Susanne Haun

Antonius Hängen in den Projekträumen Tor 28 – Bericht von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 30. August 2013

Das Hängen des Antonius in den Projekträumen des Tor 28 haben Ute, ihr Mann und ich schnell und unkompliziert hinter uns gebracht.

Eingang zu den Projekträumen zu Tor 28 (c) Foto von Susanne Haun

Eingang zu den Projekträumen zu Tor 28 (c) Foto von Susanne Haun

Die Freude war sehr groß als wir nach nur 5 Stunden Arbeit alle Bilder an den Wänden hatten.

Die Ausstellungseröffnung ist am Samstag ab 16 Uhr in der Machabäerstr. 28 in 50668 Köln umd die Ecke vom Hauptbahnhof.

Hängen im Tor 28 (c) Foto von Ute Schätzmüller

Hängen im Tor 28 (c) Foto von Ute Schätzmüller

Der neue Tag beginnt – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration by Susanne Haun on 26. August 2013

Morgen fahre ich nach Köln.
Am 31. August umd 16 Uhr in Raum Lotus ist die Ausstellungseröffnung „Antoniusversuchungen“ mit Ute Schätzmüller im Tor 28, Machabäerstr. 28,  50668 Köln
.

Anstatt zu packen habe ich heute die letzte Arbeit zum Antonius zu Ende gezeichnet.

Nun bin ich im Zugzwang… es gilt noch zu überlegen, was ich alles in Köln brauche.

Der neue Tag beginnt – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der neue Tag beginnt – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Antonius schlägt ein Kreuz – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 23. August 2013

„Von der Sonnenscheibe strahlt das Antlitz Jesu Christi.
Antonius schlägt ein Kreuz und nimmt sein Gebet wieder auf.“
Flaubert in den Antoniusversuchungen

Entstehung - Der neue Tag beginnt – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung – Der neue Tag beginnt – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wie schliesse ich ein Thema ab, dass mich so lange so intensiv beschäftigt hat? Am Besten mit den letzten beiden Sätzen im Buch, die ich auch als heutiges Zitat geschrieben habe.

Antonius hat die Nacht der Versuchungen überstanden. Er ist sich und seinem Glauben treu geblieben und beginnt seinen Tag in üblicher Weise. Es scheint, als ob die Sonne die Geister der vergangenen Nacht vertrieben hat.

Für meine gestrige Zeichnung zum Zitat habe ich mich entschlossen, den Hintergrund leicht in Bourdeaux zu lasieren. Zur Vervollständigung habe ich die Fledermaus und noch eine Frau gezeichnet.

Version 2 – Ich stürze in den Abgrund – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Version 2 – Ich stürze in den Abgrund – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my englisch speaken readers:
I closed my work to the temptation of Saint Antonius with the two last sentencens of the book:
„From the solar disk shines the face of Jesus. Antonius crucify and begins to pray.“

Ich stürze in den Abgrund – Version 2 – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 22. August 2013

“Halt! Halt! Ich habe Angst! Ich stürze in den Abgrund.”

“ANTONIUS findet sich wieder, rücklings am Rande des Abgrundes. Der Himmel hellt sich auf.”

Beide Zitate stammen aus Flauberts Versuchung des heiligen Antonuis. So kurz diese Sätze sind, so sind sie doch stellvertretend für das ganze Buch. Das erste Zitat habe ich aus dem Buch herausgesucht, das zweite Ute.

Enstehung Version 2 -  Ich stürze in den Abgrund - 65 x 50 cm  (c) Zeichnung von Susanne Haun

Enstehung Version 2 – Ich stürze in den Abgrund – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

So begann mein Beitrag am 25. Juli 2013. Ich nahm mir vor, sollte ich Zeit haben, zeichne ich noch eine Version dieses Zitats. Heute habe ich mir die Zeit genommen und Antonius mehr in den Vordergrund gesetzt und die Versuchungen auf Fledermaus und Frauen reduziert. Außerdem benutze ich die Farbe, in der ich auch die letzten Antonius Blätter gezeichnet habe.

