Susanne Haun

Neapel – Santa Chiara – Susanne Haun

Posted in Neapel, Reiseberichte, Zeichnung by Susanne Haun on 4. Juni 2019

 

Skizzenbuch Neapel 5. - 09.04.2019, Santa Chiara, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Skizzenbuch Neapel 5. – 09.04.2019, Santa Chiara, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Heute möchte ich von unserem letzten Tag in Neapel erzählen. Wir besuchten bevor es zum Flughafen ging den Klosterkomplex Santa Chiara.

Am beeindruckensten habe ich die Verkachelungen des Hofes empfunden. 1739 wurde der Hof vom Architekt Antonio Vaccaro gestaltet. Er unterteile den Garten in vier Abschnitte und versah die kreuzförmig angelegten Wege mit 72 achteckigen Säulen, davon ließ er 64 mit Majolikakacheln, die hauptsächlich in Zitronengelb, Olivgrün und Azur strahlen, verkleiden. Die Bänke sind ebenfalls mit Kacheln geschmückt, auf denen mythologische, allegorische, maritime und Alltagsszenen abgebildet sind.

1943 wurde dieses Kleinod durch allierte Bombenangriffe zerstört, der folgende zweitägige Brand zerstörte den Komplex fast vollständig, nach dem Krieg wurde die Kirche schlicht ohne Ausschmückungen wiederaufgebaut. Giottos einst berühmte Fresken, die die Wände der Basilika schmückten, sind nur noch in Rudimenten erhalten. Welch‘ ein Verlust!

Natürlich habe ich wieder viel zu viele Fotos hochgeladen, ich konnte mich wie immer nicht entscheiden, welches Säulenfoto das gelungenste ist. Mit dem Filterprogramm der Sony Cybershot habe ich für die letzten Fotos die Farbe Gelb selektiert.

Alle Neapel Beiträge könnt ihr unter folgenden Link (klick) aufrufen.

 

 

Neapel – Castel dell‘ Ovo – Susanne Haun

Posted in Neapel, Reiseberichte, Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 27. Mai 2019

 

Skizzenbuch Neapel 5. - 09.04.2019, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Skizzenbuch Neapel 5. – 09.04.2019, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Ein Reisebericht zu schreiben erfordert viel Arbeitszeit und in den letzten Wochen war viel anderes zu berichten.

Meine elektronisch in der Bibliothek ausgeliehenen ebooks laufen in 6 Tagen ab und ich möchte sie nicht nochmals verlängern und so habe ich beschlossen, von den letzten beiden Tagen zu berichten, die wir in Neapel verbrachten.

Das Castel dell’Ovo sieht ein wenig wie extra für die Touristen geschaffen aus, ich habe Disneyland im Kopf. Bis 1975 war das Gelände um die Burg auch Sperrgebiet und diente dem Militär. Erst ab Anfang der 1980er Jahre wurde die imposante Burg aus dem 9. Jh. von den Touristen erobert.

Ovo bedeutet Ei, Forscher mutmaßen, das Kastell habe den Namen vom eiförmigen Grundriss, die Legende besagt jedoch, dass der Dichter Vergil, der im  Mittelalter als Magier galt, im Inneren des Kastells ein magisches Ei gehütet habe.

 

 

 

 

Neapel - Blick vom Castel dell Ovo - Foto von M.Fanke

Neapel – Blick vom Castel dell Ovo – Foto von M.Fanke

 

Wir sind von der Altstadt (siehe hier klick meinen Bericht dazu) auf der Promenade an der Bucht zum Kastell gelaufen. Seblstverständlich haben wir unterwegs Pause für zwei Cappucini und zum Zeichnen gemacht. Im Kastell selber habe ich nicht mehr gezeichnet. Ich war müde vom Tag und habe mich lieber hingesetzt und den Wind, das Meer und die Stimmung genossen. Micha ist herumgelaufen, und hat überall nach Herzenslust Fotos mit seiner Nikon gemacht, während ich mit der Sony Cybershot das Wasser festgehalten habe.

Ach ja, wenn ihr auf einem Bild der Galerie klickt, dann wird es groß angezeigt :-).

 

 

Neapel – Die Kirchen rund um die Spaccanapoli – Susanne Haun

Posted in Neapel, Reiseberichte, Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 24. April 2019

 

 

In den Kirchen gibt es viele Figuren, die mich zu schnellen Skizzen inspiriert haben. Wenn ihr auf die einzelnen Bilder klickt, werden sie groß dargestellt.

 

 

Die Kirchen rund um die Spaccanapoli Neapels sind natürlich sehr aufregend und strotzen vor Geschichten. Es ist traurig, dass nicht genug Geld vorhanden ist, alles zu restaurieren. Manche Ecken in den Kirchen sind schon sehr staubig. In der San Domenico Maggiore empfing uns am Eingang gleich eine Freundin der Kirche, die uns den Spendenkorb unter die Nase hielt und und uns mit einem Prospekt versorgte. Ich fand das sehr intelligent, die Kirche wird von Touristen überrannt und die wenigsten stecken etwas in die Spendenbox.

 

Neapel - Altstadt - Spaccanapoli - Foto von M.Fanke

Neapel – Altstadt – Spaccanapoli – Foto von M.Fanke

 

Ich wollte unbedingt den Salvator mundi aus der Werkstatt Leonardo da Vincis sehen. Um in die Sakristei mit dem Bild zu gelangen, haben wir pro Person 5 Euro Eintritt gezahlt und waren die einzigen Besucher. Fotografieren war in diesen Räumen verboten. Die riesigen Schränke der Sakristei standen offen und in einem befand sich an der Wand das Bild. Es ist denkbar, das Leonardo für die Serie der Salvador Mundis nur die Zeichnungen erstellte und seine Werkstatt dann eine Anzahl an Gemälden danach schuf. Erinnert ihr euch an die Schlagzeilen 2017? Einer der Salvator mundis tauchte auf und wurde für 450,3 Millionen US-Dollar verkauft. Wer mehr darüber lesen möchte, kann von Frank Zöllner den Aufsatz Der doppelte Leonardo (siehe hier) lesen.

Da wir den Salvotor Mundi nicht fotografieren durften, zeigen wir hier ein Graffiti, von dem wir annahmen, dass es von der Abbildung aus Leonardos Werkstatt inspiriert wurde. Inzwischen weiss ich, dass hier Strassenkusnt von „Blub“ gezeigt wird. Er malt Prominente mit Masken und Schnorchel auf die Mauern Florenz. Vielleicht hat er in Neapel Urlaub gemacht? Sein Motto lautet, dass „Kunst weiß, wie man schwimmt“, also so hoch das Wasser auch steht, durch die Brille der Kunst kann Schönheit gesehen werden.²

 

In den engen Gassen ist es schwierig, eine Kirche so zu fotografieren, dass ein Gesamteindruck vermittelt werden kann.

 

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Quellen: Helbert, Frank; Vitiello, Gabriella , Neapel, Köln 2017;

²Falz, Hansjörg (Hrsg.), Merian Florenz, Florenz und die Toskana, Hamburg 2017, Seite 10.

 

Sizilien – Cefalù – Italienischer Badestrand Flair, ein normannischer Dom und der Tempel der Diana auf dem La Rocca – Susanne Haun

Posted in Reiseberichte, Sizilien, Zeichnung by Susanne Haun on 25. September 2017

 

Während des gesamten Urlaubs habe ich mich gewundert, warum alle Urlauber ausgerechnet nach Cefalù fahren, es ist dort überfüllt und für sizilianische Verhältnisse teuer. Trotzdem haben wir soviel fotografiert, dass ich von der Auswahl von kanpp 100 Fotos eine Auswahl treffen musste.

 

 

Sizilien, 30.8.2017

In Cefalù tobt das sprichwörtliche Leben, am Strand wird Seite an Seite gemeinsam unter dem Sonnenschirm geschwitzt und anschließend ins Wasser gegangen. Nichts für uns, wir bevorzugen eher den einsamen Strand von Sant‘ Agata Militello.

Der Dom ließ jedoch mein Kunsthistorikerin Herz höherschlagen. Der Normannenherrscher Roger II. veranlasste den Bau des zweitürmigen Gotteshauses 1131, erlebte jedoch seine Fertigstellung nicht mehr. Innen erwartete uns die dreischiffige Säulenbasilika mit Holzdecke und Mosaiken in der Apsis, die zu den ältesten Siziliens zählen. Christus ist als Weltenherrscher dargestellt. Besonders die Engel über Christus, die ihre Flügel wie zum Schutz um ihre Körper legen, gefallen mir. Für den Kreuzgang müssen wir 3 Euro Eintritt pro Person zahlen. Ich bin mir nicht sicher, ob sich das gelohnt hat. Die Hälfte der Säulen wird gerade restauriert und ist durch Stahlträger ersetzt. Dafür bekommen wir eine gute Dokumentation jeder einzelnen Säule, ich mag besonders Noah und die Arche sowie Weinlese und Hirsche.

