Susanne Haun

Weddingmarkt – diesen Sonntag ist es wieder so weit! – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Weddingmarkt, Zeichnung by Susanne Haun on 25. Juni 2018

 

 

Banner JULI Weddingmarkt Leopoldplatz Berlin

 

Diesen Sonntag  findet ihr mich auf dem Weddingmarkt auf dem Leopoldplatz.

Ich werde einen der neuen Stände des Marktes bespielen und freue mich auf euren Besuch!

 

 

Am Sonntag, den 01. Juli 2018 von 12–19 Uhr geht der Weddingmarkt in die dritte Runde der Saison. Die Besucher erwartet ein entspannter Sonntag mit 70 hochwertigen und abwechslungsreichen Ausstellern, 8 Streetfood-Ständen, sowie einem abwechslungsreichen Nebenprogramm.

Gezeigt wird die hochwertige Vielfalt des lebendigen Stadtteils. Kunsthandwerker, Designer und Künstler zeigen ihre Arbeiten: Illustrationen, Malereien, Keramik, Mode, Schmuck und vieles mehr.

 

Forró, Brasilianische Tänze am 1. Juli auf dem Weddingmarkt in Berlin am Leopoldplatz (c) Foto Weddingmarkt

 

Neben dem Marktbetrieb, wird ein spannendes Nebenprogramm geboten. Ganztägig kann man sich mit der Camera Minutera  fotografieren lassen, den Schauspielern des Prime Time Theaters begegnen, Live Musik vor der Kirche lauschen, sich von einer Comic Zeichnerin portraitieren lassen, die Hände mit Henna-Bemalung verzieren lassen oder sich im Massage Zelt Entspannung gönnen. Ab 15 Uhr werden zahlreiche Forro Tänzer einen brasilianischen Paartanz auf dem Platz aufführen. Weddinger Gastronomen verwöhnen die Besucher mit Streetfood – von Kaffee, Eis, Burger, scharfen mexikanischen Fladen, bis hin zu ausgefallenen asiatischen Kreationen, ist alles für den anspruchsvollen Gaumen dabei.

Hier ein paar Fotos zur Einstimmung von meinem Stand im Juli 2016:

 

 

Der Eintritt zum Markt ist frei. Die nächsten Termine für den Markt sind der 1.Juli, 5. August, 2. Sept. 2018, jeweils von 12–19 Uhr. Alle Informationen zu dem Markt findet ihr online unter wedding-markt.de (siehe hier).

Anbindung: U6 & U9 Leopoldplatz, Bus: 120, 142, 221, 247, 327

ProfilBild Juli Weddingmarkt Berlin Leopoldplatz

WEDDINGMARKT
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weddingkulturmarkt@gmail.com

ORGANISATION
Sabrina Pützer
Hochstädter Str. 5, 13347 Berlin
0157-78799467

Die Küchenuhr von Borchert – Illustrationen von Susanne Haun

Posted in Borchert - Die Küchenuhr, Zeichnung by Susanne Haun on 20. März 2017

 

Im Januar bewarb ich mich für den Otto-Dietscher-Preis 2017 für Illustration.

 

1 Die Kuechenuhr - innerlich ist sie kaputt (c) Zeichnung von Susanne Haun

1 Die Kuechenuhr – innerlich ist sie kaputt (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Es waren drei Texte vorgegeben, aus denen einer ausgewählt und zwischen 3 bis 5 Illustrationen angefertigt werden sollten. Die Zeichnungen durften nicht signiert, nur mit einer Nummer gekennzeichnet sein, damit „der Künstlername“ keine Rolle spielte.

Leider ist meine Illustration nicht ausgewählt worden. Hier findet ihr die Preisträger.

