Susanne Haun

Was geschah im Jahr Null? Antike und Proportion – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Projekt Null, Proportion, Zeichnung by Susanne Haun on 18. November 2015

Oft treffen sich zwei Dinge in einem Werk. So ist es mit meiner zweiten Zeichnung zum Jahr Null passiert.

Das Jahr Null 14.11.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Jahr Null 14.11.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich arbeite gerade an meiner Bachelorarbeit, sie beschäftigt sich unter anderem mit der Proportion in den Zeichnungen Dürers. Dazu gehört es natürlich auch, sich mit der Geschichte der Proportion zu beschäftigen. Schon der Bildhauer und Kunsttheoretiker Polyklet hat um 450 v. Chr. in seinem Kanon der Proportionsgesetze den idealen männlichen Körper beschrieben. Vitruv und DaVincis berühmte Proportionsstudie sind weitere geschichtliche Stationen zur Proportion. Proportion ist lateinisch und bedeutet Gleichmaß, Ebenmaß.

Durch die Jahrhunderte veränderte sich die ideale Proportion, die als schön galt. Es gibt von Dürer 2.750 Einträge von Messungen in seinen vier Büchern der Proportion. Er wollte das Geheimnis der perfekten Proportion und damit der Schönheit wissenschaftlich ergründen.

Ich habe das Jahr Null mit der Antike und den Proportionen verknüpft.

Jürgen (siehe hier) und ich beschäftigen uns mit einer neuen Frage:
Was geschah im Jahr Null?

Xenia schrieb sehr treffend im Facebook dazu: „Es gibt kein Jahr Null!“. Und ich sage dazu, dass in der Kunst alles möglich ist, auch das Jahr Null.

3 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. gkazakou said, on 18. November 2015 at 18:17

    Zur Ergänzung: im Griechischen heißt das Verhältnis der Teile zueinander und zum Ganzen – also Proportion – LOGOS. Am Anfang – so beginnt das Johannesevangelium – war der LOGOS, und der LOGOS war bezogen auf Gott, und göttlich war der LOGOS. (meine Übersetzung aus dem griechischen Original). Das Verhältnis, die Relation, die Proportion war zu Beginn, und jedes Einzelteil stand in einem solchen Verhältnis zu Gott …..Daher heißt es auch: Gott schuf den Menschen „nach seinem Bilde“.

  2. Ulli said, on 19. November 2015 at 12:44

    Die Leerheit und die Null sind das Selbe, von hier aus ist alles möglich … hier können wir uns entscheiden wohin es geht, jeden Tag aufs neu …

    • Susanne Haun said, on 22. November 2015 at 09:41

      Ja, so sehe ich das auch, Ulli. Die Null kann für einen Neuanfang stehen. So werde ich sie auch in einigen Bildern interpretieren. einen schönen Sonntag von Susanne


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: