Mit Sila bezeichnen die Inuit allgemein sowohl „Wetter“ und „Luft“ als auch „draußen im Freien“. Jedoch ist Sila in der Inuit Kosmologie auch der Geist der Lüfte, die Gottheit der natürlichen Ordnung und Gedanken. Die Inuit Jäger beobachteten, dass nur Lebendes einen Atem besitzt. Die Schamanen, Angakkuit, waren es schließlich, die Sila mit der Kraft des Denkens und der Weisheit verknüpften und ihr eine übergeordnete Macht zusprachen.²
Ich wollte eigentlich etwas vollständig anderes zeichnen, jedoch las ich auch, dass Tulugaq (siehe hier), die Luft – Sila – entdeckte und mit ihrer Hilfe als Vogel zur Erde hinabschwebte. Da ich sehr gerne Vögel zeichnete, blieb neben dem Raben nur noch für Sila Platz.
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²Walk, Ansgar. Wie Sonne und Mond an den Himmel kamen, Mythen und Legenden der Inuit, Bielefeld 2003, S. 43
