer mein Wunsch zum Kap der guten Hoffnung zu gelangen. Leider hat die Zeit dafür nicht gereicht aber immerhin war ich beim Cape Point und habe meinen Wunsch nur knapp verfehlt. Ich bin nicht böse darum, denn ich möchte unbedingt nochmals nach Südafrika reisen. Wir haben von dem Land viel zu wenig gesehen.

 

Immerhin haben wir es bis zum Cape Point geschafft. Das liegt nur 60 m nördlicher aber die 60 m haben es in sich. Wir sind von Green Point über Clifton Bay, Chapemans Peak Drive, Simon Town und Boulders Beach zum Cape Point gefahren und haben festgestellt, dass wir getrödelt haben, immer wieder hielten wir unterwegs an, fotografierten, quatschten mit Südafrikanern und fragten sie über ihr Land aus und stellten dann fest, dass wir vor dem dunkel werden kaum noch Zeit an unserem „Ziel“ hatten. Aber der Weg ist das Ziel und keinen der einzelnen Wegpunkte möchte ich missen.

 

 

Es fährt sich gut in Südafrika, auch wenn das Linksfahren eine Eingewöhnungszeit benötigt. Parken wir, dann lassen wir die Abdeckung des Kofferraums und das Handschuhfach offen, beides ist leer und geben den zum größten Teil selbsternannten Parkwächtern 20 Rand (1,36€), damit sie auf unser Auto aufpassen. Wir hatten nirgendwo Probleme mit unserem Leihwagen.

 

 

Die Landschaft ist atemberaubend, das Wetter war um die 27 Grad herum und der Fisch in Simon Town sehr lecker. Zu den Pinguinen, die wir an der Boudlers Beach besuchten, habe ich ein Memo auf meinem Handy verfasst, dass ich abgetippt habe:

Irgendwo in Namibia, den 13. Februar 2018

Leider habe ich es aus Zeitgründen verpasst, gleich nach unserer Tour vom Green Point zum Cape Point meine Eindrücke zu schildern und versuche nun in diesem Memo auf meinem Handy meine Eindrücke solange sie noch einigermaßen frisch sind, festzuhalten.

Wir haben uns an der Clifton Bay mit einer Besucherin des Strands unterhalten, die uns berichtete, wie schlecht es Südafrika unter Zuma ginge (Inzwischen bekleidet Cyril Ramaphosa das Amt.). Ich muss gestehen, dass ich mich vor unserer Reise zu wenig mit der derzeitigen politischen Situation Südafrikas auseinandergesetzt habe. Schande über mein Haupt.

Das tolle am Auto fahren ist, dass man anhalten kann, wo man möchte. Eines der Highlights waren für mich die Pinguine Boulders Beach. Die Pinguine waren wirklich süß. Wir haben zuerst eine Bucht vor Boulders Beach angehalten und konnten die Pinguine so von ganz nahem betrachten. Im Naturschutzgebiet selber kommt man als Besucher*in dem einzelnen Tier nicht mehr so nahe. Ich bin durch das Wasser gewatet und nahm so Kontakt mit zwei kleinen Pinguinen, die auf einem Stein lag, auf. Das war toll, nachdem ich die beiden „fragte“ ob sie nicht aufstehen wollen, damit ich sie besser zeichnen kann, flatterte der eine mit seinen Flügeln und der andere stand tatsächlich auf. Ich hätte gerne mein Gesicht dazu gesehen, vor allem, als dann noch ein neugierer dritter Pinguin zu uns stoß. Später, im Naturschutzgebiet selber gab es sehr viel mehr Pinguine aber auch sehr viel mehr Menschen. Das war auch interessant. Im Naturschutzgebiet sind Nester aus Plastikcontainer installiert. Von dort stammt auch das Foto von dem kleinen Kerl mit dem Ei. 

 

 

 

 

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Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter.

