Eine meiner Lieblingssendungen kommt von der Deutschen Welle und heißt „Typisch Deutsch“.
Heute habe ich mir über YouTube das Interview mit Gerd Harry Lybke angesehen. Ich habe schon einige Interviews mit Lybke gelesen und gesehen und muss immer wieder feststellen, dass er mir symphatisch ist.
Der Künstler muss das Vorige überwinden und doch bei sich bleiben, sagt er. Künstler sind Grenzgänger und müssen etwas machen, dass seiner Ansicht das Schwierigsten überhaupt ist, sie müssen das ICH ganz groß schreiben. Ja, er hält den Beruf des Künstlers sogar für gefährlich! Ich stimme ihm da zu.
Ich mag auch seinen Spruch „Wer in Berlin nichts wird, der wird nirgendwo was!“
Er sagt, die Leipziger Künstler sind in Leipzig massiver um ihn als die Berliner Künstler in Berlin!
Das kann ich ganz leicht erklären, ich bin doch als Urlberlinerin in der absoluten Minderheit!
Es wimmelt in Berlin von Künstlern der Welt … ich als geborene Weddingerin trete jeden Tag gegen den Rest Deutschlands und der Welt an! Und ich bin hier in Berlin in der Heimat, also für die Berliner ein Teil von Ihnen, also viel uninteressanter als die Künstlerin aus Rio de Janeiro oder aus Kapstadt oder Burma, London, München, Leipzig ….. Die Fremde ist immer viel interessanter als die Heimat, denn die kennt der Betrachter ja vermeintlich.
Ich arbeite weiter an meinem floralen Konzept. Die einzelnen Teile liegen noch unsortiert in meinem Kopf nehmen aber langsam Gestalt an. Was sagte letztes Jahr die Galeristen der Galerie Zeitlos, Blumen möchte keiner mehr sehen. Das möchte ich aber wiederlegen. Ich möchte den Blumen eine neue Dimension geben und konzeptionell in einer Ausstellung 2012 zeigen.
Heute habe ich mir eine Kapuzinerkressen Blüte vom Berliner Balkon gepflückt und beginne sie langsam zu erfassen und von allen Seiten zu beleuchten.
