Galerie Orange, Herthaplatz 6. 13156 Berlin (c) Elke Flauss

In Tuschelinien träumen – Ausstellung Susanne Haun in der Galerie Orange

In Tuschelinien träumen – Ausstellung:
Susanne Haun in der Galerie Orange

Freitag, den 29. April 2022, 18 – 21 Uhr

Ausstellungsdauer: 29. April – 26. Juni 2022

Es werden Tuschezeichnungen unterschiedlichster Größe auf unterschiedlichstem Material von Susanne Haun gezeigt.

Die Galerie Orange ist eine sehr schöne alteingesessene Galerie in Berlin Pankow am Herthaplatz. Gerade hat ein Generationswechsel stattgefunden, die Hauptverantwortung ist von der Mutter zur Tochter übergegangen. Mutter Elke und Tochter Atnje waren bei mir zum Linolschnitt Workshop in der Graphothek Berlin. So haben wir uns kennengelernt.

Ich freue mich auf die Ausstellung

Im Januar habe ich die beiden dann in ihrer Galerie besucht und bei einem herzlichen intensiven Gespräch, haben wir die Ausstellung meine Zeichnungen unter dem Titel In Tuschelinien träumen in der Galerie Orange geplant. Als Titel-Zeichnung für die Ausstellung habe ich mich zu meiner Marderfrau entschieden.

Hahn und Henne, Gemälde von Susanne Haun, Acryl und Tusche auf Leinwand (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Die neue Männlichkeit: Vater und Kind – Gemälde von Susanne Haun

Susanne Haun in der Pariser Galerie Singulart

Vater und Kind, die neue Männlichkeit, 2022, von Susanne Haun, Acryl auf Leinwand,100x70cm

Das Männerbild in Deutschland hat sich in den letzten 50 Jahren geändert. Männer können gleichgeschlechtliche Ehen führen. Männer wünschen sich unabhängige, selbstständige Partnerinnen bzw. Partner. Paare teilen Aufgaben und Verantwortung, die ein gemeinsamer Haushalt und Kinder mit sich bringen. Hausmänner werden akzeptiert und sind häufiger zu finden. Es gibt von der sozialen Konnotation immer seltener typisch männlich und typisch weiblich. Haun wählte deshalb für das hier gezeigte Kunstwerk rosa und violetten Farbtöne aus. Der dargestellte Vater drückt sein Kind an sich, er präsentiert das Kind und seine familiären Fähigkeiten der Welt. Vater und Kind zeigen Bewegung und Emanzipation vom klassischen Männerbild. Hauns modernes Männerbild sieht diesen emanzipierten Mann, der im Umgang mit Kindern genauso versiert ist wie im Haushalt. Männer können öffentlich Sensibilität und Fürsorge ausstrahlen und gemeinsam Kinder groß ziehen.

Der Nachgedanke in Grün - Akt, 190 x 158 cm, Acryl und Tusche auf Leinwand, 2005, Gemaelde von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Der Nachgedanke in Grün – Gemälde von Susanne Haun

Gemälde von Susanne Haun

Der Nachgedanke in Grün – Akt, 190 x 158 cm, Acryl und Tusche auf Leinwand, 2005

Haun zeigt uns ein androgynes Wesen, das in ihrer Nacktheit auf einer Decke liegt, mit der einen Hand das Geschlecht bedeckt und mit der anderen Hand den Kopf abstützt. Die Künstlerin hat verschiedene Grüntöne verwendet, grün, die Farbe der Hoffnung und des Frühlings. Es ist nicht klar, ob die Figur im Gras oder auf einer Karo Decke liegt. Sie blickt versonnen in die Ferne und hängt ihren Träumen nach. Der Duktus ist klar erkennbar und die sparsam gesetzten Tuschelinien vermitteln dem Kunstwerk bewegung. Die Leinwand ist nicht auf einem Keilrahmen gespannt, kann aber durch die in die Leinwand integrierten Hängevorrichtung (jeweils ein Kupferrohr oben und unten) sofort frei schwebend gehängt werden.

Susanne Haun bei der Pariser Galerie Singulart

Tagebucheintrag 29.01.2022, Mohn schaut in die Welt, 20 x 15 cm, Buntstift und Tinte auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Tagebucheintragungen Jan. 22: Wasser fliesst überall – Zeichnung von Susanne Haun

Zeichnungen / Notizen / Tagebucheintragungen von Susanne Haun

Mohn

Mohn an sich impliziert schon „Kitsch“. Trotzdem finde ich ihn darstellungswert. Er ist so filigran und zeigt soviele Linien, dass es mir immer wieder Freude macht, ihn zu zeichnen.

Tagebucheintrag 31.01.2022, Vesuv 4 entgegen, 20 x 15 cm, Buntstift und Tinte auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022.jpg

Tagebucheintragungen Januar 22: Am Vesuv – Zeichnung von Susanne Haun

Zeichnungen / Notizen / Tagebucheintragungen von Susanne Haun

Interpretation von Skulpturen

Es ist schon etwas her, 2019, da waren wir in Pompei. Siehe hier meinen Reisebericht zu unserem Aufenthalt (-> Klick). Ihr könnt euch denken, wieviele Fotos wir dort aufnahmen und wie gerne ich mir die Fotos in dieser Zeit, in der das Reisen so schwierig geworden ist, sehnsuchtsvoll anschaue.
Eines diente mir hier als Inspirationsquelle. Ich habe die Statue bewegt und ihr Leben eingehaucht!

Ausschnitt Tri Tra Trullala, 24 x 37 cm cm, Marker auf Brockhaus, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Projekt ohne Namen – Tri Tra Trulala – Zeichnung von Susanne Haun

(c) Projekt ohne Namen mit Jürgen Küster, Buchalov und Susanne Haun

Jürgen antwortet mit Stillstand

#77
S: „Eine Runde drehen ist wie …“
J: “… im Kreis gehen, Stillstand?”

Jürgen fragte sich, was für mich eine Runde drehen bedeutet.

Grundsätzlich ist für mich eine Runde drehen ein Synoniem für Spaziergang. Meine Eltern nannten den Spaziergang schon so. Eine Runde drehen ist für mich durch und durch positiv.

Ich kann in Bewegung sehr gut denken.
Beim Laufen lasse ich den Tag und meine Gedanken an mir vorüberziehen,
mache Pläne,
entwickle Ideen, verwerfe Ideen, modifiziere Ideen,
finde Lösungen, verwerfe Lösungen.
Ich lege Reihenfolgen fest, die ich nicht einhalte.
Lasse den Streß von mir abfallen.
Erfreue mich am Grün.
Frage mich, warum Autos so laut sind.
Freue mich, wenn ich jemanden treffe.

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