Susanne Haun

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Robert Duncan

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 23. September 2018

„Weiß, weiß wie

eine Grenze, die vorrückt im Tod –

das ist unser Leben, das ist die Liebe.“

Robert Duncan

 

Entstehung Leinwand - Der Tod (c) Susanne Haun

Entstehung Leinwand – Der Tod (c) Susanne Haun

 

Dieses Zitat habe ich im Buch Das Geheimnis der Farbe Weiss – Unschuld und Verführung von Klausbernd Vollmar gefunden. Das Buch habe ich am Donnerstag im Antiquariat des Bücherfuchs, der nur eine Haustür weiter wohnt und gerne meinen KunstSalon besucht gefunden. Es ist von 1999 und ich freue mich schon, darin zu lesen.

Klausbernd und seine Lebensgefährtin Hanne leben in Cley in England und schreiben gemeinsam den Blog The World according to Dina (siehe hier).

 

Vorweihnachtszeit – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 25. November 2016

 

V O R W E I H N A C H T S P O S T

 
 
Wie jedes Jahr nähert sich Weihnachten schnell, plötzlich und unerwartet.

So ist es gut, sich schon jetzt Gedanken um die Weihnachtsgeschenke zu machen.

Als besonderes Geschenk biete ich eine kleine Auswahl meiner Zeichnungen für den besonderen Preis von 75 Euro (ungerahmt) an. Der Preis ist inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten innerhalb Deutschlands.

Für einen Aufpreis von 25 Euro ist es möglich das Bild in einem weißen Holzrahmen mit Passepartout zu erwerben.

Die Größe der Zeichnungen ist 15 x 21 cm und sie sind mit Tusche auf handgeschöpften Silberburg Büttenpapier, 110 g/m² im Farbton „off white“ entstanden.

Die Firma Silberburg stellt das Papier nach einer 2.000 Jahre alten Tradition aus Baumwollresten her. das Papier ist daher alterungsbeständig.

Bei Interesse genügt entweder deine Mail unter info@susannehaun.de . Wer gerne mehr Informationen zu den zu verkaufenden Zeichnungen haben möchte, kann mich auch anrufen: 0177 232 80 70.

 Ich wünsche allen eine schöne nicht allzu hektische Vorweihnachtszeit und danke meinen treuen Lesern für das interessierte Lesen meiner Blogbeiträge.

UPDATE 26.11.16:  Die Zeichnungen 1 und 7 sind verkauft.

 

Zeichnerin Susanne Haun wünscht frohe Weihnachten (c) Foto von M.Fanke

Zeichnerin Susanne Haun wünscht frohe Weihnachten (c) Foto von M.Fanke

 

 

 
 

Trägermaterial: Leinwand, Holz und Glas – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Objekt, Zeichnung by Susanne Haun on 7. November 2016

 
Erinnert ihr euch noch an meinen Salongast (siehe hier) gabriele d.r. guenther.
 

Gabriele berichtete uns von ihrer Wanderung zwischen den Welten der Malerei und Poesie (siehe hier). Gabriele und ich nahmen uns vor, eine Ausstellung zusammen zu gestalten, in dem wir etwas bauen oder aufbauen. Nun ist inzwischen ein Jahr seither vergangen und wir haben uns schon einige wenige Male getroffen, um über unser Projekt zu reden. Ersteinmal wollten wir beide in unseren Ateliers für unser „Bauthema“ beleuchten.

 

Holz (c) Foto von Susanne Haun

Holz (c) Foto von Susanne Haun

 

Ich möchte wie schon so oft die Zeichnung in den Raum holen und dabei mit Gabrieles Installationen kommunizieren. Vielleicht kann man sie auch verschränkt aufbauen. Ich denke da noch an das Hyperimage (siehe hier) und überlege, ob auch Installationen und Objekte die Wirkung erzielen.

Heute habe ich entschieden, dass ich als Trägermaterialien Holz, Glas und Leinwand verwenden werde und habe schon einmal im kleinen begonnen, mir darüber malerisch Gedanken zu machen.  Leinwand und Holz bekommen eine weiße Grundierung, damit ich morgen beginnen kann auf die durchgetrocknete weiße Farbe zu zeichnen.

Diese Ideen sind mir nicht heute morgen unter der Dusche eingefallen, ich habe sie schon lange im Kopf kreisen lassen. Wenn ich mit der Ausführung beginne, dann habe ich schon einen fertigen Plan im Kopf.

