Susanne Haun

Die Wüste lebt – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Landschaft, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Oktober 2019

 

Die Wüste Namibias, 29 x 20 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Die Wüste Namibias, 29 x 20 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Eine meiner stärksten Erinnerungen an unseren Afrika Aufenthalt betrifft die namibianische Wüste.

Selten war ich so beeindruckt, siehe hier den Bericht von mir dazu (Klick).

Die dargestellte Spinne grub der Sanman, der uns durch die Wüste führte, aus. Ich berichtete hier in meinem Blog davon (Klick).

 

Wüstenspinne, 12 x 12 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Wüstenspinne, 12 x 12 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Ich mochte auch sehr die gelben Blumen, die am Grenzübergang von Südafrika nach Namibia wuchsen. (Klick)

Wüstenblume, 18 x 11 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Wüstenblume, 18 x 11 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Die Wände meines Galerieraums bieten bald keinen Platz mehr, um alle meine Afrikazeichnungen zu zeigen. Ich bin schon neugierig, wie die Besucherinnen und Besucher meines Salons am Dienstag, den 29. Oktober meine Zeichnungen aufnehmen und etwas von dem spüren können, was ich in Afrika spürte.

Wer Zeit und Lust hat, kann gerne am 29.10.2019 ab 18 Uhr zum KunstSalon am Dienstag in mein Atelier in der Groninger Str. 22, 13347 Berlin Wedding kommen. Mehr dazu erfahrt ihr hier (klick).

 

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Eva Strittmatter

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 15. Juli 2018

 

Meine Seele ist wie trocken.

Durch die Wüste irre ich.

Nähr mich von Erinnerungsbrocken.

Und die Welt verweigert sich.

Eva Strittmatter , deutsche Dichterin und Schriftstellerin

 

Die Seelen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Seelen (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

____________________

Strittmatter, Eva, Wildbirnenbaum, Berlin 2009, S. 44.

Namibia – Der Sesriem Canyon und eine Wanderung mit San Man Franz – Susanne Haun

Posted in Namibia, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 6. April 2018

 

Namib Wueste (c) Zeichnung von Susanne Haun

Namib Wueste (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Im Sesriem Canyon kann die/der Reisende mit entsprechendem Schuhwerk einen beschaulichen Spaziergang von einer knappen Stunde unternehmen. Nach dem morgendlichen Wüstenspaziergang hatten einige die Wanderstiefel schon wieder gegen Flip-Flops getauscht und entschieden, lieber eine Pause am Truck zu machen. Darunter auch Micha. Ich war ehrlich gesagt viel zu geschafft vom Morgen, um ans Schuhetauschen zu denken und schlief lieber auf der Fahrt zum Canyon. Somit war ich bereit für neue Abenteuer.

„Der Tsauchab-Fluss hat hier eine rund einen Kilometer lange und 30 Meter tiefe Schlucht in das Gestein hineingefressen. Der Canyon soll durch eine kontinentale Erhebung vor zwei bis vier Millionen Jahren in dem 18 Millionen Jahre alten Gestein entstanden sein.“ kann auf der Seite https://sossusvlei.com/ nachgelesen werden.

 

Auf dem Weg zum nächsten Campingplatz trafen wir auf eine Gnu Familie. Das Gnu gehört zu den Ugly Five. Häßlich finde ich es nicht, es ist für mich wie eine Kuh mit Haaren 😉 . Die Haare machen es irgendwie witzig. Im Restaurant wird das Gnu als wilder beast bezeichnet und die Steaks medium gebraten schmecken mir besser als ein Rindersteak. Ich gehe davon aus, dass das Gnufleisch, dass auf dem Tisch der Restaurants landet, aus Herden stammt, die gezüchtet werden und nicht mehr gejagt. Ich kann es aber nicht sagen. Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, weil die Population des Gnus rückläufig ist.  Als ich auf der Restaurant Karte wilder beast las, wusste ich noch nicht was es war. Inzwischen folge ich dem Blog „Wildes Afrika“ und habe dort den Artikel „Wildfleisch auf dem Grill“ (siehe hier) gelesen.

