Susanne Haun

Was bei der Ausstellungsplanung alles zu beachten ist (5) – Die Einladungskarte – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Roddahn, Zeichnung by Susanne Haun on 15. Juli 2015

Die Einladungskarte für die Aussstellungseröffnung ist ein wichtiges Element, um potentielle Besucher zu interessieren.

Deshalb lege ich  sehr viel Wert auf einen sprechenden Titel (siehe hier) und ein aussagefähiges Bild. Dabei finde ich es besser, ein gutes Bild auszuwählen als eine Postkarte mit vielen kleinen Bildern zu bestücken.

Mit dem Bild und dem Titel wird eine Verknüpfung, ein Wiedererkennungswert zu Ausstellung hergestellt. Es ist wichtig, dass das Einladungsbild auch einen guten Platz in der Ausstellung erhält.

Vorderseite

Einladung Sprachspiel Zeichnung - Ausstellung Zeichnungen von Susanne Haun in Roddahn

Einladung Sprachspiel Zeichnung – Ausstellung Zeichnungen von Susanne Haun in Roddahn

Rückseite

Einladung Sprachspiel Zeichnung - Ausstellung Zeichnungen von Susanne Haun in Roddahn

Einladung Sprachspiel Zeichnung – Ausstellung Zeichnungen von Susanne Haun in Roddahn

Wichtig ist es, alle notwendigen Informationen gut sichtbar zu platzieren. Ich lasse die Karte auch immer korrekturlesen, um Fehler zu vermeiden. Selbst dann schleichen scih ab und an kleine Fehler in die Einladungskarte. Ich hoffe, dieses mal ist alles korrekt.

Ich lasse die Einladungskarte in der Regel bei druckdiscount24 drucken. Ich kann die Einladungskarte als jpg-File bequem online in die Druckerei senden und bekomme meine Karten per ups ins Haus gesandt. Der Liefertermin für die Einladungskarte ist zwischen dem 20. und 21. Juli. Ich freue mich auf die Karte, ein wenig Angst habe ich immer, dass sich doch ein Fehler eingeschlichen hat. Leicht passiert es, den Beschneiderand zu knapp zu setzen oder nicht im korrekten Farbraum zu arbeiten.

Was bei der Ausstellungsplanung alles zu beachten ist:

Erste Gespräche

Die Ortsbesichtigung

Der Titel

Das Konzept

Was bei der Ausstellungsplanung alles zu beachten ist (3) – Der Titel – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Philosophie, Roddahn, Zeichnung by Susanne Haun on 6. Juli 2015

Der Titel ist mit der Zeichnung der Einladungskarte das Aushängeschild für die Ausstellung.

Ich nehme mir grundsätzlich viel Zeit für den Titel und schreibe Zettel. Ich denke, der Titel sollte knapp auf meine Zeichungen und den Ausstellungsort referieren.

Wittgenstein schreib in seinen philosophischen Untersuchungen §17 in Schriften 1
„Eine Sprache vorstellen heißt, sich eine Lebensform vorstellen.“²

Dieses Zitat ist auf einen der Notizzettel, die ich zum Titel erstellt habe, zu lesen.

Titel - Überlegungen (c) Susanne Haun

Titel – Überlegungen (c) Susanne Haun

 

In der Kirche gibt es viele Zeichen, die wir automatisch deuten. Den meisten von uns ist die christliche Ikonografie bekannt. Wir erkennen Abbildungen von Jesus und wir erkennen, ein Gebäude, wenn wir es sehen, als Kirche. Die Roddahner Kirche offenbart sich erst im Inneren als solche. Ich setze meine Zeichen – Zeichnungen – dazwischen, mitten in den Raum und korrespondiere so mit der schon im Raum befindlichen Ikonografie.

Titel - Überlegungen (c) Susanne Haun

Titel – Überlegungen (c) Susanne Haun

 

Am Ende meiner Überlegungen lege ich den Titel der Ausstellung fest:

Sprachspiel –> ZEICHnung

Sobald ich mich mit dem Veranstalter, dem Arbeitskreis Offene Kirche Roddahn e.V. auf das Datum der Ausstellungseröffnung geeinigt habe, kann ich die Einladungskarte entwerfen.

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²Wittgenstein, Ludwig: Philosophische Untersuchungen §17, in Schriften 1, Frankfurt 1969, S. 296

Was bei der Ausstellungsplanung alles zu beachten ist (2) – Die Ortsbesichtigung – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Roddahn by Susanne Haun on 26. Juni 2015

Gestern war ich mit meiner Kuratorin Nina Alice Schuchardt verabredet, um meinen nächsten Ausstellungsort, die historische Kirche in Roddahn, zu besichtigen.

Die Kirche ist doch größer als ich vom Foto dachte (siehe hier). Könnt ihr mich unten klein auf der Treppe sitzend sehen?

 

Die Roddahner spätbarocke Saalkirche (c) Foto von Nina Alice Schuchardt

Die Roddahner spätbarocke Saalkirche (c) Foto von Nina Alice Schuchardt

 

Mit einer Höhe von 4,77 Meter und den großen Fenstern ist sie nicht einfach zu bespielen. Nina und ich haben lange auf den Bänken gesessen und uns überlegt, wie und was wir von meinen Bildern hängen und wie wir Maggie und meine Glausobjekte platzieren können. Ich muß selber erst einmal ein paar Nächte darüber schlafen und überlegen.

Schienen und Einhänger für die Schnüre für die Bilder sind vorhanden und die Schnüre selber mit den Haken für die Bilder besitze ich für Ausstellungen selber.

 

Die Roddahner spätbarocke Saalkirche (c) Foto von Susanne Haun

Die Roddahner spätbarocke Saalkirche (c) Foto von Susanne Haun

Die Roddahner spätbarocke Saalkirche (c) Foto von Susanne Haun

Die Roddahner spätbarocke Saalkirche (c) Foto von Susanne Haun

 

Während der DDR Zeit sind die Bemalungen mit brauner- bis ockerfarbender Farbe übermalt worden. Auf dem ersten Bild ist das gut zu sehen. Während der Renovierung der 1798 gebauten Kirche wurde versucht, einige Malerei unter der Lackschicht zu retten. Der Arbeitskreis Offene Kirche Roddahn e.V. (siehe hier) versucht seit 2002 den Verfall der Kirche zu verhindern. Als „Offene Kirche“ wird diese spätbarocke Saalkirche jetzt kulturell genutzt. Veranstaltungen, Ausstellungen, Konzerte etc. bereichern das dörfliche Leben. Das nächste Projekt des Vereins ist die Wiederherstellung des Sockels.

 

Sockel der Roddahner spätbarocke Saalkirche (c) Foto von Susanne Haun

Sockel der Roddahner spätbarocke Saalkirche (c) Foto von Susanne Haun

 

Während Nina organisatorisches klärt, werde ich die ersten Entwürfe der Einladungskarte erstellen. Mit den Eindrücken des Tages bin ich gestern Abend ins Bett gegangen.

 

Vermessung historische Roddahner Kirche (c) Susanne Haun

Vermessung historische Roddahner Kirche (c) Susanne Haun

 

 

 

Was bei der Ausstellungsplanung alles zu beachten ist (1) – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Roddahn, Zeichnung by Susanne Haun on 6. Juni 2015

Ich habe lange nicht mehr in Berlin und Umgebung ausgestellt. Um so mehr  freute ich mich als die Kunsthistorikerin Nina Alice Schuchardt mir anbot, die historische Kirche in Roddahn zu bespielen.

Vorderansicht der Kirche Roddahn (c) Foto von Nina Alice Schuchardt

Vorderansicht der Kirche Roddahn (c) Foto von Nina Alice Schuchardt

Roddahn ist ein Ortsteil der Stadt Neustadt (Dosse) in Brandenburg und nicht zu verwechseln mit der Neustadt in Wittstock Dosse. So passierte es mir zuerst und ich habe ein völlig falsches Gefühl für die Entfernung erhalten.

Real ist die historische Kirche 1 1/2 Stunden mit dem Auto von meiner Haustür entfernt. Sie liegt im Berliner Speckgürtel und viele Roddahner arbeiten in Berlin.

Obwohl es sich nicht um eines jener Denkmale wie zum Beispiel den Kölner Dom handelt, die durch ihre Größe, ihren opulenten Formenreichtum, ihren internationalen Erkennungswert oder ihre umfangreiche Geschichte ein großes Publikum ansprechen, so ist sie doch ein in seiner Region besonderes Bauwerk, dass im kleinen viele jener Werte wie die Sichtbarmachung von Geschichte und identitätsstiftende Qualitäten offenbart, die wir auch an unseren bekannteren Denkmalen schätzen und die sie nicht nur für die Bewohner der Region sondern auch für andere historisch interessierte Betrachter interessant macht.“ schreibt Nina Alice Schuchardt in ihrem Text zur Denkmalpflege der Roddahner Kirche.

Der schlichte rechteckige Grundriss der Kirche kommt meinen Zeichnungen sehr entgegen,  8,86m mal 15,65m mißt die Grundfläche.

Die Kirche besitzt keine Heizung, so dass ich als Wunschtermin den Oktober ins Auge gefasst habe. Ich werde für die Ausstellungen altes und neues gemeinsam präsentieren. Nina Alice Schuchardt wird mir als Kuratorin zur Seite stehen. Als nächsten Schritt wollen wir den Termin festlegen und ich werde nach Roddahn fahren, um die Kirche auf mich wirken zu lassen.

Figuren des Völkerschlachtdenkmals und Abu Simbel – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Architektur, Zeichnung by Susanne Haun on 20. September 2014

Die riesigen Skulpturen und das Gebäude des Völkerschlachtdenkmals erinnerten mich an Abu Simbel in Ägypten.

 

Abu Simbel aus der Erinnerung  (c) Zeichnung von Susanne Haun

Abu Simbel aus der Erinnerung (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ägypten Abu Simbel 1988, Foto 1 (c) Foto von Susanne Haun

Ägypten Abu Simbel 1988, Foto 1 (c) Foto von Susanne Haun

 

Ich besuchte Abu Simbel 1988, also vor inzwischen 26 Jahren. Die Erinnerungen an diesen Besuch sind nicht mehr brilliant und auch sehr von den Fotos geprägt, die ich damals mit meiner ersten Spiegelreflexkamera, einer Minolta, fotografierte. Es sind nur wenige Fotos, denn ein Abzug war damals teuer und ich überlegte lange, welche Motive ich fotografieren sollte und welche nicht.

 

Völkerschlachtdenkmal (c) Zeichnung von Susanne Haun

Völkerschlachtdenkmal (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Im Seminar Kunst und Funktion, in dem wir auch über Denkmäler sprachen, wurde uns klar, dass wir zuerst über den Begriff „Denkmal“ und seine Bedeutung nachdenken müssen.

In der Bibelübersetzung Luthers wird der Begriff Denkmal erstmalig verwendet. Für das lateinische „Monumentum” (von monere = an etwas denken machen, erinnern, mahnen) setzt Luther das Wort „Denckmal” aus dem Verb „denken” (erinnern) und dem Substantiv „Mal” (Zeichen). Luther versteht ihn im Sinne von Gedächtnisstütze.

„Das Denkmal ist ein in der Öffentlichkeit errichtetes und für die Dauer bestimmtes Kunstwerk, das an Personen oder Ereignisse erinnern und aus dieser Erinnerung einen Anspruch seiner Urheber, eine Lehre oder einen Appell an die Gesellschaft ableiten und historisch begründen soll.”²

 

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²http://www.kunst-und-funktion.de/sds_tlp/inhalt.htm, 9.9.14, 20:50
„Kunst und Funktion“, FU Berlin, C. Behrmann, G. Janzing, H.-E. Mittig

Das Vökerschlachtdenkmal in Leipzig – Susanne Haun

Posted in Architektur, Foto, Leipzig by Susanne Haun on 19. September 2014

Das Völkerschlachtdenkmal ist mit 91 Metern Höhe das größte Denkmal Europas.

Das Vökerschlachtdenkmal (c) Foto von M.Fanke

Das Vökerschlachtdenkmal (c) Foto von M.Fanke

Vom 16. bis 19. Oktober 1813 fand vor Stadt Leipzig die Völkerschlacht statt. Napoleons unterlag den Truppen Österreichs, Preußens, Russlands und Schwedens. Die Schlacht galt bis zum Ersten Weltkrieg als die größte der Geschichte.

Das Denkmal ist tatsächlich überwältigend groß. Bei unserem Besuch waren die ganze Zeit über Chöre zu hören. Durch die Akustik der großen Halle, wird der Besucher dadurch in eine mystische Stimmung versetzt.

Figurenprogramm Vökerschlachtdenkmal (c) Foto von M. Fanke

Figurenprogramm Vökerschlachtdenkmal (c) Foto von M. Fanke

In der Ruhmeshalle stehen vier 9,5 Meter hohe Statuen. Es sind die Torwächter und symbolisieren die Tugenden des deutschen Volkes: Tapferkeit, Glaubensstärke, Volkskraft, Opferbereitschaft.

In der Kuppeldecke sind 324 fast lebensgroße Reiter abgebildet.

Pferde in der Kuppel (c) Foto von Susanne Haun

Pferde in der Kuppel (c) Foto von Susanne Haun

Fotografisch war das Denkmal eine Herausforderung. Es ist nicht leicht, in einer so großen Halle zu fotografieren und so war ich zuerst etwas enttäuscht von unseren Fotos. Vielleicht braucht das Betrachten den Abstand!

Ich versuche die Hand ruhig zu halten (c) Foto von M.Fanke

Ich versuche die Hand ruhig zu halten (c) Foto von M.Fanke

Leider wird das Völkerschlachtdenkmal genau wie das Hermandenkmal im Teuteburger Wald oft von rechts Gesinnten mißbraucht. Die Monumentalität fordert das scheinbar heraus.

Die Berliner Siegessäule wirkt mit ihrem Hinweis auf die römische Trajanssäule bei weitem eleganter und ist ebenso aufgrund eines Kriegssieges (der Sieg Preußens im Deutsch-Dänischen Krieg) gebaut worden.

Aussicht in Berlin – Wedding – Gesundbrunnen – Bericht von Susanne Haun

Posted in Berlin, Foto, Zeichnung by Susanne Haun on 13. Februar 2014

Am Wochenende wunderten wir uns, warum so viele Menschen beim alten Flakturm / Bunker im Gesundbrunnener Humboldthain waren, wir wussten nicht, dass der Flakturm DIE Top 10 von Berlins Aussichtspunkten ist. Hier noch mehr Informationen zum Flakturm.

Das Denkmal steht auf der Aussichtsplattform der Humboldthöhe über dem Bunker und stammt von Arnold Schatz aus Senne bei Bielefeld (1967). Auf der angebrachten Tafel steht: „Mahnmal der Einheit Deutschlands“.

Denkmal von Arnold Schatz im Humboldthain (c) Foto von Susanne Haun

Denkmal von Arnold Schatz im Humboldthain (c) Foto von Susanne Haun

Ich mag es, wenn ich mich in meiner eigenen Stadt, ja sogar meiner Geburtstadt, wie ein Tourist fühle.

 Ich am Bunker Humboldthain (c) Foto von M.Fanke

Ich am Bunker Humboldthain (c) Foto von M.Fanke

Das Wetter war blendend, die Sicht großartig und die Graffitis an den Wänden interessant.

Graffiti am Bunker Humboldthain (c) Foto von Susanne Haun

Graffiti am Bunker Humboldthain (c) Foto von Susanne Haun

Der Name Gesundbrunnen geht übrigens auf eine in der Nähe des späteren Luisenbades entdeckte mineralhaltige Quelle zurück, der heilende und jugenderhaltende Eigenschaften nachgesagt wurden.

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