Susanne Haun

Keine Interessierten bei der Suppenküche – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Projekt Obdachlos, Querbruch-Obdachlos, Zeichnung by Susanne Haun on 9. November 2018

 

Impressionen von der Suppenküche Ausstellung Querbrüche Obdachlos (c) Foto von Susanne Haun

Impressionen von der Suppenküche Ausstellung Querbrüche Obdachlos (c) Foto von Susanne Haun

 

Vorgestern haben Gabriele und ich im Rahmen unserer Ausstellung Querbrüche Obdachlos vor dem Café Simit Evi am Leopoldplatz, Berlin Wedding, unsere von uns vor Ort gekochte Suppe angeboten.

Leider ist das Angebot nicht angenommen worden. Ein Interessierter kam, der wollte aber lieber 3,50 Euro statt Suppe. Ich sage es immer wieder, Hilfe muss auch angenommen werden, unsere Suppe ist nicht angenommen worden.

Gabriele, die viel Mühe und Liebe schon beim Besorgen der Zutaten und  Vorbereiten gesteckt hatte, war enttäuscht. Gut ist, dass ich mir schon vor langer Zeit abgewöhnt habe, zu große Erwartungen aufzubauen. Das hilft eine Enttäuschung zu vermeiden.

Geholfen habe ich Gabriele mit dem Schälen eines Sacks Kartoffeln und Paprika und Ingwer schneiden. Nach dem Schneiden der Zutaten in Gabrieles Küche haben wir alles in Rollkoffer und Fahrrad zum Kochen zum Simit Evi transportiert. Gabriele hatte nicht nur an die Kochutensilien sondern auch an Servietten und Holzlöffel gedacht. Das Kochen im Freien hat uns Spaß gemacht. Ich habe fleißig gerührt. 🙂

Wir standen von ca. 12 Uhr bis 16 Uhr mit der Suppe, die keiner wollte, draußen auf dem Rathausplatz. Zum Glück schien wenigstens die Sonne.

Viele sprachen uns an und fanden, wir hätten ein gutes Herz. Einer kam und wollte von uns 3,50 Euro aber er wollte keine Suppe. Wir boten die Suppe allen an, aber viele antworteten, sie können sich ihre Suppe auch selber kaufen. Vielleicht hätten wir sie verkaufen und dann das eingenommene Geld spenden sollen. Nun ist dieser Gedanke zu spät.

Dirk Jericho von der Berliner Woche kam zu uns, um uns und die Obdachlosen, die Suppe essen, zu interviewen. Auch er war erstaunt, dass keine Obdachlosen oder Hilfesuchenden da waren. Er interviewte uns beide und ich bin gespannt, was wir am Mittwoch in der Berliner Woche lesen.

Hier (Klick) könnt ihr Dirks Artikel in der Berliner Woche auch online lesen.

Die Suppe haben wir mit Hilfe von Ralph, den wir von der Händlergemeinschaft kennen, letztendlich in die Sozialeinrichtung Unter Druck e.V. gefahren. Dort wird sie heute verteilt. Da die Einrichtung sehr bekannt und angenommen ist, werden dort auch genügend Abnehmer kommen.

 

 

Kurze und langfristige Hilfe bei drohender Obdachlosigkeit — Weddingweiser

Posted in Ausstellung, Projekt Obdachlos, Querbruch-Obdachlos by Susanne Haun on 6. November 2018

 

Gestern ist der Artikel „Kurze und langfristige Hilfe bei drohender Obdachlosigkeit“ von mir im Weddingweiser erschienen.

Ich freue mich, wenn ihr dem Link folgt.

 

Leopoldplatz, Simit Evi, hier findet die Suppenküche am 7.11.18 statt, Foto von Susanne Haun

Leopoldplatz, Simit Evi, hier findet die Suppenküche am 7.11.18 statt, Foto von Susanne Haun

 

Am Mittwoch, den 7. November findet auf dem Platz vor dem Simit Evi in der Müllerstr. 147 ab 14 Uhr eine Suppenküche statt. Organisiert haben diese Verkostung die beiden Künstlerinnen Susanne Haun und Gabriele D.R. Guenther im Rahmen ihrer Ausstellung Querbrüche Obdachlos, der Weddingweiser berichtete bereits. Özlem Özmen-Eren, die Besitzerin des Simit Evi hat den beiden für diese Aktion ihre Küche und den Vorplatz vor dem Café zur Verfügung gestellt.