Zum Vergleich habe ich die erste Version mit der entstehenden zweiten Version in den Galerie-Fotos aufgenommen.

Die Götzen kommen – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 19. August 2013

„Sie werden grauenhaft – mit hohen Federbüschen, Glotzaugen, Klauen und Haifischgebissen.“
So lautet ein Satz aus Flauberts Antoniusversuchungen zum Thema Götzen.

Antonius fragt sich, wie man an so etwas hässliches wie Götzen glauben kann. Er schlägt und stürzt sich auf sie und sie werden dabei immer schrecklicher in seiner Vorstellung. Er ist der Meinung, dass man sehr dumm sein muss, so etwas anzubeten. Im Buch folgt nach dem Aufzug der Götzen eine Diskussion mit Buddha.

Ich dachte, bei den bildreichen Beschreibungen würde es mir leicht fallen, die Götzen darzustellen.

Aber weit gefehlt!

Götzen Version 1 - 65 x 50 cm (c) Zichnung von Susanne Haun

Götzen Version 1 – 65 x 50 cm (c) Zichnung von Susanne Haun

Obwohl ich mich sehr lange mit diesem Zitat auseinandersetze, war ich mit meiner ersten Zeichnung zum Thema sehr unzufrieden. Ich möchte keine Monster zeichnen sondern ich möchte einen anderen Gott als den christlichen darstellen. Die Macht dieses anderen Gottes soll aus der Zeichnung hervorgehen. Ich möchte keine Zombies, wie die aus dem letzten Film mit Brad Pit (World War Z), darstellen.

Wie kann ich Macht zeichnen?
Der „Götze“ muss höher stehen, auf einem Podest oder auf einem Berg. Ich denke, ich möchte eher eine weibliche Gottheit zeigen. Vielleicht eine Isis (Ägyptische Göttin der Liebe) oder Freyja (Nordische Göttin der Fruchtbarkeit). Weibliche Gottheiten waren in vielen Völkern für die Liebe, Fruchtbarkeit und Ernte zuständig während die männlichen Götter die Kriegskunst vertraten.

Entstehung Götzen Version 2 - 65 x 50 cm (c) Zeichnung vonSusanne Haun

Entstehung Götzen Version 2 – 65 x 50 cm (c) Zeichnung vonSusanne Haun

Ein Krone, Umhang, Zepter, Federbüschel und Heiligenschein sind auch Symbole für Macht und Göttlichkeit. Das zweite Blatt zum Zitat ist im Entstehen und ich bin sehr viel zufriedener als mit dem ersten Blatt.

For my english speaken readers:
Today I draw an other kind of god than the christian god. Flauberts Antonius has scared about the idol.

Entstehung Götzen Version 2 - 65 x 50 cm (c) Zeichnung vonSusanne Haun

Entstehung Götzen Version 2 – 65 x 50 cm (c) Zeichnung vonSusanne Haun

Rollte ein Schafskopf auf die Erde – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 15. August 2013

„Nero wollte mich köpfen lassen; aber anstelle des meinen rollte ein Schafskopf auf die Erde.“
Gustave Flaubert in den Antoniusversuchungen

Rollte ein Schafskopf auf die Erde - 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Rollte ein Schafskopf auf die Erde – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english reader:
„Nero wanted to behead me, but instead of mine, a sheep’s head rolled on the ground.“
Gustave Flaubert in the temptations of Antonius

Morgens stäubte der Sand wie Pulver – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 5. August 2013

Morgens stäubte der Sand wie Pulver aus Weihrauchfaß am Horizont; wenn die Sonne unterging, blühten feurige Blumen auf dem Kreuz; – und oft hatte ich um Mitternacht das Gefühl, als ob sich alle Wesen und Dinge mit mir in der gleichen Stille versammelten und den Herrn anbeteten.
Gustave Flaubert in den Antoniusversuchungen

Flammendes Kreuz - Antoniusversuschungen - 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Flammendes Kreuz – Antoniusversuschungen – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Heute habe ich das 9. Zitat für die Ausstellung mit Ute Schätzmüller zu den AntoniusVersuchungen in Köln vollendet. Begonnen habe ich das Blatt schon am Anfang letzter Woche und ein Zwischenergebnis könnt ihr hier auf meinem Blog sehen.

Feurige Blumen auf dem Kreuz – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 1. August 2013

„Morgens stäubte der Sand wie Pulver aus Weihrauchfaß am Horizont; wenn die Sonne unterging, blühten feurige Blumen auf dem Kreuz; – und oft hatte ich um Mitternacht das Gefühl, als ob sich alle Wesen und Dinge mit mir in der gleichen Stille versammelten und den Herrn anbeteten.“
Flaubert in den Antoniusversuchungen

Entstehung Feurige Blumen auf dem Kreuz (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung Feurige Blumen auf dem Kreuz (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich zeichne sehr gerne Blumen egal wie sie angeordnet sind und ich habe meinen Balkon für die Modelle geplündert.

Zum Schreiben habe ich heute nicht so viel Zeit, denn es fordert mich, Tag für Tag die großen Blätter zu bearbeiten. Schon am 27. August fahre ich nach Köln und nach dem jetzigen Stand der Dinge möchte ich noch mindestens 6 Blätter arbeiten. Dann habe ich eine Auswahl von 15 großen Arbeiten.

Nun lasse ich die Fotos von meiner Zeichnung zum Zitat sprechen.

Entstehung Feurige Blumen auf dem Kreuz (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung Feurige Blumen auf dem Kreuz (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaking readers:
I haven’t time enough to write a lot of ideas, today. I must draw leastwise 6 sheats for my Antonius cycle.

Ein Mensch – Ein weiter Lichtkreis zittert hinter ihm – Zeichnung von Susanne Haun

„Ein Mensch – Ein weiter Lichtkreis zittert hinter ihm“
Flaubert in den AntoniusVersuchungen

Dieses Zitat habe ich global und nicht unbeeinflusst von den letzten beiden Büchern, die ich gelesen habe, umgesetzt.

Größenvergleich - Ein Mensch entsteht (c) Zeichnung von Susanne Haun

Größenvergleich – Ein Mensch entsteht (c) Zeichnung von Susanne Haun

Zuerst habe ich mich mit Philip Roth „Exit Ghost“ und anschließend mit Wilhem Genazinos „Liebesblödigkeit“ auseinander gesetzt.

Beide Bücher handeln vom Altern und vom Leben im Alter. Beide Bücher sind von Männern geschrieben und handeln unter anderem von der Angst, im Alter nicht mehr sexuell tätig sein zu können. Sie zeigen die Veränderungen des Lebens mit dem Alter auf.

Roth Buch betrachtet die Sicht des Schriftstellers, der über Schriftsteller schreibt. Spannend fand ich die Veränderungen, die Roth von der New Yorker Bevölkerung nach dem 11. September beschreibt. Mehr von Roth könnt ihr von Laura auf dem Blog Aboutsomething hier lesen.

Genazino schreibt ausgesprochen komisch (sehr schwarzhumorig) über unsere Welt der Alleinunternehmer. Ich musste mit viel Galgenhumor lachen und ob ich den Workshop Teilnehmern die Apokalypse, die Zeichnung oder das Coaching näher bringen möchte, ist glaube ich egal.

Alle diese Überlegungen flossen in meine Zeichnung über den Mensch ein.