Zwischenspiel: Wie immer unterwegs habe ich die Gnus in mein Skizzenbuch in schnellen Linien mit Füller eingefangen. Wieder zuhause angekommen, scanne ich meine Skizzenbücher ein. In Abgrenzung zu den Zeichnungen meines neuen iPads, habe ich Fotos von den Zeichnungen gemacht und mir überlegt, ob es nicht eine gute Idee wäre, den Skizzenbuchcharakter auch im Blog festzuhalten, auf die Scans versichten und lieber Fotos von den einzelnen Seiten der Bücher digital festhalten. Was meint ihr?

 

 

Am späten Nachmittag wurden wir nach dem Zeltaufbauen vom San Man (San People) Franz abgeholt. Er selber bezeichnete sich als bushman. In der Beschreibung der Aktivität von Nomad Adventure wurde Franz als local people beschrieben. Ich frage mich auch jetzt wieder, warum sein Name Franz war. Ein Relikt der deutschen Besatzer oder einfach nur für uns Touristen ein Name, den wir aussprechen können?

Die bushman sprechen in Klick Lauten. Franz hat uns einige Kostproben davon gegeben. Von Clemens habe ich die Opernsängerin Pumeza Matshikiza empfohlen bekommen. Der SWR schreibt über sie „Ob Arien oder südafrikanische Klicklaute… Die Sopranistin Pumeza Matshikiza bewegt sich mit ihrer Stimme in zwei Welten. Seit drei Jahren brilliert die Südafrikanerin an der Oper Stuttgart. Jetzt erscheint ihr erstes Album: „Voice of Hope“. Hier eine Kostprobe ihres Könnens und ihrer Klick-Laute auf youtube.

Die bushman sind nicht nur in Namibia sondern auch in Botswana, Südafrika, Angola und Zimbabwe zuhause. Franz erklärt uns, dass die bushman bei Strafe nicht mehr grenzübergreifend agieren dürfen. Von der Tradition her laufen bushman dem Wasser und dem Vieh hinterher, nicht als Hirten sondern als Jäger. Sie können also ihr traditionelles Leben nicht mehr ausüben. Die bushman sind mit ihrer Familie unterwegs. Wenn sie ein Wild erjagen, dann essen sie es vollständig auf. Ihr Bauch ist dehnfähig, sie können dann wochenlang ohne Essen auskommen. Sie laufen Nachts, wenn der Sand der Wüste sich abgekühlt hat und graben sich tagsüber in den Sand ein, da der Sand je tiefer man gräbt immer kälter wird. Sie können Spuren lesen, Franz hat uns gezeigt, wie schnell er im Fangen von kleinen Tieren ist. Die Eidechse hatte er so schnell gefangen, dass wir es kaum warnehmen konnten. Ich war sehr beeindruckt.

 

 

 

Mehr von unserer Afrikareise könnt ihr in der Kategorie Reiseberichte -> Südliches Afrika lesen (siehe hier). Die jüngsten Berichte sind immer zuerst, das heisst erst nach dem Scrollen könnt ihr die älteren Berichte lesen. Gibt es mehr Berichte als eine Seite fasst, dann geht es mit dem Button Older Posts » weiter 🙂
____________________________________

Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter. Sie hat sehr gute Kontakte zu Nomad und ist auch schon selber als Übersetzerin die Tour mitgefahren.

Ich werde zu jedem Beitrag die original Tourbeschreibung als Fußnote festhalten.

Heute ist zu beachten, dass wir am 3. Tag noch morgens am Orange River waren, die Skizzen und Fotos vom Morgen habe ich schon in meinem letzten Beitrag, Cederberg und Orange River gezeigt und beschrieben (siehe hier).

Day 05:

Watching the sunrise over the red dunes is an iconic highlight of any trip to Namibia and this morning we rise before the sun to capture this magnificent moment. A brisk climb up Dune 45 offers us the perfect vantage point to marvel at the changing colours of the desert sunrise. Once satisfied we descend this famous dune and enjoy a hearty breakfast before catching a 4×4 transfer into Sossusvlei, here we will spend time on foot visiting the pans at Sossusvlei and Deadvlei. Our day in the desert continues this afternoon as we join a local expert for an educational desert excursion. Tonight we empty the red sand from our shoes and spend the night under the magnificent desert stars, knowing that we have spent a full-day enjoying the wonders of this harsh land.

