Susanne Haun

Namibia – die beeindruckende Sossusvlei in der roten Namib Wüste – Susanne Haun

Posted in Namibia, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 30. März 2018

 

Die Sossusvlei war für mich das beeindruckenste Erlebnis der gesamten Afrikareise.

Müsste ich mich zwischen Tieren und Wüste entscheiden, ich würde jedesmal wieder die Wüste wählen.

 

Namib Wüste - Blick von der Düne 45 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

Die Wüste ist ein Kunstwerk, der salzige Boden erinnerte mich in seinen Spiralen an die Spiral Jetty, das Naturkunstwerk von Robert Smithson.

 

 

Da wir sehr viele Eindrücke in der Wüste sammelten, teile ich diesen so besonderen Wüstentag in drei Blogbeiträge  auf. Heute berichte ich von der Düne 45 und der Sossusvlei. Die Düne 45 liegt 45 Kilometer vom Parkeingang vom Sesriemcanyon entfernt und ist rund 170 Meter hoch. Wir sind an diesem Tag um 4 Uhr in der Frühe aufgestanden, um den Sonnenaufgang oben auf der Düne in die Wüste blickend zu geniessen. Die erste Herausforderung bestand darin, das Zelt im Dunkeln nur mit der Stirnlampe abzubauen. Ich muss gestehen, dass machte mir, die kein Gleichgewicht besitzt, extreme Schwierigkeiten. Der Aufstieg im Zuckersand war nicht einfach und so war ich froh oben zu sitzen und zu zeichnen, der ersten Herausforderung stand gehalten zu haben.

Seht ihr die Menschen auf den Fotos? Manchmal sind sie etwas versteckt, weil sie so klein sind. Erst mit den Menschen auf den Fotos sind die Größenverhältnisse zu begreifen.

Ich habe an diesem heißen Ort nicht nur gezeichnet sondern wieder ein Sprachmemo aufgezeichnet. Ich erinnere mich, wie ich mit dem iPhone etwas abseits von allen Stand und meinen Blick schweifen lies, während ich redete. Auch wenn nicht wenig Menschen unterwegs waren, fühlte ich mich alleine, bereit meine Gedanken gleiten zu lassen. Als ich die Aufnahme vom 12.2.2018 gerade hörte, aktivierte sie in meinem Kopf Erinnerungen und Gefühle, die ich am heutigen Karfreitag in Berlin beim Schreiben nicht mehr parat hatte, die sich aber im Memo und auch auf den Fotos wiederfinden konnte. Ich denke, ich werde in Zukunft öfter meine Gedanken mit Hilfe von Memos festhalten. Es scheint ein gutes und vor allem schnelles Medium zu sein!

 

 

 

Nach unserem morgendlichen Abenteuer wartete Lorine mit einem Frühstück aus Früchten und gebratenen Eiern auf uns am Truck. Selten hat es mir so gut geschmeckt. Danach ging es in die Sossusvlei. Die Salzpfanne des Sossusvleis ist aus dem Tsauchab-Fluss entstanden, der im Laufe der Zeit in seinem rund 150 Kilometer langen Flussbett immer mehr versandete.²

 

 

 

Mehr von unserer Afrikareise könnt ihr in der Kategorie Reiseberichte -> Südliches Afrika lesen (siehe hier). Die jüngsten Berichte sind immer zuerst, das heisst erst nach dem Scrollen könnt ihr die älteren Berichte lesen. Gibt es mehr Berichte als eine Seite fasst, dann geht es mit dem Button Older Posts » weiter 🙂
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Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter. Sie hat sehr gute Kontakte zu Nomad und ist auch schon selber als Übersetzerin die Tour mitgefahren.

Ich werde zu jedem Beitrag die original Tourbeschreibung als Fußnote festhalten.

Heute ist zu beachten, dass wir am 3. Tag noch morgens am Orange River waren, die Skizzen und Fotos vom Morgen habe ich schon in meinem letzten Beitrag, Cederberg und Orange River gezeigt und beschrieben (siehe hier).

Day 05:

Watching the sunrise over the red dunes is an iconic highlight of any trip to Namibia and this morning we rise before the sun to capture this magnificent moment. A brisk climb up Dune 45 offers us the perfect vantage point to marvel at the changing colours of the desert sunrise. Once satisfied we descend this famous dune and enjoy a hearty breakfast before catching a 4×4 transfer into Sossusvlei, here we will spend time on foot visiting the pans at Sossusvlei and Deadvlei. Our day in the desert continues this afternoon as we join a local expert for an educational desert excursion. Tonight we empty the red sand from our shoes and spend the night under the magnificent desert stars, knowing that we have spent a full-day enjoying the wonders of this harsh land.

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²https://sossusvlei.com/entstehung/, 28.3.18, 7:30 Uhr

21 Antworten

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  1. Arno von Rosen said, on 30. März 2018 at 14:30

    Ich war noch nie in einer Wüste, werde ich aber mal versuchen in meinem Leben zu bewerkstelligen, doch du siehst aus, wie aus einem Abenteuerfilm und passt dort so gut hin, als ob man dich gecastet hätte liebe Susanne. Frohe Osterfeiertage für dich!

