Rom – die Engelsburg – Zeichnung von Susanne Haun

Schon immer wollte ich auf die Engelsburg – das Castel S. Angelo.

Die Engelsburg (c) Foto von M.Fanke
Die Engelsburg (c) Foto von M.Fanke

 

Spätestens seit dem Film „Illuminati“ haben viele Erdenbürger eine Vorstellung von der Architektur der Engelsburg und des Vatikans. Ich habe mir eigentlich vorgenommen, den Film nur wegen den Rominspirationen nochmals zu schauen.

Für mich war die Engelsburg ein Engel-Eldorado 🙂

 

Engel der Engelsburg (c) Zeichnung von Susanne Haun
Engel der Engelsburg (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Eigentlich wurde die Burg als Mausoleum für Kaiser Hadria (76 – 138) gebaut. Das Problem der historischen Überlagerung von Epochen ist in der Engelsburg deutlich sichtbar. 1277 baute Papst Nikolaus III. einen Fluchtweg, der die vatikanischen Paläste mit der Engelsburg verband. Die Engelsburg diente auch bis in die Napoleonischen Zeit immer wieder als Gefängnis.

 

Die prächtigen Gemächer der Päpste in der Engelsburg (c) Foto von M. Fanke
Die prächtigen Gemächer der Päpste in der Engelsburg (c) Foto von M. Fanke

 

Im mittleren Gebäudetrakt kann der Besucher die Papstgemächer durchwandern. Die Fresken im zentralen Apollosaal sind von 1547/48. In den Fresken sind Götter des römischen Olymps und auch Groteskenornamente dargestellt. Die Grotesken wurden kurz davor im Domus Aurea entdeckt. Ich werde in den nächsten Tagen darauf zurückkommen.

 

6 comments

    1. Gerne, Carlo. Ich spreche leider kein italienisch. Aber ich habe deine Worte trotzdem verstanden.
      You are welcom, Carlo. I don’t speak italian, sorry. But I understand you words.
      Einen schönen Tag von Susanne

  1. „O wie fühl ich in Rom mich so froh, gedenk ich der Zeiten,
    Da mich ein graulicher Tag hinten im Norden umfing,
    Trübe der Himmel und schwer auf meine Scheitel sich senkte,
    Farb- und gestaltlos die Welt um den Ermatteten lag,
    Und ich über mein Ich, des unbefriedigten Geistes
    Düstre Wege zu spähn, still in Betrachtung versank.
    Nun umleuchtet der Glanz des helleren Äthers die Stirne.
    Phöbus rufet, der Gott, Formen und Farben hervor.
    Sternhell glänzet die Nacht, sie klingt von weichen Gesängen,
    Und mir leuchtet der Mond heller als nordischer Tag.
    Welche Seligkeit ward mir Sterblichem! Träum ich? Empfänget
    Dein ambrosisches Haus, Jupiter Vater, den Gast?
    Ach, hier lieg ich und strecke nach deinen Knieen die Hände
    Flehend aus. O vernimm, Jupiter Xenius, mich!
    Wie ich hereingekommen, ich kanns nicht sagen: es faßte
    Hebe den Wandrer und zog mich in die Hallen heran.
    Hast du ihr einen Heroen herauf zu führen geboten?
    Irrte die Schöne? Vergib! Laß mir des Irrtums Gewinn!
    Deine Tochter Fortuna, sie auch! die herrlichsten Gaben
    Teilt als ein Mädchen sie aus, wie es die Laune gebeut.
    Bist du der wirtliche Gott? O dann so verstoße den Gastfreund
    Nicht von deinem Olymp wieder zur Erde hinab!
    »Dichter! Wohin versteigest du dich?« – Vergib mir: der hohe
    Kapitolinische Berg ist dir ein zweiter Olymp.
    Dulde mich, Jupiter, hier, und Hermes führe mich später
    Cestius Mal vorbei, leise zum Orkus hinab…“

Kommentar verfassen