 

Namibia – die beeindruckende Sossusvlei in der roten Namib Wüste – Susanne Haun

Posted in Namibia, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 30. März 2018

 

Die Sossusvlei war für mich das beeindruckenste Erlebnis der gesamten Afrikareise.

Müsste ich mich zwischen Tieren und Wüste entscheiden, ich würde jedesmal wieder die Wüste wählen.

 

Namib Wüste - Blick von der Düne 45 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

Die Wüste ist ein Kunstwerk, der salzige Boden erinnerte mich in seinen Spiralen an die Spiral Jetty, das Naturkunstwerk von Robert Smithson.

 

 

Da wir sehr viele Eindrücke in der Wüste sammelten, teile ich diesen so besonderen Wüstentag in drei Blogbeiträge  auf. Heute berichte ich von der Düne 45 und der Sossusvlei. Die Düne 45 liegt 45 Kilometer vom Parkeingang vom Sesriemcanyon entfernt und ist rund 170 Meter hoch. Wir sind an diesem Tag um 4 Uhr in der Frühe aufgestanden, um den Sonnenaufgang oben auf der Düne in die Wüste blickend zu geniessen. Die erste Herausforderung bestand darin, das Zelt im Dunkeln nur mit der Stirnlampe abzubauen. Ich muss gestehen, dass machte mir, die kein Gleichgewicht besitzt, extreme Schwierigkeiten. Der Aufstieg im Zuckersand war nicht einfach und so war ich froh oben zu sitzen und zu zeichnen, der ersten Herausforderung stand gehalten zu haben.

Seht ihr die Menschen auf den Fotos? Manchmal sind sie etwas versteckt, weil sie so klein sind. Erst mit den Menschen auf den Fotos sind die Größenverhältnisse zu begreifen.

Ich habe an diesem heißen Ort nicht nur gezeichnet sondern wieder ein Sprachmemo aufgezeichnet. Ich erinnere mich, wie ich mit dem iPhone etwas abseits von allen Stand und meinen Blick schweifen lies, während ich redete. Auch wenn nicht wenig Menschen unterwegs waren, fühlte ich mich alleine, bereit meine Gedanken gleiten zu lassen. Als ich die Aufnahme vom 12.2.2018 gerade hörte, aktivierte sie in meinem Kopf Erinnerungen und Gefühle, die ich am heutigen Karfreitag in Berlin beim Schreiben nicht mehr parat hatte, die sich aber im Memo und auch auf den Fotos wiederfinden konnte. Ich denke, ich werde in Zukunft öfter meine Gedanken mit Hilfe von Memos festhalten. Es scheint ein gutes und vor allem schnelles Medium zu sein!

 

 

 

Nach unserem morgendlichen Abenteuer wartete Lorine mit einem Frühstück aus Früchten und gebratenen Eiern auf uns am Truck. Selten hat es mir so gut geschmeckt. Danach ging es in die Sossusvlei. Die Salzpfanne des Sossusvleis ist aus dem Tsauchab-Fluss entstanden, der im Laufe der Zeit in seinem rund 150 Kilometer langen Flussbett immer mehr versandete.²

 

 

 

Mehr von unserer Afrikareise könnt ihr in der Kategorie Reiseberichte -> Südliches Afrika lesen (siehe hier). Die jüngsten Berichte sind immer zuerst, das heisst erst nach dem Scrollen könnt ihr die älteren Berichte lesen. Gibt es mehr Berichte als eine Seite fasst, dann geht es mit dem Button Older Posts » weiter 🙂
____________________________________

Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter. Sie hat sehr gute Kontakte zu Nomad und ist auch schon selber als Übersetzerin die Tour mitgefahren.

Ich werde zu jedem Beitrag die original Tourbeschreibung als Fußnote festhalten.

Heute ist zu beachten, dass wir am 3. Tag noch morgens am Orange River waren, die Skizzen und Fotos vom Morgen habe ich schon in meinem letzten Beitrag, Cederberg und Orange River gezeigt und beschrieben (siehe hier).