Weiterlesen unter:

Kurze und langfristige Hilfe bei drohender Obdachlosigkeit

 

Impressionen von der Ausstellungseröffnung Querbrüche – Obdachlos

Posted in Ausstellung, Projekt Obdachlos, Querbruch-Obdachlos, Zeichnung by Susanne Haun on 5. November 2018

 

Die Ausstellungseröffnung Querbrüche – Obdachlos war ausgesprochen gut besucht.

Das Ambiente der Veranstaltung war sehr gemütlich und die Familie Kottmann, Betreiber vom Café Motte waren die perfekten Gastgeber. Dzintra und Jana reichten zum Betrachten der Bilder Flammenkuchen, Oliven mit Aoli, Brot, Kekse, Limonade und Eistee, alles liebevoll dekoriert. Herzlichen Dank für die Beherbung unserer Ausstellung.

 

 

Dem voran ging das Hängen der Bilder der Ausstellung. Hier auch nochmals herzlichen dank an Meike Lander, die als Rednerin, Kuratorin und Helferin beim Hängen dabei war. Meike studiert wie ich an der FU Berlin Kunstgeschichte im Master.

Ich habe mich auch sehr gefreut, dass die Kultur von der Straße e.V. (siehe hier) Unter Druck unsere Ausstellung besuchte und mit einer Gesangeinlage bereicherte!

 

Café Motte, Impressionen Ausstellungseröffnung Querbrüche Obdachlos, Jan Markowsky und sein Team vom Verein Kultur von der Strasse e.V. © Foto von M.Fanke

Café Motte, Impressionen Ausstellungseröffnung Querbrüche Obdachlos, Jan Markowsky und sein Team vom Verein Kultur von der Strasse e.V. © Foto von M.Fanke

 

Die Ausstellung im Café Motte ist vom 2. – 11. November zu besichtigen. Öffnungszeiten von 12 bis zum letzten Gast.

Gleichzeitig werden Werke von uns in der Schiller-Bibliothek, Müllerstraße 149, 13347 Berlin in der Galerie im 1. OG vom 5.11. – 28.12.2018 gezeigt, Öffnungszeiten Mo – Fr 10:00 – 19:30, Sa 10:00 – 14:00 Uhr.

Am Mittwoch, den 7.11.2018 findet um 14 Uhr eine Suppenküche vor dem Café Simit Evi, Müllerstraße 147, 13353 Berlin statt.

Ebenfalls am Mittwoch ab 19 Uhr haben Interessierte die Möglichkeit mit Betroffenen zu diskutieren.

Am Freitag, den 9.11.2018 findet um 17 Uhr eine Führung durch die Ausstellung statt. Treffpunkt ist die Schiller-Bibliothek und wir laufen danach gemeinsam in die Ausstellung zum zum Café Motte.

Micha hatte bei dieser Ausstellung beim Fotografieren mit den Lichtbedingungen zu kämpfen. Sicher, ich hätte alle Fotos bearbeiten können, wollte aber die Atmosphäre, die bei den Fotos so gut herrüberkommt, nicht zerstören. Bei einer Ausstellungseröffnung mit großem Blitz arbeiten, kam für Micha nicht in Frage. Das hätte die gesamte Stimmung zerstört und so manch‘ ein Moment hätte nicht eingefangen werden können.

 

 

Sonntagsspaziergang – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 18. April 2018

 

Wir mögen unseren Heimatbezirk Berlin Wedding und spazieren oft durch die Straßen. So zog auch die Sonne am letzten Sonntag uns hinaus auf die Straße.

 

Urnenfriedhof Seestrasse - Susanne Haun zeichnet Magnolien (c) Foto von M.Fanke

Urnenfriedhof Seestrasse – Susanne Haun zeichnet Magnolien (c) Foto von M.Fanke

 

Sonntag begannen wir auf dem Friedhof Seestrasse, wo die Ehrenkränze für die Opfer des 17. Juni abgelegt werden. Jedes Jahr steht er im Frühjahr voller Bäume mit Magnolienblüten. Über die Müllerstrasse gingen wir ins Afrikanische Viertel und von dort in die Rehberge, um unser Ziel, das Eiscafé Kibo zu erreichen.

