Susanne Haun

Noch ein Zeichenfüller für den unglaublichen Ausblick von der Halsalm zum Hintersee – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Berchtesgadener Land, Landschaft, Reiseberichte, Zeichnung by Susanne Haun on 17. Juli 2017

 

Den letzten Tag im Berchtesgadener Land nutzten wir für einen Spaziergang zur Halsalm am Hintersee, siehe hier die Beschreibung vom Naturpark. Wir wurden mit phantastischen Ausblicken belohnt.

 

Halsarm - Berchtesgadener Land (c) Zeichnung von Susanne Haun

Halsarm – Berchtesgadener Land (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Dann ist der Urlaub schon wieder vorbei – 6 Tage Berchtesgadener Land, von dem Tag Salzburg, den wir uns dazwischen gegönnt haben, berichte ich ein anderes Mal.

Berchtesgaden (Stadt) besitzt einen ausgesprochen guten Schreibwarenladen und ich konnte in Ruhe die Auswahl an Füller probieren. Schliesslich entschied ich mich als Ergänzung zu meinem Rotring Artpen mit Zeichenfeder für ein Parallel Pen 1.5 mm – F (Kalligraphie-Füller siehe hier). Seine Spitze besteht aus schwei parallele Schreibplättchen und sie kann dünne und dicke Linien zeichnen. Ihr seht den Unterschied gut bei den heute eingestellten Zeichnungen.

Ich denke nicht, dass der neue Füller mein Standardfüller wird, der Artpen und ich sind einfach schon miteinander verwachsen und ich weiss genau, was ich von ihm zu halten habe.

 

 

Almbachklamm und die Eiskapelle am Königssee – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Berchtesgadener Land, Landschaft, Reiseberichte, Zeichnung by Susanne Haun on 14. Juli 2017

 

Ein wenig muss ich in mich gehen, um mir die Stimmung der Berge wieder hervorzurufen. Es sind nun schon zwei Wochen seit der kurzen Stipvisite in den Bergen vergangen.

Die Almbachklamm in Marktschellenberg im Berchtesgadener Land habe ich schon mehrfach besucht. Auf dem Folder der Klamm wird mit wildromantischen Augenblicken und Wasserfällen geworben. Das stimmt auf jeden Fall, jedoch teilt man diese Augenblicke mit Hunderten anderen. Erst, wenn man sich für den Rückweg für einen etwas anstrengenden Weg, parallel zur Klamm entscheidet, lichten sich die Massen und man ist alleine.

 

 

Schönau am Königssee ist für mich die scheußlichste Ortschaft im Berchtesgadener Land. Vom Parkplatz zum Königssee ein einziger bayrischer Jahrmarkt. Ein Ticket für die Tour nach St. Bartholomä ist trotz der Massen schnell zu kaufen. Die Elektroboote sind überfüllt und wir sitzen Knie an Knie, Schulter an Schulter und kämpfen um den besten Blick. An zeichnen ist gar nicht zu denken. Weiter als St. Bartholomä bin ich noch nie gefahren. Mich interessiert von dort die Wanderung in das Massiv des Watzmanns zur Eiskapelle. Hier findet ihr eine Beschreibung des Weges von St. Bartholomä zur Eiskapelle vom Naturpark. Je weiter wir vom Schiffsanleger entfernt sind, desto ruhiger wird es, hier trifft man die Wandertouristen, man grüßt sich und tauscht Erfahrungen aus. Mit richtigem Schuhwerk ist die Strecke gut zu laufen, selbst für mich.

 

 

Auf beiden Touren habe ich wenig gezeichnet, meine Kraft brauchte ich zum Laufen und Festhalten.

 

 

Ich sehe in den Bergen überall Brüche, Wege, Gefahr und Schönheit und mag besonders das Wechselspiel zwischen Schöneheit, Erhabenheit und Gefahr. Jürgen ist gerade mit seinem Wohnmobil im Berchtesgadener Land und Allgäu (siehe hier) und empfindet es als zu schön. Jürgen, vielleicht liegt das daran, dass ihr es aus dem Wohnmobilheraus betrachtet und wenig ins Land wandert? Ich bin wiedereinmal erstaunt, wie unterschiedlich daselbe Motiv gesehen wird.