Das südliche Afrika – Beginn und Ende einer Reise – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Foto, Kapstadt, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 7. März 2018

Victoria Falls, 1.3.2018

Ich sitze fassungslos auf dem Flughafen Victoria Falls in Simbabwe und frage mich, wo die 4 Wochen Urlaub in Afrika geblieben sind. Ich bin traurig, es geht zurück ins kalte Berlin, 30 Grad Temperaturunterschied liegen zwischen meinem jetzigen Ausgangspunkt und Berlin. Der Urlaub ist vorbei. Viel Arbeit wartet in Berlin auf mich und gerade in den ersten Wochen jagt ein Termin den anderen: Händlerfrühstück, Salon, Vorbereitungstreffen für die Ausstellung Querbrüche Wedding, Uni usw. Werde ich genug Zeit haben, den Urlaub zu verarbeiten, die schönen Eindrücke in Zeichnungen einzufangen?

Der Flughafen Victoria Falls ist fast leer, sind wir die einzigen, die heute hier abfliegen? Zuerst geht es nach Johannesburg, nach sechs Stunden Aufenthalt in Südafrika geht es weiter nach London und schließlich nach Berlin.

In der nächsten Zeit werde ich von unserem Urlaub im südlichen Afrika berichten – 4 Länder haben wir mit dem Truck durchquert, ca. 5.700 km sind wir auf Afrikas Pisten durchgerüttelt worden. Welch ein Erlebnis!

 

 

Ich möchte jedoch von vorne berichten. Die ersten Tage haben wir in Kapstadt verbracht, wir mieteten uns ein kleines Auto und erkundeten die Stadt alleine. Danach haben wir von Nomad Adventure (siehe hier) eine 20-tägige Truck Tour gebucht, die Übernachtung erfolgte in Zelten, die wir jeden Abend auf- und jeden Morgen abbauten. Die Crew bestand aus Amon, dem Fahrer, Laurine als Guide und Tatenda als Hilfe und als deutschsprachige Unterstützung Laurines.

Es waren mehr Mitreisende als erwartet an Bord, am Anfang waren wir 19 Reisende, wechselnd von der Zusammensetzung, bis zum Schluss 18 übrigblieben, davon 3 Schweizerinnen, 3 Brasilianer*in, 2 Südkoreaner*in, 1 Holländerin, 2 ½ Italiener*in, 1 Kanadierin, 1 US-Amerikaner, 8 ½ Deutsche. Eine inspirierende Mischung, wir einigten uns darauf, englisch miteinander zu sprechen und brauchten Tatenda als Übersetzerin nicht. Ich habe mich so gefreut, dass ich Englisch sprechen konnte, schon nach zwei Wochen begann ich bruchstückhaft in Englisch zu denken.

Die Alterszusammensetzung war interessant, die meisten waren zwischen 20 und 30 Jahre alt, 5 waren über 50 die Älteste 76 Jahre alt, auch sie baute mit ihrer 72jährigen Freundin jeden Tag das Zelt auf und ab.

Gut haben wir in den Zelten geschlafen, ein Fach im Truck beherbergte ca. 5 cm hohe Matratzen, auf denen man besser geschlafen hat als in manchem Hotelbett. Um nach der Tour nicht gleich wieder nachhause zu hetzen, sind wir noch zwei Tage in einem Hotel in Simbabwe an den Victoria Fällen geblieben. Dabei trockneten wir unsere vom Camping nass gewordenen Sachen und erholten uns von der Fahrt durch Südafrika, Namibia, Botswana und Simbabwe.

 

 

 

Ich hatte 12 Skizzenbücher aus Berlin mitgebracht, benötigte aber nur 4. Die Reise war vollgepackt mit Aktivitäten und im Truck ruckelte es so, dass ich kaum zeichnen, bzw. schreiben konnte. Ich habe mit dem Handy Sprachmemos aufgenommen, die ich beim Schreiben der Beiträge zur Hilfe nehmen werde, um meine Stimmung wiederzugeben. Den ruckelnden Truck bezeichnete Laurine als „African Massage“, die offenen Fenster als „African Aircondition“.

 

Berlin, den 4.3.2018

Nun sitze ich wieder am heimischen Arbeitstisch, mein verlorenes Gepäck ist wieder aufgetaucht und zu mir nach Hause gebracht worden und die Magenverstimmung, von der ich in Afrika verschont blieb, die mich jedoch nach dem ersten Essen in Deutschland ereilte, ist abgeklungen. Ich habe tatsächlich Schwierigkeiten, mental in Berlin anzukommen.