 

 

Magnolien zeichne ich sehr gerne durch alle Jahre. 2011 stellte ich fest, dass ein wunderschöner Magnolienbaum auf dem Friedhof Seestraße steht (siehe hier).

M. hat immer wieder Freude, mich beim Zeichnen zu fotografieren. Ich amüsierte mich besonders über das Portrait mit der rausgestreckten Zunge von mir. Bei Bewerbungen oder Ausstellungsfolder oder ähnlichem wird oft nach einem Portraitbild gefragt. Ich hoffe, ich merke mir, dass ich von diesen heute gebloggten Fotos eines nehmen kann.

In der Rehberge bin ich als Kind in den Leichtathletik Verein gegangen. Da waren die Seen aufgrund des Baus des Flughafen Tegels fast am austrocknen. Durch den sparsamen Umgang der Berliner mit Wasser sind die Grundwasserspiegel wieder gestiegen und die beiden Seen haben soviel mehr Wasser als ich sie je gesehen habe.

 

 

Vor kurzem in Athen bei Poseidon – Susanne Haun

Posted in Athen, Reiseberichte, Zeichnung by Susanne Haun on 16. Dezember 2017

 

Bevor das Jahr zu Ende 😉 geht, möchte ich vom letzten Tag unseres Kurzurlaubs in Athen berichten. Gerda fuhr mit uns zum Zipfel der Halbinsel Attika zum Tempel des Poseidons.

 

 

Ich schrieb in mein Tagebuch:

Athen, den 27.11.2017

Vier Tage sind keine lange Zeit, um eine so große Stadt wie Athen zu erkunden und so ist es nicht verwunderlich, dass der letzte Tag schneller anbrach als wir uns umdrehen konnten. Sind die ersten Tage mit blauem Himmel und Sonne gefüllt gewesen, regnete es schon am Morgen des vierten Tages in Strömen.

Gerda und ich nutzen die Zeit für ein langes Gespräch in der Küche bei Kaffee und Weihnachtskeksen. Generell waren die Tage von philosophischen und politischen Gesprächen und Diskussion begleitet. Mittags schlug Gerda vor, einen Ausflug zum Kap Sounion zu unternehmen. Kap Sounion ist vom Poseidontempel dominiert, der thronend auf dem Fels der südlichsten Spitze der Attika steht. Gerda fuhr uns souverän zum Ziel.

Dem Wind und Wetter ausgesetzt, ist dieser Ort bestens für Poseidon geeignet! Der Gott des Meeres zeigte sich gnädig, sprach mit Ailos, dem Gott der Winde, der die Regenwolken wegblies. Apollo schenkte uns Sonne und so konnten wir in Ruhe den Ort genießen, zeichnen, fotografieren, die Sonne (Apollo) anbeten sowie Kaffee und Kuchen essen.

Die Lichtverhältnisse der Halbinsel, die auch als attisches Licht bezeichnet werden, sind eindrucksvoll wie auf den Fotos zu erkennen ist. Als wir ins Auto zum Flughafen steigen, beginnt es wieder zu regnen. Ein eng mit Eindrücken gepacktes Wochenende endet.

 

Aussicht vom südlichsten Punkt der Attika (c) Foto von Susanne Haun

Aussicht vom südlichsten Punkt der Attika (c) Foto von Susanne Haun

 

Gerda berichtete schon vor einiger Zeit von unserem Tag bei Poseidon (siehe hier).

Was mir dazu noch einfällt:

Als Gerda meine Zeichnungen im Kaffee betrachtete, da stellte sie sofort fest, dass Architektur zeichnen nicht mein Ding ist. Ich musste lächeln, dass man das meinen Zeichnungen so ansah. Es ist mir einfach langweilig, Säule für Säule gerade und akurat zu zeichnen. Gerda schenkte mir dort aus dem selben Laden, wo ich meinen Hoplit (siehe hier) erstand, ein Skizzenbuch mit Eule und Bleistiften. Ich mag das Buch, ich habe darin den obigen Text festgehalten und einiges an Zitaten, die mir in letzter Zeit begegneten, festgehalten.

 

 

Athen – von der U-Bahnstation Evangelismus zur U-Bahnstation Meyoron Moutis – Susanne Haun

Posted in Athen, Reiseberichte, Zeichnung by Susanne Haun on 13. Dezember 2017

 

Über zwei Wochen ist es her, dass wir in Athen waren und die Wärme und Gerda und Panos Gastfreundschaft genossen. Die Zeit rast und inzwischen erscheint mir manches auf den Fotos schon unwirklich. In Athen war es schon weihnachtlich auf den Straßen geschmückt. Da war mir noch nicht so weihnachtlich wie jetzt beim Betrachten der Fotos.

 

Athen - U-Bahn Meyaron Moutis (c) Foto von M.Fanke

Athen – U-Bahn Meyaron Moutis (c) Foto von M.Fanke

 

Für unseren mittleren Tag habe ich kein Tagebuch geschrieben. Es hat sich einfach nicht ergeben, wir hatten soviel zu erzählen und der Austausch war mit wichtiger als mein Tagebuch. Zum Glück habe ich wenigstens die Orte aufgeschrieben, an denen wir waren.

Sehr gut hat mir das Museum of Cycladic Art gefallen. Ich hätte den ganzen Tag dort bleiben können, aber die Zeit war knapp und so haben wir anschliessend die Sonne im Garten des Byzantinischen Museums geblogt. Gerda zeigte Fotos davon (siehe hier).

 

Danach unternahmen wir einen Spaziergang mit den erwähnenswerten Orten: Kolokaki, Akademias, Theatermuseum, Massalias, um zum Schluss den Sonnenuntergang auf dem Lykabettus mit einem spektakulären Blick über Athen zu geniessen. Alle Fotos zeige ich nicht, es würde einfach den Rahmen des Blogs sprengen. Gezeichnet habe ich diesen Tag nur im Museum of Cycladic Art.

Vom ersten Tag in Athen könnt ihr hier (Klick) lesen.

Jetzt plagt mich ein vereiterter Zahn, der gezogen werden muss, während die daraus resultierende Entzündung mit Antibiotika bekämpft wird. Ich hoffe, das das bald aufhört zu pochen.

 

 

 

Graffiti in Athen – Psiri – Susanne Haun

Posted in Athen, Reiseberichte by Susanne Haun on 1. Dezember 2017

 

Der Stadtteil Psiri in Athen (siehe hier) hat einen morbiden Charme. Man schaut zwischen Verfallenem und bunten Graffitis hin und her. Nach dem Spaziergang durch die Straßen waren wir müde und brauchten einen Kaffee. Das Nachtleben, das im Reiseführer beschrieben ist, haben wir nicht erlebt, wir waren froh, nach einem langen Tag wieder bei Gerda in der Küche zu sitzen.

 

 

Das alte Athen – Susanne Haun

Posted in Athen, Reiseberichte, Zeichnung by Susanne Haun on 29. November 2017

 

Aus meinem Wochenendtagebuch aus Athen:

Athen, der 27. November 2017

Heute ist der Himmel über Athen grau. Nach zwei Sonnentagen holt uns das schlechte Wetter ein.

Vorgestern Abend holte uns Gerda vom Flughafen ab und die Sympathie und Zuneigung, die wir im Netz der Netze schon lange spüren, war auch sofort im „Real Life“ greifbar.

M. und ich haben uns sehr gefreut, dass Gerda uns Athen mit ihrem besonderen Blick zeigt. Fast 40 Jahre lebt sie nun schon in dieser Metropole. Nun liegen schon zwei ereignisreiche Tage hinter uns, ich sitze in Gerda und Panos Küche mit Bleistift und Papier und lasse das erlebte Revue passieren. Gerdas Mann ist schon zur Arbeit gegangen, Gerda und M. schlafen noch und es ist ruhig in der Wohnung. Wir wollen heute später losgehen. Ich genieße die morgendliche Ruhe. Gerda wohnt in einem der vielen Außenbezirke der Stadt, es ist hügelig und grün hier. Der Blick vom Balkon zeigt das mediterrane Flair.

 

 

Am ersten Tag, den Samstag, fuhren wir von hier mit dem Auto zum P+R Parkplatz der U-Bahnstation Poukissis Plakentias und von dort ging es weiter bis zur Station Akropolis. Hier ist die „touristische Hölle“ los. Alle Nationalitäten stürmen zum berühmten Götterfelsen. Wir hatten entschieden, zuerst ins Akropolismusum zu gehen, die Museen haben hier nur bis 16 Uhr auf.