Nicht immer sind die Arbeiten, die ich am Tag für meine Kunst erledige in wunderschönen Fotos zu bebildern, manchmal ist es halt auch einfach unspektakuläre Arbeit 🙂

Wie aus einem Dämon Nietzsche wird – Zeichnung auf Leinwand von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Leinwand, Philosophie, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 25. Juli 2016

 

Ich arbeite gerne auf Leinwände, auf denen ich schonmal eine Motiv festgehalten habe. Für Nietzsche auf meiner Leinwand habe ich dafür eine Leinwand aus dem Dämonenzyklus ausgesucht. Ich fand es irgendwie passend.

Beim erneuten Grundieren achte ich darauf, dass noch Erinnerungsspuren zu sehen sind, die ich gut in das neue Motiv integrieren kann. Es ist etwas aufwendiger, die Linien der Zeichnung auf Leinwand zu etablieren als auf Papier. So werde ich die Entstehung der Leinwand auf mehrere Tage verteilen, so wie ich auch mehrere Tage für die Zeichnung benötigte.

 

 

 

Actionpainting und ein Notenbuch – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Künstlerunikatbuch, Kunstgeschichte, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 5. Juli 2013

Peggy Gugenheim beauftragte den Fotografen Hans Namuth, Pollock beim Zeichnen seiner „dripping paints“ zu fotografieren.

Diese Fotos trugen maßgeblich zur Definition des Actionpaintings bei.

Spuren verwischen (c) Foto von Susanne Haun

Spuren verwischen (c) Foto von Susanne Haun

Beim Actionpainting ist der Körper des Künstlers wichtig. Der Akt der Schaffung des Werks will etwas zum Ausdruck bringen. Das bewusste Denken soll ausgeschaltet werden und damit soll das Werk „blind entstehen“ – nicht physikalisch sondern mental blind. Das Gemälde als Akt ist mit der Biografie des Künstlers verbunden. Dabei ist die eigene Bewegung und die Eigendynamik des Materials wichtig. Das Actionpainting fängt oft mit einer Kritzelei an.

Franz Kline, ein weiterer Vertreter des abstrakten Expressionismus, zu dem das Actionpainting gehört, drückte seine Arbeit wie folgt aus „Ich male nicht die Dinge, die ich sehe, sondern die Gefühle, die sie auslösen“. Sehr interessant fand ich auch folgende seiner Gedanken, die ich nur dem Sinn nach wiedergeben kann: Dinge sind zu disorganisieren und das wiederum ist eine Form der Organisation. Es ist eine Brechung der Linie, der Formation.

Cy Twombly zählt ebenfalls wie Pollock und Kline zu den wichtigsten Vertretern des amerikanischen abstrakten Expressionismus. Er arbeitet mit nicht lesbaren Texten und zeichnete nachts blind dem Lauf der Hand folgend.

Interessant finde ich auch das Auslöschen von Spuren und Erinnerungen. Rauschenberg radierte eine Arbeit von de Koenig aus.

Ich zeichne sehr überlegt und konzentriert. Wie kann ich also das Actionpainting verstehen und in meiner Arbeit nutzbar machen? Sicher, ich kann mich in einen dunklen Raum setzen und zeichnen. Gut. Das ist wirklich unkontrolliert.

Die Gedanken, die ich hier zum Actionpainting geschrieben habe sind aus der letzten Sitzung der Vorlesungen „Die Zugkraft der Linie“.

Ohne vorher das wöchentliche Thema zu wissen, nahm ich mir ein altes Notenbuch, dass ich auf dem Buchtrödel gekauft hatte mit zur Vorlesung. Mein Plan war, wie immer zu zeichnen aber dieses Mal wollte ich bewusst ein Notenbuch überzeichnen. Ich habe gleich bei den ersten zwei Arbeiten bemerkt, dass der Füller zu fein und zart für die dicke gedruckte Schrift des Heftes ist. So habe ich den Pitt artist pen von Faber-Castell in der Stärke bold mit wasserfester, lichtbeständiger Tusche benutzt. Dieses Material ist auch auf den dunklen Noten sichtbar.

Während der Vorlesung letzte Woche habe ich eine Studentin immer und immer wieder auf jeweils einer Seite gezeichnet und das Notenbuch war „voll“. Zufrieden war ich nicht.

Als zweiten Arbeitsdurchgang benutze ich weiße Acrylfarbe, um Spuren auszuwischen. Aber auch hier bin ich noch nicht zufrieden und ich werde weiter an dem kleinen Buch arbeiten.

