Susanne Haun

Weiteres, was ich nicht sehe – aus der Mythologie der Inuit – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Projekt EISIG - EISWELTEN, Zeichnung by Susanne Haun on 11. August 2017

 

Nun ist das Skizzenbuch, in dem ich meine Gedanken zur Mythologie der Inuit visualisiert habe, bis auf die letzte Seite gefällt. Nun gilt es zu überlegen, wie ich es im KuBa präsentieren werde.

Angakkuit: Schamane der Inuit

Alariaq: Großvater der berühmten Inuit-Künstlerin Kenojuak.

Qiviuq: Die Legenden, die sich um Qiviuq sind vergleich mit denen Osysseus. Er ist der suchende Mensch schlechthin.

 

Ausstellung im Kulturbahnhof in Nettersheim
Sonntag, 20. August bis Sonntag, 24. September 2017
Dirk Fliege . Susanne Haun . Sabine Jacobs . Roswitha Mecke

Begrüßung: Evamaria Blaeser-Ridderbecks
Lesungen: Susanne Haun und Martin Haeusler
Sounddesign: Figen Aksoy
Öffnungszeiten: Sa und So von 11 bis 18 Uhr
Kulturbahnhof Nettersheim  Bahnhofstraße 14  53947 Nettersheim  www.kuba-nettersheim.info www.facebook.com/Kulturbahnhof.Nettersheim

 

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Quelle: Walk, Ansgar. Wie Sonne und Mond an den Himmel kamen, Mythen und Legenden der Inuit, Bielefeld 2003, S. 49 – 58.

Das, was ich nicht sehe – aus der Mythologie der Inuit – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, KuBa Kulturbahnhof Nettersheim, Projekt EISIG - EISWELTEN, Zeichnung by Susanne Haun on 28. Juli 2017

 

Wie spricht man Qikiqtarjuaq, eine Insel der Inuit und Uinigumasuittuq, (übersetzt: die keinen Mann haben will aus)?

Während der Ausstellungseröffnung Eiswelten im Kulturbahnhof Nettersheim (siehe hier)  werde ich die Geschichte „Sedna, Herrscherin über die Meerestiere“ lesen, die Schöpfungsgeschichte der Inuit aus dem Buch von Ansgar Walk, Wie Sonne und Mond an den Himmel kamen, Mythen und Legenden der Inuit.

 

Eiswelten - Fulmur und der Vater (c) Zeichnung von Susanne Haun

Eiswelten – Fulmur und der Vater (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

9 Minuten dauert die Lesung, vielleicht 20 mit Vor- und Nachwort. Natürlich lese ich mich vorher ein – nur so kann ich auch eine genaue Zeitangabe der Lesung geben. Wie meine Referate für die Uni, nehme ich den Text mit der App Sprachmemos auf meinem iPhone auf, um zu hören, wo ich Pausen und Akzente setzen muss. Die Pausen sind das wichtigste, denn ohne Pause wird ein Text mitunter unverständlich. Der Hörer muss Gelegenheit zum Verarbeiten des Gehörten haben.

Beim Einlesen entstanden weitere Zeichnungen in meinem Büchlein für arktische Mythen. In einer setze ich der Sedna die Eva mit Sinnflut aus dem christlichen Schöpermythus entgegen. Natürlich weiss ich, dass Eva und die Sinnflut zwei getrennte Geschichten sind.

Diese Zeichnungen beschreiben das, was ich nicht mit meinen Augen sehe, sondern was ich im Inneren zu den Mythen finde.

 

 

 

 

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Quelle: Walk, Ansgar. Wie Sonne und Mond an den Himmel kamen, Mythen und Legenden der Inuit, Bielefeld 2003, S. 49 – 58.

Sedna und Angakkuq – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Arktis, Projekt EISIG - EISWELTEN, Zeichnung by Susanne Haun on 2. September 2016

 

Heute fand ich es an der Zeit, mich wieder dem Ausstellungsprojekt

„Eisig – Eiswelten“ zuzuwenden (siehe hier).

 

Detail Sedna und Angakkuq - Tusche auf Aquarellkarton Britannia - 40 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Detail Sedna und Angakkuq – Tusche auf Aquarellkarton Britannia – 40 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Meine Inspirationsquelle für die Bilder zum Projekt werden Fotos aus der Arktis und Patagonien sein und die Mythen und Legenden der Inuit, die Ansgar Walk in seinem Buch Wie Sonne und Mond an den Himmel kam, gesammelt hat.

