Susanne Haun

Zitat am Sonntag – Mascha Keléko – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 7. April 2018

 

Bedenkt:
den eigenen Tod, den stirbt man nur,
Doch mit dem Tod der anderen muß man leben.

Mascha Keléko

 

Entstehung Rosen bekränzter Totenkopf (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung Rosen bekränzter Totenkopf (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

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gefunden auf instagram bei aus.gelesen:
https://www.instagram.com/p/BhDsc2hHeQW/?taken-by=aus.gelesen

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 166 – Pablo Picasso

Posted in Vergänglichkeit, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 6. November 2016

 

„Wenn ich male, versuche ich stets, eine Form der Darstellung zu finden, die die Leute nicht erwarten, ja, die sie darüber hinaus noch ablehnen. Das ist das, was mich interessiert. In diesem Sinn versuche ich immer, revolutionär zu werken.“²
Pablo Picasso

 

Entstehung Rosen bekränzter Totenkopf (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung Rosen bekränzter Totenkopf (c) Zeichnung von Susanne Haun

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Picasso, Pablo, zitiert nach: Bastian, Heiner, Gallwitz, Klaus, Picasso, Von Mougins nach Baden-Baden. Der späte Picasso, Baden-Baden 2005, S. 48.

 

Aufräumen 3. Tag – Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 6. April 2016

Bei einigen Zeichnungen konnte ich mich gestern und vorgestern beim Aufräumen nicht entscheiden, ob ich sie ganz zerstöre und Fragmente davon aufhebe.

Hier sind zwei Ausschnitte, die ich für aufbewahrenswert halte.

Was ist Ewig? – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Pastell, Stillleben, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 10. Juli 2014

Was ist Ewig?

Die Architektur der Antike? Die heilige Schrift? Der Koran? Das Internet? Die Mumien in Ägypten? Die Mausoleen der Königinnen und Könige?

Vanitas - 47 x 61 cm - Pastell auf Hahnemühle Ingres Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun klein

Vanitas – 47 x 61 cm – Pastell auf Hahnemühle Ingres Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun klein

Auf meinem Stilleben kombiniere ich einen Totenschädel, zwei zerknüllte Papierstücken, einen Hühnerknochen und eine eckige Glasflasche.
Heute frage ich euch: Was denkt ihr, was ich mir dabei gedacht habe?

Im Georg Kolbe Museum in Berlin läuft seit dem 15. Juni die Ausstellung „Ewig ist eh nichts“ (siehe hier). Die Ausstellung läuft bis zum 31. August 2014, vielleicht schaffe ich es ja, mir die zeitgenössischen Positionen zum Thema anzuschauen.

Vanitas – Zwischenstand – Zeichnung Susanne Haun

Posted in Pastell, Stillleben, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 4. Juli 2014

Jedes Medium hat seinen Ausdruck. So auch die Pastellkreiden und Stifte.

Ich mag den Kontrast der weichen Stifte zur relativ harten Ausdrucksweise der Tusche. Es erfordert andere Denkstrukturen.

Zum Tod und zur Vergänglichkeit zeichne ich gerne, weil dort findet der Betrachter und Produzent das pure Leben.

Entstehung Vanitas Stillleben auf Hahnemühle Ingres (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung Vanitas Stillleben auf Hahnemühle Ingres (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Totenkopf und ich – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 26. Mai 2014

Ich kann mir meine Faszination für Totenköpfe erklären.

Es ist das endliche und die Vergänglichkeit, die mich an dem Totenkopf an sich fasziniert.

Ein ironischer Blick auf mein Ich  Version 3 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ein ironischer Blick auf mein Ich Version 3 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Natürlich schaue ich immer mit einem Stück Selbstironie auf mich. Manche Dinge möchte ich gerne an mir ändern aber ich falle immer wieder in meine alten Verhaltensmuster zurück – dann muß ich lachen – über mich und die Welt.

Jetzt bin ich müde und möchte Mittagsschlaf halten. Es ist 18 Uhr und ich muß an meiner Selbstdiziplin arbeiten. Gute Nacht!