Day 05:

Watching the sunrise over the red dunes is an iconic highlight of any trip to Namibia and this morning we rise before the sun to capture this magnificent moment. A brisk climb up Dune 45 offers us the perfect vantage point to marvel at the changing colours of the desert sunrise. Once satisfied we descend this famous dune and enjoy a hearty breakfast before catching a 4×4 transfer into Sossusvlei, here we will spend time on foot visiting the pans at Sossusvlei and Deadvlei. Our day in the desert continues this afternoon as we join a local expert for an educational desert excursion. Tonight we empty the red sand from our shoes and spend the night under the magnificent desert stars, knowing that we have spent a full-day enjoying the wonders of this harsh land.

___________________

²https://sossusvlei.com/entstehung/, 28.3.18, 7:30 Uhr

Morgens stäubte der Sand wie Pulver – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 5. August 2013

Morgens stäubte der Sand wie Pulver aus Weihrauchfaß am Horizont; wenn die Sonne unterging, blühten feurige Blumen auf dem Kreuz; – und oft hatte ich um Mitternacht das Gefühl, als ob sich alle Wesen und Dinge mit mir in der gleichen Stille versammelten und den Herrn anbeteten.
Gustave Flaubert in den Antoniusversuchungen

Flammendes Kreuz - Antoniusversuschungen - 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Flammendes Kreuz – Antoniusversuschungen – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Heute habe ich das 9. Zitat für die Ausstellung mit Ute Schätzmüller zu den AntoniusVersuchungen in Köln vollendet. Begonnen habe ich das Blatt schon am Anfang letzter Woche und ein Zwischenergebnis könnt ihr hier auf meinem Blog sehen.

Zwei Titelrahmen für den heiligen Antonius – Zeichnungen von Susanne Haun

Es ist nicht einfach, einen Titelrahmen zu gestalten. Die Zeichnungen um den Titel sollen den Inhalt des Buches treffend beschreiben.

Für mich persönlich sind die Buchstaben am schwierigsten zu gestalten. Gelungen finde ich meine Schrift auf dem Titelrahmen der Knabenthaten, ein Kapitel der Tain, der irischen Sage schlechthin. Ihr findet meinen Beitrag dazu hier. Ich habe vorher einige Blätter vollgeschrieben, bis ich mich entschied, wie ich die Buchstaben kalligraphiere. Das ist nun inzwischen auch schon zwei Jahre her.

Titelrahmen der Tain (c) Zeichnung von Susanne Haun 2011

Titelrahmen der Tain (c) Zeichnung von Susanne Haun 2011

Eine Übersicht der Zeichnungen zum Rinderraub seht ihr hier.

Als ich dann einen Titelrahmen für Flauberts heiligen Antonius gestalten wollte, hatte ich vorerst keine Muße, die Buchstaben zu setzen. Das ist ziemlich dumm von mir, denn es geht nun mal beim Titelrahmen um den Titel.

Aber als ich die Beiträge von Dina und Klausbernd zur Dublin’s Fine Library las und die dort abgebildeten Bücher sah, hatte ich einfach den Drang, Titelrahmen zu zeichnen.

So entstanden zwei Blätter, das erste in blau, auf denen ich die Versuchungen zeichnete und dann das zweite in Ocker, auf dem ich eher die Gesamtlage zeige. Ich denke, ich werde noch einen dritten Rahmen zeichnen, die Gesamtlage in blau.

Auch wenn ich finde, zu den Versuchungen des Antonius gehören die Frauen, habe ich sie doch etwas zu direkt in den blauen Rahmen gesetzt: Seele, Teufel und Frauen…. das sind ja auch erst drei der Versuchungen, wenn sollte ich wenigstens alle ins Bild setzen.

Titelrahmen Version 1 Zustand 4 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Titelrahmen Version 1 Zustand 4 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Sobald Ute Schätzmüller, mit der ich zusammen den Antonius erforsche, sich in ihrem neuen Blog eingerichtet hat, werden wir uns das zweite Kapitel vornehmen. Unsere Ergebnisse seht ihr auch Zusammengefasst im Blog „Antonius Versuchungen“.

