Susanne Haun

Die Traumdeuterin und Seherin – Zeichnung von Susanne Haun

 

Die Traumdeuterin und Seherin, 65 x 50 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanen Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Die Traumdeuterin und Seherin, 65 x 50 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanen Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Auch wenn Martin (siehe hier) in seinem Kommentar zu meiner letzten Zeichnung zur Corona Pendemie folgendes schrieb:

Na, liebe Susanne, das will ich dann doch nicht hoffen, dass wir in die Phase des Weltendes eingetreten sind. Denn das war ja die Deutung des Traumes, die Daniel gehabt hat: Jedes Tier steht für ein Weltreich, das vierte Tier steht für das schlimmste, das letzte Weltreich (man hat lange gedacht, damit wäre das römische Reich gemeint), in dem es heiss hergeht und dessen Ende dann mit dem völligen Ende der Welt zusammenfällt …..

…. kann ich das Buch im Tanach (Bezeichnungen für die Hebräische Bibel) noch nicht ganz von der Feder lassen. Daniel war ein jüdischer Traumdeuter und Seher im babylonischen Exil.

Was würde ich als schwankende evangelische Frau sehen? Welche Träume habe ich? Spontan zeichnete ich dazu das heute gezeigte Bild und zitiere mich zeichnerisch dabei.

Martin, deine Worte haben mich eher noch mehr inspiriert, weiter zu zeichnen:

Die Tiere (Löwe, Bär, Panther) sind Bilder für antike Weltreiche, deren bestialische Bedrohlichkeit sich steigert: Während die Flügel des Löwen gestutzt und durch ein Menschenherz ersetzt werden, frisst der Bär Fleisch und der Panther hat mehr Flügel und Köpfe als seine Vorgänger. Das vierte Tier erscheint als besonders grausames, maßloses Wesen, das mit gewaltigen eisernen Zähnen alles frisst und zermalmt und mit seinen Füßen alles zertritt. Das elfte seiner Hörner habe drei vorige Hörner ausgerissen und mit einem menschlichen Maul anmaßend geredet.“ heißt es in  Wikipedia, wo ich einfacherweise die Zusammenfassung des Buches Daniel las.

So grausig es sich anhört, desto mehr Bilder habe ich im Kopf. Sollte ich mir da Sorgen machen? 😉

 

Hier einige Details- und Entstehungsfotos der Zeichnung:

 

Hier ist der Link zum Bild auf meiner Online Präsenz bei Singulart (klick).

For my english speaken readers:

Haun witer outlines her views on the Corona Virus. Here she is clearly the center of attention, the virus begins to dominate her thoughts. With this drawing she starts a relief to get the situation under control.
The quarantines imposed are just as bad for artists whose profession largely consists of communication as they are for restaurants, theaters and museums. While drawing, Susanne Haun also had a quote from the Bible in her head that she discovered on the net: „The fourth animal was very different from all the others, very terrible, with iron teeth and brazen claws, which ate up and crushed itself and with his feet crushed what was left. (…) And it had ten horns on its head. “ Daniel 7.19 f.
Daniel was a Jewish dream interpreter and seer in exile in Babylon.

 

Einladung zum 24. Kunstsalon im Atelier Susanne Haun – mit Katrin Merle

Posted in Salon, Zeichnung by Susanne Haun on 16. März 2020

 

Liebe Freundinnen und Freunde meines KunstSalons!

Auch wenn wir im Moment in schweren Zeiten leben, möchte ich, in der Hoffnung, dass sich bis Ende Mai vieles wieder normalisiert, den nächsten Salon ankündigen. Hoffen wir das Beste und bleibt gesund!

Der 24. KunstSalon am Dienstag findet am 26. Mai 2020 um 18 Uhr in meinen Atelierräumen in der Groninger Str. 22, 13347 Berlin statt.

Als Gast freue ich mich auf Katrin Merle (siehe hier), sie absolvierte ihre Ausbildung in der Fachrichtung Modedesign am Lette Verein und war danach als Modezeichnerin und später als Grafikerin in einer Werbeagentur tätig. Seit 1995 arbeitet sie freiberufliche Illustratorin und ist seit 2012 bei den Urban Sketchers. In ihrem Atelier im Kunstzentrum Tegel Süd widmet sie sich der freien Malerei.

