Keltische Eindrücke · Zeichnung

Ein Gürtelhaken – Zeichnung von Susanne Haun

Heute mußten wir die Bilder, die wir mit nach Bad Segeberg nehmen, listen. Das war eine anstrengende Arbeit! 77 Bilder mit Titel, Jahr, Technik, Maße, Künstler und Preis und dann auch noch kleine Schildchen für jedes Bild. Ich bin vielleicht froh, dass das fertig ist! Und dann auch noch das Auto packen. Keine leichte Aufgabe! Die Bilder sind im Durchschnitt 60 x 80 cm groß – alles Glasrahmen.

So hatte ich keine Energie mehr, die Vogelfrau weiter zu malen. Die hebe ich mir für Morgen früh auf.

Etwas einfaches wollte ich malen und nahm mir einen frühlatènezeitlichen Gürtelhaken vor. Ich dachte, dass sich Ornamente einfach zeichnen. Aber das habe ich auch nur gedacht! Ich habe festgestellt, dass es sehr schwierig ist, Ornamente belebt und wiederkehrend zu malen. Ich habe mich bisher noch nicht mit Ornamenten in der Zeichnung beschäftigt. In einem Lehrbuch steht: „Ornamentale Geformtheit und Anordnung ergibt eine dekorative Wirkung von Liniengebilden.“

Dekorativ ist ein Ausdruck den kein Künstler gerne in Zusammenhang mit seiner Kunst hört. Was ist Dekorativ genau?

Frühlatènezeitlicher Gürtelhaken - Zeichnung von Susanne Haun
Frühlatènezeitlicher Gürtelhaken - Zeichnung von Susanne Haun

Ein Kommentar zu „Ein Gürtelhaken – Zeichnung von Susanne Haun

  1. Ornamente sind verwurzelt mit der geistesart einer kultur. sie sind eigentlich ausdruck für die wirklichkeit und lebendigkeit einer geistigen stärke. kunst und religion sind da eng beieinander. deswegen kommen ornamente oft an kultusgegenständen vor, bis hin zu alltagsgegenständen, die in wirklichkeit auch keine waren.
    wenn man heute darüber von dekorativ spricht, dann drückt sich dadurch nur aus, das kein sinn mehr vorhanden ist um die geistige realität, die damit unmittelbar verbunden ist, zu erleben.
    aber es ist eben heute auch nur noch dekorativ, eine farbige mit ornamenten bestückte tischdecke aufzulegen, sich frische blumen hinzustellen. all diese selbstverständlichen rituale hatten eine tiefe geistige bedeutung. ebenso wie das feiern von jahresfesten, die ja auch nur noch dekorativ sind, wenn man so will.

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