Titelrahmen Version 2 Zustand 2 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Titelrahmen Version 2 Zustand 2 (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
It is not easy to make a title frame. The drawings for the title should describe the content of the book.
For me personally, the letters are the most difficult to make. I managed to find my writing on the part of the boys‘ title deeds, a chapter of the Tain, the irish saga par excellence. You can find my post about it here. I have previously written several full sheets until I decided I worte the letters. Now this is now already two years ago.
When I wanted to create a title frame for Flaubert’s St. Anthony, I had no leisure for the time being, to use the letters. That’s pretty stupid of me, because it is now time for title frame for the title.

_________________________________
Kinsella, Thomas. Englische Übertragung. „Der Rinderraub”, 1976. Leipzig.

Flaubert, Gustave, “Die Versuchung des heiligen Antonius, aus dem Französischen von Barbara und Robert Picht,insel Taschenbuch 1868, Erste Auflage 1996

als löse sich der Kern seines Wesens – Flauberts Antonius – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 12. Dezember 2012

„Es ist, als löse sich der Kern seines Wesens; sein Widerstand zerbricht; er stürzt auf die Matte!“
Gustav Flaubert in der Versuchung des heiligen Antonius

Dieser Satz ist unwiderruflich der letzte Satz des Kapitel I in der Versuchung des heiligen Antonius.

Blatt 69 löse sich der Kern (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 69 löse sich der Kern (c) Zeichnung von Susanne Haun

Sicher meint Flaubert hier die Seele, die er als Kern des Wesens beschreibt. Ich habe in diesem Zusammenhang über die Paragone, die Wettstreite der Künste, nachgedacht. In den Paragonen wurde diskutiert, welche Kunst die Edelste ist. Da Vince verglich in einem Traktat sogar die Musik mit der Malerei. Ich muss hier nicht schreiben, dass er zu dem Ergebnis kam, die Malerei ist die edelste aller Künste“

Hatte es Flaubert einfacher, die Seele mit Worten auszudrücken als Ute Schätzmüller und ich in unserem Antoniusprojekt (Hier der Blog zum Projekt) in der mit Malerei?

In der Ikonographie ist die Taube ein Sinnbild für die Seele. Um die Taube als Seele zu erkennen, benötigt der Betrachter jedoch das Wissen darum! So bin ich in den ersten beiden Arbeiten ohne Taube ausgekommen, konnte mich aber nicht beherrschen, wenigstens ein drittes Blatt mit Taube zu zeichnen.

Blatt 68 sein Widerstand zerbricht (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 68 sein Widerstand zerbricht (c) Zeichnung von Susanne Haun

Als Übergang zu Kapitel II habe ich die Farben gewechselt. Ich werde im Kapitel zwei mit den Farben schwarz, ocker und sinna bis carput mortuum arbeiten.

Wenn ihr mehr von meinen Gedanken zu diesem dem Projekt lesen wollt, dann könnt ihr das hier auf meinem Blog.

Blatt 67  löse sich der Kern (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 67 löse sich der Kern (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
„It is as if solving the core of his being, his resistance is broken, he falls to the mat!“
Gustav Flaubert in the Temptation of St. Anthony
This sentence is irrevocable, the last sentence of Chapter I of the Temptation of St. Anthony.
Sure Flaubert is referring to the soul, which he describes as the core of the being. I’ve been in this context about the Paragons, the contests of the Arts. In the Paragons were discussed, which is the noblest art. Since Da Vince compared in a tract even music with painting. I have to write here that he came to the conclusion that the painting is the most noble of all the arts „

_________________________________________________
Flaubert, Gustave, “Die Versuchung des heiligen Antonius, aus dem Französischen von Barbara und Robert Picht,insel Taschenbuch 1868, Erste Auflage 1996

Ein Busch voller Schwalben – Flauberts Antonius – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 8. Dezember 2012

„Das Gestell mit dem dicken Buche voller schwarzer Buchstaben erscheint ihm wie ein Strauch, auf den sich ein Schwarm schwarzer Schwalben niedergelassen hat.“ Flaubert in den Versuchungen des heiligen Antonius.