Die Generation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 2. Weltkriegs stirbt, nur noch wenige Augenzeugen leben. Ich gehöre zur Generation der Kriegsenkelkinder. Meine Oma berichtete mir, wie es war, ausgebombt zu werden, sie erzählte anschaulich, wie ganze Straßenzüge brannten und das Feuer mit seinem Licht die Nacht zum Tag und mit seiner Wärme den Winter zum Sommer machte. In Berlin, meiner Heimatstadt, waren in den 70iger Jahren, in denen ich aufwuchs, noch die Kriegsschäden zu sehen. Inzwischen sind sie fast ganz verschwunden.

In der Schule gehörte die Küchenuhr von Borchert zur Pflichtlektüre. Schon als ich sie mit 15 Jahren zum ersten Mal las, knüpfte ich Verbindungen von der Uhr zu den Erlebnissen meiner Oma.

 

2 Die Kuechenuhr - er kam nach Hause ins Paradies (c) Zeichnung von Susanne Haun

2 Die Kuechenuhr – er kam nach Hause ins Paradies (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Borchert verwendet sehr einfache, stilistische Mittel. In knappen Sätzen verwendet er die Sprache der armen, einfachen Menschen, von denen die Geschichte handelt. Aufgrund dessen entschloss ich mich, Marker und Layoutpapier für die Illustration der Geschichte zu verwenden. Die Linien der Marker können nicht durch Druck modelliert werden, ein Mischen der Farben ist nicht möglich. So einfach wie Borchert seine Geschichte erzählt, so einfach habe ich die Illustration gestaltet. Die Linien sollen die Intention des Autors aufnehmen und vermitteln. Wichtig war für mich beim Illustrieren die Semantik der um halb drei stehen gebliebenen Küchenuhr, weswegen sie in allen drei Blättern aufgenommen wird. Die Farbe Blau symbolisiert die Zeit des Paradieses vor dem Krieg, die Zeit nach dem Krieg wird in zwei Grautönen dargestellt.

In den drei Blättern sind die Kernaussagen Borcherts „Trümmerliteratur“ festgehalten:

Blatt 1: Susanne Haun, Die Kuechenuhr – innerlich ist sie kaputt, 30 x 40 cm, 2017, Zeichnung, Marker auf Layoutpapier
Blatt 2: Susanne Haun, Die Kuechenuhr – er kam nach Hause ins Paradies, 30 x 40 cm, 2017, Zeichnung, Marker auf Layoutpapier
Blatt 3: Susanne Haun, Die Kuechenuhr – sie sahen ihn nicht an, 30 x 40 cm, 2017, Zeichnung, Marker auf Layoutpapier

Borchert möchte den Leser zum Nachdenken über den Krieg anregen, die Küchenuhr ist in der Vorderansicht das Symbol für das verlorene Paradies vor dem Krieg und in der Hinteransicht zeigt sie die Zerstörung der Seele des Mannes. Der Mann ist seelisch überfordert mit der Situation. Die Zuhörer sind gleichgültig, der Mann hat keine Familie mehr, der er seine Not anvertrauen kann, er vertraut sich Fremden an. Borschert löst mit seiner Erzählung starke Gefühle aus, die auf den Illustrationen bildlich dargestellt sind.

 

3 Die Kuechenuhr - sie sahen ihn nicht an (c) Zeichnung von Susanne Haun

3 Die Kuechenuhr – sie sahen ihn nicht an (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

Ihr schmachvoll Fortgejagten aus dem Himmel – Dante – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Dante Alighieri, Zeichnung by Susanne Haun on 6. März 2017

 

Ich arbeite weiter am Dante – Zyklus: „Ihr schmachvoll Fortgejagten aus dem Himmel“ sprach mich künstlerisch als Satz an.

