Die theoretische Philosophie ist von Männern dominiert.
Die Vorlesung der theoretischen Philosophie ist in gleichen Teilen von ca. 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besucht. Wir sprechen in der Vorlesung über 15 philosophische Texte von männlichen Philosophen und nur einer der dazugehörigen 15 Hintergrundtexte ist von einer Frau geschrieben.
Der Dozent gibt sich große Mühe, diesen Mißstand auszugleichen. Alle Beispiele, die er uns gibt, sprechen von Philosophinnen!
Es ist auch nicht einfach, an eine Philosophin zu denken. Sie gab es zu allen Zeiten aber sie wurden nicht in dem maßen publiziert wie ihre männlichen Kollegen.
Mir fällt als groß Philosophin natürlich zuerst Hannah Arendt ein. Ihre Schriften stehen nicht auf unseren Lehrplan und da dieser sehr dicht gepackt ist, bleibt mir wenig Zeit, sie zu lesen.
Ich werde mich ihr wie immer bildlich und dann über ihre Ausführungen zur Autorität, in der sie auch das Plantonsche Höhlengleichnis anspricht, nähern.
Hier könnt ihr einen Beitrag vom Deutschland Radio zu Hannah Arendt hören. Arendt fühlt sich keineswegs als Philosophin. Sie ist der Ansicht, dass ihr Beruf, wenn man überhaupt von einem Beruf sprechen kann, „Politische Theorie“ ist.
Es ist übrigens nicht einfach, eine ältere Frau zu zeichnen, sie wirkt schnell hart oder männlich. Wir können uns hier die Frage stellen, ob das mit unserem weiblichen Ideal von Schönheit zusammenhängt?
