Susanne Haun

Tagebucheintrag 2. und 3. September 2020 – Bei Rembrandt steppt der Bär – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Engel, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 19. September 2020

 

Tagebucheintrag 02.09.2020, Bei Rembrandt steppt der Bär - Gürteltier, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Tagebucheintrag 02.09.2020, Bei Rembrandt steppt der Bär – Gürteltier, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

Es begab sich zu einer Zeit, da war das Reisen noch einfach und Susanne und Micha fuhren für das Wochenende nach Amsterdam.

Im fernen Amsterdam angekommen, führte ihr Weg nach Amsterdam zum Rembrandt Haus wo sie eine schöne Zeit verbrachten.

Besonders die Wunderkammer des schon lange verstorbenen legendären Meisters faszinierte die nicht mehr ganz junge Zeichnerin.

Mehr von diesem denkwürdigen Besuch erfährt die liebe Leserin, der liebe Leser, wenn er sich auf den -> klick auf Reisen begibt und die digitale Route zum Blogbeitrag der Susanne Haun ins folgt.

 

 

Tagebucheintrag 03.09..2020, Bei rembrandt steppt der Bär - Rochen, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Tagebucheintrag 03.09..2020, Bei rembrandt steppt der Bär – Rochen, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

Rembrandt und eine Louis Vuitton Handtaschen Torte – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 24. Juli 2017

 

Manchmal bringt das Leben interessante Kombinationen hervor, so auch Rembrandt und eine Louis Vuitton Handtaschen Torte.

Als ich vor vier Jahren mit meinem Studium begann, erwartete ich nicht, noch einmal eine wirklich gute Freundin kennenzulernen, schliesslich war ich ja schon 48 Jahre alt. So ging es auch Cris, die letzte Woche 48 Jahre alt wurde. Wir sind beide sehr erstaunt, nicht nur wegen unseres Alters und die schnell vergehende Zeit. Ich habe euch Cris schon einmal vorgestellt (siehe hier), sie hat die Ausstellung Wegschütten von Jürgen und mir kuratiert.

Cris hat sich zur Rembrandt Expertin entwickelt. Neben Rembrandt beschäftigt sie sich während ihres Studiums mit Caravaggio und den Caravaggisten.

 

Acryl-Käfer bevölkern Rembrandt Kopf - 25 x 25 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Acryl-Käfer bevölkern Rembrandt Kopf – 25 x 25 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Cris inspirierte mich dazu, mich mit Rembrandt im Portrait zu befassen. Das ist keine einfache Aufgabe, gibt es doch „nur“ Gemälde, Zeichnungen und Radierungen von ihm.

Wie schaffe ich es in solch einem Fall, mich und meine Kunst in Rembrandt einzubringen, ohne dass meine Zeichnung wie eine Kopie von Gewesenem wirkt?

Das erste Portrait zeichnete ich nach einem Besuch in der Gemäldegalerie  – ich kaufte im Museumsshop einen Käfer in Acryl eingelegt (nein keinen Hai wie bei Damien Hirst sondern einen Käfer!) und verknüpfte ihn in schnellen Linien mit Herrn Rembrandt.

Das zweite Rembrandt Portrait ging ich bedachter an, beim Schreiben des Text dachte ich an Cris und stellte mir vor, wie Rembrandt Cris in seinem Haus in Amsterdam, was ich letztes Jahr besuchte (siehe hier) wohl betrachten und ihr erklären würde, wie Farben angemischt werden. Ich habe mich sehr gefreut, was für unterschiedliche Portraits mit unterschiedlichen Ausdrücken entstanden sind. Die beiden Arbeiten zeigen, wie entscheident der Künstler und nicht der Portraitierte für das entstehende Werk ist. Eigentlich ist das Modell (oder Auftragsgeber) dem Künstler und seine sicht ausgeliefert.

 

Rembrandt trifft mit stechenden Blick auf Cris - 25 x 25 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Rembrandt trifft mit stechenden Blick auf Cris – 25 x 25 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Cris hat zu ihrem Geburtstag ihre Kreativität in anderer beeindruckender Weise ausgelebt. Mit 60 Eiern, 4 Paketen Butter, viel Zucker und noch einigem mehr backte² sie eine Louis Vuitton Handtaschen Torte. Da ich die Tasche sehr beeindruckend fand, möchte ich sie euch hier auch zeigen:

 

 

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² Ich habe im Duden die Vergangenheit von Backen nachgeschlagen, ich wusste, buk gehört zur alten Rechtschreibung (siehe hier) und erfuhr so, dass backte nun die neue Vergangenheitsform des Verbes backen ist.