 

Eine Woche in den Bergen – Das Berchtesgadener Land – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Berchtesgadener Land, Landschaft, Reiseberichte, Zeichnung by Susanne Haun on 12. Juli 2017

 

Letzte Woche waren wir in Oberau, Berchtesgaden.

Ich mag den Nationalpark Berchtesgaden und habe mich schon etwas erholt, jedoch ist eine Woche viel zu kurz. Ich hatte beinahe Streß, mich zu entscheiden, ob ich einfach dasitzen und die Berge betrachten sollte, zeichnen, laufen, lesen oder fotografieren?

 

 

Lange habe ich den Watzmann – meine heimliche Leidenschaft – nicht besucht. Es gehörte einmal zu meinen Plänen, die Watzmann Ostwand zu steigen und ich trainierte auch schon fleißig darauf zu. Manche Pläne in seinem Leben kann man aus den einen oder anderen Gründen nicht realisieren, der Watzmann gehört zu diesen meinen Plänen, die ich aufgeben musste.

 

 

 

Salzkristalle aus Bayern – Beute von der ITB Berlin – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berlin, Landschaft, Reiseberichte, Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 15. März 2017

 

Am Wochenende waren wir auf der ITB, wir tun uns die Menschenmengen der Messe jedes Jahr an und jedes Jahr werden wir versierter.

Messegelände Berlin - ITB - Foto von Susanne Haun

Messegelände Berlin – ITB – Foto von Susanne Haun

 

Schon am Morgen habe ich mir die Hallen der drei Regionen aufgeschrieben, die wir besuchen wollten: Südafrika, Sizilien und Berchtesgardener Land. Wir haben auch nur diese drei Regionen besucht. Ich frage dort immer nach „Geheimtipps“, wir haben vor allem vor 2 Jahren in Portugal mit diesen Tipps große Entdeckungen fernab der üblichen Touristenrouten gemacht.

In Bayern konnte sich der Besucher Salzkristalle mit nach Hause nehmen. Diese Kristalle leuchten durchsichtig in der Sonne und am Sonntag schien die Sonne extrem hell auf meinen Arbeitstisch und so konnte ich immer wieder neue Kombinationen der Steine und vor allem der Schatten zeichnen. Das hat mir soviel Spaß gemacht, dass ich es auch filmisch festgehalten habe. Anna-Maria Weber, die mich ans Filmen herangeführt hat, wird ihren Kopf über diese Improvisation schütteln. Ich wollte den Schatten der Steine und habe deshalb auf besseres Licht verzichtet. Die winterliche Nachmichtagssonne, die im vierten Stock in mein Atelier schien, färbte alles golden.

 

 

Der Film zu meiner Arbeit mit den Bergkristallen ist improvisiert, aus der Stimmung und Freude mit den Bergkristallen aufgenommen. Ich hatte nicht geplant, die Kristalle zu zeichnen oder auch zu filmen.

 

 

Ein Gefühl von Ehrfurcht – chinesische Berge – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 15. Oktober 2016

Den Chinesen wird von klein auf Ehrfurcht vor den Vorfahren beigebracht. So ist es selbst bei anerkannten Künstlern normal, dass sie berühmte Bilder kopieren und das sie glauben, viel von ihren Vorfahren lernen zu müssen. Sie erweisen ihren Meistern damit ihre Hochachtung.

In unserer westlichen Kultur ist das anders. In meinen Workshops halte ich meine Schülerinnen ebenfalls dazu an, alte Meister zu kopieren. Jedoch sage ich auch immer dazu, dass diese Kopien in die Schreibtischschublade verschwinden sollten. Sie dürfen nicht ausgestellt oder gar mit dem eigenen Namen signiert werden. Um Farben zu lernen habe ich viel von Klee kopiert. Um zeichnen zu lernen habe ich Dürer, Michelangelo und Schiele und viele chinesische Meister kopiert. Als meine Schubladen voll waren, habe ich die meisten dieser Kopien weggeschmissen. Nur einige Kopien liegen noch in einer Schublade und da mein Platz immer begrenzter wird, werde ich mich bald von ihnen trennen.

Mit den heutigen Landschaften habe ich mich frei gemalt. Ich habe den Pinsel gleiten lassen und auf starke Kontraste gesetzt. Dabei habe ich auf meine langjährige Erfahrung gesetzt.

 


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Quelle: Wang Jia Nan, Cai Xiaoli, Dawn Young, Die Fernöstliche Tuschemalerei, Kapitel Die Bedeutung der Tusche, München 1998, S. 104 – 105.

Berge zeichnen im Stil der chinesischen Tuschemalerei – Susanne Haun

Posted in Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 14. Oktober 2016

 

Das chinesische Zeichen für Landschaft – shanshui – bedeutet wörtlich „Berg/Wasser“.

 

Chinesische Berge - 24 x 32 cm sumi - e Papier (c) Zeichnung von Susanne Haun

Chinesische Berge – 24 x 32 cm sumi – e Papier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Die chinesische Landschaftsmalerei besteht auch im wesentlichen aus den Elementen Berg und Wasser, als Schmuck werden die Bäume hinzugefügt. Es geht in der chinesischen Malerei nicht primär um die Darstellung der Natur sondern die Beziehung zwischen Mensch und Natur zeigen.

Chinesische Studenten skizzieren in der Natur und fügen im Atelier die Elemente zusammen, die dem Werk größtmöglichen Nachdruck verleihen. Genau das gefällt mir an der chinesischen Tuschemalerei und ich habe es nicht nur in dieser Art der Malerei praktiziert sondern auch in meine Zeichnungen übernommen.

Bei der Arbeit habe ich festgestellt, dass die gezeichneten Alpen nicht richtig aussehen. Zur chinesischen Tuschemalerei gehören auch chinesische Berge. Die Alpen zeichne ich doch lieber in meiner Art zu zeichnen. Auch der große Stempel passt nicht zu den Bergen, das Format 24 x 32 cm ist dafür einfach zu klein.

 

 

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Quelle: Wang Jia Nan, Cai Xiaoli, Dawn Young, Die Fernöstliche Tuschemalerei, Kapitel Die Bedeutung der Tusche, München 1998, S. 104.

Der Klang des Windes – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Ferne - F.L.Arnold, Illustration, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 29. September 2016

 

„… wie leer die Räume waren. Wie unerträglich der Klang des Windes wurde ….
und das Fehlen vertrauter Stimmen und Klänge bloßlegte.“²

 

Der Klang des Windes - 30 x 40 cm - Tusche auf Aquarellkarton  (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Klang des Windes – 30 x 40 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

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²Florian L. Arnold, „Die Ferne“, Mirabilis Verlag, Klipphausen/Miltitz 2016, S. 51.

Mimi am unteren Rand und ein grausames Wort – Collage von Susanne Haun

Posted in Collage, Zeichnung by Susanne Haun on 22. August 2014

Ich mag die Berge. Sie sind majestätisch und beim Erklimmen derselben laufen Gedankenspiele in meinem Kopf ab.

Die Blätter 15 und 16 sind Anfang 2013 entstanden und enthalten die im Müll gefundenen Urlaubsfotos von mir zwei unbekannten Mädchen.

Blatt 16 - Die Zeit rollt vom Berg - 25 x 25 cm - Zeichnerische Fotocollage von Susanne Haun

Blatt 16 – Die Zeit rollt vom Berg – 25 x 25 cm – Zeichnerische Fotocollage von Susanne Haun

Meine Gedankenspiele zum vor kurzem entstandene Blatt 33 laufen etwas so ab:

Ein Foto zeigt eine Tischgesellschaft so, wie ich es auch ähnlich in den Fotoalbem meiner Oma oder Eltern schon gefunden habe. Draußen war gutes Licht zum fotografieren, wenige besaßen ein Blitzlicht und so musste das Tageslicht genutzt werden. Die Umgebung kann ich grob mit weißer Farbe eliminieren. „Eliminiert“ ist ein grausames Wort, so grausam und grob wie ich mit der weißen Farbe um die Köpfe der Gesellschaft gefahren bin.