 

Einladung KunstSalon bei Susanne Haun - Gast Katrin Merle

Foto Katrin Merle von (c) Christian Schindler

 

Die vielseitige Künstlerin Katrin Merle will sich nicht auf eine Richtung festlegen lassen. Ihr Geld verdient sie mit Kinderbuchillustrationen und Urban-Sketching-Workshops, sie füllt ihre Skizzenbücher draußen vor Ort und malt im Atelier auf Leinwand. Daneben lässt sie in einem Postkartenaustausch mit einem Zeichnerkollegen ihrer Phantasie freien Lauf oder illustriert gefundene Einkaufszettel. Dabei entstehen extrem unterschiedliche Werke, denn die Richtungen haben erst einmal nicht viel gemeinsam. Und doch sind es Facetten einer einzelnen Person.

 

Ich will mich nicht beschränken, Illustration, urban sketching, Gemaelde (c) Werke von Katrin Merle

Ich will mich nicht beschränken, Illustration, urban sketching, Gemaelde (c) Werke von Katrin Merle

 

Katrin wird beim Salon von ihrer Gratwanderung erzählen, die ihre unterschiedlichen Tätigkeitsfelder mit sich bringen:

Sie wird uns das Manifest der Urban Sketchers erläutern und ihre Begeisterung für dieses Konzept mit uns teilen. (Instagram: @katrin_Merle). Beim Zeichnen in der Stadt wirkt das äußere Umfeld auf ihre Arbeit ein, während die Kunst auf Leinwand von innen aus ihrer Seele (Instagram @katrin_merle_art) heraus entsteht.

Im Buchhandel erkennen die Interessierten, mit welchem breiten Spektrum Katrin Merle im Illustrationsbereich (https://katrinmerle.de) aufgestellt ist.

Unsinn aller Art findet ihr auf Katrins Blog https://berlindoodleblog.blogspot.com/.

Im lockeren Gespräch unter Einbeziehung unserer Gäste werden Katrin und ich durch den Salon führen.

Im Galerieraum werden die verschiedenen Arbeiten der Welten von Katrin zu sehen sein.

 

Wir freuen uns, Euch begrüßen zu dürfen.

24. KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun

26. Mai 2019 um 18 Uhr

Groninger Str. 22, 13347 Berlin

info@susannehaun.de T: 030 43 00 45 72, M: 0177 232 80 70

www.susannehaun.com

Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz

Mein Scanner ist entzwei – Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Zeichnung by Susanne Haun on 6. November 2019

 

Blatt 27 Er steht auf zwei Pfoten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 27 Er steht auf zwei Pfoten (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ihr kennt es sicher!

Ein neues Mac OS  Betriebsystem in Kombinaton mit der Einstellung der Produktion von Druckern (und deren Software ein) von Samsung und schon ist der Betrieb des Druckerscanners nicht mehr möglich.

Es braucht dann schon ein oder zwei Wochen, zu aktzeptieren, dass man ein neues Gerät kaufen sollte. Es braucht dann auch nochmal ein paar Tage bis das neue Gerät geliefert wird.

Deshlab möchte ich euch heute auf ein Projekt von 2012 (siehe hier) aufmerksam machen:

Die zeichnerische Interpretation des Buches Die Versuchungen des heiligen Antonius von Gustav Flaubert mit Heike Schatzmüller (siehe hier).

Kennt ihr das Kinderspiel „Stille Post“? Geflüsterte Worte werden von Mensch zu Mensch weitergereicht. Beim letzten Teilnehmer werden die Worte laut ausgesprochen und mit den Eingangsworten verglichen.
Meistens können alle über die Veränderungen lachen.

 

Blatt 1 Die Strähne einer ungeheuren Mähne aus der heiligen Antonius (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 1 Die Strähne einer ungeheuren Mähne aus der heiligen Antonius (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ute Schätzmüller und ich arbeiteten für unser Projekt „Die Versuchung der heiligen Antonius“ mit diesem Prinzip. Ute sendete mir den Ersten Satz per Post:

„Gegen Norden hat der Himmel perlgraue Färbung, während vom Scheitelpunkt aus, wie die Strähne einer ungekämmten Mähne, purpurne Wolken das blaue Gewölbe durchkräuseln.
Almählich werden die flammenden Streifen dunkler.“ Flaubert, Die Versuchung des heiligen Antonius

Ute und ich suchten immer Sätze aus dem Werk Flauberts heraus, die wir gerne zeichnen wollten und sendeten uns die Sätze.

Das ganze Projekt wird unter diesem Link auf meinem persönlichen Blog angezeigt. Der neuste Beitrag wird zuerst angezeigt, am Ende der Seite gelangt ihr durch drücken des Schriftzugs „older Posts“ zur nächsten Seite.

Ich zeige euch heute eine kleine Auswahl von Zeichnungen von mir, die zu diesem Projekt entstanden. Anhand der Blattzahl im Titel seht ihr, wieviele Arbeiten ich von diesem Zyklus erstellt habe.

 

 

rbb zibb bei mir im Atelier – Susanne Haun

Posted in Film, Projekt Sehgewohnheiten der Kleinsten, Zeichnung by Susanne Haun on 1. Juni 2019

Ton: Dieter Jaufmann, Kamera: Jan Urbanski, Regie Beate Bossdorf, zibb Beitrag im Atelier von Susanne Haun mit Helena

Im Mai kam der rbb zibb zu mir ins Atelier und gestern wurde der Beitrag gesendet. Die Regisseurin Beate Bossdorf drehte einen Beitrag über den Eichhörnchen Verlag in dem das Buch Landtiere erschien, für das ich die Illustrationen fertigte.

Herzlichen Dank an meine Nachbarin, die kleine Helena, die uns tatkräftig mit ihrer Meinung zu den Kinderbüchern aus Nina Alice Schuchardts Eichhörnchenverlag unterstützte.

Hier ist der direkte Link zum knapp 5 minütigen Beitrag zur Mediathek des rbb, leider wird der Link aus Urhebergründen nur 1 Woche zur Verfügung stehen. Wir alle würden uns freuen, wenn ihr die Woche nutzt und den Link vielleicht auch anderen Interessierten weiterleitet. 🙂

rbb zibb Beitrag zum Eichhörnchenverlag -> hier geht es zum Beitrag (klick)

Während der Dreharbeiten durfte ich ein paar Fotos für meinen Blog aufnehmen und so lernt ihr Beate Bossdorf, die Regisseurin, Dieter Jaufmann, zuständig für den Ton und Jan Urbanski an der Kamera auch kennen.

Ton: Dieter Jaufmann, Kamera: Jan Urbanski, Regie Beate Bossdorf, zibb Beitrag im Atelier von Susanne Haun mit Helena

Ton: Dieter Jaufmann, Kamera: Jan Urbanski, Regie Beate Bossdorf, zibb Beitrag im Atelier von Susanne Haun mit Helena

Filmstill rbb zibb, Beitrag Eichhörnchenverlag vom 31.5.2019, Ton: Dieter Jaufmann, Kamera: Jan Urbanski, Regie Beate Bossdorf

Wildschweine für Xenias Heiligen Bimbam – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Der Heilige Bimbam, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 1. März 2019

 

Es ist 12 Jahre her, dass ich über das Internet Xenia Cossmann (siehe hier) und ihre Lyrik kennenlernte. Eifrige Salonteilnehmerinnen und -teilnehmer kennen Xenia aus meinem 12. Kunstsalon zum Thema Inspirationsquelle Antike (siehe hier).

Wir begannen unsere Zusammenarbeit 2007 als ich einige Zeichnungen zu Xenias  kurzen Bericht zum Heiligen Bimbam begann zu illustrieren. Vor kurzem hatte Xenia die Idee, dass wir daraus ein kleines Buch machen wollen und so habe ich den Text sowie Feder und Tusche zur Hand genommen und mir weiter Gedanken zum Heiligen Bimbam gemacht.

Hier seht ihr ersteinmal, was 2007 entstand:

 

 

Die Erfahrung und das Sehen lassen meine Gedanken zu weiteren Eindrücken des Textes in die Feder fliessen. Willibrod schlachtet im IV. Bogen eine wilde angriffslustige Sau ab. Ehrlich gesagt, meine Säue sind etwas zu lieb geworden aber bestimmt waren sie das auch, bevor sie Willibrod sahen!