Ein Mensch - ein weiter Lichtkreis zittert hinter ihm - 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ein Mensch – ein weiter Lichtkreis zittert hinter ihm – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Für die AntoniusVersuchungen verbrauche ich in der Woche bis zu 10 Federn. Die Acrylate in der farbigen Tusche greifen das Material so schnell bei der wärme an, dass ich kaum mit dem säubern hinter her komme. Die Tusche fließt nur durch saubere Federn.

Mein Werkzeug - die Zeichenfeder (c) Foto von Susanne Haun

Mein Werkzeug – die Zeichenfeder (c) Foto von Susanne Haun

For my english speaking reader:
What is a human being? What happend if a man begins becoming older? I draw today the qote „A human being – a cycle light gimmers around him“ from Flaubert in the temptations of Antonius.

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Flaubert, Gustave, “Die Versuchung des heiligen Antonius, aus dem Französischen von Barbara und Robert Picht,insel Taschenbuch 1868, Erste Auflage 1996
Roth, Philip. „Exit Ghost“. Reinbeck 2009.
Genazino, Wilhelm. Die Liebesblödigkeit. München 2007.

Der Totenkopf – The Skull – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 26. Juli 2013

„Es ist ein mit Rosen bekränzter Totenkopf – er beherrscht einen perlweißen Frauenkörper“
schreibt Flaubert in den Antoniusversuchungen.

Der Totenkopf galt als Symbol / Sinnbild für die Vergänglichkeit, symbolisierte den Todeswunsch und die Angst vor dem Tod. Werke mit Totenkopf sind als Vanitas Werke bekannt geworden. Aus diesen Bildern kann die Botschaft „Memento mori“ (Gedenke des Todes) oder „Carpe diem“ (Nutze den Tag) gelesen werden.

Was trieb Flaubert an, eine Frau mit Rosen und Totenkopf zu beschreiben? Rosen und Frauen, beides Symbole für Schönheit, die vergänglich sind. Ist diese nur kurz vorhandene Schönheit, der kurze Augenblick der Wollust, eine Versuchung für Antonius? Oder ist der Todeswunsch generell eine Versuchung für Antonius?

Entstehung Rosen bekränzter Totenkopf (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung Rosen bekränzter Totenkopf (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wie sieht das heute aus? Hat der Totenkopf überhaupt noch die „Todeswunschsymbolik“? Oder ist der Totenkopf heute nur noch ein Dekorationsobjekt? Das Vanitas-Symbols, verlor seine ursprüngliche religiöse Funktion mit dem 18. Jahrhundert.

Totenköpfe wurden oft auf die Rückseite von Portraits gemalt. Sie sind dort ein Symbol für die Verweslichkeit des Menschen „mors absconditus“ und nehmen den künftigen Zustand des dargestellten Menschen vorweg. Ein Beispiel dafür ist der linke Flügel von Jan Gossaert (auch Jan Mabuse genannt) Carondelet-Diptychon von 1517. Der zur Seite geschobener Unterkiefer ist ein Zeichen für die Auflösung der Person. Hier auf der Seite vom Louvre bekommt ihr einen Eindruck vom Werk.

Entstehung Rosen bekränzter Totenkopf (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung Rosen bekränzter Totenkopf (c) Zeichnung von Susanne Haun

Interessant finde ich die Nischen, in die die Totenköpfe bildnerisch gelegt werden. Diesen christlichen Todesreflexionen werden Zettel beigelegt (auf die Bilder gemalt), die die philosophischen Vorstellungen der Zeit enthielten: „Omnia morte cadunt/mors ultima linia rerum“ – „Alles zerfällt mit dem Tode, der Tod ist die letzte Grenze der Dinge“ steht auf der Rückseite des Portraits von Jane-Loyse Tissier, 1524 von Bartel Brüyns gemalt.

Buschrose (c) Zeichnung von Susanne Haun

Buschrose (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaking reader:
The scull is symbol for perishability and death. I draw a new quote from Flauberts tempations of Antonius. Antonius tempatations of this quote are death wish and lust.

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Schneider, Norbert. Stilleben. Köln 2009.

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