Susanne Haun

Mit was fange ich an? – Ostia Antica Rom – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Latium, Reiseberichte, Rom, Zeichnung by Susanne Haun on 30. November 2018

 

Rom - Ostia Antica - Athene - Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

Rom – Ostia Antica – Athene – Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

 

Ich weiß gar nicht, welche Seiten meiner zahlreichen noch nicht im Blog veröffentlichen Skizzenbücher ich als erstes hier aufarbeiten und in meinem Blog-Gedächtnis bewahren sollte.

Vielleicht ist es klug, mit der letzten Reise ins Latium um Rom zu beginnen, dann über Berchtesgaden nach Kopenhagen zu wandern. Auch vom Gasometer in Berlin Schöneberg habe ich noch nichts geschrieben und die letzten Afrikatage an den Viktoriafällen sind auch noch offen. Aber Eile mit Weile und nun bloß keinen Stress!

Die heute gezeigten Zeichnungen sind im Oktober entstanden. Im Rahmen meiner Masterarbeit wollte ich mir den Ort der Zeichnung, die ich bespreche, anschauen: Olevano, ein kleines Bergdorf etwa 75 km von Rom entfernt.

 

 

Am ersten Tag dieser Reise schauten wir uns jedoch erstmal den alten Hafen Roms an. Ostia Antica ist das Ausgrabungsgelände der antiken Stadt Ostia, der ursprünglichen Hafenstadt des antiken Rom. Ich war begeistert und die Ausgrabungsstätte gefiel mir sehr viel besser als das Forum Romanum. Kein Anstehen an der Kasse, keine Menschenmengen und schönster blauer Himmel begleiteten unseren Besuch. Das Gelände war so groß, dass wir leider nicht alles besichtigen konnten, wir waren nach dem frühen Flug aus Berlin müde und dachten, wir könnten uns am letzten Tag nochmal das Gelände anschauen. Leider war der letzte Tag ein Montag und die Ausgrabungsstätte ist immer Montags geschlossen. Ein Grund wieder das Latium zu bereisen. Schließlich möchte ich noch den Rest des Hafens sehen.

 

Ostia Antica bei Rom (c) Foto von Susanne Haun

Ostia Antica bei Rom (c) Foto von Susanne Haun

 

In einem Museum waren viele der mir schon aus der Abgusssammlung in Berlin Charlottenburg bekannten Skulpturen untergebracht. Damit die Besucherin, der Besucher auch „anständige“ Fotos mit nach Hause nehmen kann, waren die Wände hinter den eindrucksvollsten Werken mit schwarzem Stoff bezogen. Ich konnte mich nicht satt sehen und mein Finger war fast nicht vom Auslöser des Fotoapparats wegzubekommen. Natürlich habe ich auch nicht, wie die Seiten meines Skizzenbuchs zeigen, das Zeichnen vergessen.

 

 

Unser Hotelzimmer war in Fiumicino, also der „Flughafenstadt“ Roms. Ich amüsiere mich immer noch. Ich dachte, wenn ich schon in Berlin in der Nähe des Flughafen Tegel lebe und gewöhnt bin, dass bei der „falschen“ Windrichtung die Flugzeuge fast im Minutentakt ab 6 Uhr über mein Schlafzimmer donnern, dann könnte ich das auch in Fiumicino aushalten. Dort jedoch fliegen die Flugzeuge gleich über das Meer ein- bis zweimal Morgens und Abends und stören die schlafende Stadt nicht!

Ich habe lange nicht mehr so ausführlich gebloggt, dass ich bei der Auswahl der Fotos tatsächlich eskaliert bin. 70 Fotos habe ich hochgeladen. Drei Tage habe ich immer wieder an diesem Beitrag gearbeitet, mal geschrieben und mal die Fotos bearbeitet und hochgeladen.

 

 

Besonders mag ich Textbruchstücke. Das Abstrahieren der Buchstaben durch die Brüche fasziniert mich. Bei Utz Benkel auf dem Blog zu seiner Südamerika Reise (siehe hier) habe ich gesehen, wie gut kleine Filmschnipsel in einem Reisebericht wirken. Ich filme diese kleinen Reisedokumente sonst immer nur für mich als Notiz.