Bevor ich weiter berichte, möchte ich Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com herzlich danken. Wir haben sie letztes Jahr bei der ITB entdeckt und sie hat uns mit Rat und Tat bei der Planung und Durchführung unseres Urlaubs perfekt betreut.

Vier Wochen bereisten wir das südliche Afrika, ich werde nicht von allen Tagen im einzelnen berichten, sondern zusammenfassen, damit ich auch meine aktuellen Sachen zeitnah erfassen kann. Die ersten vier Tage haben wir in einem Hostel mit einem Mietwagen in Kapstadt verbracht. Zu zweit konnten wir die Gegend in unserem beschaulichen Rhythmus erkunden. Das ging bei der späteren Truck-Tour nicht mehr, jedoch haben wir in den 20 Tagen Truck-Tour soviel gesehen, das hätten wir zu zweit in unserem Tempo nie geschafft. Die letzten drei Tage an den Victoria Fällen in Simbabwe waren wir wieder alleine.

Heute beginne ich den Bericht mit Kapstadt und lasse Fotos und Zeichnungen wirken. Kapstadt ist eine europäisch orientierte Stadt, die sich zwischen der See und den Bergen gut in das Landschaftsbild einfügt. Was mich bedrückte waren die Mauern und Stacheldrahte, die um die Grundstücke gezogen sind. Wir sind trotzdem viel zu Fuß unterwegs gewesen, haben aber auch einige Regeln beachtet. Dazu gehörte, dass wir keine Uhr und keinen Schmuck umhatten. Mein iPhone habe ich nicht aus der Tasche genommen, wir hatten ein altes Handy mit, für das wir schon am Flughafen eine südafrikanische Sim-Karte kauften. Mit diesem Handy routeten wir unsere Wege und gingen ins Internet, um das eine oder andere über unsere Besichtigungen zu googeln.

Eben habe ich die Fotos sortiert und bin auf einen Text mit meinen Eindrücken vom ersten Tag gestoßen, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Kapstadt, den 5.2.2018

Es ist nicht einfach, Papier im Skizzenbuch zu sparen. Noch bin ich mit der Aufteilung der Seiten nicht zufrieden. Aber sicher werde ich im laufe unseres Afrikaurlaubs versierter werden.

Kapstadt ist sehr amerikanisch / europäisch orientiert, heute sind wir von unserem Hostel am Stadion vorbei über den Green Point zur Victoria und Albert Wharf gelaufen. Ein schöner Spaziergang voller neuer Eindrücke. Wir erschließen uns sehr gerne unsere Urlaubsorte zu Fuß, so kann ich zeichnen und M. fotografieren.

Aus irgendwelchen Gründen hatte ich mir den Tafelberg von der Ansicht her höher vorgestellt. Das Plateau ist nicht immer hinter den Häusern auszumachen. Natürlich wäre mir diese „Enttäuschung“ erspart geblieben, wenn ich vorher die Kerndaten des Tafelbergs gegoogelt hätte: das Wahrzeichen Kapstadts ist nämlich nur 1087 m hoch!

Ein besonderes Highlight war für mich der Besuch des ZEITZ MOCAA Museums (siehe hier), was die Sammlung des ehemaligen Puma Managers …. beherbergt. Besonders beeindruckten mich die Skulpturen aus Fell von Nandipha Mntambo (siehe hier) und das Gebäude selber. Das ehemalige Silo ist durch Schnitte interessant in die Museums-Architektur eingebunden. Ein wenig musste ich bei den Schnitten an Gordon Matta-Clark (siehe hier). Er schnitt in Abrisshäusern Kreise (siehe hier).

 

 

Natürlich sollte auch darauf hingewiesen werden, dass dieses Museum für zeitgenössische Kunst Afrikas von einem weißen europäischen Kunstsammler, einem weißen europäischen Architekten und einem weißen Südafrikaner initiiert wurde – da sollten laut dem Kunstforum international (07/2017, Museumsboom, S. 108) die Alarmglocken läuten und auch ich möchte mich dieser Kritik anschließen. Ist hier nicht der Konflikt vorprogrammiert?

Nach einem ausgiebigen Fischlunch an der Wharf machten wir uns auf den Heimweg und sammelten am Strand Muscheln, die durch sehr interessante Löcher auffielen.

Der schöne Tag ging viel zu schnell zu Ende.