Heute besuchte mich meine Freundin Cordula mit ihren gesamten Frühlingsblumen, die wir zusammen mit meinen Blumen auf einen Tisch stellten und den Frühling hinauf beschworen.
Meine Freundin Itha fragte mich am Sonntag, wie dick denn das Buch über Max Beckmann sei, dass ich soviel daraus zu zitieren habe. Es ist nicht dick, 462 Seiten. Aber jede der Tagebuchseiten ist so voll mit Informationen und Erkenntnisse, dass ich sie erst einmal verkraften und verdauen muss. Beckmann beschreibt das gesamte Jahr 1918 auf drei (!) Seiten.
Lili von Braunbehrens Motto „Hat der Mond dich betrogen, nimm eine Hand voll Sterne“ gefällt mir ausgesprochen gut.
„Man kann nur über das schreiben, was man wenigstens in der Phantasie wirklich erlebt. Diesen Sänger, den haben Sie sich selbst zurechtgemacht ohne eine Grundlage, das geht nicht. Sie müssen das ergreifen, was möglich ist, was Sie kennen und das in Kunst verwandeln, sonst kommen Sie nie weiter.“
Lili von Braunbehrens
Man kann also das Unvorstellbare nicht zeichnen. Ja, das leuchtet mir ein und so handhabe ich das auch – mir ist Authetizität das wichtigste. Was mich beflügelt ist, das zur Authentizität auch meine Phantasie gehört! Aber das ist ja alles auch logisch, das Unvorstellbare kann ich nicht zeichnen!