 

 

 

Moderne Architektur in Rom – Dia Padre Misericordioso

Posted in Architektur, Reiseberichte, Rom by Susanne Haun on 1. Juni 2015

Am vorletzten Tag unseres Aufenthalts in Rom sind wir eine halbe Stunde mit der Straßenbahn zur modernen Kirche Dia Padre Misericordioso gefahren.

 

Dia Padre Misericordioso, Rom (c) Foto von M.Fanke

Dia Padre Misericordioso, Rom (c) Foto von M.Fanke

 

Wir hatten im Reiseführer von der Kirche gelesen und wollten sie gerne im Kontrast zum alten Rom sehen. Es war sehr angenehm aus der vollen Stadt heraus zu kommen und da wir beide Fans von moderner Architektur waren, freuten wir uns auch auf die Kirche.

Leider konnten wir nicht hinein, es fand gerade eine Beerdigung statt und so schön, um dort 4 Stunden zu warten, so schön war die Umgebung nicht. Der „Lack der Kirche“ ist auch schon etwas ab. So schön weiß, wie sie auf den Fotos zu sehen ist, ist sie nicht mehr. Der Putz schlägt Bläschen und es gibt rotbraune und schwarze Flecken auf der Fassade.

Der Name der Kirche bedeutet: Gott, der barmherzige Vater. Sie liegt im Stadtviertel Tor Tre Teste und wurde nach den Plänen des US-amerikanischen Architekten Richard Meier erbaut und im Jahr 2003 eingeweiht.

„Der Kirchenbau, mit 40 m Länge und 31 m Breite eher klein gehalten, repräsentiert ein stark stilisiertes Schiff mit drei Segeln. Die Segel haben eine Höhe von 17, 22 und 27 m. Der Kirchturm ist 20 m hoch. Das Schiff steht, im Rückgriff auf die christliche Symbolsprache, für die Universalkirche als Volk Gottes, das durch die „See“ des dritten Jahrtausends segelt. Die drei leicht konkaven Schalen („Segel“) stehen auch für die Dreifaltigkeit, wobei die innerste und größte, die den Gottesdienstraum überwölbt, auch als Symbol des Schutzes Gottes für die christliche Gemeinschaft gesehen werden kann. Die äußerste Schale wölbt sich über der Tauf-, die mittlere über der Sakramentskapelle.“ können wir in Wikipedia lesen.

 

Die Segel der Dia Padre Misericordioso, Rom (c) Foto von Susanne Haun

Die Segel der Dia Padre Misericordioso, Rom (c) Foto von Susanne Haun

 

Ich bin froh, dass wir uns die Kirche wenigstens von außen ansehen konnten. Außerdem haben wir fantastisch und preiswert in der Nähe gegessen und konnten den für Romreisende nicht üblichen Stadtteil betrachten. Und wenn wir Rom wieder einmal besichtigen, dann werden wir sicher auch das Innere dieser Kirche sehen.

 

 

Moses mit Hörnern und Petrus‘ Ketten in Rom

Posted in Kunstgeschichte, Reiseberichte, Rom, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 21. Mai 2015

„Als Michelangelo den Moses vollendet hatte, gab es kein Werk zu sehen, ob antik oder modern, das daneben bestehen konnte.
schrieb Vasari in seinen Künstlerbiografie Anfang des 16. Jahrhunderts.

Moses mit Hörner (c) Zeichnung von Susanne Haun

Moses mit Hörner (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Hörner auf Moses Kopf gehen auf einen Übersetzungsfehler zurück: Im hebräischen Urtext, der keine Vokale kennt, steht das Wort „krn“. Als man später den Text mit Vokalen versah, wurden zwei „e“ eingesetzt, so werden aus „krn“ -> „keren“ sprich „gehörnt“. Der Fehler wird in die lateinische Bibelübersetzung übernommen. Michelangelo nahm diese Beschreibung Moses in der Vulgata als Vorbild für seine Skulptur. Moses wird in dem Moment dargestellt, da er mit den Gesetzestafeln vom Berg Sinai im Anblick des Tanzes um das Goldene Kalb zurückkehrt.

 Michelangelos Kenotaph für Papst Julius II. (c) Foto von M.Fanke

Michelangelos Kenotaph für Papst Julius II. (c) Foto von M.Fanke

Michelangelo schuf in der Kirche San Pietro in Vincoli ein Kenotaph für Papast Julius den II, das auch den gehörnten Moses beinhaltet. Wer von den beiden Frauenfiguren, die ich fotografiert habe Lea und wer Rachel ist, habe ich leider nicht mehr im Kopf. Michelangelo vollendete das Grabmal 1542 – 45.  Vor dem Kenothap steht ein Automat, füttert ein Besucher ihn mit 1 € geht ein Licht an, was das Kenothap völlig überstrahlt. Das fotografieren im dunkeln ergab eindrucksvollere Fotos.