Walk schreibt, dass uns die Gestalten der Sedna, der Meeresgöttin und Angakkuq, der Mondmann immer wieder begegnen. Der Rabe nimmt bei den Inuit unter den Tieren eine herausragende Stellung voller Macht ein, der bei der Entwicklung des Inuit-Schamanismus eine wesentliche Rolle spielt.

Beim Gedanken gleiten lassen sah ich in meiner Vorstellung die wohlvertrauten Gestalten von Eva, Adam und der Schlange vor mir und überlegte, ob Sena, Angakkuq und der Rabe ihre Postionen bei den Inuit einnehmen.

Sedna ist die Herrscherin über die Tiere des Meeres und nur, wenn Angakkuq sie besänftigt können die Inuit Meerestiere jagen. Der Mondmann Angakkuit verfügt über besondere Kräfte und symbolisiert das Männliche schlechthin. Er kann unfruchtbaren Frauen zu einem Kind verhelfen.  An einer übergeordneten Gottheit glauben die Inuit nicht – die Funktion Gottes nimmt die Natur ein.²

Ich zeichnete heute die „Klärung der Personen“, saß auf den Balkon, hörte den Straßen- und Baulärm und ließ meine Gedanken auf Papier gleiten. Nach dieser ersten Klärung werden sich Bilder in meinem Kopf finden.

 

 

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² Walk, Ansgar. Wie Sonne und Mond an den Himmel kamen, Mytehn und Legenden der Inuit, Bielefeld 2003, S. 25.

Das Ding mit dem Namen Null – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 10. Dezember 2015

Jürgen arbeitet zur Zeit an zwei Serien und manchmal habe ich den Eindruck das diese beiden Projekte eine Schnittmenge besitzt.

So auch bei den bei den heutigen beiden Arbeiten von Jürgen. Diese archaische Null war nicht einfach zu beantworten. Ich habe mir passendes aus meinem Brockhaus gerissen. Es ist unglaublich, wie viele Nullartige Gebilde in einem Lexikon A – Bau enthalten sind. Es hat mir Freude bereitet, die Nullen dem Papier zu entreissen.

Das Jahr Null 08.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Jahr Null 08.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Auch das Eva – Maria Thema im Jahre Null lässt mich noch nicht los! Ich habe es hier sehr gelungen kombinieren können und es nimmt noch dazu Jürgen rotes Nullobjekt gut auf.

 

Das Jahr Null 08.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Jahr Null 08.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

 

Formale Null – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Projekt Null, Skizzen, Zeichnung by Susanne Haun on 5. Dezember 2015

Mit Jürgens formalen Zeichnungen  zur Null habe ich so meine Probleme.
Sind die Nullen und Xse Symbole?
Warum hängen sie an Schnüren und was wollen mir die grauen Flächen sagen?

Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich taste mich in vier Schritten an eine Antwort heran. Ich benutze dazu den Füller und das dünne Skizzierpapier. Diesen Zeichnungen soll noch eine mit Feder und Tusche folgen. Dazu muß ich meine Gedanken gleiten lassen. Mit Version 4 meiner Antwort bin ich zufrieden, sie ist es, die ich mir nochmal in Ruhe vornehmen und ausarbeiten werde. Maria, die Evas Sünden wieder gut macht und das auch noch (irgendwann) um das Jahr Null.

Und das mir Dürer nicht aus dem Kopf geht, das ist selbstverständlich – schließlich lese und schreibe ich jeden Tag über ihn.

Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Eva Das Jahr Null 05.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

Maria macht alles wieder gut – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Aus der Vergangenheit, Betrachtungen zur Kunst, Bibel, Kunstgeschichte, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 22. Dezember 2012

„Maria macht alles wieder gut, was Eva verbockt hat!“
sagte die Dozentin der FU am Mittwoch im Bode-Museum vor der „Madonna mit Kind“ von 1199 von Priester Martinius.

Die Madonna ist 184 cm hoch und besteht aus Pappelholz. Sie präsentiert das Jesuskind in ihrem Schoss und sitzt auf einem Löwenthron.
Jesus ist wie ein Erwachsener proportioniert und hält die rechte Hand zur Segnungsgeste und signalisiert so seine Sprechbereitschafft. In der linken Hand bietet er einen Apfel an.