Blatt 33 - Mimi am unteren Rand des Berges - 25 x 25 cm - Collage von Susanne Haun

Blatt 33 – Mimi am unteren Rand des Berges – 25 x 25 cm – Collage von Susanne Haun

Eliminieren geht auf entfernen zurück. Bei allen Collagen entferne ich Dinge und erstelle neue Zusammenhänge. Es ist dabei unerheblich, ob ich wegschneide oder mit weißer Farbe übermale. Eliminieren soll lt. Duden zu den am häufigsten, falsch geschriebenen Wörtern gehören. Interessant.

Mimi ist übrigens das Kaninchen auf Blatt 33 im rechten unteren Bildrand. Es beobachtet und wundert sich über die Tischgesellschaft! Was für eine seltsame Sitte, am Tisch zu sitzen! Und welch ein Genuß! Kuchen und Kaffee in Gesellschaft, vielleicht auch noch bei Sonnenschein!

Sehnsuchtsbergbild oder Österreich verkehrt herum – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Februar 2012

Seit zwei Jahren kann der Kunstliebhaber meine Arbeiten in der Turmgalerie in Imst in Tirol Österreich finden.

Ich mag die Berge Tirols sehr, die zerklüfteten Wände und majestetischen Bergspitzen. Ingrid Thurner hat seit einiger Zeit ein iPad und fotografiert seither ihre Umgebung und zeigt die Fotos in Facebook. So wuchs meine Sehnsucht nach den Bergen und es entstand in den letzten Tagen ein
Sehnsuchtsbergbild.

Sehnsuchtsberg (c) Zeichnung von Susanne Haun - 50 x 70 cm - Tusche auf Bütten

Sehnsuchtsberg (c) Zeichnung von Susanne Haun - 50 x 70 cm - Tusche auf Bütten

Was ich dabei sehr faszinierend fand ist, dass ich in der ersten Stufe das Bild auch auf den Kopf drehen konnte und es einen genauso harmonischen und guten Eindruck machte wie richtig herum!

Sehnsuchtsberg verkehrt herum (c) Zeichnung von Susanne Haun

Sehnsuchtsberg verkehrt herum (c) Zeichnung von Susanne Haun

Bei dieser Zeichnung habe ich zwischen den einzelnen Schritten das Bild viel betrachtet und mich dann entschieden, wie ich weiter verfahren soll. Die Fotos von Ingrid haben mich nur angeregt, aber ich habe kein Abbild geschaffen sondern die Berge, Wege, Steine und Häuser so gesetzt wie ich sie mir gerade erträumt habe.
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Österreich verkehrt herum – Zeichnung von Susanne Haun

Kühe auf der Weide – Skizzen und Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 2. Oktober 2011

Die Berge und das Läuten von Kuhglocken gehören zusammen und vermitteln ein Gefühl  von Heidi und dem Geißenpeter.

Mein Sohn und ich sind eine Woche der Herbstferien in den Allgäu eingeladen und geniessen die Berge und Almen. Der Name Alb bedeutet althochdeutschen Berg, Bergwiese  und gäu (göu) mittelhochdeutschen Landschaft, Gegend. Der Allgäu wird seinem Namen gerecht.

Ich :-) und meine Modelle - Foto von Susanne Haun

Ich 🙂 und meine Modelle - Foto von Susanne Haun

Die Kühe freuten sich sehr, mich zu sehen und fanden meine Arbeit interessant. Sie kamen freudig an und posierten freundlich.

Mit den Skizzen und den Blick vom Balkon auf die Kühe nutzte ich den erwachenden Tag und zeichnete meine Lieblingskuh.

Kuh - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 17 x 22 cm

Kuh - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 17 x 22 cm

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