Die Ketten Petrus' - Reliquie in San Pietro in Vincoli (c) Foto von Susanne Haun

Die Ketten Petrus‘ – Reliquie in San Pietro in Vincoli (c) Foto von Susanne Haun

Ich mochte die weniger besuchten Grabmähler im linken Seitenschiff der Kirche. Die Sklette schauten lustig in die Runde.

Ihren Namen „Petrus in Ketten“ erhielt die Kirche nach der Reliquie der Ketten des Petrus, mit denen er angeblich nach Rom gebracht wurde.

 

Rom – Die Domus Aurea – ein verschüttetes Erlebnis

Posted in Reiseberichte, Rom, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 18. Mai 2015

Seit Ende letzten Jahres können interessierte Besucher wieder Neros Domus Aurea, übersetzt Goldenes Haus, besichtigen.

Der Besucher kann die vergangene Pracht nur noch ahnen (c) Foto von M.Fanke

Der Besucher kann die vergangene Pracht nur noch ahnen (c) Foto von M.Fanke

 

Samstag und Sonntag, wenn die Arbeit der Ärchäologen ruht, werden kleine Gruppen mit gelben Bauhelmen durch Neros Palast geführt. Es ist kalt und feucht in den Überresten von Neros Palast. Schon kurz nach seinem Tod im Jahr 68 wurden die Öffnungen vermauert und mit Sand und Schutt gefüllt und als Fundament für die riesige Trajanstherme genutzt. So befindet sich Neros Palast heute unter den Resten der Thermenanlage und des üppig bewachsenen Parks des Colle Oppio.

 

Park Collo Oppio über dem Domus Aurea (c) Foto von Susanne Haun

Park Collo Oppio über dem Domus Aurea (c) Foto von Susanne Haun

 

Es fällt mir schwer vorzustellen, dass die dunklen, kellerartigen Räume einmal lichtdurchflutet waren. Besonders interessant fand ich die Löcher in der Decke eines Raumes. Durch diese Löcher stiegen in der Renaissance  Michelangelo, Raffael und Pinturicchio in den Domus Aurea. Die Fresken, die sie dort fanden, beeinflussten die Werke der Künstler und sind oft in Abwandlungen in den Gebäuden der Renaissance zu finden. Die Künstler dachten, dass sie eine Grotte entdeckt haben und nannten die gefundenen Zeichnungen Grotesken. Leztes Jahr im Sommer konnten wir „Grotesken“ inspiriert von Neros Fresken des Domus Aurea in den Uffizien in Florenz bewundern.

 

Die Fresken sind hier noch relativ gut erhalten  (c) Foto von M.Fanke

Die Fresken sind hier noch relativ gut erhalten (c) Foto von M.Fanke

 

Durch diese Löcher stiegen Künstler wie Michelangelo in den Palast (c) Foto von M.Fanke

Durch diese Löcher stiegen Künstler wie Michelangelo in den Palast (c) Foto von M.Fanke

 

Ein 31 Millionen Dollar Sarnierungsprojekt soll den Verfall Neros Goldenen Haus‘ aufhalten. „Es ist eine Erlebnisfundstätte, kein steril konservierter Ort.“ schreibt Ute Diehl im art magazin².

Wir bekamen eine bestimmte Zeit für den Besuch des Domus Aurea zugewiesen und waren etwas früher da. So hatten wir Zeit, uns an den Blumen zu erfreuen und eine Katze zu beobachten.

Katze (c) Zeichnung von Susanne Haun

Katze (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der römische Schriftsteller Sueton schrieb über Neros Domus Aurea:

„In der Eingangshalle des Hauses hatte eine 120 Fuß hohe Kolossalstatue mit dem Porträt Neros Platz. Die ganze Anlage war so groß, dass sie drei Portiken von einer Meile Länge und einen künstlichen See umfasste, der fast ein Meer war, umgeben von Häusern, so groß wie Städte. Dazu kamen Villen mit Feldern, Weinbergen und Weiden, Wälder voller wilder und zahmer Tiere aller Arten. Einige Teile des Hauses waren vollständig vergoldet und mit Gemmen und Muscheln geschmückt. In den Speisesälen gab es bewegliche Decken aus Elfenbein, durch die Blumen herabgeworfen und Parfüm versprengt werden konnte. Der wichtigste von ihnen war kreisrund und bewegte sich bei Tag und bei Nacht ständig, wie die Erde. Die Bäder wurden mit Meer- und Schwefelwasser gespeist. Als Nero nach Abschluss der Bauarbeiten das Haus einweihte, zeigte er sich sehr zufrieden und sagte, dass er jetzt endlich in einem Haus wohne, das eines Menschen würdig sei.“ (Sueton, Nero, 31)

 

 

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²Diehl, Ute. Feucht, finster, kalt. In: art magazine 12 / 2014.
http://www.art-magazin.de/div/heftarchiv/2014/12/5855698717685728950/Feucht-finster-kalt

Rom – der verborgene Ara Pacis Augustae

Posted in Foto, Reiseberichte, Rom by Susanne Haun on 16. Mai 2015

Der Ara Pacis Augustae (lateinisch „Altar des Friedens des Augustus“) wurde 13 v. Chr. unter Kaiser Augustus gebaut und  gehört zu einem Denkmalkomplex in Tibernähe.

Die geschlossene Ara Pacis Augustae (c) Foto von Susanne Haun

Die geschlossene Ara Pacis Augustae (c) Foto von Susanne Haun

2006 eröffnete an der Fundstelle des Altars das Museo dell’ Ara Pacis, das in Form eines Glasbaus des Architektenbüros Richard Meier & Partners,  den Altar nun besser vor Überhitzung und Umweltverschmutzung schützen soll. Wir waren zweimal dort, das erste mal zu spät für die Öffnungzeiten und das zweite mal war es so voll, dass uns jegliche Lust fehlte, ins Museum zu gehen.

Ich mag das Gebäude des Museums von 2006. Mit seinen einfachen Formen hebt es sich wohltuend von den antiken und renaissance Bauwerken Roms ab.

Es gibt viel „am Rande“ der großen Sehenswürdigkeiten zu sehen. So zum Beispiel auch Papst Johannes Paul II.

 Papst Johannes Paul II - Skulptur vor dem Termini, Bahnhof (c) Foto von M.Fanke

Papst Johannes Paul II – Skulptur vor dem Termini, Bahnhof (c) Foto von M.Fanke

Oder dieses ungewöhnliche Wohnhaus:

 Etwas außerhalb von Roms Innenstadt (c) Foto von M.Fanke

Etwas außerhalb von Roms Innenstadt (c) Foto von M.Fanke

Rom – die Engelsburg – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Engel, Reiseberichte, Rom, Zeichnung by Susanne Haun on 13. Mai 2015

Schon immer wollte ich auf die Engelsburg – das Castel S. Angelo.

Die Engelsburg (c) Foto von M.Fanke

Die Engelsburg (c) Foto von M.Fanke

 

Spätestens seit dem Film „Illuminati“ haben viele Erdenbürger eine Vorstellung von der Architektur der Engelsburg und des Vatikans. Ich habe mir eigentlich vorgenommen, den Film nur wegen den Rominspirationen nochmals zu schauen.

Für mich war die Engelsburg ein Engel-Eldorado 🙂

 

Engel der Engelsburg (c) Zeichnung von Susanne Haun

Engel der Engelsburg (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Eigentlich wurde die Burg als Mausoleum für Kaiser Hadria (76 – 138) gebaut. Das Problem der historischen Überlagerung von Epochen ist in der Engelsburg deutlich sichtbar. 1277 baute Papst Nikolaus III. einen Fluchtweg, der die vatikanischen Paläste mit der Engelsburg verband. Die Engelsburg diente auch bis in die Napoleonischen Zeit immer wieder als Gefängnis.

 

Die prächtigen Gemächer der Päpste in der Engelsburg (c) Foto von M. Fanke

Die prächtigen Gemächer der Päpste in der Engelsburg (c) Foto von M. Fanke

 

Im mittleren Gebäudetrakt kann der Besucher die Papstgemächer durchwandern. Die Fresken im zentralen Apollosaal sind von 1547/48. In den Fresken sind Götter des römischen Olymps und auch Groteskenornamente dargestellt. Die Grotesken wurden kurz davor im Domus Aurea entdeckt. Ich werde in den nächsten Tagen darauf zurückkommen.

 

Rom – der Trevi- und Vierströmebrunnen – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Foto, Reiseberichte, Rom, Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 12. Mai 2015

Endlich schaffe ich es wieder, unsere Romfotos und meine Zeichnungen zu sortieren.

 

Der Trevi Brunnen im Bau (c) Foto von Susanne Haun

Der Trevi Brunnen im Bau (c) Foto von Susanne Haun

 

Der Trevibrunnen ist der populärste und mit rund 26 Meter Höhe und rund 50 Meter Breite größte Brunnen Roms. Leider wird er zur Zeit restauriert und die Menschenmengen drängten sich um die Baustellensicherung und standen meterlang an, um auf dem Steg über das trockene Brunnenbecken zu laufen. Wir haben uns das geschenkt und uns das Spektakel von weitem angeschaut und Münzen in das trockene Brunnenbecken geworfen. Ein Volksglaube sagt, dass es Glück bringe, Münzen über die Schulter in den Brunnen zu werfen. Eine Münze führe zu einer sicheren Rückkehr nach Rom, zwei Münzen dazu, dass der Werfende sich in einen Römer oder eine Römerin verliebe, drei Münzen würden zu einer Heirat mit der entsprechenden Person führen.
Der Vierströmebrunnen, (ital.: Fontana dei Quattro Fiumi) wurde von Papst Innozenz X. in Auftrag gegeben und von Gian Lorenzo Bernini in den Jahren 1648–51 in der Mitte der Piazza Navona in Rom erbaut. Es war so voll auf der Piazzaa Navona, dass wir kaum den Brunnen erkennen konnten.

Am Vierströmebrunnen (c) Foto von M.Fanke

Am Vierströmebrunnen (c) Foto von M.Fanke

Im Zeitalter der „schnellen Fotos“ kann man an einem Tag schnell mal 365 Fotos (ich) und 137 Fotos (Micha) fotografieren. Ich bin haltloser, ich drücke auf den Auslöser, sobald mir etwas nur ansatzweise interessant erscheint. Je aufgeregter ich bin, desto mehr fotografiere ich. Als ob ich Angst habe, etwas von den Eindrücken zu vergessen. Micha ist konzentriert und überlegt sich jedes Foto genau. So haben wir immer eine interessante Mischung.

Rom (c) Zeichnung von Susanne Haun

Rom (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Das Zeichnen zwingt mich zum bewußteren Handeln, ich überlege eher, was ich zeichne als was ich fotografiere. Micha kann mich irgendwo absetzen und ich beobachte, zeichne, träume und nehme die Atmosphäre auf. Manchmal ist mir das Laufen an solche überfüllten Orten einfach zu anstrengend. Gut, dass ich ein gutes Teleobjektiv für mein Fotoapparat besitze, es dient mir auch als Fernglas, um besser zu erkennen.

 

Frühling in Rom – Susanne Haun

Posted in Landschaft, Reiseberichte, Rom, Zeichnung by Susanne Haun on 1. Mai 2015

In Rom begann der Frühling schon Anfang April.

 Villa Borghese Susanne Haun zeichnet (c) Foto von M.Fanke

Villa Borghese Susanne Haun zeichnet (c) Foto von M.Fanke

Auch wenn während unseres Aufenthalts in Rom meistenteils schlechtes Wetter war, haben wir wenigstens einen Tag die Sonne genossen. Diesen Tag haben wir unter anderm im Park der Villa Borghese verbracht. Der Park ist 5 km² groß und ist nach den vielen Menschen in Rom eine Erholung.

Bei schönem Wetter draußen in einer fremden Stadt zeichnen ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen.

 

Villa Borghese (c) Zeichnung von Susanne Haun

Villa Borghese (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Der Titusbogen im Forum Romanum – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Architektur, Geschichte, Kunstgeschichte, Reiseberichte, Rom, Zeichnung by Susanne Haun on 29. April 2015

Wir waren an mehreren Tagen am Titusbogen im Forum Romanum aber nur am ersten Tag schien die Sonne und der Himmel präsentierte uns ein tiefes Blau.

Der Titusbogen - Eingang zum Forum Romanum (c) Foto von M.Fanke

Der Titusbogen – Eingang zum Forum Romanum (c) Foto von M.Fanke

Die restlichen Tage waren Wolken verhangen und es regnete und regnete und regnete.