Mutter mit Kind 22 x 17 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Mutter mit Kind 22 x 17 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Indem Maria Jesus den Messias gebar machte sie als Frau wieder gut, dass Eva Adam den Apfel der Versuchung zum Essen gab und der Mensch deshalb aus dem Paradies vertrieben wurden.

Ich finde es sehr spannend, was der Betrachter alles von der Skulptur erfahren kann, wenn er nur weiß, wie er schauen muss. Gedanken aus der Mythologie und Religion, die den Betrachter zur Entstehungszeit des Kunstwerkes eingängig waren, sind verloren gegangen, dafür kann der Betrachter heute schneller Bilder wahrnehmen, da sein Auge durch die heutige Bilderflut geschulter ist.²

Mutter mit Kind Bewegungsstudie (c) von Susanne Haun

Mutter mit Kind Bewegungsstudie (c) von Susanne Haun

Für mich persönlich spannend sind auch die großen Acryl- / Ölkreide Skizzen, die ich vor knapp 10 Jahren von meiner Freundin und ihrem Sohn zeichnete. Die beiden saßen als „Mutter und Kind“ in meinem Atelier Modell!
Meine Freundin präsentierte mir ihren Sohn auf dem Schoß so wie die Madonna Jesus präsentiert. Ich hatte damals bloß keine Ahnung, welche Haltung sie da vor mir einnahm.

Anhand der großen 100 x 70 cm Skizzen auf Packpapier und den Fotos von damals, habe ich sie heute gezeichnet.

For my English-speaking readers:
„Mary makes up for it, what Eva has screwed up!“
said the professor of the FU on Wednesday at the Bode Museum in front of the „Madonna and Child“ by 1199 of priests Martinius.
The Madonna is 184 cm tall and is made of poplar wood. They presented the baby Jesus in her lap and sitting on a lion throne.
Jesus is proportioned like an adult, and his right hand for the blessing gesture, thus showing his speech ready awareness. In his left hand he offers an apple.
By Mary gave birth to Jesus the Messiah as a woman she was well again, that Eve gave Adam the apple of temptation to eat and the people were expelled from Paradise.


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²Kopp-Schmidt, Gabriele. Ikonographie und Ikonologie. Köln 2004.

Da erkannten sie die Weisheit – Das Buch Henoch – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Das Buch Henoch, Rolle, Zeichnung by Susanne Haun on 26. August 2012

„…da erkannten sie die Weisheit, und ihre Augen wurden aufgetan, und sie erkannten, dass sie nackend waren, und wurden aus dem Garten fortgetrieben.“

So endet der zitierte Satz in meinem Beitrag von gestern im Buch Henoch. Diese Geschichte kennen wir alle! Schon beim Lesen hatte ich ein klares Bild vor Augen. Ich mußte es nur von meinen Augen auf die Rolle bringen. Ein kleines Bild im Bild (in der Rolle) schwebte mir vor, denn Henoch erzählt. Im Comic wäre es eine bubble, ein Blase.

Eva wird aus dem Paradies geworfen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Eva wird aus dem Paradies geworfen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Hier könnt ihr weitere Fragen von Nina (siehe den Artikel hier) und Antworten von mir lesen; die Fragen gehen sehr in die Tiefe. Nina hat mir inzwischen ihre Hausarbeit „Moderne Rezeptionen des äthiopischen Buches Henoch am Beispiel der Berliner Künstlerin Susanne Haun“ zugesendet. Ich wünsche ihr hier an dieser Stelle viel Erfolg und eine gute Note! Wir werden sehen, vielleicht finden wir einen Verlag, der die Hausarbeit veröffentlicht. Es wäre schade, wenn nur ich, die Dozentin und Nina sie kennen.

Zum Paradies gehören immer Äpfel (c) Zeichnugn von Susanne Haun

Zum Paradies gehören immer Äpfel (c) Zeichnugn von Susanne Haun

Welche emotionalen oder philosophischen Konzepte glauben sie transportieren Ihr Bilder, die sich mit Henoch beschäftigen?

Das ist die schwierigste Frage.

Engel sind von sich aus schon emotionsgeladen.

