Heute morgen ist mir aufgefallen, dass ich einen Kommentar übersehen habe. Ich habe mich sehr über mich geärgert, denn ich freue mich über jeden Kommentar, denn zur Kunst gehört der Betrachter und mir ist es wichtig zu hören, was der Betrachter meiner Kunst beim Betrachten denkt!
Manchmal werde ich auch um technische Einzelheiten gebeten. So wie in dem Kommentar von Micha zu meinen Veilchen, der fragt, welche Federn ich benutze.
Ich arbeite mit einer einfachen Zeichenfeder von Standardgraph. Die benutze ich bei all meinen Zeichnungen. Ich verbrauche pro Woche mindestens eine Feder und einen Federhalter dazu. Ich modelliere die Linie durch den Druck, den ich beim Zeichnen ausübe.
Auf rauen Bütten zeichne ich nicht. Ich nehme entweder satiniertes oder relativ glattes Bütten. Wenn nicht, bleiben Fasern des Papiers in der Feder hängen, da ich ab 250g aufwärts arbeite, ist das nicht schlimm – da schafffe selbst ich kein Loch.
Benutze ich Silberburgpapier, dann drücke ich die Feder nicht auf. es werden andere Linie —– zarter. Aber es ist dieselbe Feder!
Auch Engel haben Federn – jedoch die tragen sie die ihren in den Flügeln und nicht in der Hand. In dem Film „Ist das Leben nicht schön?“ mit James Stewart wird am Ende gesagt, dass immer wenn ein Glöckchen leutet, ein Engel seine Flügel bekommt. Es ist bei uns Familientradition, diesen Film zu Weihnachten zu schauen.