Der Titusbogen war der Anlaß für unseren Rombesuch. Über das Relief der linken Innenseite werde ich meine Hausarbeit zur Alten Geschichte schreiben. Ich sitze faktisch schon in den Startlöschern aber ich muß noch zwei Kapitel meiner Hausarbeit zu Descartes schreiben.

Relief der linken Innenseite des Titusbogen  (c) Foto von Susanne Haun

Relief der linken Innenseite des Titusbogen (c) Foto von Susanne Haun

Ich finde es erstaunlich, dass das Relief von verschiedenen Betrachtungswinkeln unterschiedlich zerstört wirkt.  Ich habe es gefühlte 1.001 mal fotografiert. Leider geschah kein Wunder und so blieb die Zerstörung des Reliefs erhalten, so lange ich auch hinaufschaute und es fotografierte.

Wie immer nähere ich mich meinem Thema mit der Zeichnung.

Titusbogen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Titusbogen (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Die Inschrift über dem Bogen lautet:

SENATVS
POPVLVSQUE ROMANVS
DIVO TITO DIVI VESPASIANI F(ilio)
VESPASIANO AVGVSTO

Der Senat und das römische Volk (haben diesen Bogen errichtet)
dem vergöttlichten Titus,
dem Sohn des vergöttlichten Vespasianus Augustus.

 

 

 

Rom – Pantheon – Susanne Haun

Posted in Architektur, Reiseberichte, Rom, Zeichnung by Susanne Haun on 24. April 2015

Das Pantheon gehört zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Roms.

Pathoen (c) Foto von M.Fanke

Pathoen (c) Foto von M.Fanke

 

Pathoen (c) Foto von Susanne Haun

Pathoen (c) Foto von Susanne Haun

 

Es ist ein Heiligtum für alle Götter, das der Schwiegersohn des  Augustus in der ersten Version erbauen ließ. 80 n.Chr. brannte das Pantheon nieder und wurde von Kaiser Hadrian 125 n.Chr. mit Abweichungen vom alten Konzept wieder errichtet. „Das Patheon repräsentiert das Idealkonzept eines überkuppelten Rundbaus: Grundrissdurchmesser und Schetelhöhe der Kuppel sind mit etwas 43.30 Meter identisch dimensioniert“.²

Das Bauwerk ist beeindruckend und die Atmosphäre der vergangenen Jahrhunderte ist spürbar.

Natürlich war es wieder sehr voll! Aber die Menschen verloren sich auch ein wenig im Inneren des Bauwerks.

 

Im Patheon entdeckte ich auch die „Panorama-Funktion“ meiner Handy Kamera.

 

 Das Innere des Patheon (c) Panorama Handy Foto von Susanne Haun

Das Innere des Patheon (c) Panorama Handy Foto von Susanne Haun

 

 Das Innere des Patheon (c) Panorama Handy Foto von Susanne Haun

Das Innere des Patheon (c) Panorama Handy Foto von Susanne Haun

 

Als ich vor dem Schreiben dieses Blog-Artikels meine Rom Zeichnungen betrachtete und eine Auswahl traf, musste ich an Morandi denken. Der italienische Maler und Grafiker Morandi ist vor allem für seine Stillleben bekannt, in denen er dieselben Kannen und Vasen immer wieder zeichnete, radierte und malte.

Ich zeichnete in Rom Skulpturen, Skulpturen und nochmal Skulpturen und hatte ernorme Freude daran und auch ein wenig den Schalk im Nacken, denn ich ergänzte die Zeichnungen mit Widderhörner. Warum? Ich fand, ich müsste einmal ein wenig variieren.

 

Patheon und der Widder (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Patheon und der Widder (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Das Patheon ist unerhört groß und nicht auf ein Foto zu bannen. Ich habe mich auf einer der auf dem unteren Foto zu sehenden Bank gesetzt und geschaut und die Baulichkeit auf mich wirken lassen. Wenn ich schon beeindruckt war, wie wirkte es wohl auf die Menschen der Antike.

 

Das Innere des Pathoen (c) Foto von M.Fanke

Das Innere des Pathoen (c) Foto von M.Fanke

 

 

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² Reclams Städteführer Architektur und Kunst Rom, Stuttgart 2008, S.107

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