Ein ironischer Blick auf mein Ich  Version 4 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ein ironischer Blick auf mein Ich Version 4 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Mitgebrachte Inspirationen aus Halberstadt – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Januar 2014

Letztes Wochenende war Monja in Halberstadt und hat viele Fotos von Tugenden (Glaube, Liebe, Hoffnung und Stärke, Mäßigung, Gerechtigkeit, Klugheit) sowie Engel mitgebracht.

Daraus habe ich heute meine eigenen Inspirationen zum Thema Vergänglichkeit auf einem Büttenbogen der Größe 65 x 50 cm gezeichnet.

Entstehung mitgebrachte Inspirationen aus Halberstadt (c) Foto von Susanne Haun

Entstehung mitgebrachte Inspirationen aus Halberstadt (c) Foto von Susanne Haun

Ich, die Vergänglichkeit und die Kunst des Lebens – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 6. Oktober 2013

In meinem Ideen- / Skizzenbuch habe ich eine Liste all der Dinge angelegt, die ich zur Vergänglichkeit im Kopf habe.

Als erstes fiel mir gleich mein Totenkopf ein. Nein, er ist nicht echt, es ist ein für Anatomiestudien gefertigter „Plastik-Totenkopf“. Ich habe ihn oder besser sie Ruthi genannt (seht hier).

Meine Kollektion blaue Tusche (c) Foto von Susanne Haun

Meine Kollektion blaue Tusche (c) Foto von Susanne Haun

Ich habe keine Angst vor dem Tod, ich versuche jeden Tag das Beste zu geben, zu leben und Freude am Tag zu haben. Ist der Tod nicht ein Endpunkt, den wir selber nicht mehr wahrnehmen? Ich habe mehr Respekt vor Krankheit. Die Krankheit betrifft uns persönlich. Der Tod betrifft unsere Angehörigen und Freunde. Wir stehen bei unserem eigenen Tod außen vor, uns schreckt eher der Tod unserer Eltern, Familie und Freunde.

Meine Schulfreundin aus Kindertagen sagte zu mir, ich würde so anders leben als sie, so dass ihr sogar das Vorstellungsvermögen dafür fehlt, was mich bewegt. Ich hätte eine Unruhe und einen intellektuellen Bewegungsdrang, den sie nicht nachvollziehen kann.

Ich fühle mich nicht unruhig – jedenfalls, wenn ich meine Gedanken zu Papier (oder Blog) bringen kann. Egal, ob mit Zeichnung oder Worte. Ich fühle mich nicht unruhig, wenn ich Wissen aufnehmen kann. Es erzeugt ein Glücksgefühl in mir. Ist es nicht schön, dass ich dieses Glück aus mir selber schöpfen kann?

Entstehung - Die eigene Vergänglichkeit - 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung – Die eigene Vergänglichkeit – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Dieses Glück spüre ich auch, wenn ich mich einem Thema stelle, wie dem Thema Vergänglichkeit. Heute habe ich wieder die Kraft gehabt, ein großes Blatt zu beginnen. Ich bin noch nicht fertig mit der Zeichnung, es fehlt noch etwas hinter mir und dem Kopf – ich denke darüber nach, was es ist.

So habe ich heute Zwiesprache mit meinem Totenkopf gehalten. Ich habe dazu eine Serie im Kopf – diese Auseinandersetzung ist tief.

Der Totenkopf – The Skull – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 26. Juli 2013

„Es ist ein mit Rosen bekränzter Totenkopf – er beherrscht einen perlweißen Frauenkörper“
schreibt Flaubert in den Antoniusversuchungen.

Der Totenkopf galt als Symbol / Sinnbild für die Vergänglichkeit, symbolisierte den Todeswunsch und die Angst vor dem Tod. Werke mit Totenkopf sind als Vanitas Werke bekannt geworden. Aus diesen Bildern kann die Botschaft „Memento mori“ (Gedenke des Todes) oder „Carpe diem“ (Nutze den Tag) gelesen werden.