    • Susanne Haun said, on 31. März 2018 at 10:59

      Danke, Arno, ich lächel in mich hinein. Ich drücke die Daumen, dass du es irgendwann in die Wüste schaffst.
      Ich war inzwischen in drei Wüsten. Mit 20 Jahren in Ägypten, damals interessierten mich mehr die Ausgrabungen und ich nahm die Wüste um das Tal der Könige nur als heißes Beiwerk war. Mit 26 dann in Nevada im Death Valley, wo wir gezielt mit dem Auto hineingefahren sind und aufgrund der großen Hitze mit Heizung fahren mussten, damit der Motor nicht kolabiert. Wir trauten uns nicht, weit von der Straße in die Wüste zu gehen, aber es war schon eindrucksvoll. Und nun die Namib! Sie hat mich am meisten beeindruckt, aber das kann auch daran liegen, dass ich älter geworden bin, schon viel gesehen habe und inzwischen ganz gut weiss, was ich mag und was nicht!
      Frohe Ostern wünscht dir Susanne

      • Arno von Rosen said, on 1. April 2018 at 23:12

        Da hast du schon drei tolle Wüsten gesehen!

        • Susanne Haun said, on 2. April 2018 at 19:07

          Ja, ich möchte diese Erfahrungen nicht missen, wenn auch die vier Wochen Afrika sehr anstrengend waren 🙂

  2. juergenkuester said, on 30. März 2018 at 15:08

    Liebe Susanne!
    Spannend, was es heute zu lesen gab. Die Wüste scheint ja wirklich was Besonderes zu sein.
    Frohe Ostern wünschen wir Euch, alles Gute
    Juergen

    • Susanne Haun said, on 31. März 2018 at 11:00

      Sehr spannend, Jürgen. Ich bin immer noch erfüllt (!) von der Wüste und will gleich die Fotos weitersortieren. 🙂
      Euch auch frohe Ostern, lg Susanne und Micha

  3. valentino said, on 30. März 2018 at 15:20

    Das letzte Foto der ersten Galerie erinnert ein wenig an eine Brotkruste. Vielleicht denke ich beim Betrachten der Bilder auch bloß an etwas Eßbares 😉 Danke für die tollen Eindrücke.

    • Susanne Haun said, on 31. März 2018 at 11:02

      Micha dachte auch sofort an Brotkruste beim Betrachten der Fotos. Während unseres Spaziergang in der Wüste ist es uns aber nicht aufgefallen.

  4. gkazakou said, on 30. März 2018 at 15:57

    danke wieder fürs Mitnehmen!

  5. kopfundgestalt said, on 30. März 2018 at 16:15

    Es ist ein eigenes Kunstwerk, wie Du da an verschiedenen Orten der Welt mit dem Zeichenblock dastehst. 🙂 Man könnte ein Buch daraus machen. Aber da diese Idee schon nicht mehr in unserer Zeit originell ist, kann man das ad acta legen.

    • Susanne Haun said, on 31. März 2018 at 12:36

      Ich finde die Idee trotzdem reizvoll, Gerhard, und ist nicht fast alles schon mal gewesen …. ???? Es kommt auf die Modifikation an 🙂

  6. Ulli said, on 30. März 2018 at 17:44

    Ich würde wohl auch WOW sagen oder zumindest denken…
    danke Susanne, auch heute, für deinen Bericht, nebst Sprachmemo, Zeichnungen und Fotos!
    herzlichst, Ulli

    • Susanne Haun said, on 31. März 2018 at 11:03

      Gerne, liebe Ulli, es macht mir großen Spaß, die Fotos zu sortieren. 🙂 einen lieben Gruß aus Berlin von Susanne

  7. Claudia said, on 31. März 2018 at 12:33

    Die sind wieder wunderschön, die Bilder, liebe Susanne. Und zusammen mit deinen Texten kann ich deine Eindrücke – und deine Begeisterung – ein bisschen nacherleben.
    Nochmals viele Ostergrüße, Claudia

    • Susanne Haun said, on 31. März 2018 at 12:38

      Danke, Claudia, wir werden gleich auf phoenix HD eine Dokumentation über die Namib schauen. Ich bin schon neugierig – sicher wird der Film in meine nächsten Beschreibungen einfliessen.
      Ich bin mir gar nicht sicher, Claudia, ob ich dir schon frohe Ostern gewünscht habe, wenn nicht, dann mache ich es hier an dieser Stelle nochmal, Susanne

  8. ernstblumenstein said, on 1. April 2018 at 21:20

    Beeindruckende Sandornamente, Landschaften, Holz und deine Eindrücke in den tollen Zeichnungen, Klasse Susanne und danke fürs zeigen… Ernst

    • Susanne Haun said, on 2. April 2018 at 19:05

      Gerne, lieber Ernst, mit jedem Beitrag über Afrika verarbeite ich ein Stück der Reise und entdecke Erinnerungen, die die Fotos aktivieren. LG, Susanne

  9. jingsandthings said, on 2. April 2018 at 16:22

    Wonderful colours and patterns.

  10. […] Ich hätte nicht gedacht, dass Spitzkoppe anstrengender ist als die Düne 45 und die Sossusvlei (siehe hier). Ich hatte das Gefühl, es ist so warm, dass man es kaum aushalten […]


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