Beckmann im ersten Weltkrieg und die Struktur eines Baumes – Zeichnung von Susanne Haun

Die Linien sind lebendig - Zeichnung von Susanne Haun
Die Linien sind lebendig - Zeichnung von Susanne Haun
Die vielen kahlen eindrucksvollen Bäume mit ihren knochigen Rinden, die ich gestern auf der Sachsen-Anhalt Fahrt sah, haben mich sehr beeindruckt.

Was kann sich besser für meine Feder eignen?

Max Beckmanns Briefe aus dem 1. Weltkrieg sind bewegend. Er nimmt als Sanitäter teil, bleibt ihm doch nichts anderes, denn „Auf die Franzosen schieße ich nicht, von denen habe ich so viel gelernt. Auf Russen auch nicht, Dostojewski ist mein Freund.“ Beckmann hat im 1.Weltkrieg gezeichnet, er hielt die Gesichter, die er sah, fest. Als er feststellte, dass die Zeichnungen die Zahl 70 überschritten, schrieb er: „So im ganzen gefallen sie einem wieder besser als im einzelnen. Man sieht den durchgehenden Willen, der mir immer bei der einzelnen Zeichnung nicht bewußt ist…“

Eine neue Feder - Foto von Susanne Haun
Eine neue Feder - Foto von Susanne Haun

Ich empfinde serielles Arbeiten auch vollständiger als einzelne Arbeiten.
Dazu gehört für mich nicht nur die Handschrift sondern auch Technik und Material. Eine einzelne Zeichnung zwischen Acryl- und Ölarbeiten, Linoldrucken und Skulpturen verliert sich, während ein Einheit aus Zeichungen ein gesamtes Werk ergibt.

Die Baumrinde wächst - Foto und Zeichnung von Susanne Haun
Die Baumrinde wächst - Foto und Zeichnung von Susanne Haun

Meine Sammlung hat sich auch wieder vergrößert. Ich habe neue Arbeiten von Frank Köbsch, Bianca Scheich, Annette Marx und Conny Niehoff. Mehr dazu auf meiner Sammlungs Seite hier.

Ein Baum - Zeichnung von Susanne Haun - 25 x 25 cm - Tusche auf Bütten
Ein Baum - Zeichnung von Susanne Haun - 25 x 25 cm - Tusche auf Bütten

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