Gestern habe ich während der Vorlesung das mittels der Powerpoint Projektion an der Wand geworfene auf die Seiten gezeichnet. Ich benutzte dazu meinen Füller mit grüner Tinte und wiederholte die Linien. Ich bin nun zufriedener aber noch lange nicht mit meiner Arbeit fertig.

Es haben sich einige Ideen in meinem Kopf zur Weiterarbeit entwickelt. So zeige ich auch heute nur einige der Arbeiten, die im Notenheft entstanden sind. Ich werde aus allen eine Animation erstellen. Aber dazu werde ich die Seiten des Notenheftes noch einige Male bearbeiten.

For my english reader:
I heard last week in my course a lot about actionpainting. It was great and I was inspired to draw into an old music box. In the first passing I wasn’t satisfacted but in the third I found slowly a way and I have now a plan in my head. So I will show only a few drawings from the book.

Mein Artikel in der Palette Zeitschrift und zwei Dahlien – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Publikationen, Zeichnung by Susanne Haun on 5. September 2012

Im Jahr 2005 erschien der Erste Artikel über meine Arbeit in der Palette Zeitschrift.

In der aktuellen Ausgabe ist wieder ein Artikel über meine Arbeit, mit Tusche zeichnen und kolorieren enthalten. Er ist wirklich sehr schön geworden und ich freue mich, dass die Zusammenarbeit nun schon so lange Jahre besteht.

Hier ist ein Link zu einer pdf Datei mit Eindrücken vom Artikel.

Palette Zeitschrift

Palette Zeitschrift

Den kompletten Artikel finden Ihr in der p&z Ausgabe 5/12,  Preis: € 7,80 (zzgl. Versandkosten)
Erhältlich über: palette Verlag, Rheinstr. 4-6, D – 56068 Koblenz
Tel.: +49 (0)261 / 17297, Fax: +49 (0)261 / 17295,  info@palette-verlag.de, www.palette-verlag.de

Nach der Lektüre des Artikels hatte ich dann auch richtig Lust, wieder ein großes Blumenbild zu zeichnen. Dazu bin ich in meine Lieblingsgärtnerei schräg gerade über meines Ateliers gegangen und habe geschaut, was die Erde so hergibt. Dahlien sind es im Moment und was für Große! Eine Weiße und eine Rote habe ich als Modell mit ins Atelier genommen.

Susanne Haun bei der Arbeit (c) Cordula S.

Susanne Haun bei der Arbeit (c) Cordula S.

Ich bekam auch Besuch von Cordula S. bekommen, eine meiner Malschülerinnen, die schon seit knapp 10 Jahren bei mir Workshops (siehe hier pdf mit meinem aktuellen Programm 2012 und 2013) bucht. Sie wollte sich mein neuens Buch „Die Kunst der Radierung“ anschauen und hat bei der Gelegenheit gleich ein paar Fotos von mir beim Malen aufgenommen.

Susanne Haun zeichnet mit dem Pinsel (c) Cordula S.

Susanne Haun zeichnet mit dem Pinsel (c) Cordula S.

Ich finde es dann auch selber spannend zu sehen, wie die Dahlie auf den Fotos immer mehr entsteht.

For my english speaking reader:
In the current magazine Palette is an article from me about drawing with ink. I’am lucky about this and so I thought today drawing another big sheet of paper with flowers. So I bought two dahlia a red and a white one. The red is realy red and I like it near the white. My student Cordula S. (she ist my pupil since ten years ago) take pictures from me.

Mein Artikel in der Palette und zwei Dahlien – Zeichnung von Susanne Haun

Ocker, braun, schwarz, wie nähere ich mich einem Künstler – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 15. August 2012

Ich war im Hamburger Bahnhof und Anselm Kiefers Raum hat mich schlichtweg „umgehauen“.

Kein Foto kann das, was ich empfunden habe als ich in Kiefers Reich eintratt, wiedergeben.
Es muss erlebt sein. Trotzdem möchte ich darüber schreiben.
Kiefer füllt den gesamten Raum, den er im Hamburger Bahnhof hat, aus. Die Größe und Eindringlichkeit seiner Gemälde und Objekte sind enorm.

Einen Ausschnitt von Kiefers Raum im Hamburger Bahnhof (c) fotografiert von S.Haun

Einen Ausschnitt von Kiefers Raum im Hamburger Bahnhof (c) fotografiert von S.Haun

Natürlich sagte mir der Namen Anselm Kiefer etwas. Aber ich bin nicht wegen Kiefer in den Hamburger Bahnhof gegangen, ich wollte die Ausstellung von Cy Twombly & The School of Fontainebleau und ein bißchen Karl André und Sol LeWitt schauen. Das habe ich auch getan und auch das war beeindruckend, ich berichte später darüber. Das besonderer an Kiefer ist einfach, dass er so unerwartet auf mich einwirkte.

