Vor einigen Tagen erhielt ich von Klausbernd Vollmar (hier sein Blog) einen Kommentar zum Thema Vergänglichkeit, den ich sehr eindrücklich finde und den ich beim heutigen Bild im Kopf hatte.
Guten Tag, liebe Susanne,
als ich deinen Blog las, fiel mir sofort Goethe ein, der alles Vergängliche als Gleichnis sieht. Das Vergängliche verweist also auf etwas, das außerhalb seiner selbst liegt oder anders ausgedrückt, nichts ist das, was es zu sein scheint. In der eso-bewegten Zeit wurde daraus, alles ist mir hilfreiche Lehre und unter der Hand wurde die Welt zum Symbol und damit ent-realisiert, man könnte sagen, sie wurde virtuell.
Indem das Vergängliche zum Gleichnis wird, wird es symbolisch und damit zeitlos. Im Vergänglichen ist also die Zeitlosigkeit mitgedacht. Und damit kann in ihr das Wesen deutlich werden. Die verblühte Blume zeigt den Kreislauf “des ewigen Stirb und Werde”. Ich finde, es entspricht der Kunst, das Vergängliche in seinem Zerfall abzubilden, denn damit wird eine ewige Geschichte erzählt und Kunst wird zum Mythos.
Ganz liebe Grüße aus Cley
Klausbernd