Das Rembrandthaus in Amsterdam – Susanne Haun

Posted in Amsterdam, Foto by Susanne Haun on 14. April 2016

 

Es war ein Genuß, das Rembrandthaus in Amsterdam zu besichtigen.
Ich kann nur jedem empfehlen, ein bis zwei Stunden Zeit dort zu verbringen.

 

Rembrandthaus Amsterdam (c) Foto von M.Fanke

Rembrandthaus Amsterdam (c) Foto von M.Fanke

Rembrandt war einige Zeit seines Lebens ein wohlhabender Mann. In dieser Zeit lebte er in einem Grachtenhaus, das heute liebevoll restauriert ist und besichtigt werden kann. Nachdem er verarmte, mußte er das Haus aufgeben.

In fast allen Zimmern des Hauses hingen Bilder, die er seinen Kunden zum Verkauf anbot. Im Eintrittspreis inklusive ist eine Audioführung. Man kann selber entscheiden, wieviele Informationen man abrufen möchte, es gibt Texte zu den Räumen, zum Mobilar und zu den Bildern. Der Audioguide ist in vielen Sprachen erhältlich, darunter auch deutsch. So war der Besuch sehr entspannt. Außerdem gab es jeweils eine Vorführung in Rembrandts Radierwerkstatt und in seinem Atelier. Im Atelier wird die Herstellung der Farben Rembrandts mit Pigmenten und Leinöl gezeicht. Die Vorführungen wurden in englischer Sprache gehalten.

 

 

Die Historie der Portraitkunst: Eisbär Fan – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Dezember 2011

Die Portraitkunst hat eine lange Vergangenheit und es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Menschen darzustellen.

Anfang Dezember zeichnete ich eine junge Frau, die erfolgreich Eishockey bei den Eisbären spielt, schon Pokale gewonnen hat und deren Großeltern gerne ein Portrait wollten, dass dieses auch zum Ausdruck bringt.

Beginnend mit den Augen - Detail - Entstehung Enkelin - Zeichnung von Susanne Haun

Beginnend mit den Augen - Detail - Entstehung Enkelin - Zeichnung von Susanne Haun

Das Portrait ist ein traditionelles Thema und ich mußte Entscheidungen treffen, wie ich die junge Dame darstellen möchte: als ganze Figur oder im Ausschnitt, nach vorne schauend oder zur Seite in Eishockey Kleidung, mit Pokal, ohne Pokal.

Zu Rembrandts Zeiten wurden Portraits öfter in Historiendarstellungen übernommen, was als höchste Kunstform galt. Auch Rembrandt selbst stellte sich in biblischen, mythologischen oder Phantasiekostüme dar.

Holm Bevers schreibt im Katalog zur Ausstellung „Aus Rembrandts Zeit„, dass die Portraitkunst zwar von den bedeutesten Meistern ausgeübt wurde, weil es darauf ankam, dass die Personen möglichst ähnlich dargestellt wurden, aber in der Wertigkeit der Kunst standen Portraits an niedriger Stelle, da der eigene Erfindungsreichtum des Malers nicht in das Kunstwerk einfliessen konnte.

Portrait "Enkelin" - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm - Tusche auf Leonardo Büttenpapier

Portrait "Enkelin" - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm - Tusche auf Leonardo Büttenpapier

In der Portraitkunst heute kommt es auf beides an, auf eine gewisse Ähnlichkeit und auch auf die Handschrift des Künstlers. Ich persönlich möchte den Charakter, das Wesen des Portraitierten darstellen.

Wer kennt übrigens nicht die Ahnengalerie der Altkanzler im Bundeskanzleramt? Und wer erinnert sich nicht an das Aufheben, das von Immendorfs goldenem Schröder gemacht wurde?