So stelle ich mir moderne Museumsarchitektur vor! Besonders begeistert war ich vom obersten Stockwerk des Museums, dort ist der Fries (siehe hier) der Akropolis ausgestellt. Während der Besatzung der Türken wurde Athens Akropolis geradezu ausgeräubert. Große Teile des Fries‘ wurden abgeschlagen und von den Briten ins British Museum und den Franzosen in den Louvre transportiert. Kleine Teile haben auch den Weg nach Deutschland gefunden. Heute sind Kopien der gestohlenen Friesteile gefertigt und im Museum kann der Besucher um den Fries in Originalgröße herumlaufen und dabei sowohl die Original- wie auch die kopierten Friesteile betrachten. Die kopierten Teile sind gut als Gipsabdrücke erkennbar. Die Geschichte eines jeden Frieselements ist unter dem Fries in Bildschirmanimationen dokumentiert. Durch die Panoramascheiben liegt Athen zu Füßen des Besuchers. Die Akropolis thront stolz auf ihrem Felsen währen ihr Fries das Museum ziert. Das Museum klagt nicht an, es dokumentiert. Ich bin der Meinung, es wäre im Sinne Europas und der Schicklichkeit, die gestohlenen Stücke zurückzuführen. Vielleicht als eine Art Austausch? Die Gipsabdrücke für die Originale?

 

Athen Akropolis Museum (c) Foto von M.Fanke

Athen Akropolis Museum (c) Foto von M.Fanke

 

Nach dem Museum führt uns Gerda nach Filopappou, um uns die herrliche Aussicht über Athen in Richtung Akropolis zu zeigen. Durch Thisio folgen wir dem Akropolisrundweg, dabei unternehmen wir Abstecher in die Altstadt, sehen florierende neben wegen der Krise geschlossene Geschäfte, wir trinken in einem atmosphärischen Kaffee Kakao und Americanos, essen süße Teilchen, schauen uns den Platz oberhalb der U-Bahnstation Monastiráki an und in Psirri wird auf dem Flohmarkt dieses und jenes präsentiert, eben das wohlbekannte und inspirierende Durcheinander eines jeden Marktes.

Langsam wird es dunkel draußen und wir stehen am Turm der Winde. Zum Abschluss dieses ersten Tages besuchen wir Anafiótika, die Insel in der Stadt. Die blaue Stunde schenkt uns auf diesem Wege einige schöne Fotos. Das Viertel ist Straßenlos, die Häuser liegen an schmalen Stufengassen aus dem 19. Jahrhundert.

Den ersten Tag haben wir ausgefüllt verbracht, schade, dass jeder Tag nur 24 Stunden besitzt!

 

Athen Auf dem Filopappou (c) Foto von M.Fanke

Athen Auf dem Filopappou (c) Foto von M.Fanke

 

Am ersten Tag haben M. 322 und ich 250 Fotos auf unseren SD-Karten gespeichert. Davon haben für den Blog 41 ausgesucht. Das war nicht einfach. Ein wenig geschummelt haben wir – es gibt in den nächsten Tagen noch einen Blogbeitrag vom ersten Tag von den Graffitis Athens.

 

Drei Stunden in Bernau – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Reiseberichte, Zeichnung by Susanne Haun on 6. November 2017

 

Die letzten Wochenenden waren von Arbeit geprägt.

Ausstellungen, Ausschreibungen für Ausstellungen, Hausarbeiten für die Uni und der normale familiäre Wahnsinn. Ich hatte das Gefühl, es wäre einerlei, welcher Wochentag gerade ist.

 

 

 

Und so haben wir uns letzten Samstag Vormittag trotz weiterer Verpflichtungen auf den Weg nach Bernau gemacht. 50 km liegt die kleine Stadt von meinem Atelier in Berlin Wedding entfernt. So ein kleiner „Break“ reicht mitunter schon aus, um das Wochenende mit neuen Inspirationen zu versorgen und nicht das Gefühl zu erhalten, nur im Hamsterrad zu stecken.

