Ich bin immer wieder erstaunt, welche Vielfalt an Holzschnitten wir produzieren.
Jörg Möller ist wieder anders an den Holzschnitt herangegangen als Jürgen und ich und hat eine Serie von kleinen Arbeiten produziert. In die Drucke ist er, wie es Jürgen auch oft praktiziert, mit Bleistift hineingegangen und hat die Ergebnisse verändert.

Immer wieder diskutieren wir über die Ergebnisse. Jürgen ist der Ansicht, dass sein eines Blatt B-Ware sei, weil beim Druck die Platte leicht verrutscht ist. Auf die Idee bin ich nicht gekommen, Drucke als B-Ware zu bezeichnen. Ich arbeite im fließenden Prozess und nutze ein verrutschen der Platte als Stilmittel, was eine Dreidimensionalität erzeugt. Ich drucke die Platten nebeneinander, leicht übereinander so wie ich denke, es erzeugt eine Bildwirkung.

Wenn ich nach dem Prinzip der verlorenen Form arbeite, erhalte ich selten eine gleichaussehende Auflage. Das immer weitere reduzieren der Platte trägt mich gedanklich immer ein Stück weit weg von der Auflage und ich experimentiere gerne
Der Druck der Platte ist auch auf Grund der Größe eine körperlich anstrengende Arbeit für mich.

Nun muss ich für den letzten Druckvorgang die Platte schneiden. Ich möchte mit Schwarz das Bild schließen und es ist wichtig, mir genaustens zu überlegen, wie ich schneide, welche Teile ich stehen lasse und welche ich wegnehme.



















Hat dies auf BUCHALOVS FREUNDE °°°°°°° rebloggt.
Wow – this is real hard work! Aber du machst das sehr gut, Susanne!
Es ist toll, die Entstehung mit zu erleben, mir gefallen die Aufnahmen und die Holzschnitte mitsamt Drucke sehr gut.
Herzl♥che Grüße zu euch, bin wieder in Eile, die Klinik wartet…
Hanne
Ja, Hanne, dass kann ich sofort bestätigen. Das ist auch genau das, was mir am Holz schneiden gefällt.
Heute geht es weiter und im Kopf bearbeite ich schon das Holz…..
Noch sitzen wir an den Rechnern aber gleich geht es los ins Atelier.
Einen schönen Tag aus Geldern wünscht dir Susanne