Der trockene Mohn am Flugzeug, die Babykleidung an der Leinwand und alles ocker, schwarz, grau, weiß.

Es ist klar, dass ich heute in ocker, schwarz, grau zeichnete. Ich hatte noch mein Schlüsselbund, dass ich gestern zeichnete (siehe hier) im Kopf. Ich begann, meine Schlüssel zu zeichnen, um mich dann in den Formen und Linien zu verlieren, klein in klein auf 17 x 22 cm.

Nach dieser ersten „Entladung“ habe ich in der arte-Mediathek ein sehr interessantes und aussagekräftiges Interview gefunden – siehe hier. Es ist sehr empfehlenswert.

Die Auflösung der Schlüssel 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun (3)

Die Auflösung der Schlüssel 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun (3)

Nachdenkenswert finde ich folgende Sätze von Kiefer: „Ich gebe keine Interpretationen.“ und „Die Kunst ist eine andere Welt als die Reale.“

For my english speaking readers:

Today I wrote about ocer, brown and black and how to near an artist. I saw works of Anselm Kiefer in the museum “Hamburger Bahnhof”, Berlin. It was great and Kiefer fills his room in the museum with a presence. I like two sentences from him: “I give no interpretations.” and “The art is a other world as the real.”

 

Ocker, braun, schwarz, wie nähere ich mich einem Künstler – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Nachbars Garten und das schwere WEISS – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 21. Juni 2011

Gestern waren wir in einem blau weiß gestalteten Garten.
Ich hätte nie gedacht, dass es so schwer ist Weiß zu fotografieren.

Weiß ist im physikalischen Sinne mehr als eine Farbe, denn weiß ist alle Farben vom Prisma zerlegt.
Als Zeichenrin halte ich es wie die Aquarellisten: Ich lasse im Bild das Weiß stehen – das heißt, Weiß in meinen Zeichnungen ist das Papierweiß. Nun ist Weiß nicht gleich Weiß. Es gibt ungleich viele Weißtöne….

Rosen - Zeichnung von Susanne Haun - 10 x 15 cm - Tusche auf Bütten

Rosen - Zeichnung von Susanne Haun - 10 x 15 cm - Tusche auf Bütten

Obwohl es nun oft heißt, unsere Technik sei vollkommen, kann ich das von den preiswerteren Scannern nicht sagen, sie machen aus meinen unterschiedlichen Papierblattweißtönen immer das selbe strahlende Weiße Riese Weiß.

Wie kommt das? Vielleicht weil Weiß Reinheit und Sauberkeit sympolisiert? Brautkleider, Badezimmer, Ärztekittel, Engelskleider, Babyerstlingskleidung alles weiß!

Vielleicht können sich die Entwickler von Scannern und Fotoapparaten nicht die breite Palette der Weißtöne vorstellen? Es liegt sich daran, dass die physikalischen Farbenlehre in festen Begriffen arbeitet während es in der künstlerischen Farbenlehre keine einheitliche Sprache gibt.

Die Eiben sind zu Baumskulpturen geschnitten - Foto von Susanne Haun

Die Eiben sind zu Baumskulpturen geschnitten - Foto von Susanne Haun

Itten, Goethe, Runge, Klee, Van Gogh und fast alle Künstler beschäfftigen sich immer wieder mit der Farbenlehre.

Ich persönlich finde es auch immer wieder spannend, mich mit den Farben auseinander zu setzen. Ein Kapitel in meinem Buch „Mit Tusche zeichnen und kolorieren“ beschäftigt sich auch mit der Farbenlehre – mit dem Grün. Ich halte die Farbenlehre für sehr wichtig und immer wieder komme ich darauf zurück und habe in der Vergangenheit viele Schüler damit „gequält“. Eine sagte daraufhin zu mir: „Ich bin gekommen, um Engel zu zeichnen und du läßt mich Farben mischen!“.

Klematis - Zeichnung von Susanne Haun - 10 x 15 cm - Tusche auf Bütten

Klematis - Zeichnung von Susanne Haun - 10 x 15 cm - Tusche auf Bütten

Genau solche Diskussionen führen wir in unseren Blogparaden, im Moment auf Frank Koebschs Blog, der fragt, ob Aquarelle Kunst sind. Wer mit diskutieren möchte, folgt einfach dem Link.

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