Oft treffen sich zwei Dinge in einem Werk. So ist es mit meiner zweiten Zeichnung zum Jahr Null passiert.
Ich arbeite gerade an meiner Bachelorarbeit, sie beschäftigt sich unter anderem mit der Proportion in den Zeichnungen Dürers. Dazu gehört es natürlich auch, sich mit der Geschichte der Proportion zu beschäftigen. Schon der Bildhauer und Kunsttheoretiker Polyklet hat um 450 v. Chr. in seinem Kanon der Proportionsgesetze den idealen männlichen Körper beschrieben. Vitruv und DaVincis berühmte Proportionsstudie sind weitere geschichtliche Stationen zur Proportion. Proportion ist lateinisch und bedeutet Gleichmaß, Ebenmaß.
Durch die Jahrhunderte veränderte sich die ideale Proportion, die als schön galt. Es gibt von Dürer 2.750 Einträge von Messungen in seinen vier Büchern der Proportion. Er wollte das Geheimnis der perfekten Proportion und damit der Schönheit wissenschaftlich ergründen.
Ich habe das Jahr Null mit der Antike und den Proportionen verknüpft.
Jürgen (siehe hier) und ich beschäftigen uns mit einer neuen Frage:
Was geschah im Jahr Null?
Xenia schrieb sehr treffend im Facebook dazu: „Es gibt kein Jahr Null!“. Und ich sage dazu, dass in der Kunst alles möglich ist, auch das Jahr Null.