Unbedingt möchte ich mir den Rundtempel der Diana auf dem Rocca di Cefalù anschauen. Für mich das Highlight der kleinen Stadt. Der Weg dorthin ist für mich sehr beschwerlich und das, obwohl der Aufstieg in unserem Wanderführer als kindertauglich beschrieben wird. Einige laufen in Schläppchen an uns vorbei, ich habe natürlich extra Wanderschuhe für diese Tour angezogen und bin nach wie vor überzeugt davon, dass das die richtige Entscheidung war. Der Weg ist steinig und steigt teilweise stark an. Am Eingang des Weges ist eine Kasse – 4 Euro pro Person kostet es, den Berg zu besteigen, dafür ist alles sauber und gut markiert! Die Ausblicke auf Cefalù sind traumhaft. Die Anstrengung hat sich gelohnt.

 

 

Die Bibliothek vom Dom in Siena – Susanne

Posted in Foto, Toskana, Vinci by Susanne Haun on 28. Januar 2015

Die Bibliothek im Dom von Siena wurde von Papst Pius III.  zur Aufbewahrung der Handschriften seines Onkels Papst Pius‘ II. errichtet.

In der Bibliothek des Siener Doms (c) Foto von Susanne Haun

In der Bibliothek des Siener Doms (c) Foto von Susanne Haun

Die Handchriften Papst Pius II. sind jedoch in der vatikanischen Bibliothek zu finden und heute werden Chorbücher des Doms dort aufbewahrt.

Die Bibliothek ist sehr beeindruckend und die Fotos können das nur in geringen Maße wiedergeben. Mir haben die drei Grazien genauso gut gefallen, wie die Fresken und Bücher.

Die drei Grazien in der Bibliothek des Siener Doms (c) Foto von M.Fanke

Die drei Grazien in der Bibliothek des Siener Doms (c) Foto von M.Fanke

 

 

 

 

 

Siena ist immer eine Reise wert – Susanne Haun

Posted in Architektur, Foto, Kunstgeschichte, Toskana, Vinci by Susanne Haun on 27. Januar 2015

Gestern sprach ich von der Reizüberflutung, die mich in Siena überkam:

Im Herbst letzten Jahres waren wir in Siena und hatten das Glück, den Mosaikfußboden im dortigen Dom (Baubeginn 1229) zu sehen. Er ist die meiste Zeit des Jahres mit Spanplatten abgedeckt, damit er von den Touristenmassen so wenig Schaden wie möglich nimmt.

 

Dom von Siena (c) Foto von Susanne Haun

Dom von Siena (c) Foto von Susanne Haun

 

Heute zeige ich einen kleinen Teil der Fotos als Beleg dafür. Wir konnten uns an unserem einen Aufenthaltstag in Siena nur einen groben Überblick über die Schätze der Stadt machen. Besonders der Dom hatte es uns angetan. Wir verbrachten fast den gesamten Tag darin und ich konnte mich an den Mosaiken auf dem Fußboden, der Decke, den Säulen und Skulpturen nicht satt sehen.

 

 

Bodenmosaik Dom von Siena (c) Foto von M.Fanke

Bodenmosaik Dom von Siena (c) Foto von M.Fanke

 

Über jedes Bild könnte ich Seiten schreiben. Das ist auch der Grund, warum ich erst vier Monate nach unserem Besuch in Siena etwas dazu schreibe. Ich konnte mich nicht entscheiden, was ich hervorheben möchte und was ich weglasse. Zur Bibliothek im Dom zeige ich morgen noch ein paar Fotos.

Campo Siena (c) Foto von M.Fanke

Campo Siena (c) Foto von M.Fanke

Neben dem Dom haben wir eine Runde auf dem Piazza del Campo gedreht und schon war der Tag vorbei.

Erstaunlich ist, dass es auch Reisen mit dem Titel „Toskana an einem Tag“ gibt. Eine solche Gruppe sahen wir: sie kamen durch die eine Tür des Doms, umrundeten den Chor im Stechschritt, und gingen aus der einen Tür wieder hinaus. Der erste war schon wieder draußen wo der letzte noch nicht mal drin war. Und alle hielten natürlich die Kameras, Handys und iPads vor den Augen.

Reizüberflutung – schnelle Zeichnungen aus dem Dom von Siena – Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 26. Januar 2015

Manchmal braucht es viel Zeit, gesehenes zu verarbeiten.

Im Herbst letzten Jahres waren wir in Siena und hatten das Glück, den Mosaikfußboden im dortigen Dom (Baubeginn 1229) zu sehen. Er ist die meiste Zeit des Jahres mit Spanplatten abgedeckt, damit er von den Touristenmassen so wenig Schaden wie möglich nimmt.

Inspirationen aus dem Siena Dom (c) Zeichnung von Susanne Haun

Inspirationen aus dem Siena Dom (c) Zeichnung von Susanne Haun

Schaue ich mir meine Zeichnungen an, dann weiss ich, was Reizüberflutung ist!

Ich nehme Morgen das Thema wieder auf und schaue auf die Fotos, die wir im Inneren dieses wirklich einmaligen Doms fotografierten. Drei Zeichnungen bei der Fülle an Motiven – das ist wahrlich eine karke Ausbeute.

 

Der Dom von Florenz, die Paradiestür und ein Engel – Fotos und Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Emilia Romagna, Engel, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Juli 2012

Auf dem Piazza del Duomo befinden sich so viele Menschen wie am letzen offenen Öffnungstag vor Weihnachten im beliebtesten Kaufhaus ein jeder Stadt.

Glockenturm von Giotto vom Dom in Florenz (c) Foto von Susanne Haun

Glockenturm von Giotto vom Dom in Florenz (c) Foto von Susanne Haun

Dom kommt von domus dei, Haus Gottes und die Bauzeit für den florenzer Dom betrug 150 Jahre. Der Dom wurde von Brunelleschi der Glockenturm von Giotto gebaut. Zu ehren Bruneschellis wurde lange in Florenz kein höheres Gebäude als der Dom gebaut.

Engel in Florenz 22 x 17 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Engel in Florenz 22 x 17 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das geradeüber liegende Baptisterium fand ich unter anderem wegen des 1401 ausgeschriebenen Kunstwettbewerbs zur Gestaltung der Türen interessant. Es ist also keine Erfindung unserer Zeit, Wettbewerbe um die Kunst zu veranstalten.

Ghiberti gewann den Wettbewerb und gestaltete zuerst die Tür des Nordeingang nach dem Neuen Testament und später für den Osteingang die Porta del Paradiso, die Paradiestür. Aufgrund der großen Hitze und Menschenmenge war es kaum möglich, Dom und Türen in Ruhe zu betrachten. Die 24 Büsten der Türen stellen 24 Renaissancekünstler, natürlich auch Ghiberti dar.

Wenn ihr die vorherigen Berichte meiner Reise lesen und sehen möchtet, könnt ihr das hier !

Der Dom von Florenz, die Paradiestür und ein Engel – Fotos und Zeichnungen von Susanne Haun

Trier – der Kontrast von neu und alt – Skizzen und Fotos von Susanne Haun

Posted in Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 18. Oktober 2011

Touristenfotos gibt es in jedem Reiseführer zu sehen ich habe dieses Mal in Trier Details festgehalten, die mich interessierten.

Trier hat mich überrascht, die älteste Stadt Deutschlands präsentiert sich mir ein wenig „Touristen unfreundlich“, sehr religiös gemischt mit Geld für alles…..

Skizze einer der heiligen drei Könige im Dom von Susanne Haun

Skizze einer der heiligen drei Könige im Dom von Susanne Haun

Sicher, wenn eine Stadt mit diesen Gebäuden gesegnet ist, benötigt sie keine Werbung um Touristen, die kommen von alleine und das merkt man …. ich habe in einem Touristenbüro noch nie so wenig Informationen erhalten. Eigentlich gar keine — es gab Reiseführer in aller größe und dicke zu kaufen, und nach entsprechender Nachfrage erhielt ich auch einen kleinen Stadtplan von einem Abreisblock. Das reichte, um die Gebäude zu finden. Ich kaufte natürlich auch einen kleinen Reiseführer für 3,90 € leider standen dort immer die Gebäude, die mich gerade interessierten NICHT drin, so wie zum Beispiel das kurfürstliche Palais.

Ansonsten lasse ich nun die Fotos sprechen, sicher berichte ich noch oft von Trier, besonders der Dom und die Kirche der lieben Frauen (die zur Vorsicht auf der Karte vom Touristenbüro gar nicht genannt wird) mit seinen Skulpturenreichtum und Glasfenster haben es mir angetan. Im Dom sind auch auf einer Kirchenbank die Skizzen entstanden. Was für ein schöner Ort zum skizzieren!

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