Bei Schwalben und alten Büchern muss ich einfach an die Farbe schwarz denken. Deshalb habe ich dieses Zitat ohne die beiden anderen Farben blau und violett des ersten Kapitels gezeichnet.

Blatt 64 Schwarzgeschriebene Seiten Vers. 2 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 64 Schwarzgeschriebene Seiten Vers. 2 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ute und ich haben für die Präsentation unseres heiligen Antonius in 2013 zwei Ausstellungen geplant:

Vom 18. Mai – 30. Juni 2013 stellen wir in Berlin in meinem Atelier, Diakonieweg 7, 13503 Berlin Reinickendorf Antonius Versuchungen vor.
Ab dem 31. August sind die Zeichnungen für 2 Monate in Köln in der Nähe des Doms im Tor28, Machabäerstr.28, 50668 Köln zu sehen.

Zu den Ausstellungen wird ein Katalog erscheinen.

Blatt 65 Busch voller Schwalben Vers. 1 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 65 Busch voller Schwalben Vers. 1 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ute hat mit der Projektbeschreibung begonnen und ich habe ein klein wenig hinzugefügt.

„Antonius Versuchung“
Projekt von Susanne Haun und Ute Schätzmüller

Die Künstlerinnen Susanne Haun aus Berlin Reinickendorf und Ute Schätzmüller aus Essen verbinden im abwechselnden Dialog die zeichnerische Sprache mit der der Literatur.

“Die Versuchung des Heiligen Antonius” von Gustave Flaubert 1872 vollendet, ist eine bildgewaltige Schrift über den Menschen, seinen Geist, seine Vernunft, sein Begehren und seinen Willen sich selbst zu erkennen. All diese verschiedenen Gestalten, Ansichten, Mythen, Tiere, Bestien, Götter und Häretiker erscheinen, werden flüchtig bildhaft und verblassen wieder um letztlich in der Frage nach dem Dasein, dem Sinn der Existenz und der Entstehung des Lebens zu gründen.

“Diese Bilder kommen unvermittelt, ruckweise. Sie treten aus der Nacht wie Purpurzeichnungen auf Ebenholz. Sie bewegen sich geschwinder. Wirbelnd tanzen sie dahin. Dann wieder bleiben sie stehen, verblassen langsam und vergehn; oder sie flattern davon. Und blitzschnell tauchen andere auf. Antonius schließt seine Augenlieder.” (Antonius, Kapitel I)

Im abwechselnden Austausch senden sich die beiden Künstlerinnen mit der Post oder per Email Zitate aus dem Buch und zeichnen ihre Gedanken zu diesen.
Sie haben dieses Werk als Ausgangspunkt einer gemeinsamen Bilderserie gewählt, da es in seiner bildhaften Sprache und vielschichtiger Wortwahl Inspirationsquelle zahlloser Bilder sein kann. Als Material für die Bilder haben sie Silberburg Büttenpapier im Buchformat (Din A5) gewählt.

Im Wechsel wählen sie Zitate aus dem Buch, schreiben diese mit Tusche auf das Papier und versenden das, mit ihrer Auswahl und ihrer Schrift begonnene Bild. Die Bearbeitung des eigenen Zitates geht meist leicht von der Hand, wählen sie doch die Zitate nach ihren persönlichen künstlerischen Vorlieben. Gespannt warten sie auf die Sätze der jeweils anderen Künstlerin, denn diese Stellen mitunter eine Herausforderung an ihre zeichnerische Routine dar. So setzen sie sich zeichnerisch nicht nur mit dem Heiligen Antonius, sondern auch mit ihrer Künstlerkollegin und sich selbst auseinander.

Dieses Briefprojekt wird letztlich zu ihrer gemeinsamen, persönlichen, aus den Zitaten und Bildern bestehenden Version der “Versuchungen” führen, welche die Grundlage bilden wird, für einen Künstleraustausch, gemeinsam größere Arbeiten zu schaffen, Künstlerbücher zu erstellen und Ausstellungen in Essen und Berlin zu organisieren.