 

1 Ihr schmachvoll Fortgejagten aus dem Himmel - 51 x 32 cm - Tusche und Aquarell auf Kuperdruckpapier (c) Zeichnung von  Susanne Haun

Ihr schmachvoll Fortgejagten aus dem Himmel – 51 x 32 cm – Tusche und Aquarell auf Kuperdruckpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

2 Detail Ihr schmachvoll Fortgejagten aus dem Himmel - 51 x 32 cm - Tusche und Aquarell auf Kuperdruckpapier (c) Zeichnung von  Susanne Haun

Detail Ihr schmachvoll Fortgejagten aus dem Himmel – 51 x 32 cm – Tusche und Aquarell auf Kuperdruckpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ich habe mich beim Papier vergriffen, statt eines Aquarellbogens habe ich ausversehen einen Bogen Kupferdruckpapier gegriffen. Dadurch fransen die Tuschelinien aus. Erst habe ich mich geärgert aber wer schmachvoll aus dem Himmel gejagt wird, der kann auch in den Linien ausfransen 🙂

#1 Entrada (siehe hier)
#2 Als ich mich zur Tiefe wandt, zu fliehen (siehe hier)
#3 Ich war im Kreis der Wartenden (siehe hier)
#4 Der Gesang vor der Ankunft der Höllenstadt (siehe hier)
#5 Dessen Füsse er mit einer Eisenzange kopfüber hielt (siehe hier)
#6 Der Pechsee des Teufels (siehe hier)

Der Pechsee des Teufels – Dantes – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Aquarell, Dante Alighieri, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 1. März 2017

 

Beim Pechsee des Teufels aus Dantes göttlicher Komödie habe ich auf die Farbe Blau gesetzt.

 

1 Der Pechsee des Teufels -Ausschnitt - 25 x 25 cm - Tusche und Aquarell auf Karton (c) Zeichnung von Susanne Haun

1 Der Pechsee des Teufels -Ausschnitt – 25 x 25 cm – Tusche und Aquarell auf Karton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Variert habe ich in den Formaten 25 x 25 cm, 50 x 70 cm und 15 x 15 cm. Es ist nicht einfach, sich immer wieder auf ein neues Format einzulassen. Nach den beiden blauen Arbeiten griff ich nach einem schon mit rot bearbeiteten Blatt, jedoch bin ich mit meinem Blau zufriedener, obwohl die Hölle ja eigentlich immer rot und schwarz von den Menschen gedacht wird.

Beim Zeichnen habe ich den Pechsee wahrlich in meinen Ohren blubbern gehört.

 

 

Wie schon berichtet waren wir letzte Woche  beim Workshop von Anna beim bbk (siehe hier).  Heute zeige ich euch meinen zweiten geschnittenen Film. Dieses Mal habe ich StopMotion mit einen Film kombiniert, den ich 4 x schneller abspiele als er aufgenommen wurde und als ich reel zeichne. Er hat etwas von Slapstik. Mit dem Ton habe ich noch Schwierigkeiten. Beim ersten Film habe ich hintereinander einen Uhrzeiger als Geräusch laufen lassen. Ich wollte keine Beschwingende Musik im Hintergrund, es passt von meinem Verständnis aus nicht zu Dantes Komödie. Dieses mal habe ich sogar den Originalton leise gestellt und ganz auf Ton verzichtet. Ich denke noch darüber nach, ob das besser als Geräusche oder Musik ist.

 

 

Bisherige Projektschritte:
#1 Entrada (siehe hier)
#2 Als ich mich zur Tiefe wandt, zu fliehen (siehe hier)
#3 Ich war im Kreis der Wartenden (siehe hier)
#4 Der Gesang vor der Ankunft der Höllenstadt (siehe hier)
#5 Dessen Füsse er mit einer Eisenzange kopfüber hielt (siehe hier)

Dessen Füsse er mit einer Eisenzange kopfüber hielt – Dantes – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Aquarell, Dante Alighieri, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 27. Februar 2017

 

Dantes göttliche Komödie lässt mich noch lange nicht los.

Ich arbeite erst mit der Farbe und dann setze ich die Linien und spiele mit den Formaten und Papiertypen.