Bewusst habe ich meine Kamera zuhause gelassen und bin mit dem Skizzenbuch bewaffnet den sehr idyllisch angelegten Weg um die Stadtmauer gefolgt. Der Himmel war Blau und ich stellte mir zur Aufgabe, mit schnellen und wenigen Linien die Gegebenheiten festzuhalten. Seit Sizilien hatte ich nicht mehr die Möglichkeit so frei ohne die drängende Arbeit im Hinterkopf zu zeichnen. Ein paar Fotos mit dem Handy haben doch noch ihren Weg in den Blogbeitrag gefunden. Besonders die Denkmäler gefielen mir.

M. hat seiner Ansicht nach eine falsche Auswahl seines Objektivs getroffen, er hat mit 60 mm Festbrennweite auf seiner Nikon fotografiert, wir nennen das „Laufzoom“. Ich kann die falsche Wahl aufgrund der Fotos nicht bestätigen. Sicher hatte er andere Fotos im Kopf, die mit diesem Objektiv nicht möglich waren, aber ist nicht genau das, was die Kreativität und Herausforderung ausmacht? Mit den Mitteln, die zur Verfügung stehen, gute Fotos zu machen.

Ich hatte mir auch immer schon einmal vorgenommen, mir eine Ausstellung in der Galerie Bernau anzuschauen. Mir haben die Räumlichkeiten, die Ausstellung der Arbeiten von Osmar Osten (Jagd auf Öl) und die freundlich fundierte Führung des Galeristen durch die Ausstellung sehr gut gefallen. Auf der Homepage ist mir aufgefallen, was für ein umfangreiches Programm die Galerie neben den Ausstellungen bietet.  Inspiriert mit einem kleinen Katalog zur Ausstellung als Erinnerung bin ich aus der Galerie herausgegangen.

Sehr lecker war Kaffee und Kuchen im CaFe Mühle in der Mühlenstraße. Die Homepage des Kaffees steckt voller Informationen über Bernau.

 

 

Musikalische Darbietung am letzten Tag der Ausstellung Querbrüche von Frank Gratkowski und Achim Kaufmann – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Kunstzentrum Tegel Süd, Musik, Zeichnung by Susanne Haun on 20. Oktober 2017

 

Am letzten Tag unserer Ausstellung Querbrüche stand die Musik im Vordergrund. Frank Gratkowski spielte Saxophon, Klarinette und Querflöte und Achim Kaufmann Synth und Sounds.

 

Die Musiker Frank Gratkowski und Achim Kaufmann (c) Foto von M.Fanke

Die Musiker Frank Gratkowski und Achim Kaufmann (c) Foto von M.Fanke

 

Ich habe mich sehr gefreut, ganz in Ruhe und sehr nahe an den Interpreten zu zeichnen.

 

 

Saxophon - Klarinette - Synth - Sound (c) Zeichnung von Susanne Haun

Saxophon – Klarinette – Synth – Sound (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Frank spielt am 2.11. im A-Trane, Bleibtreustraße 1, 12625 Berlin Black Top mit Pat Thomas – piano, Orphy Robinson – mallets und
Jean Paul Bourelli – guitar. Weitere Termine für Konzerte findet ihr hier.

Achim spielt am 10.11. im Aufsturz-Klub, Oranienburger Str. 67, 10117 Berlin mit Oli Steidle/Sebastian Gille/Robert Landfermann/AK. Weitere Termine für Konzerte findet ihr hier.

Michas Kunst ist die Fotografie, ich finde, die Fotos vom letzten Ausstellungstag sind besonders gelungen als ob er Licht und Raum mit den Akteuren verschmolzen hat.

 

 

Musik zeichnen ist eine Herausforderung.

Für mich hat das Zeichnen während eines Konzerts nichts mit einem Musikerportrait zu tun. Ich strebe keine Ähnlichkeiten oder Referenzen zu Personen an, ich möchte die Töne zeichnen und die Musiker dienen mir als Anlaß dazu. Ich zeichnete bloß eine Viertelstunde, aber schnell wie die Musik.  Mit jedem Blatt werde ich abstrakter, leider war mein Slizzenbuch leer und ich musste ein neues aus der Tasche holen, das störte meinen Fluß. Ich bin ausgesprochen zufrieden, wenn ich die Ergebnisse sehe und ich höre die Musik beim Betrachten klingen.

 

 

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