Blatt 66 Buch mit den schwarzgeschriebenen Seiten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 66 Buch mit den schwarzgeschriebenen Seiten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ute Schätzmüller und ich haben einen gemeinsamen Blog als erste Präsentation für unsere Arbeiten angelegt (siehe hier).

Wenn ihr mehr von meinen Gedanken zu diesem dem Projekt lesen wollt, dann könnt ihr das hier auf meinem Blog.

For my English-speaking readers:
„The frame with the thick book filled with black letters appears to him like a shrub, to have a swarm of black swallows settled.“ Flaubert in the temptations of St. Anthony.
In Swallows and old books I have to think of the color black. Therefore I have drawn this quote of the first chapter without the other two colors blue and purple.
Ute and I have planned for the launch of our St. Anthony in 2013, two exhibitions:
Of 18 May – 30 June 2013 we are in Berlin, in my studio, Diakonieweg 7, 13503 Berlin Reinickendorf Anthony from temptations.
From 31 August are the drawings for 2 months in Cologne near the cathedral in Tor28, Machabäerstr.28, 50668 Cologne to see.


________________________________________________
Flaubert, Gustave, “Die Versuchung des heiligen Antonius, aus dem Französischen von Barbara und Robert Picht,insel Taschenbuch 1868, Erste Auflage 1996

(…) und der Saum ihrer Kleider fällt mir über die Füße – Flauberts Antonius – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 3. Dezember 2012

„Sie steigen aus, falten ihre ringbeladenen Hände und knien nieder. … Das Verlangen nach einer übermenschlichen Lust peinigt sie; … – und der Saum ihrer Kleider fällt mir über die Füße.“
Gustave Flaubert im heiligen Antonius

Ich habe mir lange Gedanken darüber gemacht, wie ich zeichnerisch die Erotik dieser Szene einfangen kann.
Ein Kleid, das über die Füße eines heiligen Eremiten fällt, ist zuerst sehr sachlich. Aber Antonius Versuchung findet in seinem Kopf statt. Seine Fantasie wird die Frauen nackt sehen, die Kleider sind nur das Beiwerk der Anständigkeit.

Blatt 62 Der Saum ihres Kleides (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 62 Der Saum ihres Kleides (c) Zeichnung von Susanne Haun

Um das Buch wirklich zu begreifen muss ich den gesellschaftlichen und historischen Kontext des mittleren 19. Jahrhunderts begreifen. Ich weiß zu wenig darüber. Ich habe mir überlegt, dass im Laufe der Jahre viele Rezessionen von Flauberts heiligem Antonius entstanden sein müssen, die auf genau diesen Kontext eingehen. Und so hat mich Google auf die Universitätsbibliotheken geführt.

Blatt 61 ... einer übermenschlicihen Lust (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 61 … einer übermenschlicihen Lust (c) Zeichnung von Susanne Haun

Auf der Seite der Bibliothek der Universität Toronto habe ich die „Briefe an George Sand, mit einem Essay von Heinrich Mann [Deutsch von Else von Hollander] (1919)“ gefunden. Ich war erstaunt, dass ich das Buch als ebook kostenfrei herunterladen konnte. Ich möchte euch diesen Link nicht vorenthalten, denn es ist ein interessantes Buch.

Bisher habe ich noch kein Tablet oder Kindle Reader, aber die Anzahl der Bücher, die ich als ebook besitze, wird immer größer und sie auf dem PC oder gar meinem Samsung Handy zu lesen ist lästig. Das Handy ist zu klein und der Rechner ist mir nicht Buch genug.
Ich kann mich noch nicht entscheiden, ob mir ein Reader zum Lesen ausreicht oder ob es ein Tablet sein soll.
Was habt ihr für Erfahrungen?

Die neuste Schrift über Flaubert, die ich fand, ist die von Barbara Vinken von 2009. Gebunden kostet „Flaubert: Durchkreuzte Moderne“ 58 Euro aber als Kindle Edition kann ich es schon für 12,99 erhalten.
Wir leben wahrlich an der Schwelle einer neuen Gesellschaft! Bildung wird tatsächlich preiswerter!

