Für meinen Umzug sortiere ich meine Arbeiten und schaue in alle Kisten.
Meine Arbeiten auf Silberburg Bütten in der Größe 20 x 15 cm sind säuberlich nach Jahrgang sortiert in schwarzen Pappkartons. Heute habe ich den Karton mit der Jahreszahl 2007 geöffnet und darin Arbeiten gefunden, die ich nach Zitaten von Marguerite Duras „C’est Tout“ gezeichnet habe.
C’est tout ist in Tagebuchform geschrieben und sie schreibt einzelne Sätze zu Yann Andréa Steiner, den sie Anfang der 1980er Jahre kennen gelernt. Der Philosophiestudent, Mitte zwanzig, hatte sich in die fast 40 Jahre Ältere und ihre Romane verliebt.
„Mit ihm erlebt sie ihre letzte große Liebe, eine Passion zwischen Begehren und Zurückweisen, Gebrauchtwerden und Überdruss, dem Bedürfnis, allein zu sein und der Angst vor der Einsamkeit und dem nahenden Tod.“ schreibt das rbb Kulturradio
Ich suchte mir 2007 die folgenden Zitate aus:
21.November 1994
Später am selben Nachmittag
Manchmal bin ich lange Zeit leer.
Ich bin ohne Identität
23. November 1994 in Paris, 15 Uhr.
Die Schönheit seiner Hände,
das ist es, ja.
Später an diesem Sonntag.
Es ist zugleich schweigen und reden.
Schreiben.
Samstag, 10. Dezember 1994, 15 Uhr, Rue Saint-Bnoit
Sie gehen geradewegs auf die Einsamkeit zu.
Mittwoch, 6. Dezember 1994
Sie sind ein alter Rabe. Ein alter Dreckskerl.
29. Dezember 1994, Später
Komm schnell, besuch mich, sei bei mir, gib mir etwas.
Donnerstag, 16. November 1995
Säulen, um sich dem Himmel zu nähern.
Komm.
Mittwoch, 3. Januar 1996
Die eingeschlossenen Frauen sagen nichts. Sie warten.
8. Januar 1996, Später.
Ich liebe die offenen Bücher.
For my english speaking reader:
For my relocation I’am sorting my work and I’am looking in all boxex I have. On every box I’am writing the year of the drawings inside. Today I found drawings from 2007.