Heute faszinierten mich die Worte: „Dessen Füsse er mit einer Eisenzange kopfüber hielt.“

 

 

Letzte Woche waren wir wieder beim Workshop von Anna beim bbk (siehe hier). Dieses mal haben wir unsere Filme mit dem iPhone geschnitten. Gut vorbereitet hatte ich schon einige Filmschnippsel vorbereitet und kann euch hier nun stolz das Ergebnis meines ersten genschnittenen Films präsentieren.

 

 

 

Bisherige Projektschritte:
#1 Entrada (siehe hier)
#2 Als ich mich zur Tiefe wandt, zu fliehen (siehe hier)
#3 Ich war im Kreis der Wartenden (siehe hier)
#4 Der Gesang vor der Ankunft der Höllenstadt (siehe hier)

 

Der Gesang vor der Ankunft der Höllenstadt – Dantes – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Aquarell, Dante Alighieri, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 22. Februar 2017

 

Die nächsten Arbeiten der Serie zu Dantes göttlicher Komödie habe ich auf Burgund Aquarellkarton in der Größe 24 x 32 cm gefertigt. Der Aquarellkarton ist leider zu groß, um die fertigen Arbeiten scannen zu können. So muss wieder der Fotoapparat mit meinem 50mm Festbrennweite Objektiv herhalten.

 

2 Der Himmelsbote und die Feuergräben - 32 x 24 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Himmelsbote und die Feuergräben – 32 x 24 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Im nächsten Salon (siehe hier) kündige ich den Zyklus als expressive Zeichnungen, in dem ich Zeit, Historie und das Narrative verknüpfen möchte, an. Das Historische und Narrative ist klar fehlen noch Erläuterungen zur Zeit!

 

1 Der Gesang vor der Ankunft der Höllenstadt - 32 x 24 cm - Tusche unf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Gesang vor der Ankunft der Höllenstadt – 32 x 24 cm – Tusche unf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Der Duden beschreibt expressiv als ausdrucksvoll, ausdrucksstark, ausdrucksbetont, mit Ausdruck. Arbeite ich mit der Feder und Tusche, dann arbeite ich sehr kontrolliert und bedacht. Ich kann nur so schnell arbeiten, wie ich die Feder mit Tusche über das Papier führen kann. Das verleitet mich dazu, über die einzelnen Schritte nachzudenken, zu pausieren und die Gedanken gleiten zu lassen.

Lege ich eine Zeit fest, in der die Zeichnung entstehen sollte, dann werde ich gezwungen, schneller und aus dem Bauch heraus zu agieren. Dazu benötige ich viel Wissen und Sicherheit. Im ersten Schritt trage ich die Aquarellfarben auf. Um schneller zu sein, geschieht das gleich aus der Tube heraus – ungewöhnlich für Aquarellfarben.

 

3 Das sind die Ketzergräben samt den Jüngern - 32 x 24 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das sind die Ketzergräben samt den Jüngern – 32 x 24 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Bisherige Projektschritte:
#1 Entrada (siehe hier)
#2 Als ich mich zur Tiefe wandt, zu fliehen (siehe hier)
#3 Ich war im Kreis der Wartenden (siehe hier)

 

 

Ich war im Kreis der Wartenden – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Aquarell, Dante Alighieri, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 17. Februar 2017

 

Wer google mit dem Begriff Dantes Komödie füttert, erhält seitenweise Einträge.

#3-1 Ich war im Kreis der Wartenden - 20 x 30 cm - Tusche und Aquarell auf Zeichenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

#3-1 Ich war im Kreis der Wartenden – 20 x 30 cm – Tusche und Aquarell auf Zeichenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

Als Hörbuchfan habe ich mir schon vor langer Zeit ein Hörspiel (siehe hier) produziert vom Bayrischen Rundfunk von Dantes berühmter Komödie gekauft. „Die Schauspieler-Elite der 50er und 60er Jahre brilliert in dieser berühmten Hörspielproduktion: Marianne Hoppe, Käthe Gold, Peter Lühr, Wolfgang Büttner, Robert Graf, Kurt Horwitz, Bernhard Minetti u.v.a.“ wird die CD-Sammlung angepriesen. Ich mag die Überlagerungen von Musik und Sprache dieser Produktion.

#3-3 Zerberus - 20 x 30 cm - Tusche und Aquarell auf Zeichenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

#3-3 Zerberus – 20 x 30 cm – Tusche und Aquarell auf Zeichenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wer die göttliche Kömödie klassisch vorgelesen bekommen möchte, der kann diesem Link zum Bayrischen Rundfunk folgen und die Komödie kostenlos herunterladen. Literarisch Wissenswertes zur Komödie kann ebenfalls beim Bayrischen Rundfunk gelesen werden (siehe hier).

#3-2 Entrada Version 2 - 20 x 30 cm - Tusche und Aquarell auf Zeichenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

#3-2 Entrada Version 2 – 20 x 30 cm – Tusche und Aquarell auf Zeichenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

Während ich zeichne, höre ich die göttliche Komödie.

Resultierend aus meiner Unzufriedenheit der letzten Ergebnisse habe ich zu meinem Medium, der Feder und Tusche gegriffen und die Aquarellfarbe direkt aus der Tube aufgetragen. Aus der Arbeit mit diesen fünf Zeichnungen habe ich mir wieder in Erinnerung gerufen, dass weniger mehr ist und werde weiter die Farbe expressiv aber sparsamer einsetzen.

Bisherige Projektschritte:
#1 Entrada (siehe hier)
#2 Als ich mich zur Tiefe wandt, zu fliehen (siehe hier)

Flecken in der Kunst und als ich mich zur Tiefe wandt, zu fliehen – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Aquarell, Dante Alighieri, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 15. Februar 2017

Ich habe den Eindruck, ich quäle mich mit meinem neuen Projekt.

Ich sehne mich danach, die Höllenkreise Dantes in meinem wohlbekannten Ausdruck darzustellen, so wie ich den  Antonius Zyklus in Szene gesetzt habe, hier noch einmal der Projektblog (siehe hier) zu Antonius  von Ute Schätzmüller und mir dazu. Meine kleinen Zeichnungen erscheinen mir kraftvoll.

 

#2-2 Eine Wölfin, die hochträchtig war - 20 x 30 cm - Tusche auf Zeichenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

#2-2 Eine Wölfin, die hochträchtig war – 20 x 30 cm – Tusche auf Zeichenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Aber bedeutet es nicht, wenn die Zeichnerin bei der eigenen Handschrift bleibt, das Werk stagniert? Oder sollte ich mich glücklich schätzen, meine Handschrift gefunden zu haben und erkennbar zu sein? Und bin ich nicht auch in meinen neuen Bildern erkennbar?

Letzte Woche habe ich in einem Seminar im Kupferstichkabinett die Kaffeekleckszeichnungen von Michael Echter kennengelernt. Hier können sie im Überblick auf der Online Datenbank des Museums angeschaut werden.

Wie die ungemalten Bilder von Nolde basieren sie auf dem Prinzip in einem Klecks Linien und Motive zu entdecken.

Dieses mal habe ich zum Bearbeiten meiner farbigen Aquarellkleckse  ein Schulfüller mit blauer Tinte benutzt. Die Tinte fliesst zu langsam, die Feder ist zu dünn, ich schaffe es nicht, in einer Minute das Blatt zu füllen und bin frustriert.

 

#2-1 Als ich mich zur Tiefe wandt, zu fliegen - 20 x 30 cm - Tusche auf Zeichenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

#2-1 Als ich mich zur Tiefe wandt, zu fliegen – 20 x 30 cm – Tusche auf Zeichenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ich gebe noch nicht auf – ich werde weiter experimentieren – meine Schränke sind voller Papier, Aquarellfarben und Tusche.

Es tut mir gut, alleine zu arbeiten. Ich brauche nach langer Zeit die Auseinandersetzung mit mir selber.

Bisherige Projektschritte:
#1 Entrada (siehe hier)

 

 

 

Entrada – treten sie ein, meine Herrschaften – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Aquarell, Dante Alighieri, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 13. Februar 2017

 

Am 28. März 2017 findet mein nächster KunstSalon statt (siehe hier).  Der Salon handelt von der „Verschollenen Generation“, die zur Zeit des Expressionismus in Deutschland tätig war.

 

# 1-3 Dante Alighieri Willst du zu ihm, der lenkt das All - 20 x 30 cm - Tusche und Aqaurell auf Skizzenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

# 1-3 Dante Alighieri Willst du zu ihm, der lenkt das All – 20 x 30 cm – Tusche und Aqaurell auf Skizzenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Nicht zur „verschollenen Generation“ aber doch zur selben Zeit gehört Emil Nolde (siehe hier), der besonders mit seinen ungemalten Bildern aus seiner Zeit der inneren Emigration nichtsdestotrotz zum Thema passt. Es gibt eine eindrucksvolle Anekdote über Nolde aus dieser Zeit. Er hatte während des Nationalsozialismus Malverbot und bekamm von seinen Freunden heimlich Farbe und Papier. Das Papier war in der Größe, dass er seine Hand darüberlegen und somit bei Gefahr seine Arbeit verstecken konnte. Ich mag die ungemalten Bilder sehr.

An diesem Kunstsalon der „verschollenen Generation“ möchte ich eine besondere, neue Serie von Zeichnugnen mir ausstellen.

 

# 1-2 Dante Alighieri Entrada - Ob Mensch of Schatten - 20 x 30 cm - Tusche und Aqaurell auf Skizzenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun(2)

# 1-2 Dante Alighieri Entrada – Ob Mensch of Schatten – 20 x 30 cm – Tusche und Aqaurell auf Skizzenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Einige Inspirationsquellen liegen meiner Serie zugrunde.

Die ersten drei Blätter habe ich auf 100g Skizzenpapier von Hahnemühle gezeichnet. Das Papier ist von der Farbe eines warmen Crèmetons, der mir sehr gefällt.

Zuerst habe ich Horadam Aquarellfarbe aufgetragen, ohne dass ich dabei ein Motiv im Kopf hatte. Nach dem Trocknen der Farbe habe ich mir pro Blatt 1 Minute Zeit genommen, um mit Füller die Linien gesetzt. Dabei habe ich Dante Alighieris göttliche Komödie als Hörbuch gehört. Die ersten drei Blätter sind mit meinem Artpen und brauner Tusche gezeichnet. Mir fehlte gerade bei der „Entrada“ ein wenig Farbe, weswegen ich nachträglich noch einmal einige Aquarellakzente setze.

 

 

 

 

 

Eine neue Identität – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Ferne - F.L.Arnold, Illustration, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 19. Oktober 2016

 

„Eine neue Identität annehmen,
im Grunde eine Rolle spielen, ein anderer Mensch sein
– das bedeutet mir das Fortgehen.“² Florian L. Arnold

 

Eine neue Identität annehmen - 70 x 50 cm - Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Eine neue Identität annehmen – 70 x 50 cm – Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Es ist wieder Zeit, sich dem Buch  Die Ferne von Florian L. Arnold zu widmen. Ganz meinem Entschluss treu, habe ich mit blauer Tusche und Pinsel die erste Version vom obigen Zitat gezeichnet. Es sind schon einige Zeichnungen nach dem Buch entstanden (siehe hier). Bei dieser Zeichnung bin ich wieder intuitiv nur mit Pinsel auf großen Format vorgegangen. Wichtig ist, dass ich mich demnächst entscheide, auf welchem Format und in welcher Technik ich die Zitate des Buchs zeichnen werde.

Ich habe mich besonders gefreut, dass Florian L. Arnold (siehe hier seinen Blog faselloch) meine zeichnerischen Interpretationen seines Buchs gefallen.

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²Florian L. Arnold, „Die Ferne“, Mirabilis Verlag, Klipphausen/Miltitz 2016, S. 51

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