Was trieb Flaubert an, eine Frau mit Rosen und Totenkopf zu beschreiben? Rosen und Frauen, beides Symbole für Schönheit, die vergänglich sind. Ist diese nur kurz vorhandene Schönheit, der kurze Augenblick der Wollust, eine Versuchung für Antonius? Oder ist der Todeswunsch generell eine Versuchung für Antonius?

Entstehung Rosen bekränzter Totenkopf (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung Rosen bekränzter Totenkopf (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wie sieht das heute aus? Hat der Totenkopf überhaupt noch die „Todeswunschsymbolik“? Oder ist der Totenkopf heute nur noch ein Dekorationsobjekt? Das Vanitas-Symbols, verlor seine ursprüngliche religiöse Funktion mit dem 18. Jahrhundert.

Totenköpfe wurden oft auf die Rückseite von Portraits gemalt. Sie sind dort ein Symbol für die Verweslichkeit des Menschen „mors absconditus“ und nehmen den künftigen Zustand des dargestellten Menschen vorweg. Ein Beispiel dafür ist der linke Flügel von Jan Gossaert (auch Jan Mabuse genannt) Carondelet-Diptychon von 1517. Der zur Seite geschobener Unterkiefer ist ein Zeichen für die Auflösung der Person. Hier auf der Seite vom Louvre bekommt ihr einen Eindruck vom Werk.

Entstehung Rosen bekränzter Totenkopf (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung Rosen bekränzter Totenkopf (c) Zeichnung von Susanne Haun

Interessant finde ich die Nischen, in die die Totenköpfe bildnerisch gelegt werden. Diesen christlichen Todesreflexionen werden Zettel beigelegt (auf die Bilder gemalt), die die philosophischen Vorstellungen der Zeit enthielten: „Omnia morte cadunt/mors ultima linia rerum“ – „Alles zerfällt mit dem Tode, der Tod ist die letzte Grenze der Dinge“ steht auf der Rückseite des Portraits von Jane-Loyse Tissier, 1524 von Bartel Brüyns gemalt.

Buschrose (c) Zeichnung von Susanne Haun

Buschrose (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaking reader:
The scull is symbol for perishability and death. I draw a new quote from Flauberts tempations of Antonius. Antonius tempatations of this quote are death wish and lust.

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Schneider, Norbert. Stilleben. Köln 2009.

Eine Kette aus Totenschädeln – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 11. Juli 2013

„Der dritte ist grün und hat eine Kette aus Totenschädeln um.“ Flaubert in den Antoniusversuchungen

Es ist zeitaufwendiger, die neuen Zitate auf Papier zu bannen, denn für die Ausstellung in Köln haben wir unser Blattmaß von 20 x 15 cm auf 50 x 40 cm geändert. Die Räume im Tor 28 sind sehr viel größer als mein Atelier, wo wir im Mai unsere Arbeiten zeigten und unsere kleinen Arbeiten würden sich in den großen Räumen verlieren.

Entstehung - Eine Kette aus Totenschädeln (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung – Eine Kette aus Totenschädeln (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die großen Blätter fotografieren sich auch sehr schwer. Immer sind Schatten auf dem Papier!

So muss ich ganz anders arbeiten, disziplinierter und überlegter, denn es ist aufwendiger, in der großen Größe zu arbeiten und natürlich auch vom Blatt selber kostenspieliger. Ich zeichne auf Hahnemühle 300g Büttenpapier, weil ich dort auch den schönen Büttenrand wie auf den kleinen Blättern habe.

In Gedanken bin ich aber noch beim Zitat von gestern (siehe hier). Die Darstellung der Seele läßt mich noch nicht wieder los. Auch gefällt mir die Diskussion in den Kommentaren zum Beitrag.

Wie ist das bei den Totenköpfen? Sie sehen doch so lebendig aus und ich zeichne sie sehr gerne. Wo ist hier die Seele?

For my english speaking reader:
I drawed dead heads, it is a head without soul? I don’t know this. I like skulls because they look so funny.

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