Hier ist eine Übersicht der bisherigen Gemälde:

Die Porträts der bisherigen Bundeskanzler und die Künstler:

– Konrad Adenauer, CDU (Hans-Jürgen Kallmann) – Ludwig Erhard, CDU (Günter Rittner) – Kurt Georg Kiesinger, CDU (Günter Rittner) – Willy Brandt, SPD (Olaf Petersen) – Helmut Schmidt, SPD (Bernhard Heisig) – Helmut Kohl, CDU (Albrecht Gehse) – Gerhard Schröder, SPD (Jörg Immendorff)

Die Großeltern haben inzwischen das Portrait ihrer Enkeltochter geschenkt. Meine Intention in der Darstellung war, dass sie sich auch in 40 Jahren noch diesem 18 jährige Mädchen auf dem Portrait erinnern und stellen kann. Erinnert ihr euch, wie es war, als ihr 18 wart?

Aus Rembrandts Zeit – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Betrachtungen zur Kunst, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 21. Dezember 2011

Im Kupferstichkabinett in Berlin wird die Zeichenkunst in Hollands Goldenem Jahrhundert gezeigt.

Die Spiegelung des Potsdamer Platzes in der Ausstellungsankündigung - Foto von Susanne Haun

Die Spiegelung des Potsdamer Platzes in der Ausstellungsankündigung - Foto von Susanne Haun

Natürlich stechen die Zeichnungen Rembrandts – des Meisters – heraus. Dieser Mut, der in den Linien steckt! Ca. 50 Schüler sollen seine Werkstatt besucht haben. Einige Arbeiten der Schüler sind nun im Kupferstichkabinett zu sehen.

Besonders mag ich die Katalog-Nr.54 „Die Verkündigung an Maria, um 1652 von Constantijn Daniel von Renesse. Dieses Blatt enthält  Korrekturren Rembrandts und das finde ich sehr spannend und lehrreich. „Auch die vier Evangelisten“ von Abraham Bloemaert sind sehenswert. In der Zeit Bloemaerts war in den Niederlanden die offene Ausübung des Katholizismus verboten und Bloemaerts schuf viele Auftragsarbeiten für „schuilkerken“, verborgene Kirchen . Bloemmaert fertigte vor dem Beginn seiner Gemälde Zeichnungen an.

Ich finde es erstaunlich, die Arbeiten sind alle natürlich sehr gut, aber manche bleiben so sehr im Kopf als ob sie sich festgenagelt haben.

Inspiriert von der Ausstellung und dem Allgäu Aufenthalt vom Oktober entstanden heute die beiden Zeichnungen vom Baum.

Im Allgäu Version 1 - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 15 x 20 cm

Im Allgäu Version 1 - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 15 x 20 cm

Fertigstellung des Bergengels und Beckmanns Kritiken – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Engel, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 28. Dezember 2010

Es ist schon sehr spannend, wie der Herr Beckmann schimpfen und schimpfen kann – ich stelle ihn mir in der Tat sehr anstrengend vor.

Er hält Liebermann, Marées und Klinger für Gehirnkünstler, die kein unmittelbares Verhältnis zum Leben haben. Klingers Brahmsdenkmal findet der scheußlich und einfach unhaltbar in jeder Beziehung. Beckmann erklärt da eher Rembrandt, Goya und Hals zu seinen Favoriten. Goya hätte eine prachtvolle, majestätische Aussprache. Ein üppiges Leben ist darin, ein Raumgefühl!

Die roten und braunen Linien wirken sehr lebendig - Ausschnitt Zeichnung Susanne Haun

Die roten und braunen Linien wirken sehr lebendig - Ausschnitt Zeichnung Susanne Haun

Beckmann schreibt am 27.1.1909, dass er zu Fuß nach Schulzendorf und zurück ging und davor die Woche in Tegel spazierte. In Schulzendorf wohne ich und in Tegel lag meine vorige Wohnung. Längst sind beide Orte in Berlin eingemeindet. Es ist ein komisches Gefühl zu wissen, dass Beckmann vor 100 Jahren dieselben Waldwege ging wie ich.

Bergengel - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 60 cm - Tusche auf Bütten

Bergengel - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 60 cm - Tusche auf Bütten

Es ist erstaunlich, wie wenig das Auge das leuchtende Krapprot im fertigen Bild wahrnimmt!

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