Ich freue mich, dass es mit dem Projekt weiter geht und bin auf das Endergebnis gespannt.

 

 

 

Weddingmarkt – diesen Sonntag ist es wieder so weit! – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Weddingmarkt, Zeichnung by Susanne Haun on 25. Juni 2018

 

 

Banner JULI Weddingmarkt Leopoldplatz Berlin

 

Diesen Sonntag  findet ihr mich auf dem Weddingmarkt auf dem Leopoldplatz.

Ich werde einen der neuen Stände des Marktes bespielen und freue mich auf euren Besuch!

 

 

Am Sonntag, den 01. Juli 2018 von 12–19 Uhr geht der Weddingmarkt in die dritte Runde der Saison. Die Besucher erwartet ein entspannter Sonntag mit 70 hochwertigen und abwechslungsreichen Ausstellern, 8 Streetfood-Ständen, sowie einem abwechslungsreichen Nebenprogramm.

Gezeigt wird die hochwertige Vielfalt des lebendigen Stadtteils. Kunsthandwerker, Designer und Künstler zeigen ihre Arbeiten: Illustrationen, Malereien, Keramik, Mode, Schmuck und vieles mehr.

 

Forró, Brasilianische Tänze am 1. Juli auf dem Weddingmarkt in Berlin am Leopoldplatz (c) Foto Weddingmarkt

 

Neben dem Marktbetrieb, wird ein spannendes Nebenprogramm geboten. Ganztägig kann man sich mit der Camera Minutera  fotografieren lassen, den Schauspielern des Prime Time Theaters begegnen, Live Musik vor der Kirche lauschen, sich von einer Comic Zeichnerin portraitieren lassen, die Hände mit Henna-Bemalung verzieren lassen oder sich im Massage Zelt Entspannung gönnen. Ab 15 Uhr werden zahlreiche Forro Tänzer einen brasilianischen Paartanz auf dem Platz aufführen. Weddinger Gastronomen verwöhnen die Besucher mit Streetfood – von Kaffee, Eis, Burger, scharfen mexikanischen Fladen, bis hin zu ausgefallenen asiatischen Kreationen, ist alles für den anspruchsvollen Gaumen dabei.

Hier ein paar Fotos zur Einstimmung von meinem Stand im Juli 2016:

 

 

Der Eintritt zum Markt ist frei. Die nächsten Termine für den Markt sind der 1.Juli, 5. August, 2. Sept. 2018, jeweils von 12–19 Uhr. Alle Informationen zu dem Markt findet ihr online unter wedding-markt.de (siehe hier).

Anbindung: U6 & U9 Leopoldplatz, Bus: 120, 142, 221, 247, 327

ProfilBild Juli Weddingmarkt Berlin Leopoldplatz

WEDDINGMARKT
http://www.wedding-markt.de
http://www.facebook.com/weddingmarkt
weddingkulturmarkt@gmail.com

ORGANISATION
Sabrina Pützer
Hochstädter Str. 5, 13347 Berlin
0157-78799467

Die Küchenuhr von Borchert – Illustrationen von Susanne Haun

Posted in Borchert - Die Küchenuhr, Zeichnung by Susanne Haun on 20. März 2017

 

Im Januar bewarb ich mich für den Otto-Dietscher-Preis 2017 für Illustration.

 

1 Die Kuechenuhr - innerlich ist sie kaputt (c) Zeichnung von Susanne Haun

1 Die Kuechenuhr – innerlich ist sie kaputt (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Es waren drei Texte vorgegeben, aus denen einer ausgewählt und zwischen 3 bis 5 Illustrationen angefertigt werden sollten. Die Zeichnungen durften nicht signiert, nur mit einer Nummer gekennzeichnet sein, damit „der Künstlername“ keine Rolle spielte.

Leider ist meine Illustration nicht ausgewählt worden. Hier findet ihr die Preisträger.

Die Generation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 2. Weltkriegs stirbt, nur noch wenige Augenzeugen leben. Ich gehöre zur Generation der Kriegsenkelkinder. Meine Oma berichtete mir, wie es war, ausgebombt zu werden, sie erzählte anschaulich, wie ganze Straßenzüge brannten und das Feuer mit seinem Licht die Nacht zum Tag und mit seiner Wärme den Winter zum Sommer machte. In Berlin, meiner Heimatstadt, waren in den 70iger Jahren, in denen ich aufwuchs, noch die Kriegsschäden zu sehen. Inzwischen sind sie fast ganz verschwunden.

In der Schule gehörte die Küchenuhr von Borchert zur Pflichtlektüre. Schon als ich sie mit 15 Jahren zum ersten Mal las, knüpfte ich Verbindungen von der Uhr zu den Erlebnissen meiner Oma.

 

2 Die Kuechenuhr - er kam nach Hause ins Paradies (c) Zeichnung von Susanne Haun

2 Die Kuechenuhr – er kam nach Hause ins Paradies (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Borchert verwendet sehr einfache, stilistische Mittel. In knappen Sätzen verwendet er die Sprache der armen, einfachen Menschen, von denen die Geschichte handelt. Aufgrund dessen entschloss ich mich, Marker und Layoutpapier für die Illustration der Geschichte zu verwenden. Die Linien der Marker können nicht durch Druck modelliert werden, ein Mischen der Farben ist nicht möglich. So einfach wie Borchert seine Geschichte erzählt, so einfach habe ich die Illustration gestaltet. Die Linien sollen die Intention des Autors aufnehmen und vermitteln. Wichtig war für mich beim Illustrieren die Semantik der um halb drei stehen gebliebenen Küchenuhr, weswegen sie in allen drei Blättern aufgenommen wird. Die Farbe Blau symbolisiert die Zeit des Paradieses vor dem Krieg, die Zeit nach dem Krieg wird in zwei Grautönen dargestellt.

In den drei Blättern sind die Kernaussagen Borcherts „Trümmerliteratur“ festgehalten:

Blatt 1: Susanne Haun, Die Kuechenuhr – innerlich ist sie kaputt, 30 x 40 cm, 2017, Zeichnung, Marker auf Layoutpapier
Blatt 2: Susanne Haun, Die Kuechenuhr – er kam nach Hause ins Paradies, 30 x 40 cm, 2017, Zeichnung, Marker auf Layoutpapier
Blatt 3: Susanne Haun, Die Kuechenuhr – sie sahen ihn nicht an, 30 x 40 cm, 2017, Zeichnung, Marker auf Layoutpapier

Borchert möchte den Leser zum Nachdenken über den Krieg anregen, die Küchenuhr ist in der Vorderansicht das Symbol für das verlorene Paradies vor dem Krieg und in der Hinteransicht zeigt sie die Zerstörung der Seele des Mannes. Der Mann ist seelisch überfordert mit der Situation. Die Zuhörer sind gleichgültig, der Mann hat keine Familie mehr, der er seine Not anvertrauen kann, er vertraut sich Fremden an. Borschert löst mit seiner Erzählung starke Gefühle aus, die auf den Illustrationen bildlich dargestellt sind.

 

3 Die Kuechenuhr - sie sahen ihn nicht an (c) Zeichnung von Susanne Haun

3 Die Kuechenuhr – sie sahen ihn nicht an (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

Ihr schmachvoll Fortgejagten aus dem Himmel – Dante – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Dante Alighieri, Zeichnung by Susanne Haun on 6. März 2017

 

Ich arbeite weiter am Dante – Zyklus: „Ihr schmachvoll Fortgejagten aus dem Himmel“ sprach mich künstlerisch als Satz an.

 

1 Ihr schmachvoll Fortgejagten aus dem Himmel - 51 x 32 cm - Tusche und Aquarell auf Kuperdruckpapier (c) Zeichnung von  Susanne Haun

Ihr schmachvoll Fortgejagten aus dem Himmel – 51 x 32 cm – Tusche und Aquarell auf Kuperdruckpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

2 Detail Ihr schmachvoll Fortgejagten aus dem Himmel - 51 x 32 cm - Tusche und Aquarell auf Kuperdruckpapier (c) Zeichnung von  Susanne Haun

Detail Ihr schmachvoll Fortgejagten aus dem Himmel – 51 x 32 cm – Tusche und Aquarell auf Kuperdruckpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ich habe mich beim Papier vergriffen, statt eines Aquarellbogens habe ich ausversehen einen Bogen Kupferdruckpapier gegriffen. Dadurch fransen die Tuschelinien aus. Erst habe ich mich geärgert aber wer schmachvoll aus dem Himmel gejagt wird, der kann auch in den Linien ausfransen 🙂

#1 Entrada (siehe hier)
#2 Als ich mich zur Tiefe wandt, zu fliehen (siehe hier)
#3 Ich war im Kreis der Wartenden (siehe hier)
#4 Der Gesang vor der Ankunft der Höllenstadt (siehe hier)
#5 Dessen Füsse er mit einer Eisenzange kopfüber hielt (siehe hier)
#6 Der Pechsee des Teufels (siehe hier)

Der Pechsee des Teufels – Dantes – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Aquarell, Dante Alighieri, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 1. März 2017

 

Beim Pechsee des Teufels aus Dantes göttlicher Komödie habe ich auf die Farbe Blau gesetzt.

 

1 Der Pechsee des Teufels -Ausschnitt - 25 x 25 cm - Tusche und Aquarell auf Karton (c) Zeichnung von Susanne Haun

1 Der Pechsee des Teufels -Ausschnitt – 25 x 25 cm – Tusche und Aquarell auf Karton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Variert habe ich in den Formaten 25 x 25 cm, 50 x 70 cm und 15 x 15 cm. Es ist nicht einfach, sich immer wieder auf ein neues Format einzulassen. Nach den beiden blauen Arbeiten griff ich nach einem schon mit rot bearbeiteten Blatt, jedoch bin ich mit meinem Blau zufriedener, obwohl die Hölle ja eigentlich immer rot und schwarz von den Menschen gedacht wird.

Beim Zeichnen habe ich den Pechsee wahrlich in meinen Ohren blubbern gehört.

 

 

Wie schon berichtet waren wir letzte Woche  beim Workshop von Anna beim bbk (siehe hier).  Heute zeige ich euch meinen zweiten geschnittenen Film. Dieses Mal habe ich StopMotion mit einen Film kombiniert, den ich 4 x schneller abspiele als er aufgenommen wurde und als ich reel zeichne. Er hat etwas von Slapstik. Mit dem Ton habe ich noch Schwierigkeiten. Beim ersten Film habe ich hintereinander einen Uhrzeiger als Geräusch laufen lassen. Ich wollte keine Beschwingende Musik im Hintergrund, es passt von meinem Verständnis aus nicht zu Dantes Komödie. Dieses mal habe ich sogar den Originalton leise gestellt und ganz auf Ton verzichtet. Ich denke noch darüber nach, ob das besser als Geräusche oder Musik ist.

 

 

Bisherige Projektschritte:
#1 Entrada (siehe hier)
#2 Als ich mich zur Tiefe wandt, zu fliehen (siehe hier)
#3 Ich war im Kreis der Wartenden (siehe hier)
#4 Der Gesang vor der Ankunft der Höllenstadt (siehe hier)
#5 Dessen Füsse er mit einer Eisenzange kopfüber hielt (siehe hier)

Dessen Füsse er mit einer Eisenzange kopfüber hielt – Dantes – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Aquarell, Dante Alighieri, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 27. Februar 2017

 

Dantes göttliche Komödie lässt mich noch lange nicht los.

Ich arbeite erst mit der Farbe und dann setze ich die Linien und spiele mit den Formaten und Papiertypen.

Heute faszinierten mich die Worte: „Dessen Füsse er mit einer Eisenzange kopfüber hielt.“

 

 

Letzte Woche waren wir wieder beim Workshop von Anna beim bbk (siehe hier). Dieses mal haben wir unsere Filme mit dem iPhone geschnitten. Gut vorbereitet hatte ich schon einige Filmschnippsel vorbereitet und kann euch hier nun stolz das Ergebnis meines ersten genschnittenen Films präsentieren.

 

 

 

Bisherige Projektschritte:
#1 Entrada (siehe hier)
#2 Als ich mich zur Tiefe wandt, zu fliehen (siehe hier)
#3 Ich war im Kreis der Wartenden (siehe hier)
#4 Der Gesang vor der Ankunft der Höllenstadt (siehe hier)

 

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