Vielleicht will ich vom Glauben an das Gute berichten, denn Engel sind trotz der Dinge wie Waffenkunst und Beschwörungen für mich immer gute Wesen. Auch mag ich die Vorstellung, dass die gefallenen Engel vielleicht zum Guten bekehrt werden können.

Die Definition von Gut ist ausgesprochen schwierig und die Gerichte der Welt entscheiden über Gut und Böse.

Ich stelle gerne unberührte Landschaften dar. Landschaften, die noch intakt sind und wo die Menschen noch keine Städte errichtet haben.

Das heißt nicht, dass ich gegen Zivilisation und Fortschritt bin. Ich finde beides absolut notwendig, denn ohne dem würden wir heute noch auf den Bäumen sitzen.

Steht die Wahl einer Papierrolle als Träger Ihrer Henochbilder in direktem Zusammenhang mit dem Thema oder ist es das Interesse an dem Medium Papierrolle zunächst unabhängig von dem Thema Henoch?

Es ist eine Mischung aus beidem.

Die ältesten Texte über Gott, die fünf Bücher Moses, sind auf den jüdischen Toras, was „Gebot, Weisung, Belehrung“ bedeutet, geschrieben. Diese Art der Textvermittlung finde ich sehr spannend und ich finde diese Jahrtausende alte Geschichte Henochs braucht ein passendes Medium. Seit ich mich mit Henoch beschäftige, habe ich es nie als ein einzelnes Thema für ein „einziges Bild“ gesehen sondern immer als komplexes Thema, was serielles Arbeiten, Konzeption und eine besondere Form der Darstellung wie die Rolle benötigt.

In welchem Zusammenhang sehen Sie das Thema Henoch mit dem Thema Leben? Warum haben Sie beide Themen auf der ersten Rolle in Zusammenhang gebracht?

Unser Leben hat selbst bei den größten Atheisten einen Mythos; eben das Leben selber durch seine Begrenztheit.

Unsere westliche Kultur baut auf den Grundsätzen der Bibel auf. Die 10 Gebote sind vom Grundsatz her immer noch unsere moralischen Richtlinien. Auch wenn das Buch Henoch kein Buch der Bibel mehr ist, so haben Engel im Leben vieler eine Bedeutung. Gerade in der Not, die auf vielen Teilen der Erde herrscht, braucht der Mensch einen Glauben, an dem er sich festhalten und seine Hoffnung auf ein besseres Leben knüpfen kann.

Sehen wir die Welt global, so ist es ethisch nicht vertretbar, dass in Teilen wie die westliche Welt in „saus und braus“ und in anderen Teilen in absoluter Armut bis zum Verhungern gelebt wird.

Kennen Sie auch das 2. und 3. Buch Henoch? Glauben sie auch, dass sie diese künstlerisch bearbeiten werden? Und wenn ja / nein warum, warum nicht?

Ich weiß nicht, ob ich das richtig verstehe. Ich arbeite nach dem äthiopischen Buch Henochs.

Das ist unterteilt in den ersten Teil, das angellogische Buch, der Fall der Engel, ihre vorläufige und endgültige Abstrafung.

Der erste Teil enthält mehrere Unterabschnitte.

Die zweite Bilderrede, das messiannische Gericht und seine Folgen für Gerechte und Ungerechte.

Die dritte Bilderrede. Das Endgericht des Menschensohns über alle Geschöpfe, besonders aber über die Großen der Erde; die Seligkeiten der auserwählten Gerechten.

Sind damit die drei Bücher gemeint? Wenn ja, sehe ich sie als einen Themenkomplex und habe sie nicht unterschiedlich behandelt.

Da ich noch in der Arbeit zur zweiten Rolle über das Thema stecke, bin ich noch nicht bis zum Ende gekommen.

Die Entstehung der 10 Meter x 40 cm großen Rolle mit dem Thema Henoch könnt ihr euch hier anschauen.

For my english reader:
Everebody knows the story about eve! But what’s the matter Eve is old? I think it’s difficult to draw an old eve lost the paradise. Our west culture is built on the ten commandments of the bible and so I think it is good knowing them. The biggist atheist has respect for the live and lives after moralism principles.

 

Da erkannten sie die Weisheit – Das Buch Henoch – Zeichnung von Susanne Haun

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