Blatt 60 ...und knien nieder ... (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 60 …und knien nieder … (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
„You get out, fold their ring-laden hands and kneel. The craving for … a superhuman desire to torment, … – and the hem of her dress reminds me of the feet. “ Gustave Flaubert in St. Anthony
I have long thought about how I can drawing the capture of the erotic of this scene. A dress that falls on the feet of a holy hermit is first very businesslike. But Anthonys Temptation takes place in his head. His fantasy is to see the women naked, the clothes are just the paraphernalia of decency.

___________________________________________________________________________
Flaubert, Gustave. 1821-1880; Lossow. Else Hollander von. 1889-. Sand, George, 1804-1876. Potsdam 1919 G. Kiepenheuer
Flaubert, Gustave, “Die Versuchung des heiligen Antonius, aus dem Französischen von Barbara und Robert Picht,insel Taschenbuch 1868, Erste Auflage 1996

Mönche, mit Büßerhemden – Antonius Versuchung – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 22. November 2012

„Auf meine Anordnung hin hat man die vielen Einsiedeleien gegründet, in denen Mönche, mit Büßerhemden unter den Ziegenfellen, so zahlreich wohnen, …“ Flaubert in der Versuchung des heiligen Antonius 

Die Arbeit  an den Zitaten  der Versuchung des heiligen Antonius von Flaubert fordern mich. Es ist gut, an einem Projekt zu arbeiten, an dem man sich reibt. So sieht man neue Aspekte und muss Nachdenken, als wenn man sich immer aussucht, was man machen möchte.

Blatt 55 Das schwarze Kind (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 55 Das schwarze Kind (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ute Schätzmüller und ich haben einen gemeinsamen Blog als erste Präsentation für unsere Arbeiten angelegt (siehe hier).

Nach Abschluss des  ersten Kapitels wollen wir mit dem zweiten  Kapitel eine neue Art der Kommunikation über den Antonius Blog schaffen. So können wir schneller agieren. Wir werden immer noch abwechselnd Zitate aus dem Buch für unsere Zeichnungen vorgeben. Wir werden aber gleichzeitig daran arbeiten. Das Zitat werden wir in unser Blog schreiben – zuerst ohne Zeichnung und sobald wir beide fertig sind, werden die Zeichnungen dazu eingestellt.

Das heutige Zitat habe ich selber vorgegeben; mir gefielen die Ziegenfelle. Aber wie sah im Mittelalter ein Büßerhemd aus? Die  Mönche tragen die  Ziegenfelle und Büßerhemden unter ihrer Kutte. Auch bei der Frontalansicht des Antonius selber habe ich nur Stacheln für die Buße angedeutet.

Ganz außer Acht gelassen habe ich bisher die Heiligkeit des Antonius, die ich heute mit einem Nimbus (Heiligenschein) darstelle. Nimbus ist lateinisch und bedeutet  Glorienschein, Gloriole, Strahlenschein, Aureole. In der Kunst wird er für die Darstellung der Heiligkeit verwendet.

Blatt 58 Auf meine Anordnung hin (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 58 Auf meine Anordnung hin (c) Zeichnung von Susanne Haun

Zum letzten Zitat habe ich zusätzlich das schwarze Kind mitten in der Wüste gezeichnet (siehe hier).

Wenn ihr mehr von meinen Gedanken zu diesem dem Projekt lesen wollt, dann könnt ihr das hier auf meinem Blog.

Blatt 59 Auf meine Anordnung hin (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 59 Auf meine Anordnung hin (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
„On my orders to get established the many hermitages where monks live, with penance shirts among the goatskins, so numerous …“ Flaubert in the Temptation of St. Anthony
Working with the quotes to the temptation of Saint Anthony by Flaubert ask me.
Until today I have been disregarded the sanctity of Anthony, I represent Antonius today with a nimbus. In art it is used for the representation of holiness.


_________________________________________________________________________________
Flaubert, Gustave, “Die Versuchung des heiligen Antonius, aus dem Französischen von Barbara und Robert Picht,insel Taschenbuch 1868, Erste Auflage 1996

